„Alternative für Schweden“ will 500.000 Flüchtlinge ausweisen

Foto: Alternative für Schweden

Schweden hat seit März eine neue patri­o­tis­che und ein­wan­derungskri­tis­che Partei namens „Alternative für Schweden“ (AfS, auf Schwedisch „Alternativ för Sverige“). Gründer ist der ehe­ma­lige Vorsitzende der Jugendorganisation der Schwedendemokraten, Gustav Kasselstrand. Er wurde 2015 von den Schwedendemokraten aus­geschlossen. Die Partei tren­nte sich damals wegen ide­ol­o­gis­cher Differenzen von ihrer gesamten Jugendorganisation.

„500.000 Gründe, die Alternative für Schweden zu wählen“

Die AfS tritt deut­lich entschlossener gegen Einwanderung und Multikulti auf als die Schwedendemokraten. Kasselstrand hat einen „Rückwanderungsplan“ erstellt, den er am 4. Juli in der Zeitung Fria Tider vorstellte. Nach diesem Plan sollen 500.000 Einwanderer Schweden ver­lassen. Kasselstrand sieht darin „500.000 Gründe, die Alternative für Schweden zu wählen“.

Asylsystem soll kom­plett abgeschafft wer­den

Bei den 500.000 Einwanderern, die gehen sollen, han­delt es sich zum Großteil um Asylanten. Die AfS will das Asylsystem kom­plett abschaf­fen, und zwar mit sofor­tiger Wirkung. Alle Asylverfahren wür­den dadurch eingestellt und die Antragsteller aus­gewiesen wer­den. Es müssten also sowohl die 50.000 bere­its abgelehn­ten Asylanten als auch die 63.000 Asylwerber mit derzeit laufen­dem Verfahren Schweden ver­lassen.

Auch „anerkan­nte Flüchtlinge“ sollen aus­gewiesen wer­den

Auch die 289.000 Asylanten mit pos­i­tiv abgeschlossenem Verfahren und Aufenthaltstitel sowie deren Angehörige sollen fast alle aus­gewiesen wer­den. Ausnahmen soll es lediglich für unent­behrliche Fachkräfte geben, die per­fekt Schwedisch sprechen und unbescholten sind. Die AfS rech­net mit 275.000 Asylanten mit Aufenthaltstitel und Angehörigen, die wieder gehen müssten.

Ebenfalls sollen 28.000 ger­ingqual­i­fizierte Arbeitsmigranten aus der EU und Osteuropa das Land ver­lassen, da diese die Löhne der schwedis­chen Arbeiter drücken. Ausländische Arbeiter sollen kün­ftig nur noch in Mangelberufen zuge­lassen wer­den. Weiters sollen 4.000 aus­ländis­che Bettler aus­gewiesen wer­den.

Eingebürgerten Einwanderern soll Staatsbürgerschaft ent­zo­gen wer­den

Auch bere­its einge­bürg­erte Einwanderer sollen in bes­timmten Fällen die schwedis­che Staatsbürgerschaft wieder ver­lieren und aus­gewiesen wer­den. Dies bet­rifft Schwerkriminelle, Wiederholungstäter, Langzeitarbeitslose und Personen, die nicht Schwedisch kön­nen und ihren Verpflichtungen generell nicht nachkom­men. Die AfS rech­net hier mit 88.000 bere­its einge­bürg­erten Personen, die abzuschieben wären.

Rückwanderung soll inner­halb von sechs Jahren durch­führbar sein

Durch die Ausweisungen sollen laut AfS enorme Ressourcen zum Wohle des schwedis­chen Volkes frei wer­den. Die AfS schätzt, dass der Plan inner­halb von sechs Jahren durchge­führt wer­den kann. Um den bürokratis­chen Aufwand zu bew­erk­stel­li­gen, soll die gegen­wär­tig beste­hende „Migrationsbehörde“ (Migrationsverket) durch eine „Rückwanderungsbehörde“ (Återvandringsverket) ersetzt wer­den.

Weitere Forderung: EU-Austritt

Die AfS ver­tritt noch weit­ere Forderungen, die sie von jeder anderen Partei unter­schei­den: Sofortiger EU-Austritt („Swexit“), Abschaffung des öffentlichen Rundfunks und Einführung eines ein­heitlichen Steuersatzes für alle Einkommen („Flat Tax“).

Print Friendly, PDF & Email

Für unseren täglichen Info-Brief kön­nen Sie sich hier anmelden.

Wenn Sie unsere Mission mit einer Spende unter­stützen wollen, kön­nen Sie dies gerne per PayPal oder auch in kon­ven­tioneller Form, per Bankzahlschein machen.


IBAN: HU48135555551355201000014057, BIC: KODBHUHB, „Unser Mitteleuropa“

Wir sind für jegliche Hilfe sehr dankbar!