Tagesschau rechtfertigt Verschweigen von Asylantengewalt

flickr.com/ JouWatch (CC BY-SA 2.0)

Die Abläufe wieder­holen sich: Ein Asylbewerber tötet einen Deutschen, und die wichtig­ste deutsche Nachrichtensendung, die ARD-Tagesschau, berichtet nicht oder erst ver­spätet darüber. So ist es geschehen bei den Morden an Maria Ladenburger in Freiburg, an Mia Valentin in Kandel und auch bei dem jüng­sten Mord an einem Arzt in Offenburg durch einen soma­lis­chen Asylbewerber. Jedes Mal hagelt es Beschwerden über das Verhalten der Tagesschau. Daraufhin ver­suchen die ver­ant­wortlichen Journalisten regelmäßig, sich zu recht­fer­ti­gen. Die Rede ist dann von lediglich „regionaler Bedeutung“ oder gar einem notwendi­gen Schutz des Täters auf­grund dessen „jun­gen Alters“.

Kai Gniffke recht­fer­tigt sich mit absur­der Begründung

Auch beim aktuellen Fall in Offenburg ver­sucht Tagesschau-Chefredakteur Kai Gniffke auf seinem Blog, das Verschweigen des Tötungsdelikts zu recht­fer­ti­gen – mit einer ganz neuen Begründung. Wir zitieren hier die wichtig­ste Passage aus dieser Rechtfertigung (Hervorhebungen durch unzen­suri­ert):

Wir berichten in der Tagesschau über Dinge von gesellschaftlicher, nationaler oder inter­na­tionaler Relevanz. Dinge, die für die Mehrzahl der rund 83 Millionen Deutschen von Bedeutung sind. Dabei kön­nen wir nicht über jeden Mordfall berichten. Ich glaube, da würde wohl auch die Mehrzahl unserer Kritiker noch mit­ge­hen. Wo die Meinungen auseinan­der gehen, ist die Frage, ob wir darüber berichten soll­ten, wenn es sich beim Tatverdächtigen um einen Asylbewerber han­delt. Aus meiner Sicht soll­ten wir das dann tun, wenn Asylbewerber über­pro­por­tional an Tötungsdelikten beteiligt wären. Das ist, soweit wir es recher­chieren kön­nen, nicht der Fall. Deshalb haben wir uns gegen die Berichterstattung entsch­ieden.

Tagesschau lügt oder recher­chiert extrem schlecht

Die neue Rechtfertigung lautet also, man habe nicht recher­chieren kön­nen, dass Asylbewerber über­pro­por­tional an Tötungsdelikten beteiligt sind. Das ist entweder eine glatte Lüge, oder die Tagesschaurecher­chiert extrem schlecht. Asylbewerber sind als Tatverdächtige bei Mord und Totschlag mas­siv über­repräsen­tiert, und das kann man sehr ein­fach recher­chieren. Ein Anruf beim Bundeskriminalamt hätte genügt. Nicht ein­mal das wäre notwendig gewe­sen, da die notwendi­gen Statistiken im Internet frei ver­füg­bar sind.

Für Recherche reichen ein BKA-Dokument und ein Taschenrechner

Man muss bloß diese Internetseite des Bundeskriminalamtes aufrufen und das Dokument „PKS 2017 – Jahrbuch Band 4 – Einzelne Straftaten“ herun­ter­laden. Dort wird man bere­its auf Seite 12 fündig. Auf dieser Seite erfährt man, dass im Jahr 2017 bei Mord 71 Asylbewerber und bei Totschlag und Tötung auf Verlangen 296 Asylbewerber tatverdächtig waren. Auf der­sel­ben Seite steht auch, dass bei Mord ins­ge­samt 823 und bei Totschlag und Tötung auf Verlangen ins­ge­samt 1.884 Personen tatverdächtig waren.

Nach der Lektüre dieser einen Seite müsste Kai Gniffke nur noch kurz einen Taschenrechner zur Hand nehmen, dann hätte er fol­gende Informationen vor­liegen: Die Asylbewerber stell­ten 8,6 Prozent der Tatverdächtigen bei Mord und 15,7 Prozent der Tatverdächtigen bei Totschlag und Tötung auf Verlangen. Fasst man bei­des zusam­men, stell­ten Asylbewerber 13,6 Prozent der Tatverdächtigen bei Tötungsdelikten im Jahr 2017.

Damit kön­nte man die Recherche eigentlich schon been­den. Die Überrepräsentation ist jetzt schon erwiesen, denn jeder weiß, dass Asylbewerber niemals 13,6 Prozent der Gesamtbevölkerung aus­gemacht haben – das wären näm­lich 11,3 Millionen Asylbewerber.

Asylbewerber sind 17-fach über­repräsen­tiert

Wir wollen den­noch ermit­teln, wie hoch die Überrepräsentation genau ist. Dazu muss man die Gesamtzahl der Asylbewerber im Jahr 2017 fest­stellen, was dank der Internetseite des BAMF eben­falls sehr ein­fach ist. Am 31. Dezember 2016 waren 433.719 Asylverfahren offen. Dazu kamen während des Jahres 2017 222.683 neue Asylanträge. Man erhält also für das Jahr 2017 die Zahl von 656.402 Asylbewerbern.

Wie auch Kai Gniffke weiß, beträgt die Gesamtbevölkerung in Deutschland 83 Millionen. Der Anteil der Asylbewerber an der Gesamtbevölkerung betrug somit 0,8 Prozent. Wie bere­its erwähnt, stell­ten die Asylbewerber aber laut Statistik des Bundeskriminalamts 13,6 Prozent der Tatverdächtigen bei Tötungsdelikten im Jahr 2017. Es liegt also eine 17-fache Überrepräsentation der Asylbewerber bei den Tatverdächtigen bei Tötungsdelikten vor.

Gniffke schwächt seine Behauptung leicht ab

Kai Gniffke hat nach seinem Blogeintrag noch ein 30-minütiges Video aufgenom­men, in dem er eben­falls auf die Kritik an dem Verschweigen des Mordes eingeht. Darin gibt er zu, dass Asylbewerber über­repräsen­tiert sind. Er vertei­digt sich aber auch mit der Behauptung, dass diese Überrepräsentation ver­schwinden würde, wenn man Alter und Familienstand berück­sichti­gen würde. Eine Quelle dafür nennt Gniffke nicht.

Weiterlesen: www.unzensuriert.at/content/0027543-Tagesschau-rechtfertigt-Verschweigen-von-Asylantengewalt-mit-absurder-Begruendung

Print Friendly, PDF & Email

Für unseren täglichen Info-Brief kön­nen Sie sich hier anmelden.

Wenn Sie unsere Mission mit einer Spende unter­stützen wollen, kön­nen Sie dies gerne per PayPal oder auch in kon­ven­tioneller Form, per Bankzahlschein machen.


IBAN: HU48135555551355201000014057, BIC: KODBHUHB, „Unser Mitteleuropa“

Wir sind für jegliche Hilfe sehr dankbar!