Abschreckende ungarische Auswanderungszahlen

Foto: alfahir.hu

Die Partei Jobbik fordert die Regierung auf, die Selbsttäuschung aufzugeben, und stattdessen der alarmieren­den Steigerung der Auswanderungstendenz endlich ent­ge­gen­zuwirken: sie soll sich mit dem Problem der ihr Heimatland zu ver­lassen pla­nen­den Ungarn sit­u­a­tion­s­gerecht beschäfti­gen – for­mulierte Parlamentsabgeordneter Gergely Farkas in seiner Pressemitteilung.

Laut dem Vorsitzenden der Jobbik-Jugendsektion hält die Fidesz-Partei die Problemstellung seit langem für eine oppo­si­tionelle Hysterie, was nun auch deswe­gen absurd ist, weil das staatlich finanzierte Statistikamt (KSH) das von der nationalen Volkspartei betonte Phänomen regelmäßig bestätigt.

Der Jobbik-Abgeordnete ver­meldete: die jüng­sten Daten des Statistischen Amtes wiesen diese Tendenz ein­deutig aus, da let­ztes Jahr anderthalb­fach mehr Ungarn ins Ausland auswan­derten, als vor einem Jahr, und sech­sein­halb­fach mehr, als im Jahre 2009.

„Während also die Regierung darüber spricht, dass sie an der Gewährleistung für das im-Land-Bleiben arbeitet, wo es den Menschen zu Hause gut geht, und die ins Ausland Gezogenen nach Hause zurück­kehrten, sprechen die Fakten für sich: die Politik der Regierung erre­icht genau das Gegenteil, sie vertreibt mehrere Zehntausende, und  nur 10% der im Ausland Lebenden pla­nen aus­ge­sprochen die Heimkehr in der nahen Zukunft.” – so Gergely Farkas.

Die Jobbik drängt auf einen ehrlichen Dialog zu diesem Thema, laut ihr muss das Problem bald­möglichst Lösungsvorschläge erhal­ten. Gergely Farkas betonte: es wäre enorm wichtig, statt der gemein­nützi­gen Arbeit wirk­lich wertvolle Arbeitsplätze zu schaf­fen, die Zahl der staatlich finanzierten Plätze im Hochschulwesen zu erhöhen, ein die Wohnmöglichkeiten der Jugendlichen unter­stützen­des Wohnungsprogramm zu starten, bzw. „die Verwirklichung der die berechen­bare Zukunftsplanung ermöglichende Entscheidungsfindung in der verbleiben­den Regierungszeit von Fidesz” zu schaf­fen.

„Fidesz soll nicht berück­sichti­gen, wessen Vorschläge diese sind, son­dern dass ein gren­zen­loser Menschenverlust, der auf die Verluste eines Weltkireges erin­nert, das Land mit Massen von Auswanderern schla­gen und pla­gen wird, darum muss bald­möglichst gehan­delt wer­den”- schrieb der Jobbik-Abgeordnete.

Laut der Ausgabe des Statistikamtes über die Bevölkerungsbewegung ver­ließen let­ztes Jahr 31,500 Ungarn min­destens für ein Jahr das Land, fast 50% mehr als voriges Jahr, außer­dem erhöhte sich das Maß der Auswanderung ras­ant.

Quelle: alfahir.hu/az_utolso_kapcsolja_le_a_villanyt_remiszto_kivandorlasi_adatok

 

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