Ungarn fordert: Familienförderung für Autochthone Bevölkerung sollte EU-Ziel sein

Quelle: MTI

Der ungarische Staatssekretär für Familie und Jugend hat am Montag gefordert, dass die neue EU-Jugendstrategie die Herausforderungen für junge Menschen, die eine Familie gründen wollen, stärker betont. Die aktuelle demografische Situation macht das Thema besonders dringlich.

Katalin Novák sprach auf einem informellen Treffen der EU-Jugendminister, das zur Erörterung der Herausforderungen für die europäische Jugend einberufen wurde, und debattierte die neue EU-Jugendstrategie der Europäischen Kommission für 2019-2027. Das EP wird im November über die Strategie abstimmen. „Wir sollten uns fragen, warum junge Menschen nicht genug Kinder haben“, sagte Novák und fügte hinzu, dass die Frage nicht nur in Ungarn, sondern auch in Europa gestellt werden sollte.

Die EU arbeitet auch an einem Programm, um junge Menschen zu motivieren, mehr Europa zu erkunden, sagte sie. Über den EU-Haushalt für den Finanzzyklus 2021-2027 laufen Gespräche mit dem Vorschlag, die Mittel für das Erasmus-Programm zu verdoppeln, sagte Novák. Es ist wichtig, dass das Programm nicht „elitär“ wird, sondern so vielen jungen Menschen wie möglich die Möglichkeit gibt, das Leben in einem anderen EU-Mitgliedstaat zu erleben, sagte sie. Der Vorschlag stimme gut mit den Maßnahmen der ungarischen Regierung überein, die 2019 mehr Mittel für junge Menschen als im Jahr 2010 bereitgestellt habe.