Szijjártó: „Hysterie und Gefühle sind in den Verhandlungsgesprächen mit den USA fehl am Platz“

Quelle: MTI

Es ist an der Zeit, „Hysterie und über­mäßige Emotionen“ aus den europäisch-amerikanis­chen Handelsgesprächen auszuschließen, sagte Außenminister Péter Szijjártó MTI tele­fonisch aus Innsbruck, wo er an einem inof­fiziellen Treffen der Außenminister und Handelsminister der Europäischen Union teil­nimmt.

Die Europäische Union habe einen schw­eren Fehler began­gen, als sie in den Beziehungen zu den Vereinigten Staaten nach der Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten Hysterie her­vor­rief, fügte er hinzu. Die EU habe zu viel Zeit damit ver­bracht, den US-Präsidenten nach seiner Wahl zu kri­tisieren, anstatt Wege der Zusammenarbeit zu entwick­eln, sagte Szijjártó. „Die EU darf diesen Fehler nicht wieder­holen. Sie sollte in ihren Handelsstreitigkeiten mit den USA lieber auf Hysterie und über­mäßige Emotionen verzichten und auf gegen­seit­igem Respekt beruhen.

Es sollte damit begin­nen, die Streitigkeiten beizule­gen, weil das Scheitern einer Einigung der europäis­chen Wirtschaft, ein­schließlich der Mitgliedstaaten, schw­eren Schaden zufü­gen würde. Deshalb sollte eine weit­ere Eskalation der Spannungen ver­mieden wer­den „, fügte er hinzu.

Ungarn hat drei große Erwartungen in Bezug auf die Gespräche, sagte er. Erstens sollte es keine Investitionsbeschränkungen geben, da die USA der zweit­größte Investor in Ungarn sind, mit 1.700 US-Firmen, die 105.000 Menschen beschäfti­gen, sagte er. „Es liegt daher im Interesse Budapests, dass keine Handelsbeschränkungen in Kraft treten soll­ten“, fügte er hinzu.

Zweitens dürfe es keine Hindernisse für die Zusammenarbeit zwis­chen der Autoindustrie der EU und der USA geben, sagte Szijjarto. „Dies liegt in unserem Interesse, denn die Produktion der ungarischen Automobilindustrie über­steigt 9.000 Milliarden Forint (28 Milliarden Euro). 92 Prozent ihrer Produkte wer­den exportiert, nicht zuletzt in die USA“, fügte er hinzu.

Schließlich soll­ten die Standards für Landwirtschaft und Lebensmittelsicherheit beibehal­ten und die sehr ern­sten Standards für Lebensmittelsicherheit in Ungarn einge­hal­ten wer­den, ein­schließlich des GVO-Verbots, das sogar durch das Grundgesetz bestätigt wurde, sagte der Minister. Am Rande des Treffens führte Szijjártó getren­nte Gespräche mit den Wirtschaftsministern Rumäniens, Österreichs und Deutschlands über die Rationalisierung der Vorschriften für die Automobilindustrie.

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