Sogar linker Politiker sieht Frankreich in Gefahr eines Bürgerkriegs

Bildquelle: Facebook.com/ Zeit im Bild (Screenshot)

Gerard Collomb, Frankreichs schei­den­der Innenminister, warnte in seiner Abschiedsrede vor der kri­tis­chen Situation in den Vororten des Landes.

„Ich ging in alle schwieri­gen Vororte, die Situation dort ist sehr schlimm (…) heute leben wir nebeneinan­der, und ich habe es immer gesagt, ich fürchte, dass wir mor­gen gegeneinan­der leben müssen,“ so der bald ehe­ma­lige Minister.

Collomb ist Mitglied der Sozialistischen Partei und sehr „min­der­heit­en­fre­undlich“. Dass er grund­sät­zlich die Möglichkeit eines Bürgerkrieges verkün­den kann, bedeutet, dass etwas Schreckliches vor sich gehen muss.

Der Innenminister diente seit Mai 2017 unter der Herrschaft von Emmanuel Macron. Collomb, der die Regierung nach so kurzer Zeit ver­lässt, ist ein weit­erer Schlag für Macron, der in Frankreich alles andere als beliebt ist.

Oppositionsführer Marine Le Pen war von Collombs Worten über­rascht: „Gérard Collomb enthüllt, dass außer Kontrolle ger­atene Vororte wie ein Sprengstoff sind, der über Nacht entzun­den wer­den kön­nte“, und machte dem Premierminister einen Vorwurf: „Wir hät­ten diese Sprache der Wahrheit seit 17 Monaten gern gehabt! “

Der abtre­tende franzö­sis­che Minister ist sicher­lich nicht der erste, der das Land einem Bürgerkrieg gegenüber sieht.

Eric Zemmour, einer der bekan­ntesten franzö­sis­chen Autoren, sagte: „Frankreich ist ein Land, in dem Bürgerkriege in der Vergangenheit stattge­fun­den haben und die Möglichkeit einer zukün­fti­gen ernst genom­men wer­den muss“.

Zemmour wurde sogar wegen seiner Kommentare angeklagt, als er von einer „islamis­chen Invasion“ in Frankreich sprach, die zu einem religiösen Bürgerkrieg führen kön­nte.

Der franzö­sis­che Professor Christian de Moliner behauptete sogar, Frankreich solle sich in zwei Staaten aufteilen: Einer mit einem franzö­sis­chen Gesetz und einer mit einer Scharia für die wach­sende Zahl von Muslimen im Land.

„Wir wer­den niemals in der Lage sein, den radikalen Islamismus auszurot­ten … Während wir noch nicht im offe­nen Krieg sind, grup­pieren sich die Gläubigen des Propheten bere­its in Gebieten, die manch­mal von beson­deren Regeln regiert wer­den“, sagte der Professor.

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