Interview in der „Welt“: Ungarn will nicht wie Westeuropa werden

Quelle: MTI

Justizminister László Trócsányi sagte in einem am Donnerstag veröf­fentlichten Interview mit der deutschen Tageszeitung „Die Welt“, Ungarn wolle nicht wie Westeuropa wer­den. Zu dem Verfahren nach Artikel 7, das im Europäischen Parlament nach einem Bericht der grü­nen Grünen-Abgeordneten Judith Sargentini ein­geleitet wurde, sagte er, dass es nur dazu dient, Europa zu spal­ten und zu schwächen.

Als Antwort auf den Vorwurf, die ungarische Regierung habe die europäis­chen Werte geschwächt, sagte er: „Unsere Weltanschauung ist anders: Wir beto­nen den sozialen Zusammenhalt, his­torische Wurzeln, unsere Kultur und nationale Identität.“ Bestimmte Worte und Begriffe im Westen haben ein andere Bedeutung in Ungarn, sagte er. Die Gleichheit im Westen bedeutet, dass jeder das Recht hat, zu heiraten, während in Ungarn die Ehe zwis­chen einem Mann und einer Frau beste­hen muss.

Und während die Freiheit im Westen „die uneingeschränkte Freiheit des Einzelnen“ bedeutet, glauben wir in Ungarn, dass die Freiheit auch Verantwortung damit trägt.

Zu den Bemerkungen des Sargentini-Berichts zur Justiz sagte er, das Dokument enthalte „ober­fläch­liche, ver­all­ge­mein­ernde Urteile “ und die Einschätzung des Verfassungsgerichts war „lächer­lich“. Als Antwort auf eine Frage zu kon­tro­ver­sen Gesetzesänderungen, die die Central European University (CEU) betr­e­f­fen, sagte er, dass eine Bewertung, ob das Bard College in New York tat­säch­lich an Bildungsaktivitäten im Rahmen des CEO beteiligt war, noch andauerte Zeit.

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