Erste Partei für Afrikaner in Europa gegründet

Foto: Provincia di Modena / Wikimedia (CC BY-SA 3.0)

Am 7. November grün­dete die EU-Parlamentarierin Cecile Kylenge die „Afroitalian Power Initiative“ (API), die man als erste ras­sis­tis­che Partei Italiens beze­ich­nen kön­nte.

Die 54-jährige Kylenge stammt aus dem Kongo und ist eine Bakunda. Ihr polygamer Vater hatte vier Frauen und 39 Kinder. Anfang der 1980er Jahre soll sie ein Studienstipendium einer Mailänder Universität erhal­ten haben, mit dem man Entwicklungshilfe betreiben wollte. Laut eige­nen Angaben hielt sie sich allerd­ings auf­grund „unglück­licher Umstände“ ille­gal in Italien auf. Mit Hilfe einer katholis­chen Hilfsorganisation gelang ihr in Modena der Erhalt einer Aufenthaltserlaubnis. Sie studierte Medizin in Rom und wurde Augenärztin. 1994 heiratete sie einen Italiener und erhielt die ital­ienis­che Staatsbürgerschaft.

Im Jahr 2000 wird sie Parteimitglied der Linksdemokraten, der ehe­ma­li­gen Kommunistischen Partei Italiens, und grün­det in Modena, wo sie lebt, einen ersten „interkul­turellen“ Verein. 2004 wird sie Bezirksrätin für die Linksdemokraten und beginnt eine Parteikarriere, um genau zu sein: eine „Integrationskarriere“. 2009 schafft sie es zur Integrationsbeauftragten der Partei für die Region Emilia-Romagna. 2013 gelingt ihr auf den Listen der Linksdemokraten der Einzug in die Abgeordnetenkammer des Italienischen Parlaments – als „erste Schwarze“, wie sie betont. Den Ausdruck „Farbige“ lehnt sie ab.

Kaum angelobt, gehört sie zu den Einbringern eines Entwurfes für ein neues Staatsbürgerschaftsgesetz, das nach US-Vorbild allen in Italien gebore­nen Kindern automa­tisch die ital­ienis­che Staatsbürgerschaft ver­schaf­fen soll. Wegen der offen­sichtlichen demographis­chen Auswirkungen, das Gesetz käme nur Ausländern zugute, kommt es zu hefti­gen Reaktionen in der Bevölkerung, sodass der Entwurf nicht durchge­setzt wer­den kon­nte.

Kylenges Aufstieg geht weiter: Im April 2013 wird sie als „mul­ti­kul­turelles“ Aushängeschild der dama­li­gen ital­ienis­chen Linksregierung zur Integrationsministerin ernannt. Die damals oppo­si­tionelle Lega kri­tisierte diese Entscheidung scharf. Es kam zu hefti­gen Wortwechseln. Im Juli 2013 nan­nte sie der dama­lige Vizepräsident des Senats einen Orango (Oran-Utan). Es fol­gte eine inter­na­tionale Welle linker Empörung, Solidaritätsbekundungen für Kylenge und Rassismusvorwürfe gegen die Lega von UNO und EU bis zum Vatikan. Kylenge wurde zu einem leben­den Tabu erk­lärt.

Als es zu einer Regierungsumbildung kommt, fliegt sie allerd­ings aus der Regierung, da sie außer zu polar­isieren, keine konkreten Erfolge vorzuweisen hatte. Als Abfindung wurde sie von den Linksdemokraten, um ihrer mul­ti­kul­turellen Überzeugung treu zu bleiben, im Mai 2014 ins Europäische Parlament entsandt, wo sie in den Reihen der Fraktion der „Progressiven Allianz der Sozialdemokraten“ sitzt. Seither ist es still um sie gewor­den und offen­sichtlich besteht in ihrer eige­nen Partei kein gesteigertes Bedürfnis, sie bei den kom­menden Wahlen zum Europäischen Parlament, noch ein­mal aufzustellen. Vor diesem Hintergrund schaffte sie es am 7. November mit der Gründung einer Partei „nur für Afrikaner“ wieder in die Medien.

Mit der „Afroitalian Power Initiative“ (API) wen­det sich Kylenge an die „Afroitaliener“, wie sie sagt. Ziel sei eine „wirtschaftliche und poli­tis­che Stärkung der Afrikanischen Diaspora“. Afrikanisch wird von Kylenge dabei demon­stra­tiv großgeschrieben. Kylenges API will „Beteiligungsformen“ schaf­fen, um dieser Diaspora „die Bestätigung ihrer Staatsbürgerschaft in Italien und in Europa“ zu ermöglichen.

Vielleicht ist Kylenge bisher nur eine Glücksritterin der linken Integrationshype gewe­sen. Vielleicht hat sie aber in den Jahren in Brüssel und Strassburg auch nur zu gut aufgepasst und bere­itet sich auf die von den Globalisten angekündigte und gewollte Masseneinwanderung aus Afrika nach Europa vor. Die Verwendung des Wortes „Power“ erin­nert jeden­falls unver­hohlen an die „Black Power“-Bewegung der späten 1960er und frühen 1970er Jahre, einer ras­sis­tis­chen Schwarzenbewegung in den USA, die die schwarze Überlegenheit propagierte.

Zu den Forderungen von Kylenges neuer Partei gehört wiederum die Ius soli. Der Rest ist vor allem sattsam bekan­nte Anti-Diskriminierungsrhetorik: „Wir leben in einem his­torischen Moment, in dem die Achtung unserer afroital­ienis­chen Identität ständig gefährdet wird“.

Kylenge ist min­destens überzeugt, dass in Italien und in Europa eine Apartheid wie in Südafrika vor Nelson Mandela herrscht. Daher tönt sie in den Sozialen Netzwerken:

Es ist Zeit sich Geltung zu ver­schaf­fen. Es ist Zeit zu zeigen, dass es uns gibt. Gegen Missbrauch und Diskriminierung, für eine Zukunft von Respekt, Wohlstand und sozialem Frieden.

Weiterlesen: www.unzensuriert.at/content/0028203-Italien-EU-Parlamentarierin-der-Linkspartei-gruendet-erste-Partei-fuer-Afrikaner

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