Orbán als Fluchthelfer – Gruevski in Ungarn

Quelle: MTI

Der ungarische Geheimdienst beteiligte sich an der Erleichterung der Flucht eines ehe­ma­li­gen maze­donis­chen Premierministers nach Ungarn, zwei Insider packen gegenüber „Politico“ aus.

Nikola Gruevski war bis 2016 Mazedoniens Ministerpräsident und sollte Anfang des Monats wegen Korruptionsvorwürfen zu einer Gefängnisstrafe verurteilt wer­den, als er plöt­zlich das Land ver­ließ und in Budapest auf­tauchte. Eine Woche später gab Gruevski bekannt, dass er in Ungarn Asyl erhal­ten habe.

Der ungarische Außenminister gab Anfang der Woche zu, dass ungarische Diplomaten den ehe­ma­li­gen maze­donis­chen Führer auf seiner Reise durch den Balkan nach Ungarn begleit­eten. Ein Sprecher der ungarischen Regierung antwortete nicht auf eine Bitte um Stellungnahme zur Rolle des Nachrichtendienstes bei der Operation.

Premierminister Viktor Orbán, ein langjähriger Verbündeter von Gruevski, vertei­digte öffentlich die Entscheidung, dem ehe­ma­li­gen Premierminister Asyl zu gewähren, und ver­wies auf „kom­plexe poli­tis­che Kämpfe und Spiele“ in Mazedonien. Das US-Außenministerium hat seine Besorgnis darüber geäußert, dass Gruevski seine Haftstrafe umgan­gen hat, während Mazedonien einen Auslieferungsantrag gestellt hat.

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