Österreichs Grüne zerbrechen an sich selbst

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Die Wiener Grünen gehen offenbar auch nach der Wahl der Linksauslegerin Brigitte Hebein als Landesparteivorsitzende schwierigen innerparteilichen Zeiten entgegen. So wurde als Landessprecher Peter Kristöfel, auch aus Hebeins politischer Heimat, Rudolfheim-Fünfhaus, stammend, mit nur 56,7 Prozent Zustimmung gewählt. Im Umkehrschluss verweigerten ihm also 43,3 Prozent der grünen Delegierten die Unterstützung.

Als Landessprecher ist man bei den Wiener Grünen für die organisatorischen und inhaltlichen Abläufe in der Landespartei zuständig, die Funktion ist also mit der eines Landesparteisekretärs in anderen Parteien vergleichbar. Hier nur wenig positiven Wiederhall an der Basis zu haben, lässt die Alarmglocken schrillen.

In einer Zwickmühle befinden sich die Wiener Grünen auch in der programmatischen Ausrichtung. So stehen sie aktuell zwischen dem Koalitionspartner SPÖ und der ehemaligen Liste Peter Pilz, aktuell „Jetzt“, zwischen allen Stühlen. Obwohl „Jetzt“ gesamtösterreichisch schwächelt, könnte sie in linken Kreisen der Bundeshauptstadt, die bisher die Grünen unterstützt hatten, neuerlich punkten.

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