Die Fidesz-Stammwähler verunsichert

Viktor Orbán (Foto: MTI)

Laut den Ergebnissen der jüng­sten Umfrage des poli­tik­wis­senschaftlichen „Závecz-Instituts” ver­min­derte sich­das Fidesz-Wählerlager zwis­chen Mitte November und Ende Dezember um ein Haar, die gemesse­nen Daten liegenin­ner­halb des Musterfehlers, von 36% sank ihre Unterstützungauf 35 %. Der dauer­hafte Rückgang der Unterstützung derJobbik-Partei dauert nicht mehr an, sie kon­nten sogar die Zustimmung von 7% auf 9% erhöhen. Die Partei MSZP, die Sozialisten ste­hen auch weit­er­hin auf 7%, seit drei Monaten ist­die Position der Demokratischen Koalition eben­falls sta­bil, sieist die beliebteste Partei von 5% der ungarischen Wähler.

Im Dezember bewahrten die Parteien LMP und Momentum ihre frühere Unterstützung von 3%. In der Reihe folgt die „Partei des zweis­chwänzi­gen Hundes” als näch­stes: ihr Lagerwar 3% im November, nun wur­den 2% gemessen. Die Partei Dialog und die Bewegung „Unsere Heimat” ste­he­nun­verän­dert bei jew­eils 1%. Der Anteil der Parteilosen wur­deein biss­chen kleiner, jetzt gehören 32% dazu.

Laut der Umfrage bewegte sich das Wählerlager der Fidesz-Partei seit den Parlamentswahlen zwis­chen 33% und 36%, was eine Unterstützung von 2,6–2,9 Millionen Menschenbedeutet. Wegen der starken Entschlossenheit ihrer Wählererhielt die Fidesz-Partei durch­schnit­tlich 54% im Kreis der sicheren Parteiwähler, aber in diesem Monat lag diesesResultat weit dahin­ter. Ein bes­timmter Teil der Fidesz-Unterstützer wurde gewis­ser­maßen unsicher, wofür es zweiAnzeichen gibt:

1. Bis in den let­zten Monaten Zweidrittel der Fidesz-Anhänger sich als sichere Teilnehmer einer Wahlbezeichnete, waren es jetzt nur noch 57%.
2. Früher äußerten sich 94–95% unter ihnen, dass im Landalles gut läuft, und nur 6% von ihnen sahen die Situationnegativ. Im Dezember bew­erteten aber 85% die Regierungspolitik als pos­i­tiv, 10% sind kri­tisch, 5% sindim Hinblick auf diese Frage unsicher.

Das Jobbik-Lager schrumpfte zwis­chen Mai und November prak­tisch auf die Hälfte, von 15% auf 7% (von 1,2 Millionen auf 600 Tausend Wähler). Nun ist mitdieser Tendenz Schluss, nochdazu stieg die Unterstützung der Partei um 2%. Bei den sicherenWählern musste Jobbik eben­falls einen wesentlichenRückgang verbuchen: nach den Wahlen sank ihreZustimmung von 21% auf 12%, jüngst stieg dieseinner­halb der Gruppe der aktiven Wähler auf 15%.

Der Anteil der Unterstützer der anderenOppositionsparteien verän­derte sich seit den Wahlen nurwenig, es gibt weder spek­takuläre Höhen noch Tiefen.

Die Forschung wurde zwis­chen dem 4 und 11. Dezemberdurchgeführt, also noch vor der Abstimmung über dasÜberstundengesetz und den darauf­fol­gen­den Protesten.

Quelle: index.hu/belfold/2018/12/20/zavecz_partpreferencia_kozvelemenykutatas/

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