Ausländische Arbeitnehmer überfluten Ungarn

Quelle: alfahir.hu

Überraschende Zahlen wur­den in der aktuell­sten, sich auf die Umstände von Ende September beziehen­den Statistiken des ungarischen Einwanderungs- und Asylamtes veröf­fentlicht. Heuer bis Ende des drit­ten Vierteljahres kamen um 150% mehr Ausländer wegen Beschäftigung nach Ungarn, als vor einem Jahr. Während let­ztes Jahr ein Drittel der Bewerber um eine Aufenthaltsgenehmigung mit dem Ziel um Arbeit anzunehmen und ein Einkommen zu sich­ern nach Ungarn kam, heuer stimmt das schon im Falle von mehr als die Hälfte der Ansuchenden zu.

Bis Ende September reichten ins­ge­samt 83 611 Personen einen Antrag auf eine Aufenthaltsgenehmigung aus irgendwelchem Grund beim Asylamt ein, wobei in der gle­ichen Periode im Jahre 2017 diese Zahl bei 61 588 lag.

Hinsichtlich der Aufenthaltsziele ist ein wesentliches Wachstum in jeder Kategorie zu ent­decken: am stärk­sten stieg jedoch die Zahl der­jeni­gen, die sich wegen eines sicheren Einkommens in Ungarn aufhal­ten woll­ten. Ihre Zahl lag Ende 2018 bei 44.617, gegenüber den 17.945 des let­zten Jahres, dementsprechend woll­ten um 148% mehr Ausländer in Ungarn arbeiten.

Der größte Auslöser des spek­takulären Wachstums ist der ungarische Arbeitskräftemangel, wozu die Regierung ein eigenes Programm startete, dessen Zielsetzung es war, mit ukrainis­chen Arbeitern die leeren Arbeitsstellen in den Mangelberufen aufzufüllen. Das Programm mit Kostenpunkt knapp 500 Millionen Forint (1,5 M Euro) sicherte für 5.000 Ukrainer neue Arbeitsplätze in Ungarn. Daneben began­nen auch die Unternehmen selbst sich auf den Arbeitskraftsmärkten der Nachbarländer umzuschauen, dafür ist ein gutes Beispiel das west­mit­telun­garische Verkehrszentrum, welches fehlende Busfahrer in Rumänien rekru­tiert.

Das zweit­größte Wachstum kann im Kreise der für Schulungszwecke um eine Aufenthaltserlaubnis Ersuchenden fest­gestellt wer­den: Im Vergleich zu den Zahlen vom vorigen September sind sie um 55% gestiegen. Der Anteil der wegen ihrer Familie Kommenden stieg um 48% (5.948) an, „mit einer offiziellen Absicht” reichten 2.300 Personen einen Asylantrag ein, um 38% mehr als im Vorjahr, und die aus irgen­deinem anderen Grund Ankommenden war um 13% angestiegen, ins­ge­samt waren es 5.244 Personen.

Lehrreich sind die aus dem Jahre 2016 stam­menden Daten: Ende September 2016 beantragten 40.623 Personen aus irgendwelchem Grund eine Aufenthaltsgenehmigung, also im Laufe von zwei Jahren ver­dop­pelte sich ihre Zahl. Arbeitnehmer kamen damals 10.301 Personen, also ein Viertel der jet­zi­gen Zahl.

Bis Ende September  2018 gab das ungarische Asylamt ins­ge­samt 69.848 Aufenthaltserlaubnisse her­aus, um 10.000 mehr als im Jahre 2017.

Aus den jüng­sten Daten wird klar, dass 1.723 Personen mit Asylstatus und 1.939 als Schutzsuchende über ungarische Personalausweise ver­fü­gen, ins­ge­samt 3.662 Personen.

Vor einem Jahr hat­ten 3.375 Menschen einen ungarischen Personalausweis, aber diese Zahlen ver­weisen auf das vorige Halbjahr.

 

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