Ungarns Gewerkschaften: „Wir sind auf eine kämpferische Zeit vorbereitet“

Quelle: MTI

Am Samstagnachmittag begann auf dem Heldenplatz in Budapest eine Demonstration gegen die Regierung. Die Teilnehmer zogen durch die Andrássy-Straße in Richtung Parlamentsgebäude. Die Oppositionsparteien forderten weit­ere Proteste, einen erneuten Regimewechsel und den Aufbau einer neuen Republik, während die Gewerkschaften bun­desweite Demonstrationen am 19. Januar angekündigt hat­ten, um gegen die jüng­sten Änderungen des Arbeitsgesetzes zu protestieren.

László Kordas, Chef der TU-Konföderation MSZOSZ, sagte während einer Demonstration gegen die Regierung in Budapest, dass sie am Dienstag eine Reihe von Forderungen an Ministerpräsident Viktor Orbán stellen und der Regierung fünf Tage Zeit geben wür­den, um ein Verhandlungskomitee einzuset­zen. Wenn die Regierung das Komitee nicht frist­gerecht auf­stellt, wer­den die Gewerkschaften einen lan­desweiten Warnstreik ver­anstal­ten und die Demonstranten wer­den Straßen und Brücken block­ieren, sagte er.

Die Gewerkschaften seien auf eine „kämpferische Periode“ vor­bere­itet, weil die Regierung „einen Deal mit den Kapitalisten geschlossen habe“ und sich „für abscheuliche Profitjäger entsch­ieden“, sagte er. Der Leiter der Lehrergewerkschaft PDSZ, Tamás Szűcs, rief zum Handeln auf und sagte, es gebe keinen Grund, sich vor Streiks zu fürchten, weil sie der einzige Weg seien, um Erfolg zu haben und die Machthaber zum Rückzug zu zwin­gen.

Der sozialdemokratis­che Führer Bertalan Tóth sagte, dass die Einheit der Opposition sowohl im Parlament als auch auf der Straße zur Einheit wurde. Er forderte die Oppositionsparteien auf, bei der Europawahl und den Kommunalwahlen später in diesem Jahr zusam­men­zuar­beiten. Er sagte, die Oppositionsparteien soll­ten über­all gemein­same Kandidaten für die Kommunalwahlen ein­set­zen.

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