Identitäre Bewegung macht mit Plakataktion auf Lügenpresse aufmerksam

Foto: JoachimKohlerBremen / Wikimedia (CC BY-SA 4.0)

Mit einer bun­desweiten Aktion „gegen linke Gewalt“ und deren ide­ol­o­gis­che und moralis­che Verantwortlichen machte die Identitäre Bewegung (IB) am 14. Januar vor mehreren Parteibüros und Medienhäusern auf die Verlogenheit, die ein­seit­ige Berichterstattung und die Repressionen gegen Rechte von „Leitmedien“ und linken Parteien aufmerk­sam. So stand auf einem Plakat: „Verharmlosung – Relativierung – Verschweigen. Wann reden Sie über linke Gewalt?“ Gerade erst hatte Sahra Wagenknecht von der Partei „die Linke“ ARD und ZDF als „Regierungsrundfunk“ ent­larvt, da zeigt die Jugendbewegung auf, dass die Systemmedien gerne die Verbrechen von Linken (siehe Fall Magnitz) und Ausländern (siehe Einzelfälle) ver­harm­losen und nach wie vor auf der Welle der „Willkommenskultur“ reiten.

Genug, um nach der Polizei zu rufen. Etwa zum Redaktionsgebäude der linken Tageszeitung (taz) in der Berliner Friedrichstraße. Am dor­ti­gen, neuen Redaktionsgebäude hat­ten sechs bis sieben Personen Plakate mit kri­tis­chen Fragen am Haus ange­bracht. Die taz beklagte umge­hend einen „Angriff auf das Redaktionsgebäude“ – mit Klebeband und Papier. Nachdem die Kommentarspalten der berich­t­en­den Zeitungen voll der Häme waren, änderte man die Schlagzeile in „Vorfall auf ein Redaktionsgebäude“ – was immer das auf Deutsch heißen soll.

Aber schon hatte das ganze Land den Eindruck gewon­nen, wie böse die rechte Jugendbewegung sei, dass sie den Rechtsstaat und „unsere Freiheit“ mit ille­galen und bru­tal­sten Mitteln zer­stören wolle. Das ist das Ergebnis der heuti­gen jour­nal­is­tis­chen Arbeit.

Die taz beklagte außer­dem, dass eine Mitarbeiterin bedrängt wor­den sei, als sie die Identitären davon abhal­ten wollte, ein Plakat anzubrin­gen. Die Identitäre Bewegung veröf­fentlichte umge­hend ein Video auf Twitter, auf dem die Begegnung fest­ge­hal­ten ist: Sogar die Welt schreibt dazu: „Dabei kommt es zu Rangelei, ein Angriff auf sie ist auf diesem Video nicht zu sehen.“

Ein Mitglied der Jugendbewegung sei zudem ins Gebäude einge­drun­gen und habe dort – uner­hört! – Flugblätter gewor­fen. Außerdem hät­ten die Täter eine Art Grabhügel aus Steinen mit roter Farbe beschmiert. – Wo bleibt da die Polizei?

Als diese dann tat­säch­lich ein­traf, waren die Aktivisten allerd­ings bere­its mit ihrer Aktion fer­tig und abge­zo­gen. Jetzt ermit­telt der Staatsschutz gegen sie wegen Hausfriedensbruchs, gefährlicher Körperverletzung und eines möglichen poli­tis­chen Hintergrunds, sagte eine Polizeisprecherin. Und das, obwohl das Video beweist, dass es zu keiner Körperverletzung gekom­men war.

Die Aktion vor dem Taz-Redaktionsgebäude war nicht die einzige. Auch an der Berliner SPD-Parteizentrale, am ARD-Hauptstadtstudio in Mitte, an Parteibüros der Linken und Grünen sowie am Wahlkreisbüro der Grünen-Politikerin Claudia Roth in Augsburg und dem Redaktionsgebäude der Frankfurter Rundschau in Frankfurt wur­den Plakate ange­bracht.

Die Identitäre Bewegung ist seit 2012 in Deutschland aktiv. Seither haben die Mächtigen sie im Auge, da sie die „Willkommenskultur“ ebenso stört wie den Mythos, dass orig­ineller Aktionismus nur von linker Seite kommt. Seit August 2016 wer­den die Identitären wegen des „Angriffs auf die frei­heitlich-demokratis­che Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland“ vom Verfassungsschutz beobachtet – weil sie kri­tis­che Fragen stellen, die den Mächtigen nicht schmecken.

Weiterlesen: www.unzensuriert.de/content/0028705-Viel-Haeme-ueber-taz-Angriff-auf-ein-Redaktionsgebaeude-mit-Papier-und-Klebeband

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