Die Stimme: Würdiger Trauermarsch für Manuela K. in Wiener Neustadt

Quelle: Die Stimme

Vor rund einer Woche wurde die Leiche von Manuela K., einem erst 16-jähri­gen Mädchen, in einem Park in Wiener Neustadt aufge­fun­den. Der drin­gend Tatverdächtige, der zuerst ein Geständnis ablegte, sein Anwalt rev­i­dierte dieses allerd­ings, ist der bere­its wegen anderer Delikte verurteile syrische Ex-Freund von Manuela, der von dieser bere­its angezeigt wurde. Seinen Asylstatus behielt er, da dieser nach aktueller Gesetzeslage erst bei einem Verbrechen (Strafrahmen 3 Jahre) aberkannt wer­den kann. Nach der Trennung, die Beziehung dürfte auf­grund der Einstellung des Syrers (Keine Röcke, Kontakt zu Freunden abbrechen) eher eine Qual gewe­sen sein, stalkte der ange­blich 19-jährige Syrer (sein Alter wird jetzt auf­grund mas­siver Zweifel medi­zinisch fest­gestellt) sein Opfer. Auch let­zten Samstag soll Yazan, so der Name des Syrers, seiner Ex-Freundin aufge­lauert haben. Der Fall ist noch nicht rest­los aufgek­lärt. Manuela dürfte gegen 6 Uhr die Innenstadt ver­lassen und von Yazan mit einem Taxi wegge­fahren sein. In der Früh wurde ihre Leiche im Park gefun­den. Der Asylant flüchtete nach Wien und wurde dort von der Polizei gefasst.

Gemeinsam mit pri­vaten Personen aus Wiener Neustadt organ­isierten wir gestern ein Kerzenmeer für das ver­stor­bene Mädchen. Einerseits um sie in Erinnerung zu behal­ten beziehungsweise der Familie ein wenig von ihrem Leid zu nehmen. Andererseits musste aber auch ein Zeichen gegen die aktuelle Gesetzeslage gesetzt wer­den. „WIE VIELE NOCH? – FÜR IMMER UNVERGESSEN“ stand deshalb auf unserem Banner am vorderen Ende des Trauermarsches geschrieben.

Rund 700 Personen fan­den sich ein, um ein friedliches Zeichen zu set­zen. Trotz der großen Menge kam es zu keinem Zwischenfall. Laut Zeugen soll es lediglich zwei Provokateure aus­ländis­cher Herkunft gegeben haben (einer dürfte die rechte Hand gehoben haben und ent­fer­nte sich danach rasch, ein anderer soll aus eini­gen Metern Entfernung „Allahu Akbar“ geschrien haben). Nach einem Trauermarsch fand sich die Trauergemeinde bei der Mariensäule am Hauptplatz ein, wo es zwei Reden, eine davon von unserem Bundesobmann Markus Ripfl, gab.

Anschließend wur­den neben Unterschriften für unsere par­la­men­tarische Bürgerinitiative für eine Gesetzesänderung im Bereich Vergehen/Verbrechen (www.die-stimme.at/2019/01/14/ripfl-an-regierung-abschiebung-auch-bei-vergehen-muss-kommen-stimme-startet-unterschriftenaktion/) vor allem zahlre­iche finanzielle Spenden für die Familie gesam­melt. Nach der Veranstaltung wur­den die Spenden der noch anwe­senden Familie übergeben, die sich bei allen her­zlich für die Anteilnahme und Hilfe bedankte. Wir möchten an dieser Stelle noch ein­mal unser tief­stes Beileid zu diesem nur schwer zu verkraften­den Verlust aussprechen. Wir möchten uns aber auch bei allen für die Solidarität mit dieser Familie bedanken.

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