Szijjártó: Europas Sicherheit beginnt in Afrika

Quelle: MTI

Die Sicherheit Europas beginnt derzeit in Afrika, da die glob­alen Herausforderungen beide Kontinente gle­ichzeitig betr­e­f­fen, sagte Außenminister Péter Szijjártó am Dienstag nach einem Treffen der Außenminister der Afrikanischen Union in Brüssel. Alle, die am Dienstag an dem Treffen teil­nah­men, disku­tierten über Migration und wirtschaftliche Zusammenarbeit, sagte Szijjártó auf einer Pressekonferenz.

Die Zusammenarbeit bei der Migration sollte nicht dazu führen, dass mehr Menschen dazu angeregt wer­den, Afrika zu ver­lassen. Vielmehr müsse man sich bemühen, die Lebensbedingungen dort zu verbessern, damit die Menschen nicht gezwun­gen sind, das Land zu ver­lassen. Es sei notwendig, die ver­schiede­nen Arten und Ziele der Zusammenarbeit klar zu definieren und aus den Debatten über den Globalen Pakt für Migration der Vereinten Nationen zu ler­nen.

Es sei notwendig festzustellen, dass Migration kein grundle­gen­des Menschenrecht ist, sagte er. Migration habe „sehr ern­ste Sicherheitsrisiken“ nicht nur in den Zielländern, son­dern auch in den Herkunfts- und Transitländern, sagte er. Jeder Staat habe das Recht, einer Zugehörigkeit zu einer dieser Kategorien zu ent­ge­hen, fügte er hinzu. Europa müsse dazu beitra­gen, die wirtschaftliche, poli­tis­che, rechtliche und sicher­heit­spoli­tis­che Stabilität in afrikanis­chen Ländern zu schaf­fen und zu stärken, sagte Szijjártó.

Er ergänzte, dass er am Mittwoch in Tunesien war, weil die dor­ti­gen Behörden Ungarn aufge­fordert hat­ten, die Stärkung der Grenzschutzkapazitäten zu unter­stützen. Die ungarische Regierung glaubt, dass die Stabilität in den nordafrikanis­chen Ländern eine Voraussetzung für den Schutz ihrer Grenzen ist. Er sagte auch, es sei wichtig, jun­gen Menschen in Afrika dabei zu helfen, wet­tbe­werb­staugliche Fähigkeiten zu erwer­ben, und stellte fest, dass 1422 Studenten aus Afrika in Ungarn studierten, darunter 895 Stipendien. 

Im Rahmen des Ungarn-Hilfsprogramms unter­stützt Ungarn derzeit die Verbesserung der Lebensbedingungen für christliche Flüchtlinge in Nigeria sowie in Kongo, Äthiopien und Uganda. Szijjártó hat am Montag bilat­erale Treffen mit den Außenministern von Botswana und Sierra Leone und mit diplo­ma­tis­chen Führern von Mali und Ghana am Dienstag abge­hal­ten.

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