CNN beklagt, dass ungarische Schulbücher nicht migrationsfreundlich sind

Quelle: MTI

Die ungarische Regierung misst der Frage der europäis­chen Migrationskrise in Fernsehen, Radio und Staatsjournalismus große Bedeutung bei. Nun scheint es, dass die Migrationskrise und die nation­al­is­tis­chen und christlichen Ideen der ungarischen Regierung auch in die Bildung abrutschen.

CNN berichtete über die Sorgen und Unzufriedenheit der ungarischen Lehrer über den Inhalt der ungarischen Schulbücher. Die amerikanis­che Zeitschrift CNN berichtete, dass neue ungarische Geschichtsbücher mit staatlicher Propaganda jetzt ver­füg­bar sind und in ungarischen Grund- und Mittelschulen ver­wen­det wer­den. Die staatlich ver­fassten Schulbücher loben den Standpunkt des ungarischen Premierministers Viktor Orbán, dass „Ungarn ein homo­genes Land als einen Wert betra­chtet“, neben dem eine „Illustration“ des Multikulturalismus steht, wo Flüchtlinge 2015 am Bahnhof Budapest Keleti kampieren.

CNN fragte nach Lehrern, Professoren und Verlegern, von denen viele glauben, dass die ungarische Regierung einen Kreuzzug kämpft, um die ungarische Bildung nach den Vorstellungen der Regierung zu gestal­ten. Die Experten sagen, dass diese Ideen Nationalismus, die Bereitschaft, zu heiraten und eine Familie zu grün­den, sowie den Erhalt christlicher Werte bein­hal­ten.

Dies ist einer der Gründe, warum die Zentraleuropäische Soros-Universität nach Wien gezo­gen ist und das Gender Studies-Programm an ungarischen Universitäten gestrichen wurde. Miklósi, der in den let­zten 30 Jahren Schulbücher durchge­se­hen hat, fügte hinzu, dass die Anti-Migranten-Rhetorik in Klassenzimmer und Schulhöfe gelangt sei.

Wenn die Lehrer im Unterricht „Zigeuner“ oder „Jüdisch“ oder „Slowakisch“ sagen, fan­gen die Kinder an, sich gegen­seitig zu stoßen und zu kich­ern, wenn sie diese Worte hören. Wörter wie „Migrant“ oder „Soros“ wer­den jetzt von vie­len Studenten als Schimpfwörter betra­chtet.

Juli Károlyi, ein Englischlehrer, fügte jedoch hinzu, dass die Ansichten der Kinder haupt­säch­lich zu Hause entsch­ieden wer­den. Wenn die Eltern sich für die Regierungspolitik inter­essieren, tun dies auch die Studenten, beson­ders die jün­geren“, sagte sie.

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