„Das ist die Anwort Ungarn auf die Einwanderung“ – endlose Warteschlangen im Asylamt.

Quelle: MTI

Bei der Jahresbewertung Viktor Orbáns am Sonntag konnten wir über den die Familie unterstützenden Aktionsplan, hören, dass „das die Antwort der Ungarn sei, und nicht die Einwanderung”. Dahingegen zeigen die unangenehmen Fakten, dass die Regierung auf die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts mit der Aufnahme der Ausländer antworten will, anstatt mit der Erhöhung der Löhne und einem Auswanderungsstop.

Schockierende Aufnahme tauchte auf einer ungarischen Facebookseite am Montag auf. Das Video wurde in einem Budapester Einwanderungs- und Asylamt gedreht, nach der Beschreibung „an einem allgemeinen Arbeitstag, ein paar Minuten vor dem Schluss”, als eine endlose Reihe von Ausländer vor dem Büro stand.

Letzte Woche berichten wir darüber, dass während die Regierung mehrere zehnmilliarden Forint für den Kampf gegen die Migration verbrannte, parallel mehr als 60 Tausend Einwanderer von Ungarn in den letzten Jahren aufgenommen wurden.

Laut den von der Transparency International veröffentlichten offiziellen staatlichen Statistiken kamen 6543 Niederlassungsanleihe-Bewerber von 59 Staaten zwischen 2014 und 2017 nach Ungarn, mit ihnen ihre Familienmitglieder, 13,3  Tausend, also insgesamt 19,838 Personen.

Das Niederlassungsanleiheprogramm wurde – auf dem Druck der Jobbik- 2017 suspendiert, aber seitdem produzieren die Behörden die Aufenthaltserlaubnisse „aus sonstigen Gründen” haufenweise. In den letzten zwei Jahren erhielten 9 Tausend Menschen solche Papiere.

Ständig steigt auch die Nummer der Arbeitserlaubnisse auch. Der Staatssekretär für Beschäftigungspolitik und unternehmerische Beziehungen, Sándor Bodó war im Januar gezwungen anzuerkennen, dass im Jahre 2016 6303 Personen, und 2017 9274, sowie letztes Jahr 2018 mehr als 11 Tausend Menschen Arbeitserlaubnis in Ungarn bekamen. Die Bürger der Europäischen Union brauchen solche Erlaubnis nicht, also ist die Rede in diesem Fall von nicht-EU Migranten.

Der Vorsitzende des Bundes der Ungarischen Gewerkschaften, László Kordás verriet dem Webportal Alfahír: „Während jeden Tag von den Gefahren der Migration gesprochen wird, werden die Voraussetzungen für den erhalt eines Arbeitsvisums immer weiter veringert. Vor allem in Hinsicht auf die Länder der dritten Welt ist das ein Problem.“ Nach Kordás ansicht steckt dahinter das sogenannte „Lohn-Dumping“, das es ermöglicht, einheimischen Arbeitern immer weniger zu bezahlen.