Jobbik kritisiert Orbán wegen „antisemitischer und rassisitischer Politik“

Quelle: MTI

Der Fraktionschef-Vizepräsident der Jobbik, Márton Gyöngyösi reagierte auf die am Sonntag abge­hal­tene Jahresrede Viktor Orbáns in einem Facebook-Beitrag.  Wie bekannt, beze­ich­nete der ungarische Ministerpräsident die Jobbik als Nazipartei, die Hetzkampagne der Propagandapresse fort­set­zend, die von den Regierungsmedien wegen der Angst vor einer oppo­si­tionellen Gesamtkooperation geführt wird.

Dazu dienen die vor mehreren Jahren im Parlament getätigten Äußerungen von Gyöngyösi als gute Munitionen, natür­lich ist es von einem Regierungschef  ethisch frag­würdig, diese Sätze wiederum her­vorzubrin­gen, den­noch antwortete der Jobbiker-Politiker dem Premier.

„Es ist äußerst dop­pel­moralisch, wenn der die Hirne der ungarischen Menschen seit Jahren mit der Soros-Kampagne waschende Viktor Orbán bei seiner Jahresrede erneut ver­sucht, den von ihm geah­n­ten Rechtsradikalismus der Jobbik zu beweisen. Und das mit meiner, vor sieben Jahren gehal­te­nen, unglück­lichen Parlamentsrede illus­tri­ert. Es scheint so, dass die Erkenntnis der Fidesz schwer wehtut, dass sie nun­mehr die ungarische recht­sradikale Partei sind, und diesen Stempel wollen sie auf einen anderen heften.”- so öffnete Márton Gyöngyösi seinen Facebook-Beitrag.

Laut ihm attack­iert die Fidesz die volksparteiliche Politik der Jobbik vergebens, weil „ein Grundstein von dieser genau die Lehre war, dass wir durch das Regieren der Fidesz sehen kon­nten, was für Gefahren die Politik bringt, welch auf Hass und Feindbild basiert.”

Er schrieb ergänzend: es kann sein, dass die Jobbik früher Fehler beg­ing, aber sie sahen ein, dass die Vaterlandsliebe auf Teilung der Gesellschaft nicht gebaut wer­den kann. Die Partei war bereit, Bemühungen zu machen und sich zu verän­dern, auf der per­sön­lichen sowie auf organ­isatorischer Ebene.

„Ich bin fest der Überzeugung, dass die richtige patri­o­tis­che Politik nicht das sei, dass wir das Ungarnbild der Andersdenkenden ruinieren, son­dern dass, wenn wir dies mit dem in uns lebende Ungarn ergänzen kön­nen”- for­mulierte der Oppositionspolitiker.

Bezüglich seiner meistz­i­tierten Parlamentsrede stellte er schon wider fest, dass sie um die dop­pelte Staatsbürgerschaft ging, und diese hätte nichts mit der Abstammung zu tun. Wegen der falschen Formulierung entschuldigte sich Gyöngyösi mehrmals, und auch jetzt machte er deut­lich, dass er Fehler beg­ing und von diesem Fall lernte.

„Die eth­nis­che und religiöse Diskriminierung der Menschen lehne ich ab, und entschuldige ich mich bei den­jeni­gen wieder, die ich mit meinen Worten belei­digte. Und genau deswe­gen geht meine Entschuldigung wed­eran Viktor Orbán noch an die skru­pel­los het­zende Fidesz. Orbán hat keinen moralis­ches Recht, mich oder die Jobbik anzuk­la­gen.”- hob Göngyösi her­vor.

Er erin­nerte: während der Jobbik-Parlamentsbgeordnete, István Szávay wegen seiner ungeschlif­f­e­nen Äußerungen abdankte, lachten die Fidesz-Leute darüber, als der Parlamentsabgeordnete der Fidesz, János Pócs ein solches Bild auf Facebook teilte, worauf der Name „Soros” auf einem Schwein einge­brannt wurde.

Auch dafür machte Gyöngyösi Aufmerksam, dass es vor ihm klar ist, die Erwähnung seiner Parlamentsrede ist Teil von einem gründlich geplanten poli­tis­chen Programm: „Ein Versuch eines machthun­gri­gen Diktators, den Dialog zwis­chen den Oppositionsparteien unmöglich zu machen.

Die Fidesz zog inter­na­tional schlechtes Ansehen auf Ungarn, weil sie eine anti­semi­tis­che und ras­sis­tis­che Wahlkampfaktion nach der anderen brachte. Gyöngyösi bezweifelt, dass Orbán nichts von der Auswirkung seiner Kampange wusste.

„Ich zog die Lehre von meiner früheren unglück­lichen Rede, und entschuldigte ich mich dafür. Und jetzt fordere ich Viktor Orbán und die Mitglieder seiner Regierung auf, dass auch sie in sich schauen, und mit der radikalen Politik aufzuhören, womit sie vor Europa und der ganzen Welt auf Kosten Ungarns viel Schande brachten, da bezieht sich man auf Ungarn über­all so, dass es ein Land ist, das von einer radikalen und ras­sis­tis­chen Regierung regiert wird- so die Botschaft des Vizechefs der Jobbik an Viktor Orbán.

Print Friendly, PDF & Email

Für unseren täglichen Info-Brief kön­nen Sie sich hier anmelden.

Wenn Sie unsere Mission mit einer Spende unter­stützen wollen, kön­nen Sie dies gerne per PayPal oder auch in kon­ven­tioneller Form, per Bankzahlschein machen.


IBAN: HU48135555551355201000014057, BIC: KODBHUHB, „Unser Mitteleuropa“

Wir sind für jegliche Hilfe sehr dankbar!