Hafen von Lampedusa:“Open-Arms“-Migranten gehen an Land

Quelle: dpa

Inmitten einer Regierungskrise in Italien ist es der Nichtregierungsorganisation „Proactiva Open Arms“ mithilfe der Staatsanwaltschaft von Agrigent gelungen, eine Landung ihres NGO-Schiffes im Hafen von Lampedusa zu erzwingen. Dies berichtet die „Welt“ am Mittwochmorgen (21.8.).

Italienischen Nachrichtenagenturen zufolge habe der Staatsanwalt von Agrigent, Luigi Patronaggio, nach einem Besuch auf dem Schiff die vorläufige Beschlagnahme und Anlandung angeordnet. Auch wenn das Schiff dauerhaft beschlagnahmt bleiben sollte, hatten die Aktivisten damit ihr Ziel erreicht:

Das Boot gelangte in den sizilianischen Hafen und die 83 an Bord verbliebenen Migranten konnten Medienberichten zufolge damit das Hoheitsgebiet eines EU-Staates betreten. Zuvor hatten Italien und Malta Menschen, die sich in prekärem gesundheitlichem Zustand befanden, an Land bringen lassen.

In den Tagen zuvor waren mehr als ein Dutzend Migranten von Bord gesprungen und hatten versucht, schwimmend die mehrere hundert Meter entfernte Insel zu erreichen. Die italienische Küstenwache barg sie und brachte sie an Land, um ihnen ärztliche Behandlung zu ermöglichen.

Oscar Camps, Gründer der NGO, klagte auf Twitter, die Situation der Migranten an Bord ähnele „der eines libyschen Lagers“, sie seien „18 Tage in einer Eisenkiste eingesperrt“ gewesen, Wasser und Lebensmittel rationiert.

Bis dato hatten NGO-Aktivisten die kurz vor der Küste Libyens aufgegriffenen Migranten nicht – wie es zu deren Rettung ausreichen würde – ans wenige Kilometer entfernte afrikanische Festland zurückgebracht.

Stattdessen fuhren sie mit ihnen über das Mittelmeer in Richtung Europa, stets damit begründet, dass die Zustände in Libyen unzumutbar wären.

Darüber hinaus wurden dem NGO-Schiff, das bereits mehrere Tagen vor Lampedusa lag, nach der bereits zuvor absehbaren Weigerung Italiens, angeboten in Spanien einzulaufen, etwa auf Mallorca oder Menorca.

Weiterlesen: https://www.epochtimes.de/meinung/analyse/open-arms-politisches-manoever-inmitten-regierungskrise-spielt-schlepperbanden-in-die-haende-a2977055.html