1000 Euro Strafe für Familie, aber Regie­rungs­po­li­tiker pfeifen im Reichstag auf Corona-Regeln

Tobias Koch/Wikimedia, gemeinfrei Fotograf: Tobias Koch www.tobiaskoch.net Kontaktadresse für Rückfragen: contact@tobiaskoch.net www.facebook.com/tokography

Während „Otto-Normal­bürger“, Verkaufs­per­sonal und Bedie­nungen sich strikt an die von der Bundes­re­gie­rung erlas­senen Corona-Verord­nungen zu halten haben und bei Zuwi­der­han­deln oder Nicht­ein­hal­tung empfind­lich sank­tio­niert werden, gilt dies offenbar nicht für den deut­schen Reichstag, wie auch pi-news.net zu berichten weiß.

AfD „enttarnt Corona-Heuchler“ im Reichstag

Martin Sichert, Bundes­tags­ab­ge­ord­neter und ehema­liger AfD-Landes­vor­sit­zender in Bayern, enttarnte mit folgenden Worten seine Kolle­gen­schaft im Plenar­saal: „Kaum ein Abge­ord­neter der Parteien, die den Menschen Mund­schutz verordnen, trägt selbst einen und den Mindest­ab­stand hält auch keiner ein.“

Belas­tung durch Mund­schutz am Arbeits­platz ist unum­stritten

Wie sowohl vor-Ort-Recher­chen unserer Redak­tion als auch zahl­lose Beschwerden von Verkaufs-und Bedien­per­sonal bestä­tigen, ist die Belas­tung durch das Tragen des Mund-Nasen-Schutzes während der gesamten Arbeits­zeit körper­lich sehr belas­tend. Es treten Symptome wie Kopf­schmerzen oder Erschöp­fung auf, alleine durch die Tatsache, dass die eigene Atem­luft immer wieder einge­atmet wird. Wie unan­ge­nehm das Tragen des Mund-Nasen-Schutzes ist, kann wohl jeder nach­emp­finden, der sich nach dem Einkaufen so rasch als möglich wieder von der „Maske“ befreien kann und diese nicht den ganzen Arbeitstag tragen muss. Das spürt wohl auch der Einzel­handel und so manche Gast­wirt­schaft, wo deut­lich zu erkennen ist, dass aus Shop­ping und Essen-Gehen eine unan­ge­nehme Sache geworden ist und er „Spass-Faktor“ dabei gänz­lich auf der Strecke geblieben ist, Kunden und Gäste somit ausbleiben.

Abstruse Abstands­re­geln treiben legis­la­tive „Blüten“

In einem Bericht der Stutt­garter Zeitung ist einer dieser absurden Fälle von Exeku­tion der Corona-Vorschriften anschau­lich doku­men­tiert. Auf dem Weg zum Friedhof wurde dort nämlich eine fünf­köp­fige Familie von der Exeku­tive mit je zwei­hun­dert Euro Strafe belegt. Der vorge­schrie­bene Mindest­ab­stand wurde dabei von der nicht im gemein­samen Haus­halt lebenden Familie unter­schritten und „recht­fer­tigte“ somit das Bußgeld in Höhe von gesamt tausend Euro. Obwohl es den Personen in den Wohnungen erlaubt ist, diesen Mindest­ab­stand zu unter­schreiten, ist es in der Öffent­lich­keit den selben Personen jedoch unter­sagt. Eine solche Rege­lung ist unter keinen Umständen nach­voll­ziehbar und offenbar nur im „Grün“ regierten Baden-Würt­tem­berg als logisch und sinn­voll zu betrachten.

Exeku­tive sank­tio­niert – Legis­la­tive igno­riert

Während die Exeku­tive will­fährig sank­tio­niert, statt es mit gesundem Menschen­ver­stand bei strengen Ermah­nungen zu belassen, igno­rieren die „Erfinder“ jener frag­wür­digen Maßnahmen diese beharr­lich. Wie deut­lich am Beispiel des Reichs­tages und seinen Parla­men­ta­riern zu erkennen ist. Was für das Volk „gut und billig“ ist, gilt offenbar nicht für jene, die es reprä­sen­tieren sollen und ihre „Privi­le­gien“ eben diesem Willen der Bürger zu verdanken haben.

Bundestag bleibt außen vor

Während im öffent­li­chen Bereich streng sank­tio­niert wird, ist der Bundestag offenbar sowohl bei der Anwen­dung als auch bei der Exeku­tion der selbst erlas­senen Corona-Vorschriften außen vor. Abge­schirmt von der düsteren Corona-Realität arbeitet es sich recht arglos auf der „Reichs­tags-Insel der Seligen“. Mehr oder weniger unbe­ob­achtet und keines­wegs von Ordnungs­kräften behel­ligt oder gar ermahnt, rücken für die Parla­men­ta­rier die selbst erlas­senen Vorschriften in weite Ferne.

Es ist auch bis dato kein Fall bekannt, in dem die „Polizei des deut­schen Bundes­tages“ wegen eines Corona-Verstoßes einge­schritten wäre. Nicht etwa, dass diese Vorschriften dort nicht an der Tages­ord­nung wären,sondern sie werden ganz einfach nicht exeku­tiert.

Wie Martin Sichert (AfD) aus dem Plenum zu berichten weiß, stehen Gruppen von rund 300 Abge­ord­neten auf engstem Raum zusammen, um sich wohl­weis­lich ohne Mund­schutz ange­regt mitein­ander zu unter­halten.

Cafe­teria-Personal ohne Mund­schutz im Reichstag

Weder die Gäste, die Abge­ord­neten noch das Personal der Reichs­tags-Cafe­teria tragen den vorge­schrie­benen Mund-Nasen-Schutz, berichtet Sichert. Vom eben­falls ange­ord­neten Mindest­ab­stand der Tische kann keine Rede sein. „Wie abge­hoben muss man eigent­lich sein, Verbote für Millionen von Menschen zu erlassen und sich selbst nicht daran zu halten“, so Sichert.

Kubi­ckis Dementi wird durch Video­ma­te­rial der AfD zum Bume­rang

Bundes­tags­vi­ze­prä­si­dent Wolf­gang Kubicki (FDP), der die Sitzung geleitet hatte, in der Sichert das Plenum „enttarnte“, versuchte vehe­ment zu demen­tieren und den Ball an die AfD zurück zu spielen. Indem er behaup­tete, die AfD selbst würde sich nicht an die vorge­schrie­benen Corona-Regeln halten, schoss er sich und er parla­men­ta­ri­schen Kolle­gen­schaft ein glanz­volles Eigentor.

Die Aussagen von Sichert konnten einwand­frei durch beigestelltes Foto- und Video­ma­te­rial unter Beweis gestellt werden. Dort sind ausnahmslos Abge­ord­nete der „Altpar­teien“ mit Corona-Verstößen jegli­cher Art zu sehen, nicht jedoch Sicherts Frak­ti­ons­kol­legen von der AfD. Fällt wohl unter „man wird’s doch noch versu­chen dürfen – ist aber wohl dumm gelaufen“!

Igno­ranz der Regie­renden – kein Einzel­fall

Scheint beinahe so, dass Reali­täts­ver­wei­ge­rung augen­blick­lich ein neuer gras­sie­render Virus unter Regie­renden zu sein scheint.

Auch Groß­bri­tan­niens Boris Johnson steht beharr­lich hinter seinem Chef­be­rater Dominic Cummings. Dieser hatte ja, wie kürz­lich bekannt wurde, sämt­liche strikten briti­schen Corona-Vorschriften igno­riert, was im Verei­nigten König­reich zu wütenden Protesten der Bevöl­ke­rung geführt hatte.

1 Kommentar

  1. Da ich nicht beruhmt werden will lasse ich mal meinen Namen weg-hier das Schreiben

    Redak­tion
    Thüringer Allge­meine
    Gott­s­tedter Land­straße 6
    99092 Erfurt

    26.Mai 2020

    Offner Brief

    an Staats­kanzlei, Parla­ment nebst denen
    die sich hier anschi­cken das Land führen zu wollen wie
    Stadt und Bürger­büros und der ganze andere Kram der die Bürger
    durch ein Sinn­los­pro­gramm zusätz­lich mit Strafen bedroht

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    die Frage ob es Sinn macht die Bevöl­ke­rung vor ein Phantom
    (Covid 19 oder wie immer dieses Mons­trum heißt)
    zu schützen lässt sich ganz einfach beant­worten —-fragen Sie die tatsäch­li­chen Experten und nicht die gespon­serten Voll-Affen in den poli­ti­schen Reihen .

    Hierbei sei die Frage erlaubt wer ihnen die Auto­rität verliehen hat ein Phantom zu erschaffen und ob sie tatsäch­lich die Quali­fi­ka­tion besitzen ein solches Amt per Auto­rität auszu­führen oder ausführen zu lassen, welche Rolle sie dabei spielen und in wessen Auftrag handelt dabei die Verwal­tung.

    Ich erlaube mir diesen vorge­nannten Personen sowie alle­samt und in Gemein­schaft der heutigen Verwal­tung die verlie­hene Auto­rität abzu­spre­chen, denn eine Auto­rität ist nicht ange­boren sondern wird an Personen verliehen die den nötigen Geist besitzen um diese quali­fi­zierte Form der Führungs­auf­gaben auszu­üben. Die scheint wahr­lich nicht gegeben zu sein.
    Die Rechts­grund­lage für meine Hand­lung ist eine sehr alte engli­sche Rechts­an­wen­dung die in nur wenigen Fällen oder über­haupt kaum noch ange­wendet wird und heißt ‑Quo Warranto‑, bedeutet soviel wie – Wer bist du, wer hat dich in die Posi­tion gehoben, hast du über­haupt die Quali­fi­ka­tion dazu und ist ange­bracht wenn die Bevöl­ke­rung Phan­tome jagen soll die es nicht gibt sondern bereits ernst­haft für laufenden Schaden am Menschen sorgt.

    Bedanke mich für Ihre Aufmerk­sam­keit

    Der Entzug der Auto­rität kommt einer frist­losen Entlas­sung gleich,von daher scheut man einer Veröffentlichung.Übrigens darf das jeder machen,für Spahn nebst seinem Minis­te­rium gilt der Entzug der Auto­rität bereits seit vor Weihnachten–aber solange es nur einer ist der meckert wird er wohl im Amt bleiben,in einer rich­tigen Firma hätte man ihn schon lange raus­ge­ka­chelt

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