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26.2.2025 – Sergey Lawrow erläutert in Katar eine Pressekonferenz

Der russische Außenminister erläutert den anwesenden Journalisten die Stoßrichtung der russischen und neuen amerikanischen Außenpolitik. Dabei scheint es der Trump-Administration darum zu gehen, mit Russland eine neue wirtschaftliche Kooperation großen Stils einzugehen, das Ukraine-Thema zurückzustellen und EU-Europa isoliert beiseitezulassen.

Die Rede und Pressekonferenz von Sergey Lawrow
in Katar als Transkript in deutscher Übersetzung

Liebe Kollegen,

wir haben unseren Besuch in Katar beendet, wo wir mit dem Emir des Staates Katar Tamim bin Hamad Al Thani und dem Vorsitzenden des Ministerrats, dem Außenminister von Katar Mohammed bin Abdulrahman Al Thani, zusammengetroffen sind.

Seit langem unterhalten wir mit Katar gute Beziehungen. Heute haben wir unser Engagement zur vollständigen Weiterentwicklung unserer Beziehungen auf Grundlage der im Zuge früherer Kontakte zwischen Präsident Wladimir Putin und Emir Tamim bin Hamad Al-Thani von Katar getroffenen Vereinbarungen bekräftigt.

Wir sprachen auch über weitere Treffen verschiedener Ebenen bezüglich unterschiedlicher Themen. Als unmittelbare Aufgabe gilt es die nächste Sitzung der Gemeinsamen Russisch-Katarischen Kommission für Handel, wirtschaftliche und technische Zusammenarbeit zu organisieren. Sie ist für den nächsten Monat in Doha geplant. Wir pflegen auch Kontakte über die außenpolitischen Abteilungen und sind stets bereit Gipfeltreffen, wozu auf beiden Seiten Interesse besteht, abzuhalten.

Wir sind übereingekommen, die Arbeit sämtlicher Bereiche zu intensivieren, vor allem auf den Sektoren des Handels, der Wirtschaft und Energie im Rahmen von Organisationen, wie dem in Doha angesiedelten Forum der Erdgasexportierenden Länder, einschließlich der Wechselbeziehung zwischen der Qatar Investment Agency und dem russischen Direktinvestitionsfond. Dazu gibt es viele Pläne zum Austausch menschlicher Kontakte und zur Förderung von Tourismus sowie diverser kultureller Veranstaltungen.

Wir haben ausführlich und im Detail Angelegenheiten des Nahen Ostens besprochen. Vor allem auch zum Prozess, der sich in der Arabischen Republik Syrien nach dem Machtwechsel vollzieht. Wir sind daran interessiert, dass dieser Prozess nicht außer Kontrolle gerät und zu internen Kämpfen führt. Doch, solche Risiken bleiben bestehen. An einigen Orten kommt es nach der Übernahme der Macht in Damaskus zwischen verschiedenen Gruppen noch zu Kämpfen. Viele Teile des syrischen Territoriums haben den Wunsch geäußert, sich von den zentralen Behörden zu lösen. Dies betrifft nicht nur die Kurden, die unter der Regierung Biden jahrelang die Idee des Separatismus pflegten (was für alle Länder der Region kategorisch inakzeptabel ist, da es zu einem großen Krieg führen könnte), sondern auch andere ethnisch-konfessionelle Gruppen, die nicht abgeneigt scheinen, die derzeitige Situation zu nutzen, um ihr Recht auf eine gewisse Autonomie einzufordern.

Um diese Prozesse in gewisser Weise zu ordnen und eine einheitliche Richtung zu lenken, haben die syrischen Behörden vor kurzem den Gesamtsyrischen Nationalkongress abgehalten, auf dem – wie sie angekündigt hatten – alle politischen – und ethnisch-konfessionellen Kräfte Syriens vertreten waren.

Es wurde eine Erklärung angenommen, in der in positiver Weise dazu aufgerufen wird, die Arbeit in transparenter Weise und unter Beteiligung aller Gruppen der syrischen Gesellschaft fortzusetzen und die Voraussetzungen für eine sozioökonomische Entwicklung zu schaffen, um komplexe Probleme zu überwinden. Diese werden durch die einseitigen und „alles erdrückenden“ Sanktionen, welche die Vereinigten Staaten und die Europäer über die Regierung von Bashar al-Assad verhängt hatten, erzeugt.

Wir haben uns bei der UNO für die sofortige Aufhebung all dieser Sanktionen ausgesprochen. Sie „treffen“ nicht Bashar al-Assad und seine Regierung, sondern das ganze syrische Volk. Doch sie halten die Sanktionen auch – unter einer Regierung, die der Westen für akzeptabler hält als die vorherige Regierung – weiterhin aufrecht. Wir werden dieses Thema ansprechen und die bedingungslose Aufhebung dieser einseitigen Sanktionen fordern. Die Europäer versuchen, jede Lockerung des Sanktionsregimes vom „Hinauswurf“ Russlands aus der Arabischen Republik Syrien abhängig zu machen.

Dies entspricht voll und ganz jener Mentalität Europas, die auf ein „entweder mit oder gegen uns“ hinausläuft. Dies galt schon bei der Vorbereitung zur Abtrennung der Ukraine von Russland und in vielen anderen Situationen. Diese Mentalität zeitigt generell eine verheerende Wirkung. Europa versucht den Trend, wonach sich das politische Kräfteverhältnis in der Ukraine ändert, zu untergraben und kündigt neue große Pakete militärischer Hilfe für Kiew an. Europa „belehrt“ die Ukraine weiter zu kämpfen, erklärt direkt, dass ein Frieden für die Ukraine schlimmer als der Krieg sei. Die Rolle Europas beim „Anstacheln“ von Konflikten mit seinem entsprechenden Ruf, den es sich über viele Jahrhunderte historischer Entwicklung erworben hat, bleibt unverändert.

Wir sind dafür, dass alle externen Akteure – Araber, der Westen, China, Russland und Iran – zur Normalisierung der Lage in Syrien beitragen sollen. Wir wissen, dass die syrische Führung, wie es uns von unseren Gesprächspartnern in Katar bestätigt wurde, daran interessiert wären, dass die Unterstützung von Reformen und die Normalisierungsprozesse innerhalb des Landes in ausgewogener Weise erfolgten und niemand versucht, diese Entwicklungen seinen geopolitischen Zielen unterzuordnen. Syrien will nicht länger ein Gebiet sein, in dem die geopolitischen Probleme externer Akteure gelöst werden.

Einem weiteren Thema haben wir erhöhte Aufmerksamkeit gewidmet: Es betrifft die Situation nach der palästinensisch-israelischen Vereinbarung mit den Beziehungen zwischen Israel und Libanon. Wir sind darüber besorgt, dass die israelische Armee jeden Tag zusätzliche Schritte unternimmt, die in den Vereinbarungen mit der Hamas und mit dem Libanon nicht vorgesehen sind und die „vor Ort“ Fakten schaffen, die den Vereinbarungen und Resolutionen des UN-Sicherheitsrats zu palästinensischen Angelegenheiten und dem Problem zum Libanon zuwiderlaufen.

In dieser Hinsicht teilen Katar und die Russische Föderation die Notwendigkeit, die Einhaltung der vom UN-Sicherheitsrat gebilligten Grundsätze voranzutreiben. Die Errichtung eines palästinensischen Staates wird zur Schlüsselfrage. Falls versucht wird, diese Beschlüsse des Sicherheitsrats zu unterlaufen und die Gründung eines palästinensischen Staates durch „Umsiedlung von Palästinensern in der Region“ zu ersetzen, würde dies nur zur Zeitbombe werden, wie es in den vielen Jahrzehnten, in denen die Forderungen nach einer Zwei-Staaten-Lösung ignoriert worden waren, immer wieder geschehen ist.

Lassen Sie uns die Konsultationen mit Katar fortsetzen. Zwischen Russland und der Arabischen Liga findet im Rahmen unseres gemeinsamen Formats, ein nützlicher Dialog statt. Unsere Experten erörtern routinemäßig alle Fragen, die eine Einigung verlangen. Wir werden unsere Möglichkeiten auf der internationalen Bühne – einschließlich der UNO – nutzen, um sicherzustellen, dass die Prozesse einen konstruktiven Verlauf nehmen. Bislang war dies nicht der Fall.

Wir setzen unsere Hoffnungen auf die Konferenz der Arabischen Liga in Kairo, auf der die Zukunft des Gazastreifens im Rahmen der angekündigten Initiativen bis hin zur Umwandlung in eine Touristenzone diskutiert werden soll. Die Araber wollen, dass das Recht der Palästinenser, auf ihrem Land zu leben, geschützt wird. Das wird das Thema des Gipfels sein.

Am 14. März wird der Gemeinsame Ausschuss der Liga der Arabischen Staaten und der Organisation für Islamische Zusammenarbeit in Istanbul zusammentreten, um über Ansätze zur Regelung der Beziehungen in der gesamten Region zu beraten, wie zwischen Israel-Palästina, Israel-Libanon und Israel-Syrien.

So wie die israelischen Vertreter beschlossen, sich im Süden des Libanon festzusetzen, sind sie nun auch in den Süden der Arabischen Republik Syrien „vorgedrungen“. Dies schafft eine neue Situation und erfordert nicht nur Überlegungen, sondern auch die Ausarbeitung einiger konstruktiver Schritte, die den Sicherheits- und Entwicklungsinteressen aller Länder in der Region, einschließlich Israels, Rechnung tragen. Doch, es wird notwendig sein, die Sicherheits- und Entwicklungsfragen nicht auf Kosten der Sicherheit und Entwicklung anderer Länder gehen zu lassen.

Frage: Katar hat viele Anstrengungen unternommen, um unbegleitete Minderjährige mit ihren Eltern zusammenzuführen. Wie sehen Sie die weitere Vermittlung Katars bei der Lösung des ukrainischen Problems?

Sergej Lawrow: Wir haben heute dem Vorsitzenden des Ministerrats und Außenminister von Katar, Mohammed bin Abdulrahman Al-Thani, erneut unseren Dank und unsere Anerkennung für seine Bemühungen ausgesprochen, die er auf sachliche und geschäftsmäßige Weise unternimmt, um zur Lösung der humanitären Fragen zwischen Russland und der Ukraine beizutragen. In erster Linie geht es dabei um die Rückführung von Kindern zu ihren Familien. Diese Arbeit wird fortgesetzt – das wurde heute sehr deutlich gemacht.

Wir begrüßen stets gut gemeinte Initiativen, die von den Ländern der Region vorgetragen werden. Neben Katar bringen sich auch die Vereinigten Arabischen Emirate und Saudi-Arabien auf nützliche Weise ein. Wir glauben, dass dies eine Manifestation des guten Willens darstellt, die in erster Linie den Menschen, die unter dem Konflikt leiden, zugutekommt.

Was weitere Bereiche der Unterstützung durch Katar angeht, so erwarten wir keine besonderen Schritte. Wir warten hingegen darauf, dass unsere europäischen Kollegen endlich Ihre Lügen einstellen und nicht behaupten, wonach Russland die Verhandlungen blockiere. Der Präsident der Russischen Föderation, Wladimir Putin, ist wiederholt auf diese falschen Behauptungen eingegangen und hat daran erinnert, dass es in erster Linie die ukrainische Führung ist, die aufgehetzt von Europa, sich Verhandlungen verweigert hat. Neben dem sprichwörtlichen Dekret Selenskys, das Verhandlungen mit der Russischen Föderation verbietet, hören wir täglich Äußerungen und Behauptungen, dass man sich jetzt nicht an den Verhandlungstisch setzen dürfe, sondern zunächst die Überlegenheit „auf dem Schlachtfeld“ unter Beweis stellen wolle. In einem derartig kriegerischen Geist werben die europäischen Länder inzwischen für ihre hoffnungslos überholte und gescheiterte Politik gegenüber der Ukraine.

Wir glauben, dass die beste Hilfe derjenigen, die aufrichtig zur Lösung des Konflikts beitragen wollen, darin besteht, die Konflikt-Ursachen zu erfassen. So wie es US-Präsident Trump in seinen jüngsten Äußerungen tat, als er die NATO-Erweiterung und den Versuch, die Ukraine in das Nordatlantische Bündnis aufzunehmen, als größten Fehler der Biden-Administration und als einen der Hauptgründe für den Ausbruch dieses Konflikts brandmarkte.

Wir haben heute noch auf ein anderes ungeheuerliches Vorkommnis verwiesen, was der Westen bisher verschwiegen bzw. nur beschönigt hat: Es betrifft den Kurs des Regimes der Ukraine, welches durch einen Staatsstreich an die Macht gekommen war und darauf abzielt, durch Verabschieden von Gesetzen alles Russische auszutilgen. Das betrifft vor allem Bildung, Massenmedien und Kultur. Vor kurzem wurde die kanonisch ukrainisch-orthodoxe Kirche verboten. Dies ist ein direkter Verstoß gegen die UN-Charta, welche die Achtung der Menschenrechte, vor allem auch der sprachlichen und religiösen Rechte, fordert. Keiner der westlichen Vertreter spricht darüber.

Deshalb ist es der beste Beitrag eines jeden Landes, welches sich für eine gerechte Lösung dieses Konflikts einsetzt, diese Wahrheiten zu verbreiten und sich mit den Fakten, die wir stets anführen, vertraut zu machen, um die eigentlichen Ursachen zu verstehen.

Frage: Wie schätzen Sie die Aussichten für eine weitere Zusammenarbeit mit Katar in Bezug auf den Energiesektor ein?

Sergej Lawrow: Katar ist einer der größten Aktionäre von Rosneft. Es ist ein sehr stabiler Prozess. Doha ist Hauptsitz des Forums der Erdgasexportierender Länder. Es bietet eine wichtige Struktur, die wir als Garant für einen ausgewogenen Energiemarkt und insbesondere für Erdgas, ansehen.

Die Qatar Investment Agency und der Russische Direktinvestitionsfond arbeiten für Projekte im Wert von fast 1 Milliarde Dollar zusammen. In Zukunft werden Projekte noch höherer Investitionen in Betracht gezogen. Einige dieser Vereinbarungen könnten durchaus auf neue Formen der Zusammenarbeit im Energiebereich abzielen. Die Entscheidung darüber liegt bei den zuständigen Ministerien und Unternehmen.

Frage: Der französische Präsident Macron sagte nach Gesprächen mit Präsident Trump, dass sich die Parteien über die Notwendigkeit einig wären, nach dem Ende des Konflikts europäische Friedenstruppen in der Ukraine stationieren zu lassen. Der Kreml hat wiederholt erklärt, dass Russland ein solches Szenario nicht in Betracht ziehe. Welche Truppen aus welchen europäischen Ländern – wenn nicht der NATO – wäre Russland bereit, in Betracht zu ziehen?

Sergej Lawrow: Wir können keine Optionen in Betracht ziehen. Ich weiß nicht, was Präsident Macron gesagt hat. Er hat seine Rolle in Washington nicht sehr überzeugend „gespielt“.

Als Präsident Trump dieses Thema auf einer Pressekonferenz ansprach, sagte er, dass eine Entscheidung über die Entsendung von Friedenstruppen nur nach Zustimmung beider Seiten möglich wäre. Offenbar meinte er damit uns und die Ukraine. Doch niemand hat uns bisher zu diesem Thema befragt.

Der Ansatz, der von den Europäern, vor allem von Frankreich und Großbritannien, ausgeht, zielt einmal mehr darauf ab, den Konflikt nur anzuheizen und jedem Versuch einer Beruhigung entgegenzuarbeiten.

In Washington sprach Macron von der dringenden Notwendigkeit eines Waffenstillstands und der Einführung von Friedenstruppen. Dann, so sagen sie, würde man über Territorien, das Schicksal der Menschen und andere Prinzipien zur Beilegung sprechen. Das ist Betrügerei: Wir können keinem Abkommen zustimmen, das nur auf das einzige Ziel ausgerichtet wäre, die Ukraine wieder mit Waffen vollzupumpen. Bereits am 24. Februar dieses Jahres traf eine große Delegation aus Europa dort ein und kündigte erneut milliardenschwere Waffenlieferungen an.

Als die Vereinigten Staaten eine Resolution einbrachten, um dringend auf einen Frieden hinzuwirken, stimmte Europa dagegen. Es bestätigt damit, dass es keinen Frieden will, weil seine „Untertanen“ ihre Hauptaufgaben, obschon sich diese auch ändern könnten, noch nicht erfüllt hätten. Vor nicht allzu langer Zeit gab es das Ziel, Russland eine „strategische Niederlage“ zu bereiten, was die Europäische Union und die NATO jeden Tag gleich einem „Zauberspruch“ nachbeteten. Zuletzt sagte Präsident Macron in Washington, es wäre notwendig, eine Lösung zu finden, die nicht wie eine Kapitulation aussähe.

Sie erfassen die Situation, aber nicht überall. Deshalb ist das Gerede von irgendwelchen Friedenstruppen völlig hinfällig. Die Hauptsache besteht vielmehr darin, die Ursachen des Konflikts zu beseitigen. Diese liegen nicht in der Abwesenheit von Friedenstruppen, sondern in der Aufnahme der Ukraine in die Nordatlantische Allianz mit dem Ziel:

  • auf ukrainischem Territorium eine gegen Russland gerichtete militärische Infrastruktur zu entwickeln
  • einer völligen Auslöschung der Rechte der Russen und russischsprachigen Bevölkerung

Einige sagen, dass es eine Idee gebe, die „Kontaktlinie“ aufzulassen. Erstens wird es so etwas nicht geben. Es gibt eine Verfassung, die auf dem Willen des Volkes beruht. Zweitens sollte das, was von der Ukraine „übrigbliebe“, ebenfalls von rassistischen Gesetzen ausgenommen werden. Denn, auch dort gibt es Menschen, die es praktischer fänden, Russisch zu sprechen, um die Traditionen ihrer in der russischen Kultur aufgewachsenen Vorfahren zu wahren.

Deshalb werden solch „einfache routinemässige Dinge“, wie Stationierung von Truppen nicht ausreichen. Wir müssen über die eigentlichen Ursachen sprechen.

Frage: Die Nachrichtenagentur Reuters hat berichtet, dass Moskau die Möglichkeit in Betracht ziehe, seine eingefrorenen Guthaben für den Wiederaufbau der Ukraine zu verwenden, sofern ein Teil davon auch für die Bedürfnisse der neuen russischen Regionen – DNR, LNR, Saporoschje und Cherson – verwendet würde. Zieht Russland diese Möglichkeit wirklich in Betracht oder wird es die vollständige Rückgabe seiner Vermögenswerte anstreben?

Washington und Kiew bereiten sich auf die Unterzeichnung eines Abkommens über Seltenerdmetalle vor, wobei ein erheblicher Teil der Reserven dieser Ressourcen in den vier neuen Regionen Russlands liegt. Wurde bei dem Treffen in Riad und den anschließenden Konsultationen mit den USA auch über den Abbau in diesen Gebieten gesprochen? Als Präsident Wladimir Putin amerikanische Unternehmen einlud, in Russland Bergbau zu betreiben, dachte er dabei an diese vier Regionen?

Sergej Lawrow: Wenn der Präsident oder ein anderer Vertreter der russischen Führung ausländische Investoren einladen, um sich an Projekten auf russischem Territorium zu beteiligen, dann meint er natürlich das gesamte Territorium der Russischen Föderation, in voller Übereinstimmung mit der Verfassung.

Diese Frage wurde bei dem Treffen in Riad weder angesprochen noch diskutiert. Wie in dem Telefongespräch zwischen den Präsidenten Wladimir Putin und Donald Trump hervorgehoben wurde, ging es um die Notwendigkeit, künstliche Hindernisse zur Entwicklung von für beide Seiten vorteilhaften wirtschaftlichen und anderen Beziehungen zu beseitigen, an denen die Vertreter der entsprechenden Unternehmensstrukturen in den Vereinigten Staaten und der Russischen Föderation interessiert sind. Aber das ist ein „Prinzip“. Wir müssen zuerst die ungesunde und unnatürliche Situation ändern, die nicht einmal ein Gespräch zwischen den beiden führenden Großmächten möglich machten.

Was die uns von den Europäern gestohlenen Vermögenswerte angeht: Es hat keine konkreten Gespräche darüber gegeben, aber es besteht kein Zweifel daran, dass diese Frage im Rahmen der Einigung natürlich nicht verschwinden wird können. Auch die Amerikaner sind sich dessen bewusst.

Außenminister Rubio sagte kürzlich, dass die Frage der „eingefrorenen“ russischen Vermögenswerte in Verbindung mit den von der Russischen Föderation daraufhin unternommenen Schritten, welche die Interessen amerikanischer Unternehmen betreffen, betrachtet werden müssen. Dies ist eine gesunde Überlegung über die Notwendigkeit, die Praktiken des Diebstahls abzulegen und nicht zu erwarten, dass dieses Thema unbehandelt bliebe.

Eine weitere interessante Bemerkung des französischen Präsidenten Macron, der „viele neue Dinge“ sagte, ist: Als ihm eine Frage zum selben Thema gestellt wurde, sagte er, dass in Europa beschlagnahmte russische Vermögenswerte nicht angetastet werden dürften, da dies eine Verletzung des Völkerrechts darstelle. Doch, die mit diesen Vermögenswerten erzielten Gewinne könnten durchaus zur Unterstützung der Ukraine verwendet werden.

Wir möchten unsere französischen Kollegen ersuchen, uns zu klären, nach welchem internationalen Rechtsdokument es erlaubt wäre, die Gewinne aus dem, was man gestohlen hatte, zu verwenden.

Frage: Sie haben bereits erwähnt, dass Sie die Angelegenheit in Bezug auf die [Wiederherstellung] der Botschaften klären würden und wollten: Die von Russland in den Vereinigten Staaten und die der Vereinigten Staaten in Russland. Gibt es ein Muster bei der Erörterung der Themen oder der Reihenfolge der Themen, die später erörtert werden sollen? Sie haben gesagt, dass Herr Rubio bereit sei, über dieses Thema zu sprechen. Wird die Frage geklärt werden: Wird Russland auf der Rückgabe besagter Vermögenswerte bestehen?

Sergej Lawrow: Dies hat nichts mit dem Betrieb von Botschaften zu tun. Die Frage der Vermögenswerte ist eine Frage der staatlichen Ebene.

Wir haben angekündigt, dass unsere Diplomaten und hochrangigen Experten zusammenkommen und systemisch Probleme erörtern werden, die sich infolge der illegalen Aktivitäten der vorherigen Regierung durch Schaffung künstlicher Hindernisse zu Tätigkeiten der russischen Botschaft angesammelt haben.

Natürlich haben wir uns revanchiert und ebenfalls für ungemütliche Bedingungen zur Arbeit der amerikanischen Botschaft in Moskau gesorgt.

Ein solches Treffen wird morgen in Istanbul stattfinden. Ich denke, das Ergebnis wird deutlich machen, wie schnell und effektiv wir handeln können.

Frage: Was können Sie zum Ausgang der Wahlen in Deutschland sagen? Was sind die Erwartungen Russlands an die Politik von Friedrich Merz?

Sergej Lawrow: Wir haben uns bereits geäußert. Unser Botschafter in Berlin, Sergej Nechajew, hat seine Einschätzungen abgegeben. Wir sehen Veränderungen in der innenpolitischen Landschaft in Deutschland. Es gibt wieder eine Spaltung zwischen dem Osten und dem Westen dieses Landes. Der Osten konzentriert sich mehr auf die Lösung interner Probleme, die verschärft wurden, durch:

  • die unbedachte Übernahme Deutschlands der antirussischen Sanktionen.
  • Einziehen des Schwanzes von Deutschland nach den Terroranschlägen auf die Nord-Stream-Gaspipelines und die beschämenden Ermittlungen, die „zum Schweigen gebracht“ wurden.

Dies geschah, obwohl es die gesunden Grundlagen der deutschen Wirtschaft, welche es Deutschland ermöglichten, jahrzehntelang an der Spitze der europäischen Entwicklung zu stehen, untergrub. Doch, das bleibt eine deutsche Entscheidung. Ich denke, die Wähler beginnen zu verstehen, was vor sich geht und wer wofür steht.

Was Herrn Friedrich Merz betrifft, gibt es spezifische Ansätze gegenüber Russland: Im Gegensatz zu Bundeskanzler Olaf Scholz besteht er zum Beispiel darauf, den Ukrainern Taurus-Langstreckenraketen zu liefern, um tief in das Gebiet der Russischen Föderation einzudringen.

«Lebensraum Osten» – aus Wochenspruchserie der NSDAP vom 17.12.1939 | Quelle: Zentralverlag der NSDAP, Public domain, via Wikimedia Commons

 

Wenn Deutsche solche Ideen aktiv pflegen, weckt das sicherlich Erinnerungen wach!

Aber es sollte in erster Linie bei den Deutschen selbst Erinnerungen erwecken.

«…Ostpolitik im Sinne der Erwerbung der notwendigen Scholle…» aus «Mein Kampf» von Adolf Hitler, 1925 | Quelle: X-Wu-Z, CC BY-SA 4.0; via Wikimedia

Friedrich Merz sagte kürzlich, dass man sich auf die Vereinigten Staaten nicht mehr verlassen könne. Sie würden ihren nuklearen Schutzschirm mit Sicherheit abziehen oder nicht einsetzen, so dass unter den Europäern – innerhalb Europas, der EU und NATO – eine neue Vereinbarung getroffen werden müsste und von nun an Frankreich und Großbritannien als die beiden Atommächte für den nuklearen Schutzschirm für Europa zu sorgen hätten. Es erübrigt sich darüber zu spekulieren, ob dies eine „Verbesserung der Lage“ in Europa mit sich brächte.

Herr Friedrich Merz vertritt also vorerst eher aggressive Ansichten. Es kommt oft vor, dass, wenn eine Person vom Kandidaten zum funktionierenden politischen Staatsmann, in diesem Fall zum Kanzler, wird, seine Ansichten realistischer werden. Mal sehen, was passiert, nachdem Herr Friedrich Merz den Stuhl des deutschen Bundeskanzlers eingenommen haben wird.

Anmerkung der Redaktion: Adolf Hitler jedenfalls setzte seine machtpolitischen Ankündigungen – sehr früh schon veröffentlicht in „Mein Kampf“ im Jahr 1925 – auch später konsequent um, nachdem er 1933 zur Macht gekommen war und sein Ziel „entschlossener europäischer Politik kontinentalen Bodenerwerbs“ im Osten ab dem Jahr 1941 auch gegen Russland über das „Unternehmen Barbarossa“ zuletzt in Angriff nahm. Man wird sehen, ob Friedrich Merz eine entsprechende Abkehr von der deutschen „Außenpolitik der Marke 1925“ wird gelingen können!

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Übersetzung: UNSER-MITTELEUROPA

Von unserer Redaktion ‚Zeitgeschichte und Globalpolitik‘.
UNSER MITTELEUROPA + kritisch + unabhängig + unparteiisch +

UNSER-MITTELEUROPA-Beiträge unter «Zeitgeschichte und Globalpolitik» mögen deutschsprachigen Lesern wie auch Historikern als ergänzende Zeitdokumente dienen, nachdem die gängige Massenberichterstattung im deutschen Sprachraum zu politischen Themen oftmals von Tendenzen einer mehr oder weniger lückenhaften Darstellung, wenn nicht immer stärker werdenden Zensurbestrebungen geprägt ist. Beiträge von Gastautoren müssen nicht unbedingt mit der Meinung der Redaktion übnereinstimmen.



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Von Redaktion

31 Gedanken zu „Sergey Lawrow: «Die spezifischen Ansätze von Friedrich Merz erwecken Erinnerungen!»“
  1. Was der Gefreite und er Obergefreite an der Leine von Olaf nicht geschafft hat geht nun der BlackRocker an, getreu dem Eid den Nutzen des deutschen Volkers zu mehren und Schaden von ihm abzuwenden.

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  2. «Die spezifischen Ansätze von Sergey Lawrow erwecken Erinnerungen!»

    „Stalin hatte den Zweiten Weltkrieg entfesselt, um Europa niederzuwerfen.“
    (Suworows „Der Eisbrecher“)
    Wie konnte die sowjetische Öffentlichkeit dennoch jahrzehntelang in die Irre geführt werden, indem man ihr vorgaukelte, bei Stalins Vernichtungskrieg gegen die eigene Bevölkerung habe es sich um einen Verteidigungskrieg gegen einen Eindringling gehandelt? Friedenspolitiker Stalin sei, so die bislang verbreitete These, auf diesen Krieg nicht vorbereitet gewesen, und niemals habe er eine generalstabsmäßig perfekte Absicht besessen, mit der Roten Armee Deutschland zu überfallen und Europa zu erobern.

    Die Geschichte auf den Kopf stellen – wie konnte dies der Sowjetöffentlichkeit vermittelt werden? Durch Verdrehungen, Lügen, Fälschungen. Ein eklatantes Beispiel hierfür ist der Vergleich zwischen den deutschen und den sowjetischen Panzerkräften:

    Am 21. Juni 1941 hatte Stalin 24 000 Panzer. Am 22. Juni 1941 hatte Deutschland 3410 Panzer an der Ostfront. Eigentlich hätte Stalins Panzer-Armada am 23. Juni durch Warschau rollen müssen, eigentlich hätten Deutschlands Panzerdivisionen am 23. Juni nicht auf Minsk rollen dürfen. Eigentlich.

    Durch einen Trick wurde aus schwarz weiß, indem man „bewies“, daß die Deutschen mehr Panzer hatten. Bei ihren Untersuchungen verschwiegen seit 1944 die sowjetischen Generäle, Marschälle, Professoren die Menge von 24 000 Panzern Stalins. „Fünfzig Jahre lang ist diese Zahl in den offiziellen sowjetischen Veröffentlichungen nie aufgetaucht. Sie wurde erst nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion in den neunziger Jahren bekannt“, schreibt Suworow.

    Wie aber konnte man über den Krieg sprechen, ohne diese Zahl zu nennen? Zu diesem Zweck gebrauchte man die Formulierung: „In der Roten Armee gab es am 21. Juni 1941 1861 neueste Panzer vom Typ T-34 und KW sowie viele veraltete und leichte Panzer.“ Allen Sowjethistorikern wurde befohlen, den Zusatz „sowie viele veraltete und leichte Panzer“ zu wiederholen. „Diese Formulierung ist völlig falsch“, betont Militärfachmann Suworow. Erstens besaß die Rote Armee am 22. Juni 1941 die neuesten Panzer T-40 und T-50. Zweitens gab es am 22. Juni 1941 in der Roten Armee 2040 Panzer vom Typ T-34 und KW. Drittens zählten zu den angeblich veralteten Panzern die Schnellkampfwagen BT-2, BT-5 und BT-7 mit amerikanischem Christie-Laufwerk und Dieselmotoren. In der Wehrmacht gab es 1941 nicht einen einzigen Panzer mit Dieselantrieb, breiten Panzerketten und großkalibriger Langrohrkanone. 24 000 zu 3410: Die erste Zahl steht für den gigantischen Panzerkeil einer Angriffs-Streitmacht, und als solche war die Rote Armee lange vor dem 22. Juni 1941 strategisch geplant und im Westen der UdSSR konzentriert worden. Zu einem einzigen Zweck: Das Deutsche Reich zu überfallen. In einer blitzartigen Offensive. Als Erstschlag.

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    1. Der Kalte Krieg war nur vorgetäuscht, denn sie hielten sich an ihr Beschweigen ihrer Kriegslügen und Verbrechen an uns Deutschen. USA und UdSSR (Buchstabenbezeichnungen sind immer ihr Werk) sind freimaurerische Exemplare mit denselben Zielen, wobei die UdSSR zu drastischen und schnellen Maßnahmen griff, die USA auf Samtpfoten, aber die Ergebnisse sind gleich und werden auf die ganze Welt ausgedehnt, was ihrem Ziel, der Weltrepublik, näherkommt. Gleich nach der Revolution gingen diese Kräfte an die
      a) Zerstörung der russisch-orthodoxen Kirche
      b) Zerstörung der Familie (staatliche Heirat, Scheidung, Kinderbetreuung durch den Staat, Frauenarbeit)
      c) Zerstörung der Völker durch Russifizierung (Ansiedlung von Russen, Amtssprache war Russisch) und Sowjetisierung (künstliche Feiertage, übergestülpte künstliche Kunst und Kultur
      Komplize der Freimaurer ist ein weiterer global agierender Geheimbund, die der Juden, überall bis in die AfD ein Staat im Staate durch ihre straffe Organisation. Kritik an ihnen wird gesetzlich verboten, jetzt unter Trump in den USA. Inwieweit die Jesuiten noch eine Rolle spielen, weiß ich nicht, aber statt sie wie üblich in Papstes Nähe zu verorten, haben sie gleich einen der ihren auf den Stuhl gesetzt. Sie fühlen sich also sehr sicher wie die Juden in den USA auf all den vielen Regierungspöstchen.

      Von diesen geheimen Kräften im Hintergrund gegen die Völker erfährt kein Schulkind, steht in keiner Zeitung, im Gegenteil, man läßt sie weiter überstaatliche Schachtelorganisationen gründen, durch die alles noch unübersichtlicher wird, wie die Bilderberger, WEF u.a. Bünde und beschweigt das Treiben. Was sind denn UNO, IWF, WHO, UNESCO usw? Überstaatliche Organisationen, die das Gegenteil bewirken von dem, was sie vorgeben.
      Was ich so verwerflich finde, ist, daß man seine Lebenszeit vergeuden muß, um das Krebsgewächs der Völker herauszufinden, und die Kinder wachsen heran und merken wie wir, daß etwas nicht stimmt, daß wir fremdbestimmt gehalten werden und machen sich erneut auf die Suche. Ein Staat hätte die Pflicht, darüber zu informieren und noch mehr, seine Völker zu schützen. Der Staatsanwalt von Rotherham, der die Vergewaltigungen englischer Mädchen durch Moslembanden nicht verfolgte, sitzt als Premier an der Spitze des englischen Staates, ist erpreßbar, die unheilvolle Agenda umzusetzen. Und so ist es überall.
      Wer die Geschichte fälscht, betrügt in der Gegenwart. Jürgen Roth schreibt in seinem Buch “ Gazprom, das unheimliche Imperium“, wie sich die Putinfamilie bereichert hat. Er KANN die Oligarchen gar nicht verjagen, weil er selber einer ist. Soll er doch einmal auflisten, welcher Konfession diese fast zu 100 % angehören. Wie kann es sein, daß sich eine Sekte in Rußland seit 1990 so enorm bereichern kann, daß man vor Langeweile ganze englische Fußballclubs kauft?
      Das Volkseigentum ist ja nicht weg, es hat nur ein anderer. So war es mit dem Adel 1917. Aufgearbeitet wird auch da absolut nichts. Da zeigt die Glotze den Schmarrn vom Eisenstein. Sturm aufs Winterpalais? Ein Märchen. Wer war Kerenski, der die Revolution still vorbereitete, indem er die Gefängnisse seit Februar 1917 öffnete, ehe Trotzki mit seinem dicken Geldbeutel aus der amerikanischen Ostküste aufschlug? Wer finanzierte Lenin für sein jahrelanges Geschreibsel und Nichtstun in der Schweiz?
      Vergangenheit und Gegenwart gehören zusammen, denn dieselbe Bande beherrscht die Völker immer noch.

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    2. Hat lange gedauert bis hier mal ein Fachmann auftritt.
      Doch für die Wahrheit und menschliches siehe Richter Dettmer, geht man hier, zwischen Polen und Frankreich schnell ins Gefängnis oder wird wirtschaftlich vernichtet und von von der ’Staatsanwaltschaft’ wohl belächelt.
      Trotzdem vielen dank, bis zu diesen Zahlen bin ich nie vorgestoßen.
      Guderians Tiger hatten dann Diesel.

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  3. SCOTT RITTER: TRUMP NIMMT EUROPA VOM TISCH – „WAS IST EUER PREIS?“

    „Trump hat bereits herausgefunden, wie er die EU besiegen kann, und er tut es auch. Er sagte: ‚Ich werde nicht länger mit der EU als Einheit verhandeln. Ich werde mit den einzelnen Nationen verhandeln. Wir werden euch auseinandernehmen, denn die Realität ist, dass es keine Europäische Union gibt. Sie ist ein künstliches Gebilde. Wir werden euch auseinandernehmen, indem wir uns verschiedene Länder aussuchen. Und wir werden Land gegen Land ausspielen. Und das wird das Ende der EU sein.“
    https://www.youtube.com/watch?v=2XFKcb7lLvw

    US-Hegemonie 2.0 – Trump wurde an die Macht gebracht, um aus einem geeinten Europa „30 neue Ukraines“ zu machen
    https://uncutnews.ch/us-hegemonie-2-0-trump-wurde-an-die-macht-gebracht-um-aus-einem-geeinten-europa-30-neue-ukraines-zu-machen/

    „Eines der zentralen politischen Ziele des neuen Hausherrn im Weißen Haus scheint auf den ersten Blick seltsam: Der Kampf gegen globalistische Projekte – also gegen all das, was seinen Vorgängern aus der US-Demokratischen Partei so wichtig war.

    Doch Trumps Angriffe richten sich nicht nur gegen die ehemals unumstrittene Agenda der „Dekonstruktion der Menschheit“ – von Transgender-Ideologie und „grüner“ Energie bis zu Libertarismus und WHO – sondern auch gegen die heiligsten Grundpfeiler der klassischen US-Hegemonie. Dies betrifft sowohl die Innenpolitik der USA (man denke nur an die Idee, die Federal Reserve abzuschaffen!) als auch das Verhältnis zu den traditionellen Verbündeten Washingtons im globalen Westen.

    Was bezweckt Trump mit diesen Angriffen? Sein „Kreuzzug“ gegen die Europäische Union gibt uns die Antwort.

    Trump sieht Europa als veraltete, nicht mehr zeitgemäße Struktur

    In Trumps Augen ist die EU eine überholte, schwerfällige Organisation, die jegliche Vitalität erstickt und unfähig ist, den „Wind des Wandels“ zu spüren. Diese EU, durchdrungen von globalistischer Agenda, hat für Trump und seine Unterstützer keinen Wert. Sie möchten ein anderes Europa.

    Klare Signale gegen die EU-Führung

    Die Hinweise sind zahlreich:

    EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen wurde nicht zur Amtseinführung Trumps eingeladen – und ihre Anrufe in Washington wurden ignoriert.

    Elon Musk mischt sich in die deutschen Wahlen ein, indem er für die AfD wirbt und Bundeskanzler Scholz massiv attackiert.

    Trumps Lager zeigt offen, dass ihre bevorzugten Gesprächspartner europäische Skeptiker wie Giorgia Meloni und Viktor Orbán sind.

    Handelskriege, Territorialansprüche auf Grönland und die klare Strategie, mit einzelnen Staaten zu verhandeln statt mit Brüssel, untermauern diesen Kurs.

    Was will Trump wirklich von Europa?

    Vordergründig geht es um Geld: Trump will Europa zum bevorzugten Absatzmarkt für US-Waren machen, in dem EU-Regulierungen keinen Platz haben.

    Doch das Ziel ist größer:
    Europa soll für den Wiederaufbau der Ukraine zahlen, während diese als militarisierte US-Kolonie erhalten bleibt.
    Die Ukraine soll als Schachfigur gegen Russland dienen – und auch für andere US-Zwecke eingesetzt werden, bei denen „billige Söldner“ gebraucht werden.
    Doch das eigentliche strategische Ziel Trumps ist noch gravierender.
    Die „Super-Mission“: Die Zerschlagung Europas in 30 kleine „Ukraines“
    Trump will eine Rückkehr zu einem starken, unabhängigen Europa verhindern.
    Die USA benötigen keinen einheitlichen, eigenständigen EU-Block mehr.
    Washington will keinen EU-Apparat, keine EU-Bürokratie und keine „überholten Werte“ des alten Europas.
    Anstelle eines vereinten Europas sollen 30 militarisierte Mini-Staaten entstehen – „30 neue Ukraines“ oder „30 neue Polens“.

    Diese neuen Staaten sollen:
    Hochgerüstet sein, bis zu 30 % ihres BIP für Militär ausgeben.
    Direkt der US-Hegemonie unterstehen.
    Das wäre die US-Hegemonie 2.0.“

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    1. Da haben Sie wohl nicht ganz recht.
      D.Trump will vor Allem das der Dollar als Weltwärung bestehen bleibt.
      Der Ausschluss Russlands aus SWIFT war der grösste Fehler, da er das Vertrauen in den Dollar untergraben hat.
      Genauso wie die Beschlagnahmung russischer Staatsvermögen.
      Der Ansatz von D.Trump ist wohl mit dem russischen Bären zu kuscheln und den chinesischen Drachen zu zähmen.
      Rohstoffmässig hat die R.F. viel zu bieten und China ist der gefährlichste wirtschafftliche Konkurrent der USA.
      Die E.U. zählt da überhaupt nicht, ausser die klugen Köpfe welche man mit guten Gehältern abwirbt. 😉

  4. Wie war das noch mit dem Churchill-Stalin-Pakt vom 15. Oktober 1939?!
    Gibt es schon einen Putlin-Trump-Pakt, der beinhaltet wie man die Europa unter sich aufteilt?

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  5. Wenn Sie, Herr Lawrow Erinnerungen haben, habe ich als Deutsche auch welche, nämlich die Greultaten (nicht nur Worte in einem Buch) der Roten Armee an deutschen Frauen und Mädchen, die menschenverachtenden Pläne in Jalta und Potsdam, an denen Stalin beteiligt war und deren Durchführung, ich vergesse nicht die weitergeführten Kzs, in denen nach 1945 Deutsche gezielt umgebracht wurden und nicht die zig Arbeitslager in der UdSSR, in denen Deutsche schuften mußten, darunter mein Großvater, der das nicht überlebte und meine Tante, fast noch ein Kind. Arbeiten Sie erst mal das auf, ehe Sie wieder von Nazis schwadronieren, was ich nicht mehr hören kann.

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      1. Eine Bekannte von mir schreibt gerade eine Artikelserie zu den Verbrechen der Alliierten an uns Deutschen. Da deckeln die Sieger von beiden Seiten ihre Verbrechen still und leise zu. Es wird Zeit, daß ihr großer Leichenberg an Unschuldigen zur Sprache kommt, Gedenkstätten werden uns bis heute verwehrt, aber die unzähligen sowjetischen Ehrenmale müssen auf unsere Kosten gepflegt werden, eine größere Verhöhnung eines besiegten Volkes gibt es nicht. Viel Zeit bleibt nicht mehr, sie kontrollieren bereits das Netz.

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        1. Mit der Bitte um Verzeihung im Voraus.
          Ebenfalls seit vielen Jahren Beschäftige ich mich mit diesen Verbrechen, wobei hier und jetzt noch nicht der Freimaurer und Massenmörder, siehe Dresden und Hamburg, Churchill nebst seinen ’amerikanischen’ Freunden, angesprochen wurde. Gesamtaufarbeitung steht jetzt an!
          Doch,
          für die kommende Zukunft bevorzuge ich eine enge Zusammenarbeit mit Russland.
          Die Russen stammen von den Wikingern ab, sind uns also mehr als gleich, durch Aufarbeitung und Anerkenntnis der ’Kriegsverbrechen’ ist es dringend angeraten aus der Vergangenheit keinen wie auch immer gestalteten Rachefeldzug entstehen zu lassen. Mit Russland zusammen, ist der europäische Rest, nur noch ein Rest.
          So wünsche ich mir die Zukunft für beide Völker, bevor ich die Luken für immer schließe.
          Die von mir bewunderte, weit voraus schauende Klugheit der Russischen Politik mit Putin, kann das schaffen.
          Möge Odin geben, daß er so lange am Ball bleibe……
          Er hat uns als Deutsche immer die Hand gereicht, wenn auch nicht offen.
          Doch die verlogene widerliche Sprechweise der hiesigen ’Politiker’ ekelt ihn und auch Trump an, so meine Beobachtung.

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      2. Was KW schreibt ist richtig ! Erschreckend ist für mich jedenfalls nur, daß weder die damalige Sowjetführung noch ein Putin auf die Verbrechen seiner Soldadeska eingegangen wäre und sich bei den Deutschen, deren Zivilbevölkerung bedeutend mehr als die xxx gelitten haben, entschuldigt hätte. Man muß sich das nur einmal bvorstellen NACH dem Krieg wurden um die 14 Millionen Deutsche von den Alliierten und deren unmenschlichen Horden bgetötet ! Was die Bombardements der Tommys und Amis angerichtet haben ist ja hinreichend bekannt !

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    1. Sie schreiben ständig über die Gräueltaten der Roten Armee. Wären diese Gräueltaten am deutschen Volk begangen worden, wenn die deutsche Armee nicht begonnen hätte, diese Gräueltaten an Zivilisten auf der ganzen Welt zu begehen?

    2. Also da Sie so gerne über sowietische Gräueltaten schreiben wollen.
      Wieviele Tote hat Nazi-Deutschland im Osten veursacht und wie viele die Sowietunion in Deutschland?
      Nein, ich verteidige sicherlich Stalin, für Den selbst russische Menschen nichts wert waren.
      Wissen Sie einfach das mehrmals in Minsk war.
      In Minsk gibt es nur noch 2-3 Strassen der Altstadt, der Rest wurde von den Nazis zerstöhrt.
      Als deutscher habe ich mich schlecht gefühlt, in der Begleitung meiner heutigen weussrussischen Frau.
      Und als Deutscher bin ich weder in Russland oder Weissrussland Deutschenhass begegnet.
      Und die Sowietunion hat Nazi-Deutschland bekämpft – aber nicht Städte wie Dresden und Hamburg geziehlt zerbombt und die Zivilbevölkerung vernichtet.
      Also verdrehen Sie bitte nicht die Geschichte wie „Sie“ es wollen.
      „Rund zehn Millionen Soldaten der Roten Armee wurden getötet oder starben in Kriegsgefangenschaft. Insgesamt verloren mindestens 24 Millionen sowjetische Bürger ihr Leben – bedingt durch den Rassenwahn des nationalsozialistischen Deutschlands.“
      https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1055110/umfrage/zahl-der-toten-nach-staaten-im-zweiten-weltkrieg/
      Theudric-Dietrich-Dieter

  6. Über Deutschland ziehen bereits schwarze Wolken auf. Wenn nicht ein Wunder geschieht, wird Deutschland innerhalb eines Jahres in tödliche Dunkelheit gehüllt sein. Leider mit Deutschland und anderen europäischen Ländern.

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    1. Das interessiert aber den normalen deutschen Dummdödel nicht ! Nicht vergessen, Bier kalt stellen, heute ist wieder Bundesliga …………

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      1. Als Zusatz:
        Das perfide Albion wird sicherlich nicht mit einem Atomangriff auf die R.F. antworten.
        Anderseitz wird es kein kleines Insel-Britannien mehr geben!

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        1. Lieber Theudric-28 ,
          wenn diese teuflische Insel, die jahrhundertelang Verbrechen begangen hatte und immer noch begeht, nicht mehr existieren würde, würde das dem Weltfrieden schon einen beträchtlichen Teil viel näher kommen. Die Verbrechen der Engländer aber auch die der Franzosen wurden nie gesühnt ! Wieso weurde ein Curchill, ein Harris usw. nicht aufgehangen, von den charakterlosen Aachener Arschlöchern 1956 sogar noch mit dem Karlspreis ausgezeichnet ? Den hätte dann ja auch noch neben Churchill Harris und den „Anderen“ wegen deren „Leistungen“ in Dresden und Hamburg auch noch verdient gehabt nur hatten diese noch nicht (bis heiute noch nicht) so einen arschlosen Preis gestiftet !

      2. Ich mag nur Frauenfussball.
        Da sind mit einem Spielball, 44 Spielerinnen + 3 Schiedsrichterinnen viele schöne Bälle auf dem Spielfeld.
        Und Ersatz gibt es auf auf den Bänken.
        😉 😉 😉
        Ist nicht sexistisch gemeint.
        “ Das schwache Geschlecht ist das Stärkere wegen der Schwäche des Stärkeren für das Schwächere.“
        Bisous (Küsse) an alle Frauen.

    2. Nein, die russische Federation wird nicht die E.U. Nuklear angreiffen.
      Falls Deutschland Russland mit Taurus angreifft, werden nur einige Haselnüsse (Orescchniks) oder andere „nicht-nukleare“ Hyperschallraketen geziehlt die Regierungszentren in Brüssel, Berlin und London treffen.
      Vielleicht bekommen auch Polen und die baltischen Kriegstreiberstaaten etwas auf Ihre Nüsse.
      Die USA werden lachend zusehen solange die russische Federation keine Atomwaffen einsetzt.

  7. Sehr geehrter Herr Lawrow, wo bleiben denn die geheimdienstlichen Aktivitäten gegenüber diesen kriegsgeilen, im Endeffekt den Rest von Deutschland vernichtenden Kanzler ?

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    1. Die geheimdienstlichen Aktivitäten laufen seit langem.
      Putlins fünfte Kolonne ist schon lange zersetzend aktiv.
      Putlins Killer morden in Deutschland Oppositionelle.
      Und die AfR sitzt mit 20% im Besatzer-Bundestag.

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  8. die brexitler sollen bitte
    ein paar truppen hinter
    EUterritory entsenden…
    und mr.beam als kriegs
    reporter gleich dazu))
    dann wärs sommerloch
    mal schon gefüllt.

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  9. @Russland: von mir kriegt ihr hiermit die Erlaubnis, alle deutschen Politiker die Krieg schreien einfach auszumärzen. Die wird hier niemand vermissen. Danke im Voraus und auf Gutes Gelingen!

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    1. Die ganzen Kriegstreiber, egal aus welchen Parteien und NGO’s gehören im Interesse der deutschen Bevölkerung neutralisiert.

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      1. Bitte nicht zu einfach ausmerzen.
        In den siberischen Straflagern gibt es noch Platz.
        Mit Holzhacken, Eisenbahnen, und Strassen bauen wären Sie mindestenz Einmal in Ihren Leben nützlich.
        Und falls Sie ausbüchsen wollen, freuen sich Wölfe und Bären über die zusätzliche Ernährung.
        Das nennt sich dann Klimaverträgliche und Umweltvertägliche Entsorgung..;-)

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  10. Danke an Herrn Lavrov und UM, für diese einigermaßen ausführlichen Hinweise.
    Mit diesen, ist es mir nun in den jetzigen Umständen möglich, einiges Vergangene und wohl auch dem Kommenden, mit mehr Verständnis, entgegen zu sehen.
    Die russische Diplomatie ist seit vielen Jahren auf beruhigende Weise in den o.g. Gebieten wirksam. Doch auch in Afrika.
    Merz und die vielen anderen ’Volksvertreter’ in der EU, werden nun sehr bald feststellen, wie klein sie wirklich sind. Die Völker der EU werden auch rasant bemerken, wie falsch sie gewählt haben.

    Die allgemeine Lage mit zu beeinflussen ist auch Sache der ’Konsumenten’ auf diesen politischen Seiten. Wir alle sind angehalten diese sehr wichtigen Ausführungen zu verbreiten. Es ist seit einiger Zeit etwas leichter mit den Leuten ins Gespräch zu kommen, daß sind die Augenblicke in welchen man derartige Artikel wie diesen hier verbreiten sollte.
    Auch die Seiten von „Wassersäge“ und Fassadenkratzer“ sind in vielen fällen wichtig.
    Die Verbreitung von Darstellungen der Politik, waren immer schon von großer Wichtigkeit.
    Erinnert sei hier das Beispiel der Barschel/Engholm- Angelegenheit.
    Was die russische Politik betrifft, ist ebenfalls der „anti-spiegel“ sehr wichtig.
    Ebenso die Beiträge von Prof. Hamer auf PI, uswusw. .
    Werden diese Dinge verbreitet, finden die elenden Falschdarstellungen der EU, weit weniger Einfluß auf die graue Masse.
    Schließlich und endlich ist es der Sinn all dieser Seiten, verbreitet zu werden……

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