Nikolai Tolstoi: „Rück­kehr der anti­kom­mu­nis­ti­schen Slowenen erfolgte im Wider­spruch zur Politik und den Befehlen der Alliierten“

Justice. Judge hammer on the table

Nikolai Tolstoi: „Die Rück­kehr der anti­kom­mu­nis­ti­schen Slowenen erfolgte im völligen Wider­spruch zur Politik und den Befehlen der Alliierten“
 

von: Bogdan Sajovic

Nikolai Graf Tolstoi unter­sucht seit mehr als vier Jahr­zehnten die Zwangs­re­pa­tri­ie­rung von Anti­kom­mu­nisten im Jahr 1945 – ein unge­heu­er­li­ches Verbre­chen, das Millionen von Menschen betraf. In seinem letzten Buch hat er sich auf die Repa­tri­ie­rung russi­scher Anti­kom­mu­nisten konzen­triert, aber in der Vergan­gen­heit hat er auch über den krimi­nellen Betrug geschrieben, der zum Tod von mehr als zehn­tau­send slowe­ni­schen Heimat­schüt­zern geführt hat.

Der Zeitung DEMOKRACIJA, unser Partner in der EUROPÄISCHEN MEDIENKOOPERATION führte ein Inter­view mit dem britisch-russi­schen Histo­riker (Biogra­phie am Ende des Interviews).

DEMOKRACIJA: Graf Tolstoi, was hat Sie dazu veran­lasst, die so genannte Repa­tri­ie­rung von Anti­kom­mu­nisten in die Hände der kommu­nis­ti­schen Schlächter zu untersuchen?

Tolstoi: Meine ernst­haften Nach­for­schungen über den Verrat an Kosaken und Flücht­lingen aus Jugo­sla­wien durch die briti­schen Streit­kräfte in Öster­reich im Jahr 1945 begannen Mitte der 1970er Jahre, als die briti­sche Regie­rung Doku­mente über die briti­sche Auslie­fe­rung russi­scher Kriegs­ge­fan­gener und Flücht­linge an Stalin veröf­fent­lichte und sein Regime sie tötete oder in Skla­ven­ar­beits­lager schickte. Auf dieser Grund­lage wurde 1978 mein Buch Victims of Yalta veröf­fent­licht. In dem Buch wurde die paral­lele Auslie­fe­rung der Opfer an Tito nicht erwähnt, aus dem einfa­chen Grund, dass ich mir dieses Verbre­chens noch nicht bewusst war.

DEMOKRACIJA: Die Zahlen der gewaltsam oder betrü­ge­risch Rück­ge­führten vari­ieren je nach Quelle. Wie viele Anti­kom­mu­nisten wurden Ihrer Meinung nach in die Hände der Sowjets oder der Jugo­slawen zurückgegeben?

Tolstoi: Mehr als eine Million ehema­liger Sowjet­bürger wurden an Stalin ausge­lie­fert. Fast alle wurden bei ihrer Ankunft getötet oder in sowje­ti­sche Skla­ven­ar­beits­lager geschickt. Die Zahl der zurück­ge­kehrten jugo­sla­wi­schen Bürger war viel geringer, etwa 30.000 Menschen. Zuvor, im Mai 1945, wurden etwa 200.000 Kroaten zurück­ge­führt, die in Jugo­sla­wien ein grau­sames Schicksal erwar­tete. Sie fallen jedoch in eine beson­dere Kate­gorie, da die Briten ihre Auslie­fe­rung nicht akzep­tiert haben. Meine größte Sorge galt immer dem Verrat an Menschen, die nach inter­na­tio­nalem Recht und auf strikte Anwei­sung des Ober­kom­mandos der Alli­ierten niemals ausge­lie­fert werden sollten. Obwohl das Schicksal beider Kate­go­rien gleich schlimm war, unter­streicht diese letzte Kate­gorie das beschä­mende machia­vel­lis­ti­sche Verhalten der Verantwortlichen.

DEMOKRACIJA: Soweit ich weiß, verstieß die Zwangs­rück­füh­rung gegen inter­na­tio­nale Konven­tionen. Warum also haben die west­li­chen Alli­ierten, vor allem die Briten, dies getan?

Tolstoi: Wie mein neues Buch „Stalins Rache“ zwei­fels­frei beweist, verstieß die Auslie­fe­rung gegen das Völker­recht, insbe­son­dere gegen die Genfer Konven­tion von 1929 über Kriegs­ge­fan­gene. Da dieser Verstoß zudem in direktem Wider­spruch zu aufein­an­der­fol­genden Befehlen des alli­ierten Kommandos begangen wurde, war eine komplexe Verschwö­rung erfor­der­lich, um an Stalins und Titos Atten­tats­plänen teilzunehmen.

DEMOKRACIJA: Die Rück­füh­rung scheint in gewisser Weise selektiv gewesen zu sein, zum Beispiel wurden dieje­nigen, die in Italien Zuflucht gesucht hatten, nicht zurück­ge­führt. Auch die balti­schen SS-Ange­hö­rigen wurden nicht zurück­ge­bracht… Wie kam es dazu, war es das Ermessen der alli­ierten Befehls­haber vor Ort, Willkür oder etwas anderes?

Tolstoi: Die alli­ierte Inhaf­tie­rung jugo­sla­wi­scher Staats­bürger (insbe­son­dere der Tschet­niks von General Damja­nović in Italien) zeigt den konspi­ra­tiven Charakter der Auslie­fe­rung aus Öster­reich. Die alli­ierte Politik gegen­über den Tschet­niks und anderen war durch­ge­hend konse­quent: Sie sollten unter keinen Umständen zur Rück­kehr nach Jugo­sla­wien gezwungen werden. Man kann keines­wegs behaupten, dass die alli­ierten Befehls­haber vor Ort freie Hand hatten, um brutale Entschei­dungen zu treffen. Im Gegen­teil, die offi­zi­elle briti­sche und ameri­ka­ni­sche Politik, niemanden gewaltsam nach Jugo­sla­wien zurück­zu­schi­cken, blieb während dieser dunklen Zeit in Kraft. Die meisten briti­schen Soldaten aller Dienst­grade vor Ort waren entsetzt über die verrä­te­ri­sche Politik der Verschwö­rung zum Massenmord.

DEMOKRACIJA: Welche Rolle spielte die poli­ti­sche Führung Groß­bri­tan­niens bei dieser Rück­kehr? Hat Chur­chill den Befehl zur Rück­kehr gegeben oder wurde er irregeführt?

Tolstoi: Im Gegen­satz zu einigen öffent­li­chen Speku­la­tionen spielte Winston Chur­chill keine Rolle in diesen konspi­ra­tiven Akti­vi­täten. Viel­mehr wurde er absicht­lich im Dunkeln gelassen. Wie mein neues Buch zum ersten Mal zeigt, orga­ni­sierten Chur­chill, Eisen­hower und Alex­ander die Opera­tion Cold­stream, um die Kosaken sicher auf ameri­ka­ni­sches Gebiet in Deutsch­land zu evaku­ieren. Inter­es­sant ist übri­gens, dass die staat­li­chen Doku­mente über diese Opera­tion während des berüch­tigten Prozesses (über die Verant­wor­tung von Lord Aldington) im Jahr 1989 prak­tisch voll­ständig aus dem briti­schen Archiv entfernt wurden. Wenn diese Doku­mente der Vertei­di­gung zur Verfü­gung stünden, wäre es selbst für einen korrupten Richter fast unmög­lich, zugunsten von Lord Aldington zu entscheiden.

DEMOKRACIJA: Es scheint, dass die briti­sche Geschichts­schrei­bung, die Medien und sogar die Justiz die Briten, die an diesem Verbre­chen betei­ligt waren, immer noch schützen. Sie haben das auch am eigenen Leib gespürt, als Sie sogar dafür verur­teilt wurden, die Wahr­heit aufzuschreiben…

Tolstoi: Ja, ich fürchte, dass briti­sche Histo­riker dieser Zeit nicht allzu mutig sind, wenn es um diese schreck­li­chen Gräu­el­taten geht, die in einem gigan­ti­schen Ausmaß begangen wurden. Eine ähnliche still­schwei­gende Sympa­thie mit den Tätern würde, wenn sie von deut­schen Histo­ri­kern im Zusam­men­hang mit den Nazi­ver­bre­chen geäu­ßert würde, sofort in der ganzen Welt verur­teilt werden. Ich selbst habe den Verdacht, dass diese Haltung nur zum Teil rassis­tisch ist (auch wenn sie sicher­lich dazu gehört), da sie größ­ten­teils dem Wunsch entspringt, in den Augen des Estab­lish­ments „respek­tabel“ zu sein.

DEMOKRACIJA: Sind Sie nicht der Meinung, dass die heutige west­liche Geschichts­schrei­bung im Allge­meinen sehr lauwarm ist, wenn es um die Unter­su­chung kommu­nis­ti­scher Verbre­chen geht? Warum eine solche Haltung?

Tolstoi: Es ist eine unbe­streit­bare Tatsache, dass west­liche Histo­riker im Allge­meinen selbst die schlimmsten Verbre­chen der Kommu­nisten mit Samt­hand­schuhen anfassen, vergli­chen mit den fromm wieder­holten Verur­tei­lungen der Nazi-Verbre­chen. Dass dies zum Teil rassis­tisch ist, lässt sich sicher nicht leugnen. Wie kann die Ermor­dung eines Kosaken oder eines Slowenen unter Stalin oder Tito weniger entsetz­lich sein als die Ermor­dung eines polni­schen Juden oder eines russi­schen Kriegs­ge­fan­genen in Kriegs­deutsch­land? Ich muss jedoch darauf hinweisen, dass es hervor­ra­gende Histo­riker gibt, die diese schänd­liche Mehr­heits­mei­nung in Frage stellen. Natür­lich ist ein weiterer Faktor dieser unzwei­fel­haften Doppel­moral die Tatsache, dass Nazi­deutsch­land sicher in der Vergan­gen­heit begraben ist, während die von den Kommu­nisten began­genen Verbre­chen immer noch weit­ge­hend an den Rand gedrängt oder sogar abge­lehnt werden.

DEMOKRACIJA: Stimmt es, dass die Jugo­slawen die zurück­ge­kehrten Anti­kom­mu­nisten meist sofort töteten, während die Sowjets sie jahr­zehn­te­lang als Skla­ven­ar­beiter in den Gulags einsetzten?

Tolstoi: Es stimmt, dass Titos Politik das Massaker an Hundert­tau­senden seiner Mitbürger bedeu­tete, die von den Briten in Öster­reich in die Hände seiner persön­li­chen Gestapo, Ozna, über­geben wurden. In der Zwischen­zeit beschloss Stalin, so viele Menschen zu töten, wie er wollte, und hielt die meisten der Millionen Unglück­li­chen, die von den Alli­ierten ausge­lie­fert oder von den Sowjets selbst gefangen genommen worden waren, als Sklaven in einem riesigen Gefängnis, das die Sowjet­union war.

DEMOKRACIJA: Sie haben ein neues Buch über die „Repa­tri­ie­rungen“ der Nach­kriegs­zeit geschrieben. Können Sie uns sagen, worum es darin geht und zu welchen Erkennt­nissen Sie gekommen sind?

Tolstoi: Mein neues Buch, Stalins Rache, ist endlich in den Kern der Verschwö­rungs­ak­ti­vi­täten vorge­drungen, die hinter dem großen Verrat lauern. Vor allem dank der tatkräf­tigen Unter­stüt­zung von Präsi­dent Jelzin war es durch mein Buch erst­mals möglich, geheime sowje­ti­sche Doku­mente zu veröf­fent­li­chen, die erstens klar zeigen, dass es tatsäch­lich eine fins­tere und weit­rei­chende Verschwö­rung gab, und zwei­tens, dass sie dafür verant­wort­lich waren. Das Beweis­ma­te­rial, das ich zum ersten Mal veröf­fent­li­chen kann, beweist außerdem unbe­streitbar, dass Harold Macmillan, der damals poli­ti­scher Berater (resi­die­render Minister) des Ober­be­fehls­ha­bers der Alli­ierten im Mittel­meer, Feld­mar­schall Alex­ander, war, ein kalt­blü­tiger Verschwörer war, der die Haupt­ver­ant­wor­tung für die folgende schreck­liche Tragödie trug.

DEMOKRACIJA: Sie haben auch in vielen Staats­ar­chiven recher­chiert, in Groß­bri­tan­nien, in Russ­land… Können Sie uns sagen, wie viel Mate­rial in diesen Archiven liegt und wie viel über­haupt zugäng­lich ist?

Tolstoi: Ja, fast ein halbes Jahr­hun­dert lang habe ich in den Archiven geforscht – haupt­säch­lich in Groß­bri­tan­nien, den Verei­nigten Staaten und später in Russ­land. Die Verei­nigten Staaten schienen mir zwei­fellos das frei­este und fairste Land zu sein, um an einem so äußerst heiklen Thema zu arbeiten – obwohl sich ironi­scher­weise heraus­stellte, dass die russi­sche Regie­rung unend­lich viel koope­ra­tiver war als die briti­sche! Kurz nach den Ereig­nissen vernich­tete die briti­sche Regie­rung viele heikle Doku­mente und behielt noch mehr in einer lang­wie­rigen Geheim­kam­pagne, um mich zum Schweigen zu bringen. Wie ich bereits sagte, ist dies alles in meinem Buch ausführ­lich doku­men­tiert. Obwohl ich nicht aus direkter Kenntnis spre­chen kann, wurde mir gesagt, dass viele der Doku­mente, die mir auf Anwei­sung von Präsi­dent Jelzin ausge­hän­digt wurden, inzwi­schen zurück­ge­zogen worden sind. Glück­li­cher­weise verfüge ich über Foto­ko­pien von Tausenden wich­tiger Doku­mente. Da ich mir der Meinung, die die briti­sche Regie­rung immer noch von meinen Schriften hat, und ihrer Rück­sichts­lo­sig­keit bei der Unter­drü­ckung der Wahr­heit sehr wohl bewusst bin, habe ich dafür gesorgt, dass alles auf Compu­ter­res­sourcen kopiert wird, die so weit verbreitet sind, dass sie nicht zerstört werden können.

DEMOKRACIJA: Haben Sie Mate­rial über die „Repa­tri­ie­rungen“ und das Massaker an slowe­ni­schen Anti­kom­mu­nisten gefunden?

Tolstoi: Ich habe die Schre­cken der jugo­sla­wi­schen „Repa­tri­ie­rungen“ in meinem letzten Buch über dieses Thema, Minister und Massaker, doku­men­tiert. Wie in dem Buch Victims of Yalta konnte ich mich auf die Aussagen vieler Über­le­bender auf beiden Seiten stützen. Die Beweise für die briti­sche Kolla­bo­ra­tion mit Titos Atten­tä­tern sind so eindeutig und über­zeu­gend, dass ich es nicht für nötig hielt, mich in diesem Buch mit demselben Thema zu befassen. (Leider würde nicht einmal der Platz für eine erschöp­fende Erör­te­rung ausrei­chen.) Die Beweise für eine Verschwö­rung (im Gegen­satz zu Irrtum oder Versehen) sind jedoch aufgrund von zuvor geheim gehal­tenen Beweisen, die erst­mals in meinem letzten Buch veröf­fent­licht wurden, inzwi­schen so eindeutig, dass es unvor­stellbar ist, dass es Doku­mente geben könnte, die meine Rekon­struk­tion der Ereig­nisse ernst­haft in Frage stellen könnten.

DEMOKRACIJA: Können Sie als Experte das Dilemma aufklären, warum die Briten die slowe­ni­schen Anti­kom­mu­nisten über­haupt nach Jugo­sla­wien zurück­ge­schickt haben, und vor allem, warum sie dabei auf Täuschung setzten, denn sie hätten sie auch gewaltsam auf Züge oder Last­wagen setzen können, so wie sie es mit den Kosaken getan haben?

Tolstoi: Die Rück­kehr der anti­kom­mu­nis­ti­schen Slowenen erfolgte im völligen Wider­spruch zur etablierten alli­ierten Politik und zu allen Befehlen des briti­schen 5. Korps in Öster­reich. Wie mein neues Buch zeigt, war Harold Macmillan zwei­fellos für die briti­sche Vertu­schung der schreck­li­chen Gräu­el­taten, die folgten, verant­wort­lich. Da Macmillan als konser­va­tiver Premier­mi­nister auch heute noch ein ange­se­henes Idol der Mehr­heit der konser­va­tiven Führung ist, ist es wahr­schein­lich, dass die Behörden meinen, seine verrä­te­ri­schen Akti­vi­täten von 1945 nicht ans Licht kommen lassen zu dürfen.

Abschlie­ßend werden viele Leser sicher meine Meinung dazu hören wollen, warum Macmillan so stark in diese schänd­li­chen Akti­vi­täten verwi­ckelt war. Ich muss zugeben, dass ich zwar einen Verdacht hege, aber noch keine eindeu­tigen Beweise für sein Motiv habe. Mein Buch zeigt jedoch, dass er für den qual­vollen Tod von Tausenden unschul­diger Opfer verant­wort­lich war, für die er nie die geringste Reue zeigte.

Biogra­phie

Graf Nikolai Tolstoi wurde 1935 in London geboren. Sein Vater war ein russi­scher Aris­to­krat, der aufgrund der bolsche­wis­ti­schen Revo­lu­tion emigrierte, und seine Mutter ist Britin. Er wurde im ortho­doxen Glauben getauft und genoss als Kind eine „russi­sche Erzie­hung“. Er wurde an der Mili­tär­aka­demie Sand­hurs und am Trinity College Dublin ausge­bildet. Als Histo­riker und Schrift­steller ist er Autor mehrerer Werke über die kelti­sche Kultur. Ende der 1970er Jahre widmete er sich der Erfor­schung der „Repa­tri­ie­rungen“ – der erzwun­genen anglo­ame­ri­ka­ni­schen Rück­füh­rung von Anti­kom­mu­nisten zu Kommu­nisten und damit zu Leid und Tod. Die Enthül­lung dieses Tabus, in das einige spätere wich­tige briti­sche Poli­tiker verwi­ckelt waren, führte zu dem berüch­tigten Aldington-Prozess, als Lord Aldington Tolstoi wegen Verleum­dung verklagte und 2 Millionen Scha­den­er­satz erhielt. Das Urteil wurde später vor dem EGMR verkündet, wo sich heraus­stellte, dass einige Schlüs­sel­do­ku­mente unter­schlagen worden waren und Aldington gelogen hatte, aber dennoch ohne Konse­quenzen davonkam. Trotz seines Alters von 86 Jahren setzt Tolstoi seine Nach­for­schungen über die „Repa­tri­ie­rungen“ von Anti­kom­mu­nisten fort. Graf Nikolai ist verhei­ratet und Vater von vier Kindern. Er ist das Ober­haupt der Familie Tolstoi und Kanzler der Inter­na­tio­nalen Monar­chis­ti­schen Liga. Nach dem Fall des Kommu­nismus besuchte er Russ­land und erwarb neben der briti­schen auch die russi­sche Staatsbürgerschaft.

 

3 Kommentare

  1. Auch die Schweiz wurde unter Druck gesetzt, hielt aber stand.
    Ich erin­nere mich nicht mehr genau und das Buch dürfte in meinem Chaos dann auftau­chen, wann ich nicht danach suche. Ich bringe einfach kein System in meinen Laden. 

    Elisa, so pauschal gesagt ist das falsch. Es sind Gruppen von Menschen, die in ihrer Gier nach Bedeu­tung, Macht, Geld ausarten. Dann gibt es halt auch Menschen, die sind von Grund auf böse.

  2. Es geht auch hier wieder um 2 Welt­an­schau­ungen, die natio­nale und die internationale/globale/imperialistische. Darum das zwei­erlei Maß. Die Briten, Stalins Kommu­nismus und die inter­na­tio­nale Geld­e­lite denken und urteilen bis heute globa­lis­tisch und treten das Völker­recht und dessen urei­genste Selbst­be­stim­mung mit Füßen, während auch AH Natio­na­lismus verteu­felt wird. Wir haben bis heute Völker, die in staat­liche Gebilde gepfercht werden, in denen sie nicht bleiben wollen, Südtirol, die Kata­lanen, Nord­ir­land u.v.a. Die Presse beschimpft ihre Bestre­bungen mit „Sepa­ra­tismus“, aber was ist daran so schlecht? Kann man sich die Völker nicht endlich einmal alleine verwalten lassen?

  3. Ein bewun­derns­werter Mann, der die unge­za­ehlten verges­senen Opfer Stalins und
    Tito’s und der Briten nicht vergessen laesst.
    Ein weiteres Buch ist Schwarz­buch des Kommu­nismus, aller­dings schwer zu lesen, dass ueber weitere Opfer wie z.B. den Holomor in der Ukraine oder Mao’s Morde berichtet.
    Es gibt Buecher ueber die Verbre­chen an Vertrie­benen, Dresden oder das ameik./canadischer Authoren ueber die Rhein­wie­sen­lager. Es gibt noch Zeitzeugen.

    Vor ca. 30 Jahren kam ich zufa­ellig zu einem sehr langen Gespraech, mit einer deutsch/ slowe­ni­schen Frau, die mir ihre Leidens­ge­schichte erza­ehlte. Sie war als junge Frau verschleppt worden und musste jahr­lang in einem russi­schem Berg­werk unter unmensch­li­chen Bedin­gungen und halb verhun­gert , in den Tunneln mithelfen da sie klein und eher zier­lich war. Mehrere Male wurde sie verge­wal­tigt und die Zwil­linge, die sie geboren hatte, wurden ihr sofort nach der Geburt wegge­nommen Weiter erza­ehlte sie weinend, dass sie nicht weiss, was aus den Kindern wurde und sie diese nie wieder gesehen hat. Auch, dass sie danach nie wieder schwanger wurde. Sie war den Ameri­ka­nern zutiefst dankbar, das sie frei kam, wie kann ich mich nicht meh erin­nern. Nun wundere ich mich, ob sie zu den beschrie­benen Anti­komu­nisten geho­erte, die Graf Tolstoi beschreibt. 

    Was geschehen ist und noch geschieht bringt Engel zum Weinen.
    Der Mensch ist des Menschen groesster Feind un diese Erde ist ein Vorhoelle.

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