Was in der Schweiz und anderswo berichtet wurde 13.01.2022

Im Inter­net­radio mitge­hört und mitge­schrieben von Wilhelm Tell

China – Die älteste Person aller Zeiten ist im Alter von 135 Jahren gestorben. Alimihan Şeyiti aus Komuşerik bei يېڭىشەھەر‎ Yengişeher=Neustadt (chin. 疏勒 Şule) im Kreis Kaschgar im Nord­westen der Uigu­ri­schen Auto­nomen Region Xinjiang starb am 16. Dezember. Nach Angaben des Land­kreises wurde sie am 25.6.1886 geboren. BBC.uk

Der Euro feiert seinen 20. Geburtstag. Sobald die Schweizer die Landes­grenze passieren – abge­sehen von der Liech­ten­stei­ni­schen – brau­chen wir ihn: den Euro. Heute feiert er seinen 20. Geburtstag und ist damit rund 150 Jahre jünger als der Schweizer Franken. Mit der Einfüh­rung des Euros am 1. Januar 2002 wurde das zehn­jäh­rige Groß­pro­jekt der Währungs­union abge­schlossen. Die neue Gemein­schafts­wäh­rung hatte auch auf die Schweiz als Währungs­insel nach­hal­tigen Einfluss. Die Währungs­si­tua­tion in der Schweiz habe sich durch die Einfüh­rung des Euros insge­samt stabi­li­siert, sagt der Wirt­schafts­his­to­riker Tobias Straumann:

 „Fast alle Länder rund um die Schweiz hatten von da an die gleiche Währung. Zuvor war es so, dass immer mal wieder entweder Italien, Frank­reich, Spanien oder andere Länder ihre Währung abge­wertet haben.“ 

Bereits 2007 – fünf Jahre nach der Einfüh­rung – erreichte der Euro-Franken-Wech­sel­kurs seinen höchsten Stand – damals musste man noch 1.70 Franken bezahlen für einen Euro. Die anfäng­liche Robust­heit des Euros habe die Schweiz grund­sätz­lich über­rascht. Gemäß Strau­mann hat man in der Schweiz zu Beginn erwartet, dass die neue Währung eher schwach sein würde. Nach dem Höchst­stand wurde der Euro immer schwä­cher und der Kurs kannte nur noch eine Rich­tung: bergab. Mit der Finanz­krise und der Euro­krise hat sich die Lage völlig verän­dert und wir sind jetzt in einer Lage, die völlig beispielslos ist in der Schweizer Geschichte. Den schwa­chen Euro sieht Strau­mann als das größte Problem für den Schweizer Franken. So haben die Euro- und die Finanz­krise die Schweiz in eine noch nie zuvor dage­we­sene Situa­tion manövriert.

„Wir hatten noch nie das Problem, dass wir so viele Devisen kaufen mussten, um den Schweizer Franken eini­ger­maßen stabil und wett­be­werbs­fähig zu halten.“

Der schwache Euro führe immer wieder zu Kapi­tal­zu­flüssen in die Schweiz, was wiederum den Franken aufwerte.

„Das Problem sind die kurz­fris­tigen Aufwer­tungs­schübe. Wenn vom einen auf den anderen Monat zehn bis zwanzig Prozent Aufwer­tung statt­findet, dann ist das sehr schwierig für die Exportindustrie.“

Zwischen­zeit­lich hielt die Schwei­ze­ri­sche Natio­nal­bank (SNB) den Wech­sel­kurs mit unbe­schränkten Devi­sen­käufen zwar künst­lich bei der 1.2‑Franken-Grenze. Eine notwen­dige Maßnahme, wie Strau­mann findet. „Sonst wäre der Franken zu stark geworden.

“Die Bilanz der Natio­nal­bank ist heute mit 1000 Milli­arden grösser als das BIP der Schweiz – das hätten wir uns nie vorstellen können vor zehn oder zwanzig Jahren. Doch auch damit war Anfang 2015 Schluss, als die SNB diesen Mindest­kurs wieder aufhob. Ein Franken- und Export­schock waren die Folge. Seither gebe es ruhi­gere und turbu­len­tere Phasen, und die Natio­nal­bank sei immer wieder gezwungen zu inter­ve­nieren, so Straumann.“ 

Die Bilanz der Natio­nal­bank ist heute mit 1000 Milli­arden grösser als das BIP. Die künf­tige Entwick­lung des Euros ist unge­wiss. SRF.ch

Italien –  Mattarella-Nach­folge. Italiens Parla­ment wählt einen neuen Staats­prä­si­denten am 24.1.
● Impf­zwang ab 50 Jahren. SRF.ch

Japan – Kane Tanaka feierte ihren 119. Geburtstag in Japan und verlän­gerte damit ihren Rekord als ältester Mensch der Welt um ein weiteres Jahr. Laut mehreren japa­ni­schen Medien hat Tanaka das neue Jahr und ihren Geburts­tags­sonntag in einem Pfle­ge­heim in Fukuoka, Japan, aufge­nommen. Tanakas Familie sagte, sie beab­sich­tige, noch ein Jahr zu leben, um ihren 120. Geburtstag zu errei­chen, was ihre Leis­tung im Guin­ness-Buch der Rekorde weiter unter­mauere, das im März 2019 begann, ihr Alter zu ermit­teln, als sie 116 Jahre alt wurde. Eiji Tanaka, ihr 62-jähriger Enkel sagte der japa­ni­schen Nach­rich­ten­agentur Kyodo:

„Ich hoffe, sie bleibt gesund und hat jeden Tag Spaß, wenn sie älter wird.“ 

Tanaka, geboren 1903, stellte im September 2020, als sie 117 Jahre und 261 Tage alt wurde, den japa­ni­schen Rekord für Lebens­jahre in den Schatten. Bei dieser Gele­gen­heit posierte sie berühmt für Foto­grafen mit einem Frie­dens­zei­chen, während sie eine Cola trank. Tanaka ist das siebente von neun Geschwis­tern und wurde mit 19 Jahren verhei­ratet. Sie unter­stützte ihre Familie, indem sie einen Nudel­laden betrieb, als ihr Mann und ihr ältester Sohn 1937 im Zweiten Chine­sisch-Japa­ni­schen Krieg kämpften. Der älteste Mann der Welt, Jiro­emon Kimura, eben­falls aus Japan, starb 2013 im Alter von 116 Jahren. Jeanne Calment starb 1997 in Arles (FR) mit 122 Jahren. SRF.ch

Kanada – entschä­digt Indi­gene, deren Kinder miss­han­delt und oft getötet wurden in röm.-kath. Umer­zie­hungs­schulen 29 Milli­arden Franken – 18% der Jugend sind Indo­gene, 50% haben kaum Schulen, Ärzte und genug Essen. Wo die Indi­genen ursprüng­lich lebten und ausge­sie­delt wurden in unge­sunde Gebiete, hat Kanada für Billionen Boden­schätze abge­baut. SRF.ch.

Kenia – Das Breit­maul­nas­horn ist so gut wie ausge­storben: In Kenia leben 2 Weib­chen. Mit modernen Mitteln soll die Spezies gerettet werden. SRF.ch

Kosovo – Ab sofort ist das Herstellen von Kryp­to­münzen verboten. ORF.at

Mexiko – Wer sich mit Frida Kahlos (1907–1954) Klei­dern beschäf­tigt, kommt an den Tehuana nicht vorbei. So heißen die Bewoh­ne­rinnen der Stadt Tehuan­tepec in der gleich­na­migen Land­enge von Mexiko. Ihr tradi­tio­neller Klei­dungs­stil hat die Malerin stark beein­flusst. Von dort stammen die Huipil (gerade geschnit­tene Blusen mit eckigem Hals­aus­schnitt), die Enredos (weite Wickel­röcke) und die Rebozos (üppig verzierte Schul­ter­schals). Die mode­af­fine Autorin Elke Heiden­reich sagt im Geleit zur neuen Auflage des Buchs „Fridas Kleider“: Kahlo bekenne sich mit dieser Klei­dung als heimat­ver­bun­dene Tradi­tio­na­listin – trotz ihrer revo­lu­tio­nären Ansichten und ihres poli­ti­schen Enga­ge­ments zur Verbes­se­rung des Lebens in Latein­ame­rika. Es ist nicht klar, wann Frida Kahlo, die Verfech­terin der kultu­rellen Wurzeln, das erste Mal solche Klei­dung trug. War es an der Hoch­zeit mit dem Maler Diego Rivera im August 1929? Es ist zumin­dest das erste Foto der Künst­lerin in einem indigen inspi­rierten Outfit. Aus dem selben Jahr stammt auch ihr erstes Selbst­por­trät mit einer Trach­ten­bluse. „Die Zeit fliegt“, heißt es. Bereits hier wird deut­lich: Klei­dung war immer Ausdruck ihrer selbst. Manchmal trug sie Männer­klei­dung mit Krawatte oder eine Arbei­ter­kluft aus Jeans­stoff. Spaß machen die vielen Anek­doten im Buch „Fridas Kleider“. Sie finden sich in kundigen Essays zu den privaten Foto­gra­fien, an der Seite der wunderbar detail­lierten Aufnahmen ihrer Klei­dungs­stücke und bei Abbil­dungen von Gemälden. Als Frida Kahlo 1950 mona­te­lang im Kran­ken­haus war, trug sie beispiels­weise Pyja­ma­hosen im Mao-Stil. Sie ließ sie tradi­tio­nell besti­cken, mit knall­roten Mustern und Vögeln. „Fridas Kleider. Aus dem Museo Frida Kahlo in Mexico City“, Verlag Schirmer/Mosel, 2020. SRF.ch

Nepal – Dank der soge­nannten Prä-Akkli­ma­ti­sa­tion geht es immer schneller immer höher.

„Wir stoßen neue Türen auf! In drei Wochen auf den Mount-Everest und zurück!“ 

Dieses Verspre­chen und Expe­di­ti­ons­an­gebot machen kommer­zi­elle Touren­an­bieter einem immer grösser werdenden Publikum. Möglich macht solche Express-Bestei­gungen eine neuar­tige Akkli­ma­ti­sa­tion: Wer bis zu acht Wochen zuhause in einem Stuben­zelt schläft und dabei sauer­stoff­arme Luft atmet, kann am Berg schneller aufsteigen und spart so wert­volle Zeit. Grund­sätz­lich gilt: Wer sich unvor­be­reitet und schnell auf Höhen von über 3000 Metern begibt, riskiert wegen des tieferen Sauer­stoff­an­ge­bots höhen­krank zu werden. Je höher man steigt, desto länger braucht der Körper, um sich an die dünnere Luft zu gewöhnen. Passiert das zu schnell wird es gefähr­lich. Der Körper baut ab und es drohen Ödeme. Mit einem lang­samen Aufstieg kann man das verhin­dern. Wegen der langen Akkli­ma­ti­sa­ti­ons­zeit dauern Expe­di­tionen in große Höhen in der Regel >8 Wochen. Im Akkli­ma­ti­sa­ti­ons­zelt wird das Sauer­stoff­an­gebot redu­ziert, bis sich der Körper langsam in der gewünschten Höhe wähnt und seinen Stoff­wechsel entspre­chend ange­passt hat.

„Mit diesem Trick lässt sich der Zeit­auf­wand für eine Bestei­gung halbieren“, 

erklärt der Berner Berg­führer Kari Kobler gegen­über dem SRF-Konsu­men­ten­ma­gazin Espresso. Kobler stand bereits fünf Mal auf dem Gipfel des Mount Everest und führte bereits erfolg­reich Express-Expe­di­tionen durch. Er meint:

„Mit vorak­kli­ma­ti­sierten Gästen geht’s nicht nur schneller, sondern auch einfa­cher und sicherer.“

Dem kann sich Urs Hefti nur anschließen. Er ist Sport- und Höhen­me­di­ziner an der Swiss Sport Clinic (ssC) in Bern – zudem ist er Präsi­dent der medi­zi­ni­schen Kommis­sion des Berg­steiger-Welt­ver­bandes (UIAA). Er hat die Prä-Akkli­ma­ti­sa­tion im vergan­genen Herbst erfolg­reich am 6814 Meter hohen Ama Dablam in Nepal getestet und glaubt an die medi­zi­ni­schen Vorteile. SRF.ch

Nieder­lande – Nordsee II ist fertig, aber nicht kommis­sio­niert. Deutsch­land möchte mehr Erdgas aus Groningen (NL), doch Bürger­meister und Bürger dort fürchten Erdbeben. Kaum ein Haus in Groningen ist unbe­schä­digt. NPO.nl

RCEP – Die Handels­schranken zwischen den meisten Ländern im asia­tisch-pazi­fi­schen Raum werden ab dem 1. Januar deut­lich gesenkt, da der welt­weit größte Frei­han­dels­block für den Handel geöffnet wird. Die Regional Compre­hen­sive Economic Part­nership ist ein Handels­ab­kommen zwischen der zehn­köp­figen ASEAN plus China, Japan, Südkorea, Austra­lien und Neusee­land. RCEP wird etwa 30 % des welt­weiten BIP im Wert von 23,17 Billionen Euro und fast ein Drittel der Welt­be­völ­ke­rung, etwa 2,2 Milli­arden Menschen, abde­cken. Im Vergleich dazu deckt das Handels­ab­kommen USA-Mexiko-Kanada (USMCA) 28 % des Welt­han­dels ab, während der Binnen­markt der Euro­päi­schen Union mit fast 18 % ein entferntes Drittel einnimmt. Die ASEAN wurde 1967 von Thai­land, Indo­ne­sien, Malaysia, den Phil­ip­pinen und Singapur gegründet. Seit 1984 ist auch das Sultanat Brunei Mitglied und Papua-Neuguinea fungiert seitdem als Beob­achter. In den 1990er Jahren traten Vietnam (1995), Myanmar und Laos (1997) sowie Kambo­dscha (1999) bei. Osttimor, eben­falls mit Beob­ach­ter­status, stellte 2006 einen bisher unbe­ant­wor­teten Antrag. Heute umfasst ASEAN 10 Staaten mit >600 Mio. Ew. ( 8 % der Weltbev.) und 4,5 Mio km² (1% der Weltfläche).ORF.at

Russ­land – Um regime­treue Kultur­schaf­fende zu belohnen, ließ Stalin (1878–1953 )ein kleines Dorf in Kare­lien zur Feri­en­sied­lung umbauen. Auch der Kompo­nist Oleg Kara­vai­chuk genoss die Sonnen­un­ter­gänge am Finni­schen Meer­busen. Lange Sand­strände, Pini­en­wälder, Dünen. Die Land­schaft ist idyl­lisch. Etwa auf halbem Weg zwischen Sankt Peters­burg und der finnisch-russi­schen Grenze liegt Koma­rowo. Heute domi­nieren die nicht immer ästhe­tisch über­zeu­genden Villen der Schönen und Neurei­chen das Dorf. Doch in der UdSSR war Koma­rowo der bevor­zugte Kurort der staats­treuen Intelligenzija.

Der Kompo­nist Oleg Kara­vai­chuk, der 2016 starb, verbrachte die Sommer­fri­sche oft in Koma­rowo. Er erin­nerte sich gerne an den Ort und an die illus­tren Gäste:

„Ich kannte sie alle, den berühmten Autor Joseph Brodsky, den Lieder­ma­cher Solo­wjow-Sedoi, Dmitri Schosta­ko­witsch. Aber die einzige Datsche, in der ich je war, war dieje­nige der Prima­bal­le­rina Galina Ulanowa.“

Als die Region Kare­lien nach dem Winter­krieg 1940 der UdSSR zuge­schlagen wurde, beschloss die sowje­ti­sche Akademie der Wissen­schaften, den bereits unter den Finnen beliebten Feri­enort auszu­bauen. Die Holz­häuser wurden in Finn­land gebaut – als Kriegs­re­pa­ra­tion. Die Sowjets ließen die Häuser vor Ort zu Datschen, Wochen­end­häu­sern, zusam­men­bauen. Fortan tummelten sich in den warmen Sommer­mo­naten Kompo­nisten wie Dmitri Schosta­ko­witsch und Oleg Kara­vai­chuk, Autorinnen wie Lydia Tschu­kow­skaja und Anna Achma­towa sowie namhafte Wissen­schaftler an der Ostsee. Wer in Koma­rowo eine Datsche zuge­teilt bekam, war system­treu. Galina Ulanowa beispiels­weise war als Tänzerin mehr­mals mit dem Stalin­preis ausge­zeichnet worden.

Aber das Privileg einer Ferien-Datsche konnte man auch schnell verlieren. Von Dmitri Schosta­ko­witsch weiß man, dass er jahr­zehn­te­lang auf gepackten Koffern saß, weil er damit rechnen musste, von der Geheim­po­lizei abge­holt zu werden. Die Ortschaft hieß ursprüng­lich Kello­mäki und war 1903 an der neuen Bahn­linie nach Peters­burg entstanden. Als 1917 das Gebiet von Russ­land unab­hängig wurde gab es schon 800 Datschen. Im Moskauer Frie­dens­ver­trag 1940 wurde der Ort wieder russisch. 1948 wurde Kello­mäki zu Ehren des Bota­ni­kers Wladimir Komarow (1869–1945) 1948 umbe­nannt in Koma­rowo. Spezi­elle Datschen wurden für Schrift­steller, Kompo­nisten, Schau­spieler und Nukle­ar­wis­sen­schaftler errichtet und wurde ein Ort der Lenin­grader Intel­li­gen­zija. SRF.ch

Schweiz – Eine Peti­tion fordert eine Basler Fasnacht im Sommer.

  • Der Bundesrat hat entschieden, 36 Kampf­flug­zeuge des Typs F‑35 beim US-Hersteller Lock­heed Martin zu beschaffen. Mit der Armee­bot­schaft 2022 will er dem Parla­ment den nötigen Kredit bean­tragen. Die Armee­bot­schaft wird vom Bundesrat jeweils Ende Februar verab­schiedet. Für den Kauf der 36 Jets ist ein Verpflich­tungs­kredit in der Höhe von 6.035 Milli­arden Schweizer Franken nötig, wie das Vertei­di­gungs­de­par­te­ment VBS von Bundes­rätin Viola Amherd Ende November bekannt gegeben hat. Ein Bündnis aus GSoA, SP und Grünen sammelt jedoch Unter­schriften für die Volks­in­itia­tive „Stop F‑35!“, welche den Kauf der F‑35-Jets bis 2040 verbieten will. Bereits sind nach Angaben der Initi­anten 70’000 Unter­schriften beisammen.
    ● „Wir wollen der EU entge­gen­kommen, werden aber nicht alle Forde­rungen erfüllen“, erwi­derte Außen­mi­nister Ignazio Cassis im Sonn­tags­Blick. Der Bundesrat will eine „Agenda für die Zusam­men­ar­beit“ erar­beiten, hielt er im Dezember im Natio­nalrat fest.
    ● Im Zoo Zürich haben in diesen Tagen verschie­dene Tiere ein verspä­tetes Weih­nachts­ge­schenk erhalten. 300 Christ­bäume, welche die Kund­schaft nicht nach Hause schleppen wollte, werden den Zootieren verfüt­tert oder als Objekt ins Gehege gestellt.
    ● Econo­mie­su­isse fordert Quaran­täne von max. 5 Tagen. Kein Lockdown.
    ● Kantone kriti­sieren Zerti­fi­kats­system. Betrug lasse sich kaum verhin­dern. SRF.ch
    ● Selbst­tö­tungs­bei­hilfe ist in der Schweiz nicht strafbar, sofern kein egois­ti­sches Motiv vorliegt (Art. 115 StGB). Suizid­hilfe ist nicht „Teil der ärzt­li­chen Tätig­keit“. Bekannt sind in der Schweiz die beiden zusammen bereits rund 90.000 Mitglieder zählenden Vereine (www.exit.ch/; www.exit-geneve.ch/), welche ihren Mitglie­dern aufgrund klarer Richt­li­nien Hilfe­stel­lung und Ärzte vermit­teln, um bei der Selbst­tö­tung zu assis­tieren, sowie der rund 5500 Mitglieder zählende Verein www.dignitas.ch/. Diese Vereine sind Mitglied der „World Fede­ra­tion of Right-to-Die-Socie­ties“(worldrtd.net/).

Weitere Orga­ni­sa­tionen sind Ex Inter­na­tional, welche sich auf Ster­be­wil­lige aus dem Ausland konzen­triert, sowie Life Circle. Prin­zi­piell kann aber jede mündige Person jeden Arzt um die Verschrei­bung und Beschaf­fung des notwen­digen Medi­ka­mentes anfragen. Deutsch­lands „Beihilfe“ zur Selbst­tö­tung bedeutet die Hilfe­stel­lung beim Vollzug einer Suizid­hand­lung durch eine Person, die ein Mittel zur Selbst­tö­tung bereit­stellt. Dies ist in Deutsch­land erlaubt. Voraus­set­zung in Öster­reich ist, dass die Ster­be­wil­ligen von einem Arzt aufge­klärt sind und die tödliche Krank­heit fest­ge­stellt wird. Zudem muss die Entschei­dungs­fä­hig­keit von einem Pallia­tiv­me­di­ziner bestä­tigt werden. Nach einer Frist kann beim Notar eine Ster­be­ver­fü­gung errichtet werden, mit der man Zugang zu einem letalen Präparat erhält. Norma­ler­weise ist dies Pento­ba­bital, das zunächst als Narkose wirkt und dann inner­halb von 15 Minuten zum Ersti­ckungstod führt.

In den Nieder­landen ist die vorsätz­liche Hilfe zur Selbst­tö­tung verboten (Art. 294 des Straf­ge­setz­bu­ches), aller­dings nicht strafbar, wenn sie von einem Arzt unter Einhal­tung bestimmter Sorg­falts­pflichten begangen wurde und dem Leichen­be­schauer Meldung erstattet wurde. Disku­tiert wird auch die Lega­li­sie­rung der Abgabe von tödli­chen Präpa­raten durch Ärzte, damit Ster­be­wil­lige ihr Leben ohne direkte ärzt­liche Hilfe beenden können. In Oregon und Washington (US) ist der assis­tierte Suizid straf­frei. ORF.at

Serbien – Konzern aus China beutet viet­na­me­si­sche Arbeiter in Nord­ser­bien aus. Die 500 viet­na­me­si­schen Arbeiter bauen in Zren­janin ein riesiges Auto­rei­fen­werk für den chine­si­schen Ling­long Konzern.
● Natio­nal­bank­ge­winn 2021:26 Milli­arden Fr. SRF.ch

Tsche­chien – stellt die meisten Schall­platten der Welt her. GZ Media, a.s. ist ein Unter­nehmen mit Sitz in Lodě­nice bei Beroun (Lode­nitz), es ist eine Plat­ten­presse und eine Druckerei mit einem umfang­rei­chen Buch­laden. Laut Firmen­chef Jaroslav Jungman ist GZ Digital Media mit jähr­lich sechs Millionen produ­zierten Tonträ­gern (2011) der grösste Produ­zent der Welt. Seitdem wächst die Produk­tion, 2013 waren es zehn Millionen, 2015 produ­zierte das Unter­nehmen 18 Millionen, 2016 waren es 25 Millionen, was einem Viertel der Welt­pro­duk­tion entspricht.

Als Joint Venture betreibt das Unter­nehmen das Precis­sion Record Pres­sing Werk in der Nähe von Toronto, auch eine Nieder­las­sung in Japan ist in Verhand­lung. Im Jahr 2020 erzielte das Unter­nehmen einen Umsatz von 3,8 Milli­arden (153 Mio €) und einen Gewinn von 700 Mio Kronen (28Mio €). Bis zu 80% der Produk­tion besteht aus Billig­auf­trägen für Metal- und Hard­rock-Gara­ge­bands, das Unter­nehmen presst auch grosse multi­na­tio­nale Labels (Universal, Warner, EMI, Sony). Der über­wie­gende Teil der Platten geht in den Export, haupt­säch­lich in die USA und nach Gross­bri­tan­nien, in gerin­gerem Masse nach Frank­reich, die Nieder­lande und Deutsch­land. Neben Schall­platten produ­ziert das Unter­nehmen auch CDs, DVDs, Bücher etc.

Im Jahr 2015 beschäf­tigte das Unter­nehmen 1‘819 Mitar­beiter, das Unter­nehmen ist der grösste Arbeit­geber in der Region Beroun (Bern, 30 km westl. v. Prag, 18‘000 Ew.). Es hat auch eine Nieder­las­sung in Sobeslau bei Tábor. Mehr­heits­ei­gen­tümer des Unter­neh­mens (86,9%) ist Earth­globe Ltd. in Zypern. Zdeněk Pelc, der lang­jäh­rige Direktor gilt als Eigen­tümer. 2012 hat man Anleihen von 400 Mio. CZK (16 Mio €) ausge­geben. Auch 2 Werke in USA sind in Planung. SRF.ch

USA – Tesla hat im vergan­genen Quartal einen Rekord bei seinen Auslie­fe­rungen aufge­stellt. Der Elek­tro­auto-Hersteller brachte in den letzten drei Monaten des Jahres 308’600 Fahr­zeuge an die Kundinnen und Kunden. Im gesamten Jahr kommt Tesla damit auf gut 936’000 Auslie­fe­rungen, ein Plus von 87 Prozent im Vergleich zu 2020. SRF.ch

Vatikan – Hunde anstatt Menschen­babys. Papst kriti­siert Paare ohne Kinder­wunsch. SRF.ch

West­eu­ropa – Über Vermitt­lungs­agen­turen kann man sie „bestellen“: Osteu­ro­päe­rinnen, die im Westen alte Menschen zu Hause pflegen. Sie verdienen wenig, arbeiten fast rund um die Uhr. Das zeigt auch der Fall einer Polin, die in einem Dorf bei Bern eine alte Frau pflegt: Sie muss darum kämpfen, dass ihr die zahl­rei­chen Über­stunden bezahlt werden. Die Polinnen, die im Westen pflegen, können ihrer Familie in Polen zwar ein besseres Leben finan­zieren. Aber sie können nicht ihre eigenen Eltern und Groß­el­tern pflegen – in einem Land, in dem die Pflege als Privat­sache gilt.

In die Bresche springen Ukrai­ne­rinnen. Obwohl die Pflege in Polen ohne sie zusam­men­bre­chen würde, arbeiten sie in der Ille­ga­lität, zu sehr nied­rigen Löhnen. Die Frauen sind Demü­ti­gungen und Miss­hand­lungen ausge­setzt. Jeder fünfte Ukrainer lebt im Ausland. In ärmli­chen Dörfern ist das Geld, das die Frauen in Polen verdienen, bitter nötig. Die eigenen Eltern müssen sie sich selbst über­lassen: Die Frauen, Ukrai­ne­rinnen und Polinnen, haben ange­fangen, sich zu wehren. In dieser Sendung, in der wir von der Schweiz über Polen bis in die Ukraine reisen, kommen fast ausschließ­lich diese kämp­fe­ri­schen Frauen zu Wort. Podcast „Inter­na­tional“ SRF.ch

3 Kommentare

  1. „Prä-Akkli­ma­ti­sa­tion“ – „In drei Wochen auf den Mount-Everest und zurück!“, „Express-Bestei­gungen“:

    Nichts mehr mit Achtung vor der Schöp­fung, Respekt vor dem Berg und „der Weg ist das Ziel“. Damit ist selbst das Dach der Welt bald nur noch ein schneller Selfie-Punkt auf der Abha­kliste des modernen urbanen Global­dörf­lers der die ganze Welt bereist und dabei doch nichts von ihr sieht.

    Die derweil von den unter­be­zahlten Arbeits­mi­granten gepflegten Erzeuger dürfen dann per Zuhm und Frat­zen­buch zugu­cken wo sich ihre Zöglinge rumtreiben.

    • Mit dem Flug­zeug geht es noch deut­lich schneller und höher.
      Der Gipfel­tou­rismus ist eine Perver­sion sonder­glei­chen – da werden Leute die zu viel Geld und zu wenig Selbst­be­wusst­sein oder sons­tige Quali­täten haben wie die Rind­vie­cher beim Almauf­trieb auf einen Berg hinauf und wieder hinunter geführt. Dabei hinter­lassen sie tonnen­weise Dreck und denken sie wären jetzt so rich­tige Natur­bur­schen. Lächer­lich. Aber das skiz­ziert sehr tref­fend das Sitten­bild einer perversen Gesellschaft.

  2. ZDF: „Zusam­men­stöße in Bulga­rien ‑Sofia: Impf­gegner wollten Parla­ment stürmen Datum: 12.01.2022 19:07 Uhr
    In Bulga­rien wollen Impf­gegner in das Parla­ment eindringen. Die Polizei stoppt sie. Es kommt zu Zusam­men­stößen mit mehreren Verletzten.“

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