Appell an den polni­schen Premier­mi­nister: Schluss mit dem Einsatz des Krieges zu ideo­lo­gi­schen Zwecken

Abtrei­bungs­be­für­worter versu­chen, die durch den Krieg in der Ukraine verur­sachte huma­ni­täre Krise für ihre ideo­lo­gi­schen Ziele zu nutzen.

- Eine Gruppe linker Orga­ni­sa­tionen wie Amnesty Inter­na­tional, der Gesamt­pol­ni­sche Frau­en­streik oder die Inter­na­tional Planned Paren­t­hood Fede­ra­tion haben einen Aufruf veröf­fent­licht, der darauf abzielt, die gesetz­li­chen Bestim­mungen in den mittel­eu­ro­päi­schen Ländern zu ändern, um die legalen Möglich­keiten zur Durch­füh­rung von Schwan­ger­schafts­ab­brü­chen zu erweitern.

- Im Gegenzug fordern 118 Orga­ni­sa­tionen, die sich in der so genannten Großen Koali­tion für Gleich­heit und Wahl­frei­heit zusam­men­ge­schlossen haben, dass das Gesund­heits­mi­nis­te­rium Richt­li­nien formu­liert, nach denen Frauen aus der Ukraine in polni­schen medi­zi­ni­schen Einrich­tungen kostenlos abtreiben können.

- Das Institut Ordo Iuris hat eine Peti­tion an Minis­ter­prä­si­dent Mateusz Mora­wi­ecki vorbe­reitet, in der er aufge­for­dert wird, die Forde­rungen extremer Orga­ni­sa­tionen zurück­zu­weisen und die polni­sche Rechts­ord­nung zu schützen.

Der erste der offenen Briefe war an die Regie­rungen der Nach­bar­länder der Ukraine – Polen, Ungarn, Slowakei, Rumä­nien und Molda­wien – gerichtet. Die Orga­ni­sa­tionen fordern die Aner­ken­nung des Schwan­ger­schafts­ab­bruchs als „medi­zi­ni­sche Grund­ver­sor­gung, die kostenlos zur Verfü­gung gestellt werden sollte“. Die Unter­zeich­ne­rinnen und Unter­zeichner des Appells fordern außerdem „die Besei­ti­gung von Hinder­nissen für die Abtrei­bungs­ver­sor­gung und die Anpas­sung der natio­nalen Abtrei­bungs­po­litik an die WHO-Richt­li­nien“. Nach Ansicht der Orga­ni­sa­tion sollte der Zugang zu Früh­ab­trei­bungs­mit­teln auch für geflüch­tete Frauen kostenlos und rezept­frei sein.

Die Große Koali­tion für Gleich­heit und Wahl­frei­heit hat eben­falls einen Aufruf gestartet. Die Mitglieds­or­ga­ni­sa­tionen fordern das Gesund­heits­mi­nis­te­rium auf, „Richt­li­nien einzu­führen, die es den medi­zi­ni­schen Einrich­tungen ermög­li­chen, alle Kriegs­flücht­linge kostenlos aufzu­nehmen und zu behan­deln“. Die Unter­zeichner stellen klar, dass sie von Pati­en­tinnen, die sich für einen Schwan­ger­schafts­ab­bruch entscheiden, erwarten, dass „Gynä­ko­logen und Gynä­ko­lo­ginnen sie bei dem Abbruch unterstützen“.

Das Ordo Iuris Institut hat daraufhin eine Peti­tion an Minis­ter­prä­si­dent Mateusz Mora­wi­ecki gerichtet. In dem Aufruf heißt es, dass Abtrei­bungs­be­für­worter „die huma­ni­täre Krise nutzen, um gegen grund­le­gende Menschen­rechte zu kämpfen“. Ordo Iuris fordert den Premier­mi­nister auf, „die Forde­rungen der linken Orga­ni­sa­tionen voll­ständig zurück­zu­weisen und öffent­lich zu verur­teilen“. Die Peti­tion kann unter handsoffukraine.pl unter­zeichnet werden.

Dieser Beitrag erschien zuerst bei ORDO IURIS, unserem Partner in der EUROPÄISCHEN MEDIENKOOPERATION.

8 Kommentare

  1. Hätte er lieber nicht gegen Gaslie­fe­rung und gegen D. gehetzt, wäre für die Polen billiger.
    Sie mischen sich aktiv in diesem Krieg ein und werden nicht gewinnen.
    Amerika ist hoch verschuldet oder denkt jemand, daß die Milli­arden für Waffen an die Ukrai­nern Geschenke sind? Sie könnten das nicht leisten.

  2. wenn die polen wirk­lich wie ange­ku­en­digt die
    u.s. nukes insta­lieren lassen…dann gute nacht eu.

    sieht so aus wie der pole fuer ein paar dollars
    sein letztes gramm hirn zum fenster rauswirft.

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    • Paar Dollars? Eher aus (histo­risch nicht ganz unbe­grün­deter) pani­scher Angst vor dem post­so­wje­ti­schen Nachbar, auch um den Preis es sich mit anderen Nach­barn zu verderben.

      Daß jemand der solche trans­at­lan­ti­sche Freunde hat keine Feinde mehr hat wird in dieser Kurz­schluß­re­ak­tion leider zu wenig bedacht.

      Aber was soll man sagen wenn man selbst in einem Land wohnt in dem die Ausspio­nie­rung durch „Freunde“ kurzer­hand als selbst­ver­ständ­lich „beendet“ erklärt wird und man sogar noch Millionen an Tribut dafür zahlt daß man deren nukleare Kuckuck­s­eier um den Preis selbst zur Ziel­scheibe zu werden auf eigenem Gebiet aufbe­wahren darf.
      Früher hieß es „Knecht­schaft“, heute „Teil­habe“.

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    • Wie heißt es: Ein Zyniker ist ein Mensch, der andere für so schlecht hält, wie er selber ist. Ich gehe sehr davon aus, dass Selenski sich ganz im Geiste der „West­ver­schie­bung“ Polens nach WW2 eine Zustim­mung zur Unab­hän­gig­keit des Donbass durch Gebiets­ge­winne im Westen erkaufen lassen wird – und dass die EU/NATO über­haupt nichts dagegen haben wird, aus ihren beiden reni­ten­testen Nationen, PL und HU, jeweils „one pound of flesh“ (Shake­speare, Der Kauf­mann von Venedig) heraus­zu­sä­beln und der Kiewer Mafia zu unter­stellen. Am Ende kommt ja auch die UA unter Brüs­seler Kontrolle, und der Westen verliert keinen einzigen Quadrat­meter seines bishe­rigen Herr­schafts­be­reichs, aber die dreisten Polen und frechen Ungarn werden mit ukrai­ni­scher Knute nach Stands­ge­bühr und Würden gezüchtigt.

    • keine eu nation wurde von den europaeischen
      beset­zern so hoch­ge­ru­estet wie polen…

      die anglos wissen im gegen­satz zu den polaken
      ganz genau was…und wofuer sie was tun.

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    • @ maca­bros
      Exakt genau das steckt dahinter! Die usAmIS sind mit der Ukraine als vorgew­scho­bene Stel­lung geschei­tert und zwar krachend. Dafür jetzt Polen. die Polen begehen nur einen riesen­großen Fehler, denn:

      Wer die USA ruft, der wird sie nie mehr los!

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  3. Die Wokeness in ihrem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf!
    Die V4 exis­tieren nicht mehr, die Polen musste man nur aus weiter Ferne den Duft eines Krieges gegen Russ­land schnup­pern lassen, damit sie sich gegen Ungarn wandten, jetzt wird jedes der vier stör­ri­schen Länder einzeln geknackt… United we stand, divided we fall.

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