Arzt pfeift auf Eid und Grund­ge­setz – kündigt AfD-Poli­ti­kerin Behandlungsvertrag

Dass es im tole­ranten und welt­of­fenen Deutsch­land Tugend ist, Moral, bzw. das was Linke unter Moral verstehen, über das Gesetz zu stellen, ist hinläng­lich bekannt. Dass ein Medi­ziner einer Poli­ti­kerin jetzt auch den Behand­lungs­ver­trag kündigt ist nicht nur mensch­lich verwerf­lich, sondern stellt darüber hinaus einen krassen Rechts­bruch dar.

So geschehen im Fall der AfD-Bundes­tags­kan­di­datin Andrea Zürcher. Die 37jähige Poli­ti­kerin wurde vor zwei Wochen von den AfD-Mitglie­dern aus den Land­kreisen Waldshut und Breisgau-Hoch­schwarz­wald (Baden-Würt­tem­berg) zur Wahl­kreis­kan­di­datin für die Bundes­tags­wahl nominiert.

Der Arzt möge sich den Artikel 3 des Grund­ge­setzes zu Gemüte führen, wo es in Absatz 3 heißt:

Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstam­mung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glau­bens, seiner reli­giösen oder poli­ti­schen Anschau­ungen benach­tei­ligt oder bevor­zugt werden.“

Auch mit dem  ärzt­li­chen Gelöbnis scheint der Medi­ziner auf Kriegsfuß zu stehen. Hier ein Auszug daraus:

„… Ich werde nicht zulassen, dass Erwä­gungen von Alter, Krank­heit oder Behin­de­rung, Glaube, ethni­sche Herkunft, Geschlecht, Staats­an­ge­hö­rig­keit, poli­ti­sche Zuge­hö­rig­keit, Rasse, sexu­elle Orien­tie­rung, soziale Stel­lung oder jegliche andere Faktoren zwischen meine Pflichten und meine Pati­entin oder meinen Pati­enten treten.… Ich gelobe dies feier­lich, aus freien Stücken und bei meiner Ehre.“

Die betrof­fenen Poli­ti­kerin nimmt hierzu auf ihrer Face­book Seite wie folgt Stellung:

„Bedingt meiner Kandi­datur für den Deut­schen Bundestag, als Direkt­kan­di­datin des Wahl­kreises 288 für die Alter­na­tive für Deutsch­land, verwei­gert mir mein Haus­arzt zukünf­tige medi­zi­ni­sche Behand­lungen, durch Aufkün­di­gung des Behandlungsvertrages.

Wegen eines akuten – aller­dings nicht schlimmen – medi­zi­ni­schen Problems, suchte ich heute meinen Haus­arzt, in seiner in Stüh­lingen geführten Gemein­schafts­praxis im Zentrum auf.

Im Anschluss an die Behand­lung, eröff­nete er mir, dass er sich im Zuge meiner Mitglied­schaft in der Alter­na­tive für Deutsch­land und als Direkt­kan­di­datin des Wahl­kreises 288, gezwungen sieht den Behand­lungs­ver­trag mit mir aufzu­lösen und zukünftig maximal noch im Zusam­men­hang eines medi­zi­ni­schen Notfalls, keines­falls aller­dings als behan­delnder Arzt zur Verfü­gung steht.

Durch diese für mich scho­ckie­rende Nach­richt, wurde mir noch­mals – nicht erst­malig – vor Augen geführt, welche Repres­sa­lien gegen aktive Mitglieder einer demo­kra­tisch gewählten Partei ergriffen werden, um eine unbe­grün­dete Ausgren­zung aus der sich tole­rant und plura­lis­tisch schimp­fenden Gesell­schaft anzutreiben.

Der Eid des Hippo­krates gilt als erstes verfasste Arzt­ge­löbnis, seine Befol­gung wird auch heute noch von jedem Medi­ziner verlangt. Scheinbar hält sich nicht jeder Arzt an die Grund­sätze dieses Eides, wenn medi­zi­ni­sche Diagnose erst nach Diagnose der Gesin­nung erfolgen kann. Da wird man selbst immer – fälsch­lich – als rück­ständig beschrieben und gerät dann einen Arzt, der noch rück­stän­diger als die Medi­ziner zu Zeiten des Krieges waren und eigene wie feind­liche Soldaten versorgten.

Wenn sich diese Art der Begut­ach­tung durch­setzt steht ein düsterer Blick in die Zukunft bevor und man fragt sich unwei­ger­lich, was kommt als nächstes? Einige Verhal­tens­muster erin­nern einen zwangs­läufig leider an die Jahre ab 1933.

Der Fall aus dem Land­kreis Waldshut-Tiengen zeigt deut­lich, wer es tatsäch­lich mit der Tole­ranz nicht so ernst nimmt. Es bleibt zu hoffen, dass die Stan­des­or­ga­ni­sa­tion der Ärzte sich eindeutig gegen solche Entwick­lungen posi­tio­niert. Selbst­ver­ständ­lich werde ich Beschwerde an die Ärzte­kammer einrei­chen und Straf­an­zeige wegen Diskri­mi­nie­rung erstatten.“

13 Kommentare

  1. Inter­es­sant wäre zu wissen, ob die Pati­entin privat versi­chert ist oder gesetz­lich. Aus eigener Erfah­rung weiß ich, dass hier Unter­schiede zu beachten sind, da in letz­terem Fall ein vertrags­ver­hältnis über die Kassen­ärzt­liche Verei­ni­gung besteht und kein direktes.

  2. Bitte im Artikel die Falsch­in­for­ma­tion berich­tigen : der hippo­kra­ti­sche Eid ist heut­zu­tage für Ärzte und Medi­ziner nicht gesetz­lich verpflich­tend, da er alt und nicht mehr zeit­gemäß ist.

  3. Den Groß­teil der Ärzte erlebe ich selbst­herr­lich, dumm-arro­gant, fach­lich gefähr­lich inkom­pe­tent und an der Gesund­heit des Pati­enten sehr unin­ter­es­siert, so dass mich dieser Vorfall nicht wundert. Ich wünsche Frau Zürcher, dass sie beim nächsten Arzt an eine dieser seltenen Ausnahmen gerät, die nicht das verkör­pern, was sie erlebte und ich gerade beschrieb.
    Es wäre schön, wenn man noch erfahren könnte, wie die Sache weiter­ge­gangen ist mit der Anzeige und der Beschwerde bei der Ärztekammer.

    15
  4. …ach was, und da wundert sich Jemand?
    Dann hat jener immer noch nicht begriffen, daß er in dieser BRD lebt! (-;

  5. Bin selbst Arzt und auch AfD-Mitglied und finde das Verhalten dieses Arztes schon ziem­lich kurios und lächer­lich. Aber mit wich­tig­tue­ri­schen Gutmen­schen müssen wir wohl leben. Warum ich schreibe: Ich würde mich freuen, wenn ich nie mehr den Hinweis auf den Eid des Hippo­krates lesen müßte. Denn diese Formel ist kein Eid im juris­ti­schen Sinne, sondern Teil der medi­zi­ni­schen Folk­lore. Würde jemand den ganzen Text diese „Eides“ lesen, müßte er sich an den Kopf fassen.

  6. Wenn das durch­geht, dann dürfte man auch die medi­zi­ni­sche Hilfe verweigern,
    wenn jemand Mitglied einer anderen Volks­zu­ge­hö­rig­keit ist!!!
    Zum Beispiel nicht Europäer.
    (Das lässt hoffen) schmunzel

Schreibe einen Kommentar zu Ishtar Antwort abbrechen

Please enter your comment!
Please enter your name here