Auftritts­verbot für Xavier Naidoo – In Rostock leben alte SED-Tradi­tionen wieder auf

Bildquelle: PP

Von Michael van Laack

Xavier Naidoo stehe nahe bei den Reichs­bür­gern, unter­stütze die QAnon-Bewe­gung und sei zwei­fellos ein Rassist. Solche Leute wollen die aufrechten Kommu­nisten und Sozia­listen der Rosto­cker Bürger­schaft nicht in ihrer Stadt sehen. Nicht einmal, wenn sie nur kurz vorbei­schauen, um ein Konzert zu geben. Deshalb hat die Bürger­schaft auf Antrag der SPD, der Links­partei und der Grünen nun ein für August geplantes Konzert des Sängers verboten.

Auftritts­ver­bote waren in der DDR ein beliebtes Tool, um System-Kritiker zum Schweigen zu bringen. Und da nach Ansicht viele Grüner und Linker in der DDR nicht alles schlecht war, greift man immer wieder gern mal in die SED-Motten­kiste, in der all das einge­la­gert ist, das angeb­lich gut war.

Sollte man Menschen wie Naidoo aus Deutsch­land ausweisen?

Für den Anfang muss da wohl ein Auftritts­verbot reichen. Einen PoC-Bonus wollte man dem „Rassisten“ Naidoo nicht gewähren. Den kann man sich bekannt­lich auch nur verdienen, wenn man über „alte weiße Männer“ lästert und die Unter­drü­ckung der BLM-Commu­nity in Deutsch­land beweint. Auch die Tatsache, dass Naidoo vom Medi­enesta­b­lish­ment viele Jahre lang als Vorzeige-Farbiger gehypt und mit Preisen wie dem „Bambi“ oder der „Goldenen Kamera“ ausge­zeichnet wurde, war für die Mehr­heit der Bürger­schaft irrelevant.

Naidoo hat massiv die Corona-Politik der Bundes­re­gie­rung kriti­siert, er hat sich für Trump und gegen Biden ausge­spro­chen, er ist ein Abtrei­bungs­gegner und vertei­digt vehe­ment Grund­rechte und Grund­ge­setz. Das reicht voll­kommen für ein Verbot aus, wenn man entspre­chende Code­wörter wie „Reichs­bürger“ und „QAnon“ in die Debatte einführt.

Das bewährte SED-Framing der „Zeit“

Die in links­grünen Milieus gern gele­sene Wochen­zei­tung brachte den Online-Lesern das Thema heute mit einer für die DDR-Presse typi­schen Täuschung näher. Die Mehr­heit der „Bürge­rinnen und Bürger“ wolle Naidoo nicht in der Stadt sehen. Dass es sich nur um die Mehr­heit der Bürger­schaft handelt, erfährt nur, wer den Artikel liest.

Aber das ist seitens der Redak­tion vermut­lich gar nicht erwünscht. Die „Wir sind mehr“-Fraktion will vermit­teln: Es handelt sich nicht um eine poli­ti­sche Entschei­dung, es ist der Wille der Bevöl­ke­rung. Typi­sches SED-Framing, eben!

Beschluss der Bürger­schaft nicht bindend und recht­lich umstritten

Erfreu­li­cher­weise empörte sich auch CDU-Bürger­schafts­mit­glied Dr. Hein­rich Prophet über diesen Beschluss. Im Osten ticken die Mandats­träger halt doch oft noch anders, als in den von Merkel gleich­ge­schal­teten Landes­ver­bänden im großen Rest der Repu­blik. „Nur weil einem der poli­ti­sche Tenor einer Künst­ler­per­sön­lich­keit nicht gefällt, kann man ihr ja nicht das verfas­sungs­mä­ßige Grund­recht auf Ausübung der Kunst nach Art. 5 Absatz 3 Grund­ge­setz absprechen.“

Doch sogar die Stadt­ver­wal­tung der Hanse­stadt hat recht­liche Bedenken. Öffent­liche Einrich­tungen wie die Stadt­halle seien zur Wahrung des Gleich­heits­grund­satzes verpflichtet, heiß es aus dem Rathaus.

Rostocks partei­loser Ober­bür­ger­meister Claus Ruhe Madsen kann binnen der nächsten 14 Tage Wider­spruch gegen die Entschei­dung einlegen. Und auch der Künstler selbst hat recht­liche Möglich­keiten. Doch für all das gilt:

…wird kein leichter sein.

Dieser Weg wird steinig und schwer!

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Dieser Beitrag erschien zuerst bei PHILOSOPHIA PERENNIS, unserem Partner in der EUROPÄISCHEN MEDIENKOOPERATION.


7 Kommentare

  1. in einem pädo­philen staat darf man über die pädo­philie nicht reden – oder singen. sonst bist weg von der bühne. xavi ist ein mann mit eiern und charakteur.

  2. Ausweisen müssen wir die Wirt­schafts­flücht­linge und die rigoros! Dann ist auch wieder Platz in diesem Land. Beläs­ti­gungen, Verge­wal­ti­gungen, schubsen auf Bahn­schienen, öffent­li­ches Onanieren, Über­falle auf Rentner mit schlagen und treten, mit Messer Menschen verletzten und umbringen, das alles wird dras­tisch zurück­gehen. Wir brau­chen keine Schma­rotzer, die sich hier lebens­lang alimen­tieren lassen und den gesamten Clan nachholen.

    Xavier ist einer von uns, ein super Typ!!!

    27
    • Hier das geht offenbar gerade „viral“ – um mal diesen modernen Ausdruck zu benutzen:

      Rapbel­lions Germany- Ich Mach da Nicht Mit (OFFICIAL VIDEO REUPLOAD):

      www.youtube.com/watch?v=Wrokk5BXMNk

      Rap ist nicht unbe­dingt mein Musik­ge­schmack, aber ich finde es klasse und es spricht dann hoffent­lich auch die Jugend an.

      Bitte verbreiten. Danke.

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