„Bereit, Märtyrer zu werden“: FPÖ fordert harte Konse­quenzen nach Erdo­gans Kriegs­dro­hungen

Im Mittel­meer bahnt sich ein mili­tä­ri­scher Konflikt unge­ahnten Ausmaßes zwischen Grie­chen­land und der Türkei an. Hinter­grund sind türki­sche Expan­si­ons­pläne in den Seege­wäs­sern und damit verbun­dene Ansprüche auf Gasvor­kommen und Terri­to­rien. Grie­chen­land zeigt sich aller­dings im Gegen­satz zu vielen anderen EU-Staaten, die diese türki­sche Bedro­hung genauso betrifft, unbe­ein­druckt und mobi­li­siert sein Militär. Nun legte der türki­sche Präsi­dent Recep Tayyip Erdogan nach und drohte den EU-Staaten Grie­chen­land und Frank­reich (welches auf der Seite Grie­chen­lands dessen Gebiets­an­sprüche im Mittel­meer unter­stützt) mit einem „heiligen Krieg“, also „Dschihad“. Die Reak­tionen der EU-Führung darauf blieben bislang aus, weshalb aus Öster­reich von der FPÖ nun scharfe Kritik an dem lauten Schweigen kommt.

„Wir sind bereit, Märtyrer zu werden“

Derzeit lässt die Türkei ein „Forschungs­schiff“ in grie­chi­schen Gewäs­sern nach Erdgas suchen. Dieses wird von einigen türki­schen Kriegs­schiffen begleitet. Immer wieder kam es in den vergan­genen Wochen daher bereits zu Zwischen­fällen zwischen den beiden Mittel­meer-Anrai­ner­staaten. Grie­che­land ließ wiederum Waffen und Soldaten auf die Insel Kastell­orizo verlegen, um die es in dem Gebiets­streit eben­falls geht. Frank­reich verstärkte wiederum seine Mili­tär­prä­senz im östli­chen Mittel­meer.

All das trieb Erdogan nun zur Weiß­glut. Bei einem Auftritt schoss er scharf gegen die poli­ti­schen Verant­wort­li­chen in Athen und Paris. Diese seien „geld­gierig“ und „inkom­pe­tent“, sagte der türki­sche Staats­chef in Ankara. „Wenn es ums Kämpfen geht, sind wir bereit, Märtyrer zu werden“ und fügte hinzu:

„Die Frage ist: Sind dieje­nigen, die sich gegen uns im Mittel­meer auflehnen, zu den glei­chen Opfern bereit? Akzep­tiert das grie­chi­sche Volk das Risiko, in dem es wegen seiner geld­gie­rigen und inkom­pe­tenten Anführer ist?“, fragte Erdogan. „Weiß das fran­zö­si­sche Volk um den Preis, den es wird zahlen müssen, wegen seiner geld­gie­rigen und inkom­pe­tenten Anführer?“

Sollte Grie­chen­land jeden­falls seine terri­to­rialen Ansprüche in den Gewäs­sern der Ägäis ausweiten, würde die Türkei das als Grund für eine mili­tä­ri­sche Ausein­an­der­set­zung werten. „Wenn das kein Kriegs­grund ist, was denn sonst?“ fragte der türki­sche Vize­prä­si­dent Fuat Oktay laut der staat­li­chen Nach­richten Anadolu. Auch Außen­mi­nister Mevlut Cavu­soglu drohte Grie­chen­land: „Das wäre ein Grund für einen Krieg.“

FPÖ fordert Kündi­gung aller Abkommen mit Türkei

Aus Öster­reich meldete sich einzig die FPÖ zu den Kriegs­dro­hungen Erdo­gans gegen zwei EU-Staaten zu Wort und forderte umge­hend eine harte und deut­liche Antwort der EU darauf. Es könne nicht sein, dass Erdogan offen mit Krieg drohe und die EU-Spitzen bis hin zum öster­rei­chi­schen Bundes­kanzler Sebas­tian Kurz (ÖVP) dabei einfach nur zuschauen, ließ FPÖ-Gene­ral­se­kretär Michael Schned­litz wissen.

„Hier zeigt sich wieder einmal, wie zahnlos diese EU ist, wenn es um die Türkei geht. Wir Frei­heit­liche fordern einen sofor­tigen Stopp und eine Kündi­gung aller Abkommen der EU mit der Türkei, speziell von jenen, wie dem ‚Flücht­lings­pakt‘, dessen Gelder womög­lich für ein Aufrüsten der Türkei miss­braucht werden könnten“, betonte Schned­litz.

Letzt­lich müsse man Erdogan endlich seinen Frei­brief nehmen, gegen­über dem Westen und seinen Werten zuneh­mend aggressiv und verach­tend sowie ohne Konse­quenz aufzu­treten.

„Diese Kriegs­trei­be­reien eines NATO-Landes gegen andere, zeigt auch offen auf, wie wichtig ein funk­tio­nie­rendes und gut ausge­stat­tetes Öster­rei­chi­sches Bundes­heer zum Schutz unserer Demo­kratie und Öster­reichs Neutra­lität wäre“, so der FPÖ-Gene­ral­se­kretär, der bekräf­tigt, dass Europa eine stabile Lage und klare Antworten auf diesen türki­schen Kriegs­treiber und selbst­er­nannten Märtyrer benö­tigt.

2 Kommentare

  1. „Gran­dios“ !!!

    Noch eine Angst mehr in dieser Zeit.
    Muss man sich nicht nur vor den eigenen Poli­ti­kern fürchten, nö, nun auch noch vor diesem Despoten.

    Das kommt davon, wenn unsere weich­ge­spülten Kuschel­par­la­men­ta­rier solchen macht­be­ses­senen Ar***l***ern den Bauch pinseln und die Schatz­kam­mern füllen.
    Bisher ging ihm jede Erpres­sung der EU durch, weshalb sollte er nun glauben, dass ihm diesmal echter Wider­stand geleistet wird !?

  2. Vor wenigen Jahren „erklärte“ der Diktator aus Ankara, dass er in Bälde etwa 20 dem grie­chi­schen Archipel gehö­renden Inseln mit mili­tä­ri­schen Mitteln zurück­holen wird.
    Ob da Zypern eben­falls dazu gehört ist unge­wiss, falls ja, dann droht effektiv ein grosser Konflikt, in welchem auch arabi­sche und west­liche Länder invol­viert sein werden.
    Der Kampf um Rohstoffe im Boden des Mittel­meers dürften im Hinter­grund jedoch die im Artikel erwähnte Haupt­rolle spielen. Mit dem Typen ist keines­wegs zu spassen.
    Falls Erdogan „seinen Krieg“ reali­siert, wird er mili­tä­risch wohl verlieren, im Wissen darum wird er vermutl. jedoch keine Sekunde zögern, „seine“ EU-Terror­bri­gaden in Marsch zu setzen und vor allem in Frank­reich zu weiterm Blutbad aufrufen.
    Zumal genau jetzt und auf Grund der „Charlie Hebdo“-Terror-Jahrestages, damals verbo­tene Mohammed-Karri­ka­turen der Öffent­lich­keit zugäng­lich gemacht werrden.

    10

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