Bled Stra­tegic Forum 2021

Bled Strategic Forum · Bildquelle: Tamino Petelinšek / STA

Das jähr­liche Bled Stra­tegic Forum (BSF), Slowe­niens wich­tigste außen­po­li­ti­sche Konfe­renz, findet am Mitt­woch und Donnerstag in Bled (dt. Veldes) statt. Im Mittel­punkt der Konfe­renz­dis­kus­sionen steht die Zukunft Europas, und es werden so viele hoch­ran­gige Vertreter wie nie zuvor anwe­send sein.
 

Die slowe­ni­schen Spit­zen­be­amten, darunter Präsi­dent Borut Pahor und Premier­mi­nister Janez Janša, werden unter anderem den Präsi­denten des Euro­päi­schen Rates Charles Michel und den Präsi­denten des Euro­päi­schen Parla­ments David Sassoli begrüßen.

Auf der Liste der auslän­di­schen Gäste stehen zwei Präsi­denten, zehn Premier­mi­nister, zwei EU-Kommis­sare und mehrere Außen­mi­nister; letz­tere werden auch an einem infor­mellen Treffen der EU-Außen­mi­nister am Donnerstag in Brdo pri Kranju (Egg bei Krain­burg) teilnehmen.

Darüber hinaus werden mehrere weitere hoch­ran­gige Gäste erwartet, darunter Kardinal Pietro Parolin, der Staats­se­kretär des Vati­kans. Fünf ehema­lige Minis­ter­prä­si­denten oder Staats­prä­si­denten haben ihr Kommen zugesagt.

Ein beson­derer Gast wird die weiß­rus­si­sche Oppo­si­ti­ons­füh­rerin Svia­t­lana Tsikha­nous­kaya sein, so Peter Grk, der Gene­ral­se­kretär des Stra­te­gi­schen Forums Bled.

Rund 170 Diskus­si­ons­teil­nehmer aus aller Welt werden verschie­dene Aspekte der Zukunft Europas erör­tern, ein Thema, das nicht nur zu den Prio­ri­täten der slowe­ni­schen Präsi­dent­schaft, sondern der gesamten EU gehört, so Grk.

„Eine schwache EU kann in niemandes Inter­esse sein. Eine schwache EU bedeutet eine unklare Zukunft, sowohl im Hinblick auf unsere gegen­sei­tigen Bezie­hungen als auch auf die Rolle, die die EU in der künf­tigen inter­na­tio­nalen Archi­tektur spielen wird“, betonte er.

„Die Debatte über die Zukunft Europas hat ein Stadium erreicht, in dem Lösungen, Vorschläge und Ideen gefunden werden müssen, wie wir weiterhin als EU oder als Europa zusam­men­leben werden.

Das 16. BSF wird sich auf die Prio­ri­täten der slowe­ni­schen EU-Rats­prä­si­dent­schaft konzen­trieren, aber auch Gele­gen­heit zur Diskus­sion über alle wich­tigen Themen bieten, mit denen Europa und die inter­na­tio­nale Gemein­schaft derzeit konfron­tiert sind.

In diesem Sinne sind die vier Haupt­themen der Konfe­renz die Zukunft Europas, die trans­at­lan­ti­schen Bezie­hungen, die nach­hal­tige Entwick­lung und die Digi­ta­li­sie­rung, so Grk.

Die Debatte über die trans­at­lan­ti­schen Bezie­hungen wird von den Entwick­lungen in Afgha­ni­stan geprägt sein, während die Gespräche über nach­hal­tige Entwick­lung eng mit dem Kampf gegen den Klima­wandel verbunden sein werden.

„Dieser Sommer war eine große Warnung, dass die nach­hal­tige Entwick­lung und der Kampf gegen den Klima­wandel sehr ernst genommen werden müssen. Die Hälfte des Planeten stand in Flammen. Buch­stäb­lich“, sagte er.

Da die Premier­mi­nister aller west­li­chen Balkan­länder und alle drei Mitglieder der bosnisch-herze­go­wi­ni­schen Präsi­dent­schaft teil­nehmen werden, dient das BSF der Vorbe­rei­tung des infor­mellen Gipfel­tref­fens der EU und der west­li­chen Balkan­länder, das Slowe­nien Anfang Oktober ausrichten wird.

Sowohl Janša als auch Pahor werden an der Podi­ums­dis­kus­sion über den EU-Erwei­te­rungs­pro­zess teil­nehmen, der eine der Prio­ri­täten der slowe­ni­schen EU-Präsi­dent­schaft ist.

Grk wies auch auf den Besuch des indi­schen Außen­mi­nis­ters Subrah­manyam Jais­hankar hin, der über die Entwick­lungen in der indo­pa­zi­fi­schen Region berichten wird, in der große Verän­de­rungen im Gange sind.

In einer Diskus­si­ons­runde soll auch die Zukunft Afgha­ni­stans erör­tert werden, ein Thema, das in einer Diskus­si­ons­runde mit den Vertei­di­gungs­mi­nis­tern vertieft wird.

Auch die Covid-19-Pandemie wird auf der Tages­ord­nung stehen, wobei der Schwer­punkt der dies­jäh­rigen Panels auf der Erho­lung liegt. Der digi­tale Wandel in Europa wird ebenso disku­tiert wie die Zukunft des euro­päi­schen Tourismus.

Wie üblich findet vor dem Forum das Young BSF statt, eine Konfe­renz, an der rund 40 aufstre­bende Führungs­kräfte aus der EU und ihren Nach­bar­län­dern teil­nehmen und die am Sonntag begann. Auch sie werden sich haupt­säch­lich mit der Zukunft Europas befassen.

Aufgrund der aktu­ellen epide­mio­lo­gi­schen Situa­tion werden einige Diskus­si­ons­teil­nehmer online an den Debatten teil­nehmen, die meisten planen jedoch eine persön­liche Teilnahme.

Grk erklärte, dass die Gesund­heit aller Teil­nehmer eine der Haupt­prio­ri­täten der Orga­ni­sa­toren sein wird. Im Einklang mit den allge­meinen Anfor­de­rungen müssen alle Teil­nehmer die Bedin­gung erfüllen, dass sie geimpft und genesen sind. Die Debatten werden auch online übertragen.

Nach Ansicht von Grk zeigt die Tatsache, dass das BSF in diesem Jahr kaum von der Pandemie betroffen war, dass es sich zu einer führenden Konfe­renz in Südost­eu­ropa entwickelt.

Letztes Jahr war das BSF aufgrund der Covid-19-Pandemie eine eintä­gige Veranstaltung.

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Dieser Beitrag erschien zuerst bei DEMOKRACIJA, unserem Partner in der EUROPÄISCHEN MEDIENKOOPERATION.


2 Kommentare

  1. „Wie üblich findet vor dem Forum das Young BSF statt, eine Konfe­renz, an der rund 40 aufstre­bende Führungs­kräfte aus der EU und ihren Nach­bar­län­dern teil­nehmen und die am Sonntag begann. Auch sie werden sich haupt­säch­lich mit der Zukunft Europas befassen.“
    Selbst­ver­ständ­lich irren Sie sich nicht. Das verzwei­felte Stre­bertum zeigt, dass es einfach ein WEF zwei­terklasse ist.

  2. Wenn ich schon wieder die Unter­stützer dieser Aktion sehe, dann würde ich mir wünschen, es wäre nur eine Show-Veran­stal­tung, an der sich ein paar korrupte Hand­langer die Taschen voll machen. Aber ich befürchte, daß wir diesen Laden besser ernst nehmen sollten.
    Auf den ersten Blick sehe ich dort Spon­soren wie Chatham House, Mercator Stif­tung, Micro­soft, Face­book und Google. Würde man weiter­su­chen, wäre man sicher­lich sehr schnell im Sumpf der übli­chen Verdächtigen.
    Da lacht mir doch mal wieder die komplette Agenda entgegen.
    Und schon wieder sehe ich eine Kader­schmiede nach dem Muster der Young Global Leaders etc. Ganz oben scheinen die übli­chen NWO-Themen wie „Nach­hal­tige Entwick­lung“, „Digi­ta­li­sie­rung“ oder „Klima­wandel“ zu stehen. (natür­lich im Sinne der Milen­nium Goals)
    Ich hoffe nur, daß sich jemand findet, der mich ganz schnell davon über­zeugt, daß ich mich irre!

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