Bosnien über­flutet von Migranten; Nach­bar­staaten wehren sich

Nach der Locke­rung der Coro­na­virus-Maßnahmen gelangen immer mehr ille­gale Migranten aus asia­ti­schen Ländern nach Bosnien und Herze­go­wina, wie Darko Ćulum, Vorsit­zender des Koor­di­nie­rungs­gre­miums zur Über­wa­chung der Migran­ten­be­we­gung der Repu­blika Srpska, berichtet. Täglich werden zwischen 150 und 200 Neuan­künfte regis­triert. Beamte des an der bosnisch-kroa­ti­schen Grenze gele­genen Kantons Una-Sana weisen darauf hin, dass auch die Zahl der ille­galen Migranten in dieser Region in den letzten Wochen erheb­lich zuge­nommen hat und dass täglich zwischen 200 und 300 Neuan­künfte in der Region verzeichnet werden.

Im Gegen­satz zu Bosnien und Herze­go­wina ergreifen die Nach­bar­staaten der Region konkrete Maßnahmen, um ille­gale Migranten aus ihrem Hoheits­ge­biet zu entfernen. Serbien hat zum Beispiel seine Armee nach Šid (an der serbisch-kroa­ti­schen Grenze) geschickt. Slowe­nien ist dabei, die Vorschriften zu ändern, um Asyl­an­träge inner­halb von 24 Stunden zu bear­beiten, d.h. um Migranten nach Ableh­nung in ein Nach­bar­land rück­zu­schieben. Kroa­tien wird höchst­wahr­schein­lich dem Beispiel Slowe­niens folgen. Das bedeutet, dass viele Migranten nach Bosnien und Herze­go­wina zurück­ge­schickt werden, wo sie sich zumin­dest vorerst noch unbe­küm­mert aufhalten können.

Quelle: RTV USK

5 Kommentare

  1. Asyl­an­träge inner­halb von 24 Stunden?

    Hm, so einen Antrag könnte ich in wenigen Minuten bescheiden. Oder noch schneller:
    Keine Papiere? Illegal über die Grenze gekommen? – Fest­nahme, Hand­schellen, Antrag abgelehnt.

    • Keine Papiere? Illegal über die Grenze gekommen? – Fest­nahme, Hand­schellen, Antrag abge­lehnt, sofor­tige Abschiebung.

    • Já jsem v roce 1970 22 lety jsem přijel do Švýcarska, bez papíru a vystoupil jsem na černo. Měl jsem pohovor s poli­caitama a bylo za 2 hodiny vyry­zeno. A dostlal jsem Azyl.
      Ve Svyr­casku bylo tady 16000 Čechů a Slováků, a všichni dostaly Azyl.

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