Ceuta: Marok­ka­ni­sche Eltern wollen ihre Kinder nicht zurück

Bildquelle: Fdesouche

Nach der ille­galen Einreise von 2.000 unbe­glei­teten Minder­jäh­rigen erklären 92% der befragten marok­ka­ni­schen Fami­lien, dass ihre Kinder in Spanien bleiben sollen

Das Problem der unbe­glei­teten minder­jäh­rigen Flücht­linge (MUFL) in Ceute spitzte sich in der vergt­an­genen Woche deut­lich zu: mehr als tausend marok­ka­ni­sche MUFL halten sich seit der Migra­ti­ons­krise, die das Nach­bar­land am 17. Mai ausge­löst hatte, dort auf.

Es genügt, fast überall in der Stadt, von Benítez bis Santa Cata­lina, spazieren zu gehen, um zu sehen, dass es immer noch Hunderte solcher Jugend­li­cher auf der Straße gibt. Die lokale Verwal­tung hat bereits 1.125 von ihnen aufge­nommen, einschließ­lich der 238, die im Heim „La Espe­r­anza“ unter­ge­bracht sind, und von denen einige bald von den verschie­denen auto­nomen Regionen Spaniens in Form eines „beispiel­losen“ Soli­da­ri­täts­me­cha­nismus verteilt werdensollen.

Von den Neuan­kömm­lingen hat die Stadt 920 poli­zei­lich regis­triert. In Piniers gibt es 171 Jungen und 67 Mädchen. Im Sport­zen­trum Santa Amelia 245 männ­liche Jugend­liche und in den Lager­hallen von Tarajal weitere 364.

Die gewis­sen­hafte Prozedur, die das spani­sche Gesetz vorschreibt und die der Kinder­schutz­dienst unter der Leitung von Toñi Palomo „buch­sta­ben­ge­treu“ befolgt, hat damit begonnen, in einem Scree­ning-Prozess voran­zu­kommen, indem im Kran­ken­haus Alters­be­stim­mungs­tests für dieje­nigen durch­ge­führt werden, deren Alter zwei­fel­haft ist. Diesen Freitag wurden die ersten zehn Tests durch­ge­führt und die NGO Save The Children hat bereits mehr als 150 persön­liche Inter­views mit Kindern und Jugend­li­chen durchgeführt.

Sie erhielten Doku­mente, die unnö­tige radio­lo­gi­sche Unter­su­chungen vermeiden und die Verfahren in etwas mehr als der Hälfte der Fälle beschleu­nigen sollen. Ferner wurden Kontakte mit 79 Fami­lien der Jugend­li­chen herge­stellen. Das Ergebnis dieser Gespräche war „nieder­schmet­ternd“.

Unab­hängig davon, ob sie getäuscht wurden oder nicht, zogen es 92,5 % der Eltern vor, dass ihre Kinder in Spanien bleiben sollen, und zwar „aus sozio­öko­no­mi­schen Gründen, fami­liären Gründen, Geld­mangel, Armut, Erhö­hung der Medi­ka­men­ten­kosten…“ usw. Nur in sechs Fällen wurde eine posi­tive Antwort zur Rück­kehr der Kinder gefunden. Jetzt geht es darum, sich mit der Posi­tion des Nach­bar­landes ausein­an­der­zu­setzen, um die Wieder­ver­ei­ni­gung der Fami­lien zu erleichtern.

„Bei Wieder­ver­ei­ni­gungs­ver­fahren ist es nicht nur notwendig, die Abstam­mung zu über­prüfen, sondern auch die Risiken des Kontakts zu bewerten. Die Durch­führ­bar­keit der Rück­kehr und die Zustim­mung der Eltern und der Minder­jäh­rigen machen uns verant­wort­lich für diese Minder­jäh­rigen. Wir können sie nicht einfach der Polizei anver­trauen, geschweige denn den Grenz­wa­chen, die ihnen vor zwei Wochen die Türen geöffnet haben, damit sie ihr Land verlassen konnten“, argu­men­tiert der Leiter des Bereichs.

Quelle: El Faro de Ceuta


12 Kommentare

  1. Natür­lich wollen diese Fami­lien mit ihren Kindern wieder zusam­men­ge­führt werden, ganz drin­gend sogar – aber in Europa.

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  2. Es ist eine Kriegs­er­klä­rung! Marokko und auch mitt­ler­weile Ägypten drohen schon länger. Vor einigen Wochen gab es sinn­gemäß den Satz von Schäuble.….“ wenn wir Nord­afrika nicht helfen sieht es für uns nicht gut aus.“
    Es macht ein sprachlos. Und man muss sich mal vorstellen das Marokko ein Königs­haus hat. 

    Die Hilfe sieht unter anderem so aus, dass im Biosor­ti­ment der Super­märkte Blau­beeren und Himbeeren aus Marokko impor­tiert werden. Massen­haft in der Auslage.

    Stop den Nafris!

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    • Diese Klientel sieht man ja auch zuneh­mend selbst in den Biomärkten einkaufen, was sich eine doit­sche Familie selten umfas­send leisten kann wenn über­haupt. Die sieht man dann nach dem Einkauf in den dicksten neuen Mercedes oder BMWö steigen – meis­tens junge Männer wo man sich denken kann, woher die die Kohle haben – Ali Mente, Ali Mente.

  3. Ganz Einfach : Diesen “ Kindern “ nur Sach­leis­tungen zuge­stehen – und gut ist !!!
    Dann rollt in Marokko nicht der Rubel !!

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  4. Was sind das nur für Eltern, die ihre Kinder einfach so auf Reise schi­cken und abschieben.
    Die sind ja völlig empathilos und egois­tisch. Ich kann das nicht nach­voll­ziehen. Die würden ihre Kinder auch verkaufen, egal an wen, traurig.

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  5. Das war nur ein Probe­lauf, um zu sehen wie bescheuert die Euro­päer sind. Erst die Kinder­lein, dann Papi und Mami und als Beloh­nung gibt es dann noch Omi und Opi…
    Sorry, aber Europa hat wirk­lich nichts anderes verdient!!!

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  6. Ist ja klar. Kinder haben dort nicht den Stel­len­wert wie in Europa. Außerdem sorgen die blöden Euro­päer für ihre Kinder und sie freuen sich schon auf den Frei­fahrt­schein, selbst nach Europa kommen zu können und rundum versorgt zu werden.

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    • Die Eltern sind in die Pflicht zu nehmen. – Es ist schon unver­ant­wort­lich, seine Kinder alleine auf solch eine Reise zu schi­cken – auch wenn diese Minder­jäh­rigen teil­weilse bereits um die 30 Jahre alt sind.

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      • Ergän­zung: alle zurück­schi­cken zu Mama und Papa bzw. in den Schoß des vermut­lich riesigen Clöns. – Und die Erwach­senen gleich mit – die haben in ihren Herkunfts­län­dern genug zu tun, ihren gewünschten Lebens­stan­dard dort selbst aufzu­bauen mit ihrer eigenen Hände echter ehrli­cher Arbeit.

        Sollten hier dann die echten Doit­schen in Bälde mögli­cher­weise ausge­storben oder ausge­störben worden sein, dann wäre hier­zu­land eh niemand mehr, der sie weiter fürst­lich füttern würde.

        Die Elöten, die das alles steuern m. E., haben ganz gewiss nicht vor, denen ihre fürst­li­chen Ali Mente aus ihren eigenen Vermögen weiter­zu­zahlen, wenn die von ihnen gehossten echten Doit­schen dann von der Erde verschwunden wären.

        Das sollten diese Mügrünten sich auch mal über­legen, was diese Elöten DANN mit ihnen vorhaben und m. E. wäre das nichts Gutes.

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