Das Euro­pa­par­la­ment setzt seinen LGBT-Kreuzzug fort – Reak­tionen in Mitteleuropa

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In Fort­set­zung seiner Politik der Verein­heit­li­chung und Etablie­rung von „LGBT-Rechten“ in der gesamten Euro­päi­schen Union als Teil eines „Regen­bogen-Europas“ hat das Euro­pa­par­la­ment am 13. September mit 387 zu 161 Stimmen bei 123 Enthal­tungen eine Entschlie­ßung ange­nommen, in der die Euro­päi­sche Kommis­sion aufge­for­dert wird, Maßnahmen zu ergreifen, um „Homo­ehen“ und Adop­ti­ons­rechte für Homo­paare in der gesamten Euro­päi­schen Union einzu­führen, wobei Polen, Rumä­nien und Ungarn ausdrück­lich erwähnt wurden. Diese Entschlie­ßung hat eine Reihe von Reak­tionen hervor­ge­rufen, insbe­son­dere in Mitteleuropa.

Eine völlig unbe­grün­dete poli­ti­sche Entschließung

Zunächst reagierte die unga­ri­sche Justiz­mi­nis­terin Judit Varga, zitiert von der Zeit­schrift Mandiner, auf diese „völlig unbe­grün­dete poli­ti­sche Entschlie­ßung“: „Es scheint, dass das EP immer noch von der Tatsache verletzt ist, dass Ungarn mit seinem Kinder­schutz­ge­setz jegliche Form von sexu­eller Propa­ganda in öffent­li­chen Bildungs­ein­rich­tungen, Schulen und Kinder­gärten verbietet […] Sie sind über unseren Wider­stand gegen den Druck und die LGBTQ-Lobby verlegen. […]

Kinder­er­zie­hung liegt in der allei­nigen Verant­wor­tung der Eltern und ist in Artikel 14 der EU-Charta der Grund­rechte veran­kert. Ist das in Brüssel so schwer zu verstehen?

[…] Das Euro­pa­par­la­ment will diktieren, was als Ehe und Familie gilt, und es will auch ein Mitspra­che­recht bei der Bezie­hung zwischen Kindern und Eltern haben. […] Wieder einmal wollen sie uns von oben herab Ratschläge in Berei­chen erteilen, die in die natio­nale Zustän­dig­keit fallen. […]

Jeder Erwach­sene in Ungarn lebt so, wie er oder sie es für richtig hält, nach seinem eigenen Willen und seiner eigenen Welt­an­schauung. Die Erzie­hung der Kinder ist jedoch das ausschließ­liche Recht der Eltern. Da werden wir nicht nach­geben!

Typi­sches Beispiel für eine neo-marxis­ti­sche Diktatur

Die gleiche Meinung wird in Warschau vertreten, wo der stell­ver­tre­tende Minister für Bildung und Wissen­schaft, Tomasz Rzym­kowski – zitiert von Do Rzeczy – diese x‑te Entschlie­ßung des Euro­pa­par­la­ments zu diesem Thema als „ein typi­sches Beispiel für eine neomar­xis­ti­sche Diktatur“ bezeichnet:

Diese Art von Aktion des Euro­pa­par­la­ments ist scharf zu verur­teilen, da es sich um eine rein ideo­lo­gi­sche Aktion handelt.

[…] Keiner redet mehr um den heißen Brei herum. […] Es ist ein Versuch, die Länder Europas in eine Art ideo­lo­gi­schen Krieg zu treiben, ein Versuch, einen neuen Menschen zu schaffen. Neomar­xismus in seiner reinen Form…“

Ein weiterer ekla­tanter Verstoß gegen das Recht

Für den polni­schen Euro­pa­ab­ge­ord­neten Patryk Jaki (Soli­darna Polska) ist dies „ein weiterer ekla­tanter Verstoß gegen Recht, Verträge, gute Sitten und die Grund­sätze der Diplo­matie, da es in der Entschlie­ßung darum geht, anderen Mitglied­staaten Fragen des Fami­li­en­rechts, der Kultur, der Ethik, der Moral und der Reli­gion aufzu­zwingen, die alle in die ausschließ­liche Zustän­dig­keit der Mitglied­staaten fallen.

Die EU-Beamten verletzen bewusst die Rechts­staat­lich­keit und versu­chen, etwas durch­zu­setzen, von dem sie wissen, dass die Polen es nicht gutheißen, und behan­deln Polen wie ihre Kolonie.“

Die Ehe ist ausschließ­lich die Verbin­dung zwischen Mann und Frau

Der Spre­cher der rumä­nisch-ortho­doxen Kirche, Vasile Bănescu – zitiert von Digi24.ro – erin­nert daran, dass „im Bereich des Fami­li­en­rechts, sprich der Ehe,

die Mitglied­staaten der Euro­päi­schen Union völlige gesetz­ge­be­ri­sche Unab­hän­gig­keit haben. […] Von einer obli­ga­to­ri­schen Aner­ken­nung soge­nannter gleich­ge­schlecht­li­cher Ehen in der gesamten Euro­päi­schen Union kann daher keine Rede sein.

[…] Die Posi­tion der christ­li­chen Kirchen, aber auch der anderen reli­giösen Konfes­sionen in Rumä­nien, in Bezug auf die Ehe (eine zivile Insti­tu­tion, die natür­lich im Laufe der Geschichte der ausschließ­li­chen Verei­ni­gung von Mann und Frau vorbe­halten war) ist die natür­liche Posi­tion, die auf dem univer­sellen mora­li­schen Gesetz beruht, das jeder gesunden Gesell­schaft in der Vergan­gen­heit, Gegen­wart und Zukunft zugrunde liegt.

1 Kommentar

  1. Ja, das machen „Plei­te­läden“ immer, wenn sie „ihr Pulver verschossen haben“! Man ändert die Verhal­tens­re­geln; denn das kostet nichts. Ganz im Gegen­teil, es bringt Bußgelder ein, sofern man diese bezahlt!

    Das wird lustig, wenn der Strom ausfällt, und das Ordnungsamt nicht mehr ausrü­cken kann, um Gelder einzutreiben!

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