David Engels: „Russ­land ist eine Welt­macht, die niemals in die west­liche Welt ‚inte­griert‘ werden kann“

VON ÁLVARO PEÑAS 

Wir veröf­fent­li­chen die Über­set­zung des Inter­views mit Professor David Engels, Histo­riker und Analy­tiker am Zachodni-Institut in Poznan, das Álvaro Peñas für El Correo de Espana heraus­ge­geben hat.

Wenn Sie den aktu­ellen Krieg analy­sieren, sind wir dann zum Kalten Krieg zurückgekehrt?

Der alte „kalte Krieg“ fand zwischen dem sozia­lis­ti­schen Mate­ria­lismus und dem libe­ralen Mate­ria­lismus statt. Der neue wird zwischen der russi­schen und der west­li­chen Zivi­li­sa­tion ausge­tragen, die beide durch eine selt­same Synthese aus Ultra­li­be­ra­lismus für die Eliten und Sozia­lismus für die Massen gekenn­zeichnet sind, auch wenn Russ­land dies mit einem propa­gan­dis­ti­schen Rück­griff auf angeb­lich „konser­va­tive“ Werte zu verschleiern versucht. Natür­lich hat dieser Krieg zahl­reiche Vorge­schichten, in denen der Westen nicht immer eine güns­tige Rolle gespielt hat, und wir müssen lernen, all diese Punkte auch aus der russi­schen Perspek­tive zu inter­pre­tieren, wenn wir die Situa­tion voll­ständig erfassen wollen. Als euro­päi­scher Patriot sollte man aber auch erkennen, dass die russi­sche Politik in vielen Berei­chen mit den grund­le­genden Zielen und Vorstel­lungen der euro­päi­schen Konser­va­tiven unver­einbar ist. Russ­land ist kein Staat, sondern eine eigene Welt und kann nicht in die typi­schen west­li­chen Kate­go­rien des „Natio­nal­staates“ gezwängt werden, ohne sein Wesen zu verlieren: nämlich seine eigene räum­liche Logik mit dem Ziel, einen großen, russisch domi­nierten, aber in Wirk­lich­keit äußerst multi­kul­tu­rellen Raum zwischen Bug und Amur zu schaffen (oder wieder­her­zu­stellen), der nie in ein völlig zufrie­den­stel­lendes Verhältnis zur frag­men­tierten Welt der vielen kleinen euro­päi­schen Staaten gebracht werden kann. Russ­land ist trotz einiger gemein­samer Wurzeln eine eigen­stän­dige Zivi­li­sa­tion, genau wie China und Indien, und muss entspre­chend behan­delt werden: als eine globale Macht, die niemals in die west­liche Welt „inte­griert“ werden kann.

Viele Konser­va­tive in West­eu­ropa sehen diesen Konflikt als einen Krieg zwischen Globa­listen und Antiglo­ba­listen, aber in Osteu­ropa sieht man das ganz anders. Glauben Sie, dass dies ein Vorher und ein Nachher in den Bezie­hungen zwischen den beiden Blöcken sein könnte?

Tatsäch­lich wird der russisch-ukrai­ni­sche Krieg zumin­dest in Polen, aber auch in den balti­schen Ländern oder in Rumä­nien nicht so sehr als Kampf zwischen west­li­chem Links­li­be­ra­lismus und (angeb­li­chem) russi­schem Konser­va­tismus gesehen, wie viele euro­päi­sche Intel­lek­tu­elle glauben, die sich aus Abnei­gung gegen den US-ameri­ka­ni­schen „Wokeism“ lieber auf die Seite Putins schlagen. Polen weiß einer­seits, dass das reale Russ­land mit seiner poli­ti­schen Korrup­tion, seiner wirt­schaft­li­chen Stagna­tion, seiner implo­dierten Ortho­doxie, seinem aufkom­menden Islam und seiner Verharm­lo­sung des sowje­ti­schen Tota­li­ta­rismus alles andere als ein „konser­va­tives“ Muster­land ist und weniger die Inter­essen des Westens als die skru­pel­lose Auswei­tung seines eigenen Macht­be­reichs im Sinn hat. Vor allem der zyni­sche Einsatz von musli­mi­schen Flücht­lingen und Soldaten in der polni­schen Einwan­de­rungs­krise und beim Einmarsch in die Ukraine hat gezeigt, wie „christ­lich“ Russ­land wirk­lich ist. Auf der anderen Seite hofft Warschau, die Ukraine in den christ­lich-patrio­ti­schen Konser­va­tismus einzu­binden und damit näher an das polnisch-unga­ri­sche Bünd­nis­system heran­zu­führen, um den Brüs­seler Links­li­be­ra­lismus weiter zu schwä­chen und schließ­lich ein starkes und patrio­ti­sches Europa aufzu­bauen. Könnte dies zu einem dauer­haften Bruch inner­halb der euro­päi­schen konser­va­tiven Bewe­gung führen? Leider ist dies durchaus möglich, da wir bereits einige ernst­hafte Risse in der polnisch-unga­ri­schen Freund­schaft fest­stellen. Natür­lich spielt diese Spal­tung auch den Feinden Europas in die Hände, seien es die linken Eliten, seien es die russi­schen Imperialisten…

Warum glauben Sie, dass Putin als Konser­va­tiver oder Vertei­diger des Chris­ten­tums ange­sehen wird?

In der Tat: Nicht nur in Deutsch­land, sondern auch in Frank­reich, Italien und sogar Spanien pflegen viele Konser­va­tive ein eher roman­ti­sches Russ­land­bild, das immer noch von Remi­nis­zenzen an Tolstoi, Dosto­jewski, Tschai­kowski, Repin und die Zaren­zeit geprägt ist, aber mit dem heutigen Russ­land nur noch wenig zu tun hat. Aufgrund der maßge­schnei­derten Propa­ganda russi­scher Medien wie RT oder der Influ­encer in den sozialen Medien wird Russ­land von vielen als eine Art letzter Vertei­diger des Westens gesehen, der sich idea­lis­tisch nur um die Erhal­tung und Vertei­di­gung von Tradi­tion, Chris­tentum und natio­naler Kultur kümmert. Wie wir gesehen haben, sieht die Realität des wirk­li­chen Russ­lands natür­lich ganz anders aus; viele west­liche Konser­va­tive glauben jedoch immer noch, dass Putin ihr präde­sti­nierter Verbün­deter ist, sind sich aber kaum darüber im Klaren, dass sie nur Teil eines groß ange­legten Desta­bi­li­sie­rungs­ver­suchs sind, dessen Ziel es ist, den Westen noch mehr als bisher zu spalten und so der unge­hin­derten russi­schen Expan­sion freie Hand zu geben. Das bedeutet nicht, dass Russ­land nicht eines Tages östli­cher Partner, viel­leicht sogar Verbün­deter einer mäch­tigen Konfö­de­ra­tion euro­päi­scher Staaten sein kann, aber es wird sich niemals auf den Status eines insti­tu­tio­nell gleich­be­rech­tigten Mitglieds eines solchen Bünd­nisses zurück­stufen lassen. Es sind also nicht die Inter­essen der deut­schen, spani­schen oder fran­zö­si­schen Konser­va­tiven, die auf der Prio­ri­tä­ten­liste des Kremls ganz oben stehen, sondern die Frage, wie Russ­land wieder zu einem domi­nanten poli­ti­schen Akteur in Eura­sien werden kann. Es liegt sicher­lich im Inter­esse Russ­lands, die ideo­lo­gi­sche Bedro­hung durch den Wokeismus abzu­wehren, indem es gele­gent­lich euro­päi­sche Konser­va­tive unter­stützt, um seine Gegner zu schwä­chen. Doch spätes­tens dann, wenn ein starkes und geeintes konser­va­tives Europa tatsäch­lich etabliert ist, werden Russ­lands derzei­tige Verbün­dete fest­stellen, dass Moskau, um seine west­liche Flanke zu schützen, eine Politik des „Teile und Herr­sche“ in Europa verfolgen wird, die nicht weniger schäd­lich sein wird als dieje­nige, die den Verei­nigten Staaten oft zuge­schrieben wird.

Sie spre­chen oft von der Selbst­ver­ach­tung, die den Westen geplagt hat. Ist diese Bewun­de­rung für Putin ein Zeichen für mangelndes Vertrauen in unsere eigenen Werte?

Konser­va­tive, die ständig den russi­schen Stand­punkt gegen­über dem Westen vertei­digen und zu einem wohl­wol­lenden „Verständnis“ aufrufen, das sie in der Regel nicht einmal ihren unmit­tel­baren euro­päi­schen Nach­barn zuge­stehen, distan­zieren sich letzt­lich von den Inter­essen unserer eigenen euro­päi­schen Zivi­li­sa­tion, wie proble­ma­tisch ihr derzei­tiger ideo­lo­gi­scher Kurs auch sein mag. Diese Haltung erin­nert auf selt­same Weise an den Selbst­hass der libe­ralen Linken, wenn auch aus einer diame­tral anderen Perspek­tive. Während die Linke den Westen für seine angeb­li­chen histo­ri­schen Fehler (von der „weißen Vorherr­schaft“ über „toxi­sche Männ­lich­keit“ bis hin zu „syste­mi­schem Rassismus“) verachtet und ihn bewusst demon­tieren will, sehen konser­va­tive Russo­phile ihre eigene Zivi­li­sa­tion als hoff­nungslos perver­tiert an und setzen all ihre Hoff­nungen auf die junge russi­sche Kultur. Dies ist eine selt­same Form des Exotismus, die, morpho­lo­gisch gesehen, wahr­schein­lich ähnliche Beweg­gründe hat wie die Konver­sion einiger west­eu­ro­päi­scher Konser­va­tiver zum Islam.

Dieser Krieg war eine abso­lute Absage an fort­schritt­liche Werte und eine Bekräf­ti­gung der Bedeu­tung von Souve­rä­nität, einer Armee oder des Patrio­tismus. Glauben Sie, dass dies zu einer Trend­wende in Europa führen könnte, zu einer deut­li­chen Zunahme der konser­va­tiven Kräfte?

Zum einen ist in der Tat davon auszu­gehen, dass bestimmte linke ideo­lo­gi­sche Posi­tionen durch ihre prak­ti­sche Umset­zung so diskre­di­tiert sind, dass die herr­schenden Eliten nur allzu dankbar sein dürften, wenn sich von außen die Gele­gen­heit bietet, diskrete Kurs­kor­rek­turen vorzu­nehmen und sich so geschickt der Verpflich­tung zu entziehen, ihr Schei­tern einzu­ge­stehen. Die schritt­weise Abkehr vom „Green Deal“ ist wahr­schein­lich ebenso ein Fall von verspä­teter Einsicht wie die Entschei­dung, die mili­tä­ri­schen Fähig­keiten Europas zu erhöhen (was ange­sichts der wach­senden Angst vor externen, aber auch internen poli­ti­schen Konflikten auch mit einem Hinter­ge­danken verbunden sein könnte). Andere Verschie­bungen im Narrativ hingegen, wie die neu entdeckte Liebe zur polni­schen und unga­ri­schen Migra­ti­ons­po­litik oder die Würdi­gung des helden­haften Patrio­tismus der Ukrainer, müssen wohl als reiner Oppor­tu­nismus gewertet werden, der spätes­tens dann in Verges­sen­heit gerät, wenn der Westen in ein paar Jahren versucht, der Ukraine Begriffe wie „syste­mi­scher Rassismus“ oder LGBTQ-Kultur aufzuzwingen…

Es wäre daher nicht nur verfrüht, sondern auch falsch, wenn die Konser­va­tiven zu früh in Jubel ausbre­chen und endlich von einer Rück­kehr zum „gesunden Menschen­ver­stand“ ausgehen würden: So wie die Kommu­nis­ti­sche Partei Chinas nach dem allmäh­li­chen Zusam­men­bruch der Sowjet­union zu der Einsicht kam, dass ihre Macht besser durch den Staats­ka­pi­ta­lismus als durch den maois­ti­schen Kollek­ti­vismus gesi­chert werden kann, könnte es nun auch sein, dass links­li­be­rale Eliten versu­chen, ihren eigenen Kurs zu steuern, indem sie sich teil­weise eine konser­va­tive Rhetorik zu eigen machen, ohne ihr fakti­sches Macht­mo­nopol aufgeben oder auf die Kern­ele­mente ihrer Ideo­logie verzichten zu wollen: Statt geschlechts­lose pazi­fis­ti­sche Soldaten wären sie dann hart trai­nierte Söldner, die linke Eliten in Berlin und Brüssel unter­stützen; und statt Globa­lismus, Multi­kul­tu­ra­lismus und Milli­ar­därs­so­zia­lismus mit dem Verweis auf „Menschen­rechte“ zu legi­ti­mieren, könnten sie als „patrio­ti­sche Pflichten“ im Kampf gegen Russ­land (und China) heroi­siert werden.

Trotz ihrer Soli­da­rität mit den ukrai­ni­schen Flücht­lingen wurden Ungarn und Polen von Brüssel erneut für ihre mangelnde Rechts­staat­lich­keit verur­teilt. Ist eine Euro­päi­sche Union, die eine solche Heuchelei an den Tag legt, gültig, wenn in Europa ein Krieg ausge­bro­chen ist?

Ganz genau. Als ich das letzte Mal nachsah, hatte die EU einen eher geringen Betrag an allge­meiner Hilfe für die Ukraine beschlossen (500 Millionen Euro), aber keine konkreten Maßnahmen zur Unter­stüt­zung der von Polen geschaf­fenen spezi­fi­schen Aufnah­me­ka­pa­zi­täten (außer der Heraus­gabe neuer büro­kra­ti­scher Leit­li­nien, die den Grenz­schutz­be­amten vorgeben, wie sie die Warte­zeiten verkürzen können). Im Gegen­satz dazu fällt die derzei­tige Aufnahme von über zwei Millionen Flücht­lingen in Polen mit der Verab­schie­dung weiterer Sank­tionen Brüs­sels gegen Polen und Ungarns angeb­liche Bedro­hung der Rechts­staat­lich­keit zusammen – ironi­scher­weise ein Streit, der unter anderem dadurch ausge­löst wurde, dass sich beide Länder 2015 weigerten, die von Deutsch­land allein nach Europa einge­la­denen, meist musli­mi­schen Wirt­schafts­flücht­linge auf der Grund­lage einer in Brüssel fest­ge­legten „Quote“ aufzu­nehmen… Der Krieg könnte jedoch auch zu einigen uner­war­teten Entwick­lungen in der Region führen, die letzt­lich der „Linken“ in Brüssel schaden. Natür­lich wird Putin, wenn er den Krieg gewinnt, die Ukraine ganz oder teil­weise in einen Vasal­len­staat verwan­deln und einen neuen Kalten Krieg auslösen, in dem Polen mit seiner langen Ostgrenze zum Front­staat wird – mit allen Konse­quenzen für seinen poli­ti­schen, wirt­schaft­li­chen und mili­tä­ri­schen Status sowie der Tatsache, dass östlich von Warschau ein Konti­nen­tal­block entstehen wird, der nicht in Wladi­wostok, sondern in Hong­kong endet. Verliert Putin jedoch den Krieg, sind nicht nur seine Tage als Macht­haber gezählt, sondern auch die der Russi­schen Föde­ra­tion, die einen lang­wie­rigen Zerfalls­pro­zess durch­laufen könnte. Ange­sichts des dortigen Waffen­ar­se­nals, der enormen Mili­ta­ri­sie­rung des Staates und der poli­ti­schen und terri­to­rialen Inter­essen des Westens, der musli­mi­schen Welt und Chinas könnte dies für Jahre, ja Jahr­zehnte zu einem Macht­va­kuum zwischen Bug und Amur führen – mit den entspre­chenden kata­stro­phalen Folgen, viel­leicht sogar einem Bürger­krieg. Auch hier würde sich Polen in der ersten Kiste der Welt­ge­schichte wieder­finden und die Folgen dieser Desta­bi­li­sie­rung seiner Nach­bar­schaft tragen, aber es könnte sich zu einem wich­tigen poli­ti­schen Akteur in Europa entwi­ckeln und viel­leicht sogar den alten Traum von einer engeren Zusam­men­ar­beit zwischen den Nationen des Trima­riums verwirk­li­chen. Warschau könnte damit endlich die geostra­te­gi­schen Verhält­nisse der Zeit vor den polni­schen Teilungen wieder­her­stellen, als die Gebiete zwischen Ostsee und Schwarzem Meer noch nicht als umstrit­tenes „Blut­land“ galten, sondern als unab­hän­giger multi­kul­tu­reller und multi­re­li­giöser Staa­ten­ver­bund auf Augen­höhe mit Deutsch­land, Frank­reich und Moskau – sicher nicht auf Kosten der Stabi­lität in Europa.

Prof. Dr. David Engels ist Professor für römi­sche Geschichte an der Univer­sität Brüssel (ULB) und arbeitet derzeit als Forschungs­pro­fessor am Instytut Zachodni in Pozna, Polen. Er ist Autor und Heraus­geber zahl­rei­cher Bücher und wissen­schaft­li­cher Artikel über alte Geschichte, Geschichts­phi­lo­so­phie und modernen Konser­va­tismus. Am bekann­testen ist er für sein Buch Le déclin (Paris 2013), in dem er die Krise der EU mit dem Nieder­gang der römi­schen Repu­blik im ersten Jahr­hun­dert v. Chr. vergleicht. (Histo­rica-Editionen)

Dieser Beitrag erschien zuerst bei EL CORREO DE ESPANA, unserem Partner in der EUROPÄISCHEN MEDIENKOOPERATION.

8 Kommentare

  1. Ich hätte die Über­schrift anders ausge­legt: „Russ­land würde nie den Westen inte­grieren wollen – zuviel Dumm­heit – zuviel Deka­denz und Menschenfeindlichkeit“

  2. Am 18.03.2022 haben sich die Eura­si­sche Wirt­schafts­union (EAEU) und China nach einer Video­kon­fe­renz darauf geei­nigt, den Mecha­nismus für ein unab­hän­giges inter­na­tio­nales Währungs- und Finanz­system zu entwi­ckeln. Die EAEU besteht aus Russ­land, Kasach­stan, Kirgi­si­stan, Weiß­russ­land und Arme­nien und ist dabei, Frei­han­dels­ab­kommen mit anderen eura­si­schen Staaten zu schließen und sich schritt­weise mit der chine­si­schen Belt and Road Initia­tive (BRI) zu verbinden. incamas.blogspot.com/2022/03/grundzuge-der-neuen-multipolaren-welt.html

  3. Ein Spanier bleibt immer ein West­narr und kann niemals die Geschichte so verstehen, wie der Osten von de EU.
    Einige Aussagen sind dennoch inter­es­sant und zu beob­achten gut.
    Der west­liche Arro­ganz und amerik. Kultur mit deren Eliten und Main­stream-Mißt kann keine zukünf­tige Lösung für Europa sein.
    Deshalb Europa muß sich unbe­dingt von den beiden Welt­mächten ihre Zukunft gestalten auf fried­li­chen Basis und mit allen Seiten den Handel, Wirt­schaft und Ener­gie­zu­fuhr sichern.
    Ohne diesen wird Europa zwischen den 2 Welt­mächten zerschlagen und vernichtet, wie schon zweimal geschehen ist.
    Wenn Europa nach dem immer noch nicht aufwacht, bleibt für unsere Enkel­kinder nur die Auswanderung..

    16
  4. Ach so – aber Millionen und Aber­mil­lionen von einge­schleusten archaischsten m.slimischen vor allem Männer­horden aus isl.mischen Schöria-Kulturen sind in die west­liche Welt integrierbar?

    16
  5. „west­liche Welt“? Auch zwischen Deutsch­land, Schweden, Frank­reich und Groß­bri­tan­nien liegen Welten was die Sicht auf Wirt­schaft, Staats- und Gemein­wesen betrifft die zwar Koope­rieren, aber sich prak­ti­schnicht vereinen lassen.
    Diese Tatsache zu igno­rieren ist das Grund­übel der heutigen Total­ver­ein­nah­mungs-EU, und es wäre schade wenn die Visegrad-Staaten sich als bislang starker Gegenpol zum Wahn­sinn aus Brüssel durch die Russ­land­frage nun selbst zerlegen.

    Ansonsten kann man zu diesem Inter­view nur sagen: Erfreu­lich auf den Punkt gebrachte nüch­terne aber auch scho­nungs­lose umfas­sende Zusam­men­fas­sung der heutigen Lage.

    17
    4
  6. Von jemandem, der an einem polni­schen Institut arbeitet, eine ausge­wo­gene Meinung gegen­über Rußland erwarten zu wollen, wäre wohl ein Schuß in den Ofen.

    Der Mann betreibt seine „Analyse“ genauso mit Unter­stel­lungen und Verdre­hungen wie alle seine west­li­chen Kollegen. Er dämo­ni­siert Rußland ohne Ende und unter­schlägt z. B. daß Rußland nicht nur seit 30 Jahren sich immer wieder dem Westen andient, während es von diesem ständig in die ausge­streckte Hand gebissen wird, es war auch immer bere­chenbar – die Russen betreiben eine ganz klare Politik, im Gegen­satz zu der hinter­trie­benen, verlo­genen und emoti­ons­ge­la­denen „Politik“ des Westens.

    Rußland ist tatsäch­lich das letzte Boll­werk gegen die Deka­denz des Westens, ich habe das bei meinen über 20 Reisen dorthin stets so empfunden. Das kann ich mit einem kleinen Beispiel unterfüttert:

    in Moskau finden sich Plakate im öffent­li­chen Raum mit Mutter, Vater und kleinem Kind im Vorder­grund – darüber steht : „Ohne Dich hätte uns etwas gefehlt.“ Kinder­för­de­rung steht in R. ganz oben an.

    Wenn man hier aus dem Flug­zeug steigt, empfangen einen Plakate, auf denen zwei halb­nackte Schwule zu sehen sind, der eine ist gerade dabei seine Hand in die Unter­hose des anderen zu stecken und darüber steht : „Oben ohne, unten mit“.

    Wer das erstere für dumm, das zweite aber für gut hält, der mache sich auf nach Posen, um Meister Engels die Akten­ta­sche zu putzen.

    36
    1

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein