Der Affen­mensch: erste chimä­ren­ar­tige Embryonen der modernen Zauberlehrlinge

Unsere post­mo­dernen Gesell­schaften, ohne Bezugs­punkte, ohne Glauben, ohne Iden­tität, mit flie­ßenden und dekon­struk­ti­vis­ti­schen Ideo­lo­gien, öffnen den Weg für alle Arten von Expe­ri­menten an mensch­li­chen Wesen, und seien sie so klein wie ein Embryo – in Wirk­lich­keit eine große Gefahr für die Menschheit.

Unter dem Deck­mantel des Fort­schritts medi­zi­ni­scher Thera­pien, einschließ­lich der rege­ne­ra­tiven Medizin – in dieser Hinsicht wäre Covid sogar ein Geschenk des Himmels gewesen, um ethi­sche Barrieren zu über­winden – wurde gerade ein neuer Tabu­bruch begangen: Es wurden chimäre Mensch-Affen-Embryonen geschaffen. Zwei Teams, ein fran­zö­si­sches und ein sino-ameri­ka­ni­sches, haben Makaken-Embryonen drei bis neun­zehn Tage lang kulti­viert und ihnen mensch­liche Zellen hinzu­ge­fügt. Die Menge der in die Affen­em­bryonen inte­grierten mensch­li­chen Zellen blieb in der ersten Studie, die am 12. Januar in der Zeit­schrift Stem Cell Reports veröf­fent­licht wurde, jedoch sehr gering. Und bescheiden in der zweiten Studie, Chimeric Contri­bu­tion of Human Pluri­po­tent Stem Cells Extended to Monkey Embryos ex vivo, veröf­fent­licht am 15. April in der Zeit­schrift Cell.

Der Artikel“, berichtet die italie­ni­sche Tages­zei­tung La Nuova Bussola Quoti­di­anna, „wurde von chine­si­schen und ameri­ka­ni­schen Forschern aus verschie­denen Insti­tuten und Univer­si­täten, darunter auch einer katho­li­schen, verfasst und berichtet über folgendes Expe­ri­ment. Es wurden adulte mensch­liche Zellen entnommen und in ein pluri­po­tentes Stadium regres­siert (hPSC-Zellen), d. h. in ein Stadium, in dem sie theo­re­tisch viele Gewebe und Organe erzeugen könnten. Diese umge­wan­delten Zellen wurden in Affen­blas­to­zysten einge­setzt (die Blas­to­zyste ist die Stufe der Embryo­nal­ent­wick­lung 5 bis 6 Tage nach der Empfängnis), um zu sehen, wie sie inter­agieren. Von den 132 auf diese Weise mani­pu­lierten Embryonen waren nach 19 Tagen nur noch drei am Leben. Am 20. Tag starben auch diese drei Embryonen.“

Der Jour­na­list stellt dann die wesent­liche Frage, exis­ten­ziell sozu­sagen, kein Wort­spiel beabsichtigt:

„Warum wurden diese Chimären-Embryonen erzeugt? “

Die erste Moti­va­tion, so LNBQ, sei es, das In-vivo-Verhalten mensch­li­cher pluri­po­tenter Zellen zu unter­su­chen. Zwei­tens wollte die Studie die realen Möglich­keiten hinsicht­lich der “Erzeu­gung von Organen und Geweben für die Trans­plan­ta­tion“ unter­su­chen. Schließ­lich “können diese Ergeb­nisse helfen, die frühe mensch­liche Entwick­lung und die Evolu­tion der Primaten besser zu verstehen und Stra­te­gien zu entwi­ckeln, um den mensch­li­chen Chimä­rismus bei evolu­tionär entfernten Arten zu verbessern“.

Wissen­schaftler erschaffen halb-mensch­liche, halb-affen­hafte Embryonen

Die ethi­schen Impli­ka­tionen dieser Affen-Mensch-Chimären sind so gravie­rend, dass selbst die Zeit­schrift Cell, in der der Artikel erscheint, Vorbe­halte gegen die prak­ti­sche Wirk­sam­keit dieses Expe­ri­ments und seine Ethik hat.

Bezüg­lich der Nütz­lich­keit dieses Expe­ri­ments weist LNBQ darauf hin, dass der Gene­tiker Giuseppe Novelli, von der Univer­sität Rom Tor Vergata, rheto­risch fragt:

„Sind wir sicher, dass dies ein Weg ist, der zur Bildung von funk­tio­nellen Organen führt? Sind wir sicher, dass wir Chimären-Embryonen verwenden sollten, wenn es möglich ist, Orga­noide aus indu­zierten Stamm­zellen einer einzigen Spezies zu erhalten?“

Auf einer eher mora­li­schen Ebene notiert die italie­ni­sche Tages­zei­tung diese wenigen Gedanken, denen wir uns anschließen:

„Erstens, um jede Unklar­heit zu vermeiden: Diese Embryonen sind keine mensch­li­chen Embryonen, die mit Affen­zellen gekreuzt wurden, sondern das Gegen­teil. Sie sind Affen­em­bryonen mit mensch­li­chem biolo­gi­schem Material.

„Zwei­tens, um auf den Punkt von Dr. Novelli zurück­zu­kommen: Wenn es andere, effek­ti­vere Wege gibt, das Verhalten von pluri­po­tenten Stamm­zellen zu unter­su­chen und Orga­noide zu erhalten, warum diese nicht verfolgen? Kurz gesagt, während einige der von der Studie ange­ge­benen Ziele edel sind, ist die verwen­dete Methode nicht die effizienteste.

„Drit­tens – und damit kommen wir zum wich­tigsten Kritik­punkt – ist die Entnahme mensch­li­cher Zellen zum Einsetzen in Affen­em­bryonen das Einfallstor, um das Gegen­teil zu tun und einen Affen­men­schen zu erzeugen. Wir fangen damit an, dass wir mensch­liche Embryonen nehmen und ihnen Affen­zellen einpflanzen, und am Ende modi­fi­zieren wir die mensch­liche DNA mit einer affen­ähn­li­chen gene­ti­schen Ausstat­tung. Aus diesem Grund, so Novelli, „ist das Einbringen mensch­li­cher embryo­naler Stamm­zellen in die Blas­to­zyste eines Makaken nach allen bestehenden bioethi­schen Richt­li­nien strengs­tens verboten: Embryo­nale chimäre Zellen sind poten­ziell in der Lage, Chimären-Embryonen – und damit Föten – zu erzeugen, von denen man nichts weiß“.

Diese Möglich­keit“, erin­nert sich der italie­ni­sche Jour­na­list, „hat es in der Vergan­gen­heit bereits gegeben. 1997 wurden mensch­liche Zell­kerne in Mäuse-Eizellen einge­setzt und das Zusam­men­treffen von mensch­li­chem und tieri­schem Erbgut wieder­holte sich in den folgenden Jahren bei Kühen und Schweinen. Es gibt viele Vari­anten. So gibt es z.B. solche, die entgegen der in diesem Artikel ange­ge­benen Quali­fi­ka­tion von einigen Forschern als Chimären bezeichnet werden: Lebe­wesen, die aus der Verschmel­zung zweier Zygoten hervor­gehen, die der glei­chen oder einer anderen Spezies ange­hören können [vgl. RT TECIRLIOGLU ET AL, Inter­spe­cies somatic cell nuclear transfer and preli­mi­nary data for horse-cow/­mouse iSCNT, in „Stem Cell Rev.“, n. 2 (2006), S. 277–287]. Trans­gene Orga­nismen hingegen sind Orga­nismen, deren Erbgut exogene Gene enthält, die entweder intakt oder verän­dert in die Kern-DNA einge­fügt wurden. Hybride hingegen sind Orga­nismen, die aus der Verschmel­zung zweier Gameten von zwei verschie­denen Arten hervor­gehen [vgl. S. CAMPORESI – G. BONIOLO, Fearing a non-exis­tent Mino­taur? Ethical issues in rese­arch on cyto­plasmic hybrid embryos, in „J. Med. Ethik“, n. 34 (2008), p. 821]. Bei Zybriden handelt es sich jedoch nicht um Gameten, sondern um eine Zelle mit einem Zell­kern und einer entkernten Eizelle: Das endgül­tige gene­ti­sche Erbe dieser Fusion stammt daher zum größten Teil aus dem Zell­kern und zu einem kleinen Teil aus den Mito­chon­drien der Eizelle.“

Kurzum, so das Fazit von LNBQ: „Die Forscher spielen seit vielen Jahren den Zauber­lehr­ling. Das größte Risiko besteht, wie bereits erwähnt, in der Vermi­schung von mensch­li­chem mit tieri­schem Genma­te­rial, wie es bereits geschehen ist. Auf diese Weise hätten wir den Kuhmen­schen oder den Schwei­ne­men­schen oder den Affen­men­schen, nur um Darwin zu gefallen. Solche Expe­ri­mente lassen den Schluss zu, dass der Mensch sich bereits vor der Erschaf­fung des Tier­men­schen zum Tier ernied­rigt hat.“

Quelle: MPI


9 Kommentare

  1. Affen-Mensch Versuche wie Kuchen­re­zepte auspro­bieren ist schon harter Tobak und sollte strengs­tens verboten werden.
    Kranke Wissen­schaftler ohne Moral, dafür um so narziss­ti­scher, müssen gestoppt werden.
    Ich befürchte schon seit langem, dass es Versuche dieser Art längst gibt und in geheimen Laboren statt­finden. Wer sagt uns denn, dass es nicht längst Affen­men­schen gibt.…

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    • …ich wollte schon unseren Konti­nent verlassen, um mich auf die Suche nach dem „Missing Link“ zu machen.
      Seit ich nur fast noch Menschen mit Gesichts­lappen und FFP2 sehen muß, bin ich mit ziem­lich sicher.
      Es gibt den Affen­men­schen – es gibt den Missing Link.

  2. Diese soge­nannte „Forschung“ sollte euch entsetzen. Wo sind die Tier­schützer? Hier werden Affen­em­bryonen getötet, einfach so, weil Irre Schöp­fung spielen wollen. Mit diesem Ansatz wird nur Zerstö­rung geschaffen.

  3. Gertraud
    Ich habe das auch schon mal moniert – er sollte mal deutsch schreiben.
    Wahr­schein­lich kennt er sich damit nicht aus.

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    • @Gerhard

      Dann lern‘ bitte erstmal lesen – ich habe es ja nun zu Genüge erläu­tert. Besser wäre, Du würdest Dich über den Grund dafür aufregen und der heißt „Zensür“ und „Diktatür“.

      Ich halte diese Aufre­gerei darüber trotz meiner Erläu­te­rung für Korin­tenka­ckerei – auf gut Deutsch gesagt.

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  4. Nach­schub für die Antifa?

    Sorry für den platten Scherz,
    aber schon vor Jahren ließ man Schafe leuchten. (das war eine Versuchs­reihe in Südamerika)
    Die Öffent­lich­keit amüsierte sich darüber bestenfalls.
    Schon damals ging es aber nicht darum, bei Dunkel­heit verlo­rene Schafe wiederzufinden.
    Es ging viel­mehr um die Erfor­schung von Methoden des Gentransfers.
    Erin­nert uns das nicht ein wenig an die Gegenwart?

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  5. Und auch wenn ich nicht vom Fach bin, fallen mir in diesem Zusam­men­hang die Ödeno-Vören in dem C.-Ümpfstöff ein.

    Sie wollen uns (wieder) zum buch­stäb­lich Öffen machen – meine Vermutung.

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    • Ihr Kommentar wäre besser zu lesen, wenn man nicht erst herum­rät­seln muss, welchen Selbst­laut Sie durch ein „Ö“ ersetzt haben. Soll das eine neue Recht­schrei­bung sein?

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      • @Gertraud

        Nein, das ist es nicht und ich würde lieber auch flie­ßend normal doitsch schreiben. – Wie ich schon des öfteren hier erläu­tert habe, mache ich das als Infor­ma­tik­neu­trum, um so gut es geht den Such­ma­schinen der Zensören zu entgehen.
        Auslass­punkte wurden auch schon bean­standet, also bin ich hierzu über­ge­gangen, was ich teils auch noch ganz lustig finde und viel­leicht noch eher erkennbar als mit vielen Auslass­punkten. – Ich mache das ja nur bei Worten, auf die m. E. die Such­ma­schinen ausge­richtet sein könnten. – Ob’s was hilft kann ich nicht sagen – ich hoffe es.

        Es ist grund­sätz­lich traurig, zu welchen Maßnahmen man sich teils gezwungen sieht in dieser m. E. de facto-Diktatür.

        Ich bitte um Verständnis.

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