Die EU hat gerade den Mehl­wurm als Lebens­mittel zugelassen

Foto: Marius Wenk, Wikimedia Commons

Sind wir auf dem Weg in eine Zukunft, in der wir Insekten essen? Die EU signa­li­siert, dass das trotz Oppo­si­tion schneller Realität werden könnte, als viele denken

 

Die Euro­päi­sche Union hat soeben geneh­migt, dass Mehl­wurm­larven künftig als Lebens­mittel vermarktet werden dürfen. Damit hat zum ersten Mal eine Insek­tenart eine EU-Zulas­sung als Nahrungs­quelle erhalten, berichtet die unga­ri­sche Tages­zei­tung Magyar Nemzet.

Eine Mehr­heit der Mitglieds­staaten stimmte am Dienstag für die Aufnahme in den Markt­vor­schlag, was die Mehl­wurm­larven zu einem „neuar­tigen Lebens­mittel“ macht. Das Insekt wird sowohl als Rohkost als auch in verar­bei­teter Form vermarktet werden können.

Die EU-Entschei­dung gilt für alle Mitglieds­staaten, obwohl Ungarn gegen die Zulas­sung war, sagte das unga­ri­sche Amt für die Sicher­heit der Lebens­mit­tel­kette (Nébih) in einer Erklä­rung und fügte hinzu, dass es nach Ansicht Ungarns in Europa keinen Prote­in­mangel gibt, der die Verwen­dung von Insek­ten­pro­te­inen für Lebens­mittel recht­fer­tigen würde. Außerdem hat der Konti­nent keine Tradi­tion, solche Prote­in­quellen zu konsumieren.

Nébih betonte auch, wie wichtig es ist, vor der Einfüh­rung dieser Prote­in­quellen entspre­chende Unter­su­chungen zur Sicher­heit der Lebens­mit­tel­kette, zur Kenn­zeich­nung und zur Aufklä­rung durch­zu­führen. Die Mehl­wurm­larve ist das erste essbare Insekt, das EU-weit auf den Markt gebracht wird.

Reduk­tion oder Abschaf­fung des Fleisch­kon­sums lang­fris­tiges Ziel der Linken

Linke Publi­ka­tionen werben nun schon seit Jahren für den Verzehr von Insekten, wie z. B. die New York Times. In der Publi­ka­tion erschienen Artikel wie „Why Aren’t We Eating More Insects?“ und „Lesson of the Day: ‚How to Develop an Appe­tite for Insects‘ “.

Es gibt Befürch­tungen, dass die poli­ti­sche Elite des Westens die Steuern auf den Fleisch­konsum anheben und damit die Bauern, die sich mit der Aufzucht von Rindern und anderen Tieren beschäf­tigen und schon jetzt oft um ihren Profit kämpfen, in den Ruin treiben wird, während gleich­zeitig billige alter­na­tive Nahrungs­mittel auf Insek­ten­basis einge­führt werden, die nicht besteuert werden, alles im Namen der grünen Revo­lu­tion. In einem solchen Szenario könnten sich nur noch Menschen mit höherem Einkommen regel­mäßig Fleisch leisten.

Eine „Fleisch­steuer“ wird bereits in Ländern wie Deutsch­land disku­tiert, wobei der Vorschlag von der Christ­lich-Demo­kra­ti­schen Union (CDU), den Grünen und der Sozi­al­de­mo­kra­ti­schen Partei (SPD) unter­stützt wird, während sich die Oppo­si­ti­ons­par­teien Alter­na­tive für Deutsch­land (AfD) und Die Linke gegen den Vorschlag aussprachen.

Die Regie­rungen könnten jedoch auf heftigen Wider­stand stoßen, wenn es darum geht, den Fleisch­konsum ihrer Bürger zu redu­zieren oder ganz aus dem Spei­se­plan zu strei­chen. Eine in Austra­lien durch­ge­führte Umfrage ergab, dass 73 Prozent der befragten Männer lieber 10 Jahre früher sterben würden, als auf Steaks und Burger zu verzichten. Während 81 Prozent der Befragten angaben, dass sie sich um das Klima sorgen, sagten 78 Prozent, dass sie nicht in Betracht ziehen würden, auf Fleisch zu verzichten.

Europa sagt, dass Käfer „für den mensch­li­chen Verzehr geeignet“ sind

Vor der Abstim­mung hatte die Euro­päi­sche Behörde für Lebens­mit­tel­si­cher­heit (EFSA) in ihrer im Januar veröf­fent­lichten Stel­lung­nahme erklärt, dass die aus den Larven des Mehl­wurms herge­stellten Lebens­mittel für den mensch­li­chen Verzehr geeignet sind. Die EU-Behörde hat einen Bericht über den Antrag auf eine Gemein­schafts­zu­las­sung erstellt.

Der offi­zi­elle Beschluss gab grünes Licht für die Verwen­dung des Mehl­wurm-Mehls durch die Lebens­mit­tel­in­dus­trie, da die Agentur der Ansicht ist, dass Zube­rei­tungen aus Insek­ten­larven unter bestimmten Zucht- und Zube­rei­tungs­be­din­gungen sicher, gesund und prote­in­reich sind.

Die Wissen­schaftler der EFSA wiesen auf die eindeu­tigen Umwelt­vor­teile von Prote­inen auf Insek­ten­basis im Vergleich zu herkömm­li­chen tieri­schen Prote­inen hin, räumten aber auch die kultu­relle Heraus­for­de­rung bei der Einfüh­rung von Insekten als Lebens­mittel ein.

„Es gibt kogni­tive Gründe, die sich aus unseren sozialen und kultu­rellen Erfah­rungen ableiten, den so genannten ‚Ekel­faktor‘, die den Gedanken, Insekten zu essen, für viele Euro­päer absto­ßend machen. Mit der Zeit und der Expo­si­tion können sich solche Einstel­lungen ändern“, schreibt Giovanni Sogari, Sozial- und Verbrau­ch­er­for­scher an der Univer­sität Parma, im EFSA-Bericht.

Quelle: Magyar Nemzet (Autor: Dénes Albert)


10 Kommentare

  1. Wir sind doch schon darauf vorbe­reitet worden.
    Im Science-Fiction Film Snow­piercer von 2013 wird die über­le­bende Unter­schicht mit Prote­in­barren abge­speist, die aus Kaker­laken / Küchen­schaben herge­stellt werden.

    Wird also nicht mehr lange dauern.

    • Oder aber Soylent Green aus dem Science-Fiction-Film
      „Jahr 2022 … die über­leben wollen“ von 1973.

      Menschen­fleisch in Form grüner quadra­ti­scher Täfel­chen gepreßt.
      Die Lebenden verzehren die kürz­lich Verstor­benen, moderner Kannibalismus.
      Früher grau­same Dystopie, heute umwelt­freund­liche Besei­ti­gung von Altlasten.

      • irgendwie muessen die ganzen corona-und impf­t­oten unschäd­lich gemacht werden!
        das virus steigt über gase erneut an die ober­fläche ‚nach beer­di­gung eer toten.
        das ist bekannt geworden,nachdem millionen getöteter,infizierter nerze dies bewiesen und dann verbrannt wurden…zu spät!!!
        es würde mich nicht wundern,wenn wir bald seulent grün.…in den regalen finden!!
        es ist doch kein zufall,dass „zunächst„ nun die mehl­würmer auf den markt kommen.….das ist nat.nur der anfang. .
        bleibt alle gesund!!!
        vege­ta­risch und vegan.…!!!!!

  2. Nie und nimmer esse ich Mehl­würmer. Die sehen wie Rohr­maden der Ferengis aus. Solch ekeliges Zeug kommt bei nie auf den Tisch. Sollen doch Soros, Gates, die Links­grünen solch einen Fraß zu sich nehmen. Ich nicht! Wann wird dann Soylent Green kommen?

  3. Finde ich jetzt nicht so schlimm. Nur der Umstand, dass auch die Linken eine Rege­lung befür­worten, führt nicht dazu, dass ich sie dann auto­ma­tisch ablehnen muss.
    Bei Bildern von Heuschre­cken­plagen in Afrika habe ich mir eh schon oft gewünscht, dass es eine Möglich­keit gäbe, diese Masse an Protein einzu­fangen und irgendwie nutzbar zu machen. Viel­leicht mit großen Netzen. Dann hätte man zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Ernte gerettet, und viel Protein für unter­ernährte Menschen.

    • Zusatz: Shrimps sehen auch nicht viel anders aus als Heuschre­cken oder Mehl­würmer. Wer’s essen will, soll das tun.

    • Kann mich erin­nern mal vor vielen Jahr­zehnten bei der Armee eine Grau­pen­suppe zu Mittag gegessen zu haben, Da waren nicht nur Graupen drin sondern auch kleine Raupen. Da wurde mal die Notre­serve verfüt­tert. Der Hunger hat es rein getrieben.

  4. Tja – es soll alles immer weiter in den Sumpf niederster Frequenzen gezogen werden.

    Das „Tier“ aus der Offen­ba­rung, dass da aus dem „Meer“ (= Mut-ter = Pleroma = unbe­wusstes Sein) aufsteigen soll, ist das TIER im Menschen, das TIER im Leben selbst, das aus der Tiefe des unbe­wussten Hades ans Licht des Tages aufsteigt und für alle sichtbar und erkennbar wird als das eigene verdrängte TIER der eigenen Seele.

    Die Aufgabe besteht aber darin, dieses zu erkennen und sich bewusst zu entscheiden, dieses TIER, diese BESTIE im eigenen wie im gesamten poten­ti­ellen SEIN nicht mehr zu leben und sich nur noch für sein gut-es Poten­tial zu entscheiden in der Erkenntnis, dass all-es EINS ist und sich in allem alles selbst antut – im Guten wie im Bösen.

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