Die extreme Linke will die spani­sche Sprache im Namen des Trans­gen­de­rismus ändern

Inés Arrimadas, Vorsitzende von Ciudadanos · Fotoquelle: Magyar Nemzet

Die links­ex­treme Partei Podemos will im Namen des Trans­gen­de­rismus die Regeln der spani­schen Sprache brechen. In einer Wahl­kampf­rede in Madrid forderte Irene Montero, die Minis­terin für Chan­cen­gleich­heit, ihre Anhänger auf, unter drei statt zwei Geschlech­tern zu wählen, um auf die sprach­liche Diskri­mi­nie­rung hinzu­weisen. Die spani­sche Sprache basiert auf männ­li­chen und weib­li­chen Begriffen, die nicht geschlechts­neu­tral sind. Die Minis­terin erklärte jedoch, dass auch die Sprache „inklu­siver“ gestaltet werden sollte.

Das gesamte spani­sche Gram­ma­tik­system würde von der extremen Linken in Spanien im Namen des Trans­gen­de­rismus umge­schrieben werden. Während des Wahl­kampfes von Podemos („Gemeinsam können wir“) in Madrid sprach die Gleich­stel­lungs­mi­nis­terin Irene Montero die LGBTQ-Gemein­schaft in der Haupt­stadt an, aber nicht auf die übliche Weise. Die Zuschauer waren scho­ckiert, als sie sahen, wie die Minis­terin, die sich für die Verab­schie­dung eines Trans-Gesetzes einsetzt, versuchte, die ihrer Meinung nach diskri­mi­nie­renden Regeln der spani­schen Gram­matik außer Kraft zu setzen, die darauf basiert, dass in der Öffent­lich­keit nur männ­liche und weib­liche Wörter verwendet werden und niemals ein neutrales Geschlecht. Montero glaubt jedoch, die spani­sche Sprache, die von mehr als 560 Millionen Menschen gespro­chen wird, erneuern zu dürfen und hob neben „niños“ und „niñas“, also kleinen Jungen und Mädchen, auch die sprach­li­chen Rechte von „niñes“, also Kindern neutralen Geschlechts, hervor. Sie fügte dann hinzu, dass zusätz­lich zu „todos“, „todas“, d.h. alle Männer und alle Frauen, auch die Arbeit aller Menschen des neutralen Geschlechts, d.h. „todes“, notwendig sei, um Spanisch zu einer „inklu­siven“ Sprache zu machen. Montero geriet immer wieder in pein­liche Situa­tionen, nachdem sie fest­stellte, dass sie ihre Ideen nicht in die Myriaden spani­scher Wörter einordnen konnte, und endete damit, dass sie ihre Partei­an­hänger dazu auffor­derte, unter zwei oder drei Geschlech­tern zu wählen.

Die Minis­terin für Gleich­stel­lung wurde nach der Veran­stal­tung heftig kriti­siert. Die meisten bezeich­neten ihre Versuche, gram­ma­ti­ka­li­sche Formen, die von der König­li­chen Akademie nicht akzep­tiert werden, ins Spani­sche zu über­nehmen, als lächerlich.

Inés Arri­madas, Vorsit­zende von Ciuda­danos (Bürger­partei), schrieb auf ihrer Twitter-Seite: „Wir vertei­digen die Chan­cen­gleich­heit durch Vorschläge und Arbeit, wir fördern die Schlich­tung, wir kämpfen gegen das Lohn­ge­fälle. Statt­dessen verbrachte Minis­terin Irene Montero ihre Zeit damit, die spani­sche Sprache anzu­greifen und sich lächer­lich zu machen.“

Im Namen der rechten Vox-Partei kommen­tierte die Abge­ord­nete Carla Toscano, dass Irene Montero eine lächer­liche „neutrale“ Abzo­ckerin sei.

Toni Cantó, Vertreter der rechts­ge­rich­teten Volks­partei, schrieb: „Irene Montero und ihre inklu­sive Sprache: Was für eine Art, sich lächer­lich zu machen. Ihr Geld­beutel kostet uns 451 Millionen Euros/Euras/Eures.“

Obwohl die Spanier die LGBTQ-Gemein­schaft akzep­tieren, ist es schwer, öffent­liche Reak­tionen zu finden, die mit dieser Reform der spani­schen Sprache übereinstimmen.

Die Schrift­stel­lerin María Martin Barranco, Expertin für inklu­sive Sprache und Geschlech­ter­dis­kri­mi­nie­rung, ist der Meinung, dass „Akzep­tanz nicht in Vokal­sub­sti­tu­tionen und anderen sprach­li­chen Jonglier­künsten liegt“.

Inéz Olza, Profes­sorin an der Univer­sität von Navarra, sagt, dass „im Moment neutral eine Art von fremdem Unsinn ist, der gegen die Natur der spani­schen Sprache gerichtet ist“, aber er glaubt, dass eine Idee wie die von Montero in den Sprach­werk­zeug­kasten junger Menschen aufge­nommen werden könnte, die Verän­de­rungen wie ein Schwamm aufsaugen, was bedeuten könnte, dass diese Idee schließ­lich trium­phieren wird.

Die erste Vize­prä­si­dentin der Regie­rung, Carmen Calvo, schlug in die gleiche Kerbe: „Es gibt niemanden, der diese Art von Verän­de­rung der Umgangs­sprache in Zukunft aufhalten kann.“

Spaniens Trans-Gesetz wurde im März nach mona­te­langen Debatten auf Druck der links­ra­di­kalen Podemos-Partei, die mit den Sozia­listen an der Regie­rung ist, dem Kongress vorge­legt. Die Minis­terin für Chan­cen­gleich­heit hat sich dafür einge­setzt, dass es so schnell wie möglich verab­schiedet wird, aber seine extremen Bestim­mungen haben zu einer langen Verzö­ge­rung geführt. Nach dem neuen Gesetz könnte jeder, der erst 16 Jahre alt ist, sein Geschlecht in Spanien ändern. Mit der Zustim­mung der Eltern hätten auch jüngere Menschen die Möglich­keit dazu. Wenn die Eltern die Wünsche des Kindes nicht unter­stützen, kann eine externe Person zur Vertre­tung des Kindes bestellt werden. Die neuen Bestim­mungen beinhalten auch die Möglich­keit für Trans­gender-Personen über 16 Jahren, eine Hormon­the­rapie zur Geschlechts­um­wand­lung zu beginnen und für Trans­gender-Personen, deren Körper geeignet ist, einen Fötus auszu­tragen, an einem Frucht­bar­keits­pro­gramm teilzunehmen.

Quelle: Magyar Nemzet


2 Kommentare

  1. Als Übersetzerin/Dolmetscherin habe ich schon lange auf Prot­ago­nisten gewartet, die diesen unsin­nigen Weg der spani­schen Sprache beschreiten. Weder im Deut­schen noch in den roma­ni­schen Spra­chen sind solche sprach­liche Verfäl­schungen erfor­der­lich. Keine Frau, die über genü­gend Selbst­wert­ge­fühl verfügt, braucht diesen Gender­wahn. Die Gleich­stel­lung der Geschlechter geschieht auf anderer Ebene.

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