Die Ungarn von heute sind würdige Nach­folger der Helden von 1956

Foto: MTI/Bruzák Noémi

Von István Simicskó
 

Der heutige unga­ri­sche Natio­nal­fei­ertag nimmt einen wich­tigen Platz in unserem Leben ein, da er so viele Botschaften, Bedeu­tungen und Lehren in sich trägt, die unsere Iden­tität und unser Bild von der Welt und der unga­ri­schen Nation in ihr bestimmen. In der Eile des 21. Jahr­hun­derts können wir jedoch dazu neigen, ihre Bedeu­tung zu über­sehen, obwohl es sich lohnt, inne­zu­halten und darüber nach­zu­denken, woran die Geschichte selbst uns alle mit diesen Tagen mit roten Buch­staben erin­nert. Neben der Entspan­nung ist es wichtig, die Botschaft des Festes zu verin­ner­li­chen, das mit all seinen Errun­gen­schaften, Verlusten, Trium­phen und Tragö­dien verkündet, dass wir hier sind, wie Gott uns geschaffen hat, und dass sich dies nie ändern wird. Viele haben versucht, das Gegen­teil zu behaupten, aber unsere gefei­erten Helden haben es nicht auf sich beruhen lassen. Das werden wir auch nicht!

Der 23. Oktober ist ein Datum, das uns aus der nicht allzu fernen Vergan­gen­heit Hinweise gibt, um unsere Welt besser zu verstehen und unser Leben in die rich­tige, gute Rich­tung zu lenken. Inwie­fern sind die Helden von 1956 ein Vorbild für uns, und was können wir seitdem von ihnen lernen? Nichts Gerin­geres als das Wissen und die Aufop­fe­rung, bis zum Ende für die Frei­heit zu kämpfen; dass ein Volk sich gegen auslän­di­sche Unter­drü­ckung und eine kommu­nis­ti­sche Macht, die blind­lings auslän­di­schen Mächten dient, mit geradem Rücken und stolz wie David gegen Goliath behaupten kann. Und alle, die an der Revo­lu­tion betei­ligt waren, wussten, dass ihr Leben buch­stäb­lich auf dem Spiel stand.

Unsere Eltern und Groß­el­tern hatten 1956 das Feuer, das in den Vertei­di­gern der Burg von Johannes Hunyadi, in Ferenc Rákóczis Kuruzzen oder in den begeis­terten Menschen­massen von 1848 brannte, die die Unter­drü­ckung nicht länger hinnehmen wollten. Beson­dere Situa­tionen bringen beson­dere Menschen und beson­dere Bega­bungen zum Vorschein. Es ist ein Sieg des Herzens, wenn man gegen eine über­wäl­ti­gende Über­macht zu den Waffen greift. Die Ungarn, die bereit waren, bis zum Ende für ihr Land, ihre Nation und ihre Fami­lien zu kämpfen, zeigten 1956 ihre Entschlos­sen­heit und Stärke.

In vielerlei Hinsicht können wir sagen, dass Ungarn trotz der Pandemie im Jahr 2021 in einer guten Posi­tion ist. Wir leben hier mitten in Europa, in Frei­heit. Unser Land, das nach Trianon ausge­blutet war, hat wieder zu sich selbst gefunden, und wir haben uns mit unseren ethni­schen Brüdern und Schwes­tern jenseits der Grenze wieder­ver­eint. Wir haben unsere physi­sche und mora­li­sche Zuge­hö­rig­keit durch Einbür­ge­rung und Staats­bür­ger­schaft bewiesen, und wir haben viel­leicht die besten Bezie­hungen zu benach­barten Völkern und Ländern in den letzten hundert Jahren. Was Ungarn heute sagt und tut, hat Gewicht. Wir sind Teil der stärksten mili­tä­ri­schen und poli­ti­schen Bünd­nisse. Wir sind endlich auf einem Weg, der es uns ermög­licht, die Rück­stän­dig­keit von vierzig Jahren Kommu­nismus und die Wutaus­brüche der sozia­lis­ti­schen Regie­rungen nach dem Regime­wechsel zu überwinden.

Gleich­zeitig dürfen wir uns nicht zurück­lehnen, denn wir müssen weiter für den Erhalt unserer Souve­rä­nität kämpfen. Die größte Schlacht wird in der intel­lek­tu­ellen und ideo­lo­gi­schen Arena geschlagen, gegen einen Gegner, mit dem wir ein gemein­sames Schicksal teilen. Die Zuge­hö­rig­keit zu Europa stand nie in Frage, aber die Büro­kraten in Brüssel haben vergessen, dass die Euro­päi­sche Union ein insti­tu­tio­neller Rahmen ist, ein Instru­ment, das für die Mitglied­staaten exis­tiert, mit Befug­nissen, die von den Mitglied­staaten erteilt werden, und nicht über die Mitglied­staaten herr­schen kann, indem es sie erpresst und gegen­ein­ander ausspielt. Brüssel übt nun Druck auf uns aus und zwingt den Ungarn eine unan­nehm­bare Ideo­logie auf, die unsere bestehende Iden­tität in jeder Hinsicht zerstören soll. Dies ist für jede verant­wort­liche Person inak­zep­tabel. Die Grün­dungs­väter der Union hatten die Absicht, eine Bezie­hung aufzu­bauen, die auf der Zusam­men­ar­beit starker, souve­räner Nationen beruht, die sich gegen­seitig helfen, die Werte des anderen bewahren und die Entfal­tung der Mitglied­staaten fördern, was nun zu einem System der Drohungen und der selbst aufer­legten Kapi­tu­la­tion mit wirt­schaft­li­chen Mitteln geworden ist. Der Migra­ti­ons­druck an unseren Grenzen macht die Lösung von Konflikten nicht einfa­cher, da die EU seit Jahren nicht in der Lage ist, sinn­volle Maßnahmen zu ergreifen, um den Strom neuer Einwan­de­rungs­wellen einzu­dämmen. Unsere Posi­tion ist klar: Ein starkes Ungarn kann nur von Bürgern aufge­baut werden, die sich auf tausend­jäh­rige christ­liche Wurzeln und sichere fami­liäre Bindungen in Zeiten der Not stützen.

Die Frei­heit ist ein Schatz, der immer wieder neu erkämpft werden muss, und nicht etwas, das man einmal erworben hat und dann immer besitzt – das lehrt uns unsere Geschichte. So wie die Helden von 1956 vor Jahr­zehnten in blutigen Schlachten für Ungarn und die unga­ri­sche Natio­na­lität gekämpft haben oder unsere Vorfahren jahr­hun­der­te­lang vor ihnen, so müssen wir für unsere Inter­essen und unsere Frei­heit eintreten. Jetzt ist es nicht mehr eine fremde Armee, die uns unter­drückt, sondern Brüssel, das sich in der Illu­sion der Verei­nigten Staaten von Europa verschanzt hat und mit gera­dezu impe­rialer Arro­ganz versucht, uns alle zu unter­jo­chen, unsere christ­liche, natio­nale Iden­tität zu schwä­chen, sie in einen Schmelz­tiegel zu verwan­deln, die Einzig­ar­tig­keit des Konti­nents, der Länder und letzt­lich der Menschen zu besei­tigen und unser Leben, das schon jetzt manchmal völlig absurd ist, in surreale Erwar­tungen zu verwandeln.

Wir müssen der Welt zeigen, dass wir hier zu Hause sind, in diesem Land, und wir werden nicht zulassen, dass uns unsere Vergan­gen­heit, unsere Gegen­wart und unsere Zukunft genommen wird! Wir müssen zeigen, dass die Ungarn von heute würdige Nach­folger der Helden sind, die im Herbst 1956 aufge­standen sind und unser Heimat­land mit bloßen Händen vertei­digt haben. Lasst uns heute auf dem Frie­dens­marsch sein, um der Welt und der Linken, die um die Macht ringt, zu zeigen: Wir werden nicht vergessen! Wir sind viele, und mit der Kraft der Liebe werden wir alles, was wir gemeinsam erreicht haben, bis 2021 schützen!

Quelle: Magyar Nemzet


4 Kommentare

  1. Ich habe in vielen Ländern der Welt gelebt, Ungarn ist das 6. Land von ihnen, und nirgendwo war mein Leben freier, konnte ich meine welt­an­schau­li­chen Ansichten unge­hin­derter zum Ausdruck bringen als in Ungarn. Meine Wahl war richtig, wahr­schein­lich die beste Entschei­dung, die ich jemals getroffen habe, das bestä­tigen mir die Horror­mel­dungen aus der EU, die ich jeden Tag in verschie­densten Gazetten Europas lesen kann. Hier bin ich als Frau sowohl am Tag als auch in der Nacht auf meinem Nach­hau­seweg sicher. Éljen Magyaror­szág, éljen Orbán. Mara­djatok erősek és dacol­jatok az EU-val.

  2. Deutsch­land sollte sich zutiefst schämen. Ein Land wie Ungarn das mass­geb­lich betei­ligt war an die wieder Verei­ni­gung Deutsch­land wird jetzt von dieses diffa­miert und ange­griffen. Viel­leicht sollte Victor Orban doch mal eine abstim­mung über ein weiterer verbleib Ungarn in der EU abhalten.

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein