Die Welt, das Fleisch und der Teufel: Erzbi­schof Viganò kriti­siert Fran­ziskus‘ Unter­stüt­zungs­schreiben für den schwu­len­freund­li­chen Jesuiten James Martin

Mgr. Viganò

Wisse, dass es der Herr ist, der Gott ist;
Er ist es, der uns geschaffen hat, nicht wir selbst.
Ps 99:3

 

Die Feinde unserer Seele sind immer dieselben, und die Fallen, die sie uns stellen, sind immer dieselben. Die Welt mit ihren Verlo­ckungen; das Fleisch, das durch die Erbsünde verdorben ist und zum Bösen neigt; und der Teufel, der ewige Feind unserer Erlö­sung, der das Fleisch benutzt, um uns zu bela­gern. Zwei äußere Feinde und ein innerer, immer bereit, uns in einem Moment der Ablen­kung, der Schwäche zu Fall zu bringen. Diese geis­tigen Feinde begleiten jeden von uns von der Kind­heit bis ins hohe Alter, und die gesamte Mensch­heit durch die Genera­tionen und Zeitalter.

Die Verbün­deten, auf die wir zählen können, um die Welt, das Fleisch und den Teufel zu über­winden, sind die Gnade Gottes, der häufige Empfang der Sakra­mente, die Übung der Tugenden, das Gebet, die Buße, die Betrach­tung der Letzten Dinge, die Betrach­tung des Leidens des Herrn und das Leben in seiner Gegenwart.

In diesem rebel­li­schen und entchrist­lichten Zeit­alter, in dem die Gesell­schaft uns nicht nur nicht bei der Verfol­gung unseres Endziels hilft, sondern alles tut, um uns davon abzu­halten, bringt uns die zivile Auto­rität dazu, der Welt zu folgen, die Begierden des Flei­sches zu befrie­digen und dem Feind der mensch­li­chen Rasse zu dienen. Es ist eine perver­tierte und perverse Auto­rität, die in ihrer Pflicht versagt hat, den sozialen Körper zu regieren und zu regu­lieren, um die Indi­vi­duen zur ewigen Erlö­sung zu führen. Statt­dessen leugnet sie die ewige Erlö­sung, lehnt den gött­li­chen Urheber ab und betet den Wider­sa­cher an.

Es ist daher nicht verwun­der­lich, dass diese abtrün­nige Moderne, in der ille­gale Hand­lungen die Norm sind und das Laster als nach­ah­mens­wertes Beispiel ange­boten wird, alle Spuren von Gott und dem Guten in der Gesell­schaft und im Einzelnen auslö­schen will und einen hölli­schen Pakt mit der Welt, dem Fleisch und dem Teufel schließt. Das ist es, was wir in der scham­losen Förde­rung von Sodomie, der Perver­sion des Lasters in all seinen abscheu­lichsten Formen und in der Verhöh­nung, Dele­gi­ti­mie­rung und Verur­tei­lung von Rein­heit, Recht­schaf­fen­heit und Tugend sehen.

Aber wenn heute unser tägli­cher Kampf gegen unsere Feinde auch eine tita­ni­sche Anstren­gung beinhalten muss, um auch gegen den Staat zu kämpfen, den wir als unseren Freund betrachten sollten, der aber statt­dessen daran arbeitet, uns vom frühesten Alter an zu korrum­pieren, dann ist es schmerz­haft und tragisch zu sehen, wie sich andere Verräter und Söldner dieser Bela­ge­rung anschließen: böse Pastoren, die die heilige Auto­rität, die sie von unserem Herrn erhalten haben, miss­brau­chen, um uns in Rich­tung Verdammnis zu drängen, um uns davon zu über­zeugen, dass das, was bis gestern als sündig und unwürdig für die durch das Blut Christi Erlösten galt, nun recht­mäßig und gut geworden ist.

Der welt­liche Geist, die Verskla­vung an die Konku­pis­zenz und – was noch schwer­wie­gender ist – die Weige­rung, gegen das Böse zu kämpfen, haben einen großen Teil der Hier­ar­chie der katho­li­schen Kirche bis in ihre höchsten Ebenen infi­ziert und sie zu einem Feind Gottes, seines Gesetzes und unserer Seelen gemacht. Wie es mit der zivilen Auto­rität geschehen ist, so hat auch die reli­giöse Auto­rität ihre eigent­liche Rolle aufge­geben und verleugnet den eigent­li­chen Zweck, für den sie von der gött­li­chen Vorse­hung gewollt wurde. Die Neuheit dieser Perver­sion der Auto­rität, die den epochalen Schock der Endzeit ankün­digt, liegt gerade in der Korrup­tion der Hirten und in der Tatsache, dass die Gläu­bigen sich wie eine führer­lose Herde vorfinden, die helden­haft einem Angriff auf die Zita­delle an mehreren Fronten wider­stehen muss, bei dem sie von ihren Führern im Stich gelassen wurden, die die Tore öffnen und den feind­li­chen Horden erlauben, einzu­treten, um uns auszurotten.

Die Diskus­sion um das Zan-Gesetz, die Durch­set­zung der LGBTQ-Ideo­logie und die Indok­tri­na­tion der Gender-Theorie in Italien folgt einem global orga­ni­sierten, gezielten Plan, der in vielen Ländern bereits durch­ge­führt wurde. Nationen, in denen selbst nach zwei Jahr­hun­derten der Revo­lu­tionen der Abdruck des Katho­li­zismus im sozialen Gefüge über­lebt hatte, sind nun völlig heid­nisch geworden. Regen­bo­gen­fahnen wehen nicht nur an den Fassaden öffent­li­cher Einrich­tungen, sondern sogar an den Fassaden von Kathe­dralen, den Balkonen bischöf­li­cher Resi­denzen und sogar im Inneren von Kirchen.

In jüngster Zeit – noch vor dreißig Jahren – sagten einige, dass der Staat mit Formen des Schutzes und der Garantie ihrer Frei­heit eingreifen sollte, um eine Minder­heit von Menschen zu unter­stützen, die dem Laster verfallen sind, und um sie vor Diskri­mi­nie­rung zu schützen. Im Nach­hinein betrachtet war dies eine unver­nünf­tige und unlo­gi­sche Aussage, denn die Frei­heit der mensch­li­chen Person besteht darin, dass der Wille sich an das Gute hält, auf das seine Natur hinge­ordnet ist, und dass er seine mate­ri­elle und über­na­tür­liche Bestim­mung verfolgt. Aber in der großen Täuschung, mit der der Teufel schon immer versucht hat, den Menschen zu locken, hat dieser schein­bare Vorwand viele verführt. Es schien Mut zu erfor­dern, das Recht auf Laster und Sünde gegen die grau­same Härte einer „respek­ta­blen Mehr­heit“ zu behaupten, die noch an den Geboten der Reli­gion hing. Der Stolz, in einer Welt von Glei­chen viel­fältig zu sein, wurde einge­for­dert, und der Stolz, in einer „tugend­haften Welt“ das Recht auf einen Platz für das Laster zu haben.

In jenen Jahren erhob die Kirche noch – viel­leicht mit weniger Über­zeu­gung, aber immer noch getreu ihrem gött­li­chen Auftrag – die Stimme des unver­än­der­li­chen Lehr­amtes, um die Legi­ti­mie­rung von an sich unge­ord­netem Verhalten zu verur­teilen. Aufmerksam auf das ewige Heil der Seelen, sah sie, welches Unheil über die Gesell­schaft herein­bre­chen würde, wenn man Lebens­weisen billigte, die dem Natur­ge­setz, den Geboten und dem Evan­ge­lium völlig zuwi­der­liefen. Die Pfarrer wussten mutige Vertei­diger des Guten zu sein, und die Päpste fürch­teten sich nicht davor, zum Objekt unan­stän­diger Angriffe derer zu werden, die in ihnen das Katechon sahen, das die endgül­tige Verderbnis der Welt und die Errich­tung der Herr­schaft des Anti­christen verhinderte.

Heute scheint dieser helden­hafte Kampf – der, wie wir erfahren haben, bereits durch eine gewal­tige interne Korrup­tion von Bischöfen und Pries­tern geschwächt ist – bedeu­tungslos zu sein, so wie auch die Lehren der Heiligen Schrift, der Kirchen­väter und der Päpste keinen Sinn mehr zu haben scheinen. Wer auch immer in Rom sitzt, ist von unmo­ra­li­schen Menschen umgeben, die der LGBTQ-Bewe­gung zuzwin­kern und heuch­le­risch ein Will­kommen und eine Inklu­si­vität vortäu­schen, die sowohl ihre gewählte Seite als auch ihre sündigen Tendenzen verraten. Es gibt keinen Mut mehr; es gibt keine Treue zu Christus; und es geht so weit, dass er andeutet, dass, wenn Bergo­glio die Lehre über die Todes­strafe ändern konnte – etwas Uner­hörtes und absolut Unmög­li­ches -, er sicher­lich auch in der Lage sein wird, Sodomie im Namen einer Nächs­ten­liebe zu lega­li­sieren, die nichts Katho­li­sches an sich hat und der gött­li­chen Offen­ba­rung widerspricht.

Die gottes­läs­ter­li­chen Prozes­sionen, die durch die Straßen der Haupt­städte der Welt ziehen und die so weit gehen, das Opfer unseres Herrn in der Heiligen Stadt, die durch das Blut der Apostel Petrus und Paulus geweiht wurde, zu lästern und bösartig zu verhöhnen, werden von den Söld­nern der konzi­liaren Sekte begrüßt, die ange­sichts der sakri­le­gi­schen Segnungen homo­se­xu­eller Paare schweigt, aber dieje­nigen als „starr“ verur­teilt, die der Lehre des Erlö­sers treu bleiben wollen. Und während gute Bischöfe und Priester täglich mit der Zerstö­rung von oben konfron­tiert werden, sehen wir, wie die bezau­bernden und verfüh­re­ri­schen Worte veröf­fent­licht werden, die Bergo­glio an James Martin, SJ, geschrieben hat, um eine perverse und perverse Ideo­logie zu unter­stützen, die die Majestät Gottes belei­digt und die Mission der Kirche und die heilige Auto­rität des Stell­ver­tre­ters Christi erniedrigt.

Als Nach­folger der Apostel und Lehrer des Glau­bens richte ich im Geist wahrer Gemein­schaft mit dem Stuhl des heiligsten Petrus und mit der heiligen Kirche Gottes eine strenge Warnung an sie und erin­nere sie daran, dass ihre Auto­rität von Jesus Christus kommt und dass sie nur dann Kraft und Wert hat, wenn sie auf den Zweck ausge­richtet bleibt, für den er sie einge­setzt hat. Diese Hirten sollen bedenken, welche Skan­dale sie den Gläu­bigen und Einfäl­tigen zufügen und welche Wunden sie dem gequälten kirch­li­chen Leib zufügen – Skan­dale und Wunden, für die sie sich am Tag ihres beson­deren Gerichts vor der gött­li­chen Gerech­tig­keit und am Tag des Welt­ge­richts auch vor der ganzen Mensch­heit verant­worten müssen.

Ich ermahne die vielen Gläu­bigen, die über den Abfall der Pfarrer empört und verun­si­chert sind, ihre Gebete mit einem über­na­tür­li­chen Geist des Gebets und der Buße zu verviel­fa­chen und den Herrn anzu­flehen, dass er sich herab­lassen möge, die Söldner zu bekehren und sie zu ihm und zur Treue zu seiner gött­li­chen Lehre zurückzubringen.

Beten wir zur reinsten Mutter, der Jung­frau der Jung­frauen, um Gefühle der Reue in jenen Dienern zu wecken, die durch Sünde und Unrein­heit verdorben sind, damit sie den Schre­cken ihrer Sünden und die schreck­li­chen Schmerzen, die sie erwarten, bedenken: Mögen sie zu den heiligsten Wunden Christi Zuflucht nehmen und durch das Blut des Lammes gerei­nigt werden.

An unsere Brüder, die von der Welt, dem Fleisch und dem Teufel verführt werden, richte ich einen aufrich­tigen Appell, damit sie verstehen, dass es keinen Stolz gibt, Gott zu belei­digen, wissent­lich zu den Qualen seines Leidens beizu­tragen, die eigene Natur zu verdrehen und die Erlö­sung, die er von seinem Vater durch seinen Tod am Holz des Kreuzes erlangt hat, böswillig abzu­lehnen. Machen Sie Ihre Schwä­chen zu einem Anlass für Heilig­keit, zu einem Motiv für Umkehr, zu einer Gele­gen­heit, die Größe Gottes in Ihrem Leben erstrahlen zu lassen. Lasst euch nicht von einem Feind täuschen, der heute in euren Lastern zu schwelgen scheint mit der einzigen Absicht, eure Seelen zu stehlen und euch für die Ewig­keit zu verdammen. Seien Sie stolz, wirk­lich stolz: nicht auf Ihre Verskla­vung durch Sünde und Perver­sion, sondern darauf, dass Sie den Verfüh­rungen des Flei­sches aus Liebe zu Jesus Christus wider­stehen konnten. Denken Sie an Ihre unsterb­liche Seele, für die der Herr nicht gezö­gert hat, zu leiden und zu sterben. Beten Sie! Bitten Sie die Aller­hei­ligste Maria, bei ihrem gött­li­chen Sohn Fürsprache einzu­legen und Ihnen die Gnade zu geben, zu wider­stehen, zu kämpfen und zu über­winden. Bringen Sie Ihre Leiden, Ihre Opfer und Ihr Fasten dem Herrn dar, um diese Befreiung vom Bösen zu erlangen, die Ihnen der Verführer durch Täuschung nehmen will. Das wird Ihr wahrer Stolz sein, und unserer auch.

Carlo Maria Viganò, Erzbischof
29. Juni 2021
Hoch­fest der Heiligen Apostel Petrus und Paulus

Quelle: Catholic Family News


5 Kommentare

  1. Radix ist die Wurzel, damit ist radikal immer noch vernünftig. Und konser­vativ ist nie revo­lu­tionär. Wenn ich nicht irre, sind die Konser­va­tiven seit der Fran­zö­si­schen Revo­lu­tion immer die Rechten. Und die vertreten ein dem Menschen gemäßes Ideal mit Ehe zwischen Herr und Frau oder Mann und Weib, Familie mit Kindern und Privat­ei­gentum zum Schutz der indi­vi­du­ellen Freiheit.
    Wer das angreift, ist schon Extre­mist. Und damit sind wir bei den Linken, die sich mit „sozial“ tarnen.
    Zur Todes­strafe: Gott selbst hat seinem Sohn als Mensch zur Sühne unserer Sünden die Todes­strafe zuge­mutet. Welch ein Geflenne um diese Strafe, wenn in DE allein an die 8 Millionen Kinder abge­trieben worden sind und weiter abge­trieben wird.

    Katho­li­schen Weite verlangt Sach­ver­stand in möglichst vielen Bereichen.

  2. Die Christen sind zu lasch zu tollerant. In Wahr­heit würde uns eine Kirche wie um 19 Jhdt herum gut tun. Konser­va­tive Kräfte sind beständig.
    Diese anbie­dern an die Schwueln und Bunten ist der Unter­gang, man sieht ja wohin sich
    der Mensch entwi­ckelt ohne strenge Führung! Verweich­lichte, weiner­liche taugenichtse.
    Wenn ich mir die Jugend so ansehe.…. uns steht übles bevor.

    • Da viele kathol. Geist­liche selber schwul sind und auch aus diesem Grund Priester wurden, darf man sich nicht wundern, wenn sie jetzt, wo sie „dürfen“, dem Zeit­geist huldigen.

  3. ich mochte ihn anfangs, aber nun wird er mir zu radi­kal­kon­ser­vativ. Aller­dings kann ich den Jesui­ten­franz absolut nicht leiden. Mein Papst ist Bene­dikt XVI. Nicht umsonst schlug bei dessen Rück­tritt der Blitz in den Petersdom.

    • Erzbi­schof Viganó will die Menschen aufrüt­teln, das ist drin­gend notwendig. Die Menschen müssen erkennen, dass sie heute zwei Feinde gegen sich haben, von denen die meisten Menschen sich nicht vorstellen können, dass sie ihre Feinde sind: der Staat, Teile der katho­li­schen Kirche.
      Sie erleben, wie der Staat ihnen viele und gerade die elemen­taren Frei­heiten ohne parla­men­ta­ri­sche Kontrolle nimmt, sie anlügt und dennoch halten die Akade­mi­ke­rinnen in meinem Umkreis dies für eine Fürsorge zu ihrem Schutz. Sie denken an Feinde mit Gewehren und Bomben, nein heute sind die Waffen der Staaten andere, z.B. „Impfungen“, Strah­lungen (5G, 6G), Phil­an­tropen, NGO´s, Masseneinwanderung.
      Sie erleben, wie Teile der Kirche – und hier tun sich beson­ders deutsch­spra­chige Bischöfe hervor – Laster nicht mehr beim Namen nennen und nicht dagegen aufstehen, sondern sie fördern, die Glau­bens­lehre rela­ti­vieren, die Schön­heit der Liturgie zerstören, häre­ti­sche Theo­logen an den Univer­si­täten nicht entfernen, Pries­ter­se­mi­nare dem Laster und der Rela­ti­vie­rung verfallen lassen und der Papst „Impfungen“ und Massen­ein­wan­de­rung unter­stützt und dennoch halten viele das für katholisch.
      Das römi­sche Reich ist unter­ge­gangen, Europa wird unter­gehen, Monster werden die Welt „regieren“.

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