Dr. Martin Vinc­entz (AfD): Das Total­ver­sagen der Regie­rungen in der Corona-Krise (2. Teil)

Dr. Martin Vincentz

Tran­skript des zweiten Teils der Rede, erstellt von UNSER MITTELEUROPA:
 

Sehr geehrte Frau Präsi­dentin! Sehr geehrte Damen und Herren!

Ich werde mir den Tag im Kalender markieren, das irgend­wann mal der wahr­schein­liche Bundes­kanzler mich in einer Debatte zitiert hat. Muss ja nicht verraten, wer es war. Aber genau das, was Sie gerade ange­spro­chen haben, was ich ja eigent­lich nur völlig unter­strei­chen kann, ist eine der zentralen Punkte, was Sie hier machen, Herr Minis­ter­prä­si­dent. Sie verste­cken sich hinter den anderen 15 Minis­ter­prä­si­denten. Und genau das, was Sie gerade eigent­lich vernünftig ausge­führt haben, dass Wissen­schaft eben ein Viel­klang ist, das würde eigent­lich und so würde ich es erwarten von einem Kanzler würde eigent­lich voraus­setzen, dass sie sich gerade machen und sagen, die anderen mögen das so machen. Ich mache es anders. Für Nord­rhein-West­falen fahren wir eben einen anderen Kurs. Und genau das, so kann man genauso die letzte Stel­lung­nahme des Exper­tenrat lesen, ist nicht unbe­dingt nur eine Perspek­tive nach vorne. Das kann genauso auch als Kritik gelesen werden, wie es bisher passiert ist. Ich stand an dieser Stelle schon häufiger und habe kriti­siert, dass genau diese mathe­ma­ti­schen Modelle doch schon lange falsch lagen. Und jetzt ruft Ihnen Sie der Exper­tenrat dazu auf. Bitte diesen nicht noch weiter und nicht noch in den Herbst und nicht noch weiter in den Winter zu folgen. Genau das wird hier postu­liert. Man kann das genauso auch als Blick nach hinten verstehen.

Und im April? Ich kann mich noch sehr gut erin­nern. Ich hatte einen Anruf von einem Chef­arzt, einem Professor. Ich hatte einen Anruf von einem Mathe­ma­tik­pro­fessor. Ich hatte einen Anruf von einem Labor­leiter, die mir alle­samt eins sagten: Herr Vinc­entz, was ist denn mit der Saiso­na­lität? Warum reagiert die Politik denn da über­haupt gar nicht drauf? Ich sagte ja, Professor Streeck war im Ausschuss. Er hat uns das auch erzählt. Eigent­lich müsste das bekannt sein. Aber ich verrate Ihnen eins: Wir haben hier einen Minis­ter­prä­si­denten und keinen Kanzler. Der hätte das eigent­lich anders gemacht.

5. Mai: Knapp 100 Forscher fordern in ihrem Posi­ti­ons­pa­pier zur Bildungs­po­litik in der Kronach-Krise mehr Tempo bei den Schul­öff­nungen. Passiert aber nicht. Wissen­schaftler der Stan­ford Univer­sity um den Gesund­heits­wis­sen­schaftler Professor Dr. Ioann­idis kommen zu dem Ergebnis, dass Covid-19 deut­lich weniger gefähr­lich sei als bislang ange­nommen und stellen die Verhält­nis­mä­ßig­keit von Lock­downs infrage. Im Mai 2020, und unsere längsten Lock­downs stehen da tatsäch­lich noch aus.

12. Juni: Das Deut­sche Ärzte­blatt berichtet mit Blick auf die CT-[Befunde] über eine Studie des briti­schen Medical Journal, derzu­folge 70 Prozent aller positiv Getes­teten nicht anste­ckend sein. Wir haben daraufhin bean­tragt, bitte doch diese CT-[Befunde] in den Blick zu nehmen. Der Antrag wurde abgelehnt.

13. Juli: Eine Studie der Medi­zi­ni­schen Fakultät der Fakultät der Tech­ni­schen Univer­sität Dresden wider­legt die These, Kinder seien Viren­schleu­dern. Studi­en­leiter Rein­hard Berner sagt Kinder wirken eher als Brems­klötze der Infek­tion. Nicht jede Infek­tion, die bei ihnen ankommt, wird auch weitergegeben.

Die AfD-Forde­rungen nach Öffnung der Schulen werden mehr­fach abgelehnt.

13. Juli: Die Univer­si­täts­klinik Düssel­dorf legt ein Ergebnis der Kita-Studie vor. In fast 35 000 Proben wurden nur eine Infek­tion bei einem Kind gefunden. Die Forde­rung der AfD, Kitas offen zu halten, wird mehr­fach von ihnen abgelehnt.

1. August: Eine Studie des National Bureau of Econo­mics Richer Rese­arch kommt zu dem Schluss, dass Lock­downs welt­weit keine wesent­liche Rolle bei der Eindäm­mung des Virus gespielt haben. Wenig später startet Deutsch­land dann in den Lockdown.

4. Oktober: Die Great Britain Decla­ra­tion ruft mit mehreren Tausend, teil­weise wirk­lich mit Wissen­schaft­lern von Weltruf dazu auf, bitte mehr die nega­tiven Folgen des Lock­down in den Blick zu nehmen. Auch das unterbleibt.

22. November: Professor Dr. Matthias Schramm, der seiner­seits lange die Bundes­re­gie­rung beraten hat, und acht weitere Kollegen verkünden öffent­lich ein Thesen­pa­pier. Ein Stra­te­gie­wechsel sei unver­meid­lich. Was passiert? Man zieht die Stra­tegie einfach weiter durch.

Februar 2021: Verschie­dene Aerosol-Forscher, darunter Gerhard Scheuch, sehen in verschie­denen Arbeiten eine de facto vernach­läs­sig­bare Gefahr, sich an der frischen Luft zu infi­zieren. Was passiert? Lange nichts.

3. März: Texas kehrt tatsäch­lich zur abso­luten Norma­lität zurück bei einer landes­weiten 7‑Tage-Inzi­denz von 173. Governor Greg Abbott hebt Maskenzwang und Beschrän­kungen bis hin zum Verbot von Groß­ver­an­stal­tungen auf. Einfach alles. Ich muss sagen, ein gewagtes Expe­ri­ment. Aber was ist passiert? Stei­gende Fall­zahlen im Sommer? Nein, Fehlanzeige.

Mai 2021: Der 16. Bericht der CODAG-Gruppe der LMU München sieht keinen statis­ti­schen wesent­li­chen Effekt der Bundes­not­bremse. Trotzdem wird die Bundes­not­bremse auch in diesem Haus als Erfolg mehr­fach gelobt. Es steht ja alles im Protokoll.

Im Juni kommt der 17. Bericht der CODAG-Gruppe der LMU München nach umfang­rei­cher Daten­ana­lyse zum Schluss, dass Hospi­ta­li­sie­rung von Kindern wegen Unfällen im Stra­ßen­ver­kehr noch deut­lich höher liegen als zu jedem Zeit­punkt wegen Covert 19 und dass eine Infek­tion im Kran­ken­haus in der Schule keine wesent­liche Rolle spielt.

Am 1. Juli wird der Chef der Kassen­ärzt­li­chen Bundes­ver­ei­ni­gung Gassen in mehreren Medien zitiert mit Panik­mache, Irra­tio­na­lität und Inzi­denz. Gläu­big­keit in der poli­ti­schen Diskus­sion bestimme die Diskus­sion rund um die Delta-Vari­ante. Auch das haben wir heute morgen hier wieder bestens gehört. Der arme Chef der Kassen­ärzt­liche Bundes­ver­ei­ni­gung wird an der Stelle über­hört. Die STIKO bleibt bei ihrem Nein zur allge­meinen Empfeh­lung zur Impfung bei Kindern. Auch das wird hier mehr­fach tatsäch­lich anders gefordert.

Diese Aufzäh­lung könnte ich jetzt noch beliebig verlän­gern oder in detail­rei­cher Art noch weiter aufschlüs­seln. Aber es zeigt doch ganz deut­lich, dass die Politik auf Daten aus der Wissen­schaft eher im Einzel­fall mal gehört hat und es keinen festen, einge­spielten Mecha­nismus dafür gibt. Die Auflö­sung des Exper­ten­rats ist daher nur folge­richtig. Traurig? Ja. Schade. Ja. Bedau­er­lich, ja. Aber was nützt der Rat der Experten, wenn er dann durch Lobby­gruppen, medialen Druck und poli­ti­sche Zwänge völlig ausge­he­belt wird? Es gibt viele Dinge, die wir noch nicht wissen, aber ich befürchte, diese Erkennt­nisse werden bei ihnen tatsäch­lich nicht ankommen. Den Exper­tenrat hier zu kriti­sieren ist falsch. Aber ich würde behaupten, noch fälscher ist es, ein Exper­tenrat erst einzu­be­rufen und dann nicht auf ihn zu hören.

Vielen Dank.

Quelle: YouTube


1 Kommentar

  1. Was ist denn eigent­lich mit den Grün*ninnen gerade los? Das war doch mal eine in weiten Teilen halb­wegs vernünf­tige Partei, damals, als sie selbst noch verfolgt wurden? Gegen Gentechnik, gegen Tier­ex­pe­ri­mente. Und jetzt? Massen­gen­ex­pe­ri­mente an Menschen. Und keiner von denen muckt? Manche von denen wollen sogar noch mehr davon. Hat Pharma die auch so einfach mit einer dicken Geld­spritze angefixt?

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here