Eingreif­truppe: EU beschließt Aufbau einer weiteren Geisterarmee

Bild: Wikipedia/Irish Defence Forces from Ireland Lizenz: CC BY 2.0

Was machen eigent­lich die bereits bestehenden EU-„Battlegroups“?

Ange­sichts des Kriegs in der Ukraine beschloss die EU eine mili­tä­ri­sche Eingreif­truppe, die bis 2025 einsatz­be­reit sein soll. Im ersten Jahr will die Bundes­re­pu­blik Deutsch­land 5.000 Soldaten der Truppe stellen, und auch Öster­reich wird sich daran betei­ligen. Wer die Sicher­heits- und Vertei­di­gungs­po­litik der Euro­päi­schen Union mitver­folgt, ist nicht entgangen, dass die EU bereits seit 15 Jahren über soge­nannte „Batt­le­groups“ verfügt.

Diese Kampf­gruppen in Batail­lon­stärke sollen, so der Plan, in Krisen rasch einsatz­be­reit sein. Bislang einge­setzt wurden die „Batt­le­groups“ aber noch nicht, weshalb sich die Frage nach der Sinn­haf­tig­keit der geplanten mili­tä­ri­schen Eingreif­truppe stellt. Der frei­heit­liche EU-Abge­ord­nete Harald Vilimsky merkt deshalb kritisch an, dass, „weil die erste EU-Eingreif­truppe nie irgendwo einge­griffen hat, jetzt also schon die nächste kommt“. Und der Leiter der frei­heit­li­chen Dele­ga­tion im Euro­pa­par­la­ment ergänzt: „Die 2007 geschaf­fenen EU-Batt­le­groups wurden in 15 Jahren kein einziges Mal einge­setzt. Jetzt benennt man das um, beschließt es neu und hat die nächste euro­päi­sche Geis­ter­armee geschaffen – 5.000 Mann auf dem Papier, irgend­wann 2025“.

Im Gegen­satz zu Vertei­di­gungs­mi­nis­terin Klaudia Tanner (ÖVP) sieht Vilimsky, was die Teil­nahme Öster­reichs an der geplanten Eingreif­truppe betrifft, eine Unver­ein­bar­keit mit der Neutra­lität: „ÖVP-Vertei­di­gungs­mi­nis­terin Tanner ist da natür­lich sofort mit von der Partie – auch wenn sich das mit der öster­rei­chi­schen Neutra­lität nicht ausgeht.“ Nach­satz: „Oder rechnet sie damit, dass auch diese Gespens­ter­truppe ohnehin nie zum Einsatz kommen wird?“ Denn es werde wohl niemand erwägen diese Soldaten in einen Krieg wie den jetzigen in der Ukraine zu schi­cken. Zudem „dürfte man mit 5.000 Soldaten und einer Portion Brüs­seler Größen­wahn da nicht weit kommen“.

Dieser Beitrag erschien zuerst bei ZUR ZEIT, unserem Partner in der EUROPÄISCHEN MEDIENKOOPERATION.

8 Kommentare

  1. Daß die intel­lek­tu­ellen Fähig­keiten der öster­rei­chi­schen Politik-Horde locker mit Brüs­seler Dumpf­ba­cken-Gruppen locker mithalten kann, das wissen wir. Warum ausge­rechnet die ach so fried­vollen konser­vativ-ökolo­gi­schen Regie­rungs­banden unbe­dingt auf der Seite der richtig Bösen in den Krieg wollen, ist trotzdem nicht nachvollziehbar.
    Wenn sich eine Regie­rung (samt eines Bundes­prä­si­denten, der als Staats­feind Nr. 1 unbe­stritten ist) gegen die Säulen der Repu­blik auflehnt, wäre wohl eine sofor­tige Entfer­nung aus Ämtern und straf­recht­liche Maßnahmen angesagt.

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    • Und warum geschieht das nicht? Von alleine danken die schma­rot­zenden Kriegs­ver­bre­cher nicht ab!!

  2. moin
    nix neues im westen
    eu-batt­le­group, stay-behind ? was ist da neu an diesen „geheimen“ sabo­tage-fals-flag söld­nern. wem dienen diese söldner…?
    mfg

  3. Es tut mir leid, aber ich finde gestan­dene Männer in Tarn­an­zügen zu Frie­dens­zeiten nur lächer­lich. Als Kind habe ich auch Cowboy und Indianer gespelt, mit Verklei­dung und selbst gebas­telten Spielzeugwaffen.
    Diese Männer scheinen auf diesem intel­lek­tu­ellen Niveau zu verharren.
    Von hier bergab geht nur um das Niveau von Joe Biden zu erreichen…

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    • Wir sind nicht in Friedenszeiten… 

      In der Ukraine einen Putsch zu insze­nieren war kein Akt des Frie­dens. In der Ukraine Nazi­truppen aufzu­bauen und die 14000 russi­sche Zivi­listen ermorden zu lassen war kein Akt des Frie­dens. Mit Putin zusam­men­zu­sitzen und über diesen Völker­mord zu spre­chen und dann vor die Kamera zu treten und ihn
      als lächer­lich zu bezeichnen war kein Akt des Frie­dens. Sank­tionen zu erlassen, die das Ziel haben Russ­land wirt­schaft­lich zu vernichten, also das Volk der Russen verhun­gern zu lassen sind kein Akt des Friedens.

      Falls Ihrs immer noch nicht gemerkt habt, daß der dritte Welt­krieg macht Euch keine Sorgen. Schaltet den Fern­seher ein, da wir Euch bestimmt was über Gender und arme Flücht­linge erzählt und was die SPD für die Zukunft Eurer Kinder tut.

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  4. Sagen wir mal so… ille­gale Eingreif­truppen, die ohne Kennt­nis­nahme durch den „Souverän“ instal­liert wurden, gab es auch in der Bw oder gibt es noch. Ob nun „Stay Behind“ oder „Gladio“, die krimi­nelle Vari­ante der Vater­lands­ver­tei­diger südlich der Alpen.
    Die Aufgabe war, die BRD nach der Beset­zung durch den Warschauer Pakt ‑der Russe stand ja immer irgendwie vor der Tür- die Versor­gungs­güter der Besat­zungs­truppen zu sprengen und Atten­tate auf die Führer zu verüben. Das scheint aber nie ernst­haft ange­gangen zu sein, denn dann wäre der Flug­platz Ramstein schon in den Sieb­zi­gern einge­äschert… Besatzer hin, Besatzer her!

  5. die eu wird immer eine armee brauchen…
    genau so wie aussengrenzen…

    dieses eu konstrukt ging anschei­nend bisher davon aus das 40 000 über­be­zahlte brüssler sessel­pi­cker genügen
    um dieses verplexte imkom­plex am leben zu halten.

    dabei weiss 99.8% von diesen deppen­be­amten ja nichtmal ob gerade winter oder sommer­zeit ist…
    oder den exacten grad der unioi­schen gurkenkrümmg)))

    man darf schonmal sagen die anglo­zio­nisten haben hier
    wirk­lich vorzüg­liche colo­nial hard­wear an den mass­ge­benden stra­te­gie­punkten installiert…
    mann hat die eu mit haut und haar…under controll…

    und die euro­päi­schen bluechips(monarchien) lachen sich tod weil ihnen die street­zions (goldman sachs, black­rock, mckinsey usw) die ganze arbeit abnehmen.

    unsere sogenn­anten monar­chien verdienen sich dumm und blöd an diesen märkten, brau­chen keine kriegs­kassen mehr und sind nur noch fotogen…
    die fed u.s. army rolls the joints for them

    daher ist diese abge­fuckte gummi eu auch so gut wie in benelux hand…luxemburg, nether­lands, belgum, norway, schweden, denmark, spain, england…und bitte keiner
    soll jetzt mit dem brexit aufzeigen…denn er würde sich nur mehr blamieren

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