Éric Zemmour: tut er es oder nicht?

Éric Zemmour & Marine Le Pen · Bildquelle: ReactNieuws

Von Roeland Van Walleghem
 
„Ich habe immer den Fehler gemacht, nicht hoch genug zu zielen.
Ich besaß eine Über­dosis an falscher Bescheidenheit,
falschem Stolz, über­trie­benem Selbstvertrauen
und einem Gefühl der Macht­lo­sig­keit.“ (Bain­ville)
 
Mit diesem Zitat von Jacques Bain­ville (1879–1936), dem berühmten Histo­riker der l‘ Action Fran­çaise, beginnt ein ausführ­li­ches und faszi­nie­rendes Inter­view mit Éric Zemmour, dem erfolg­rei­chen Autor, Pole­miker und ‚mögli­chen‘ Kandi­daten bei den fran­zö­si­schen Präsi­dent­schafts­wahlen im nächsten Jahr. Die Wahl dieses Zitats ist nicht unbe­deu­tend, wenn man bedenkt, dass die Möglich­keit einer Kandi­datur von Éric Zemmour bei den Präsi­dent­schafts­wahlen keine imagi­näre Vorher­sage mehr ist.

„Ich kann nicht anders, als zu denken, dass wir handeln müssen, denn selbst Vorher­sagen und Prophe­zei­ungen reichen nicht mehr aus . Die Botschaft könnte nicht deut­li­cher sein: Zemmour erwägt ernst­haft, 2022 als Präsi­dent zu kandi­dieren. Auch zum ange­kün­digten Duell zwischen Emma­nuel Macron und Marine Le Pen nimmt Zemmour Stel­lung: „Ihre Stärken sind ihre Schwä­chen. Sie sind Komplizen, einer braucht den anderen, sie fangen sogar an, wie der andere zu sprechen“.

Es versteht sich von selbst, dass seine Kandi­datur alle Karten und Umfragen gründ­lich durch­ein­an­der­wir­beln wird.

Man kann die (mögliche) Kandi­datur von Zemmour bei den fran­zö­si­schen Präsi­dent­schafts­wahlen entweder begrüßen oder bedauern. Tatsache ist, dass es das natio­na­lis­ti­sche Lager ohnehin spalten wird. Einer der beiden – sie fischen im selben Teich – wird es nicht in die zweite Runde schaffen (nur die beiden Kandi­daten mit den meisten Stimmen in der ersten Runde kommen weiter). Ein besseres, komfor­ta­bleres Szenario konnte sich das Regime nicht vorstellen. Teile und herrsche!

Wie auch immer, zunächst stehen am 20. und 27. Juni Regional- und Abtei­lungs­wahlen an. In allen Umfragen – davon gibt es in Frank­reich eine ganze Reihe – liegt Marine Le Pens Rassem­ble­ment National auf Platz 1 oder 2. Die Region Provence-Alpes-Côte d’Azur (PACA) wird mit ziem­li­cher Sicher­heit in den Händen des Rassem­ble­ment National liegen. Selbst welt­fremde Partei­kom­bi­na­tionen, die das verhin­dern sollen (LR+LREM+Modem), scheinen keinen Erfolg zu haben, zumin­dest in den Umfragen. Das soll immerhin ein Trost sein.

Marine Le Pen

Von Le Grand Jury RTL, Le Figaro und LCI dimanche am 6. Juni zu einer mögli­chen Kandi­datur Zemmours befragt, erklärte Marine Le Pen folgendes: „Ich bin sehr an der Demo­kratie inter­es­siert, in der jeder kandi­dieren kann. Aber ich habe nur eine Frage: Was hat es mit der Kandi­datur von Zemmour auf sich?“ Laut dem RN-Präsi­denten ist es: „Objektiv gesehen eine Kandi­datur, die Emma­nuel Macron zum Sieg bei der Präsi­dent­schafts­wahl verhelfen kann, was ihm die Umfragen im Moment nicht erlauben.“

Marine Le Pen versi­cherte, dass sie mit Zemmour gespro­chen habe. „Ich habe ihm gesagt: Sie sind ein respek­tierter und gehörter Redak­teur, Schrift­steller und Meinungs­ma­cher. Schwä­chen Sie nicht, auch nicht ein wenig, das natio­nale Lager, dem Sie sich verpflichtet haben.“

Éric Zemmour

Éric (Justin Léon) Zemmour (Montreuil, 1958) ist offen­sicht­lich kein großer Freund der Main­stream-Medien, um es vorsichtig auszu­drü­cken. Aber das, was die linke Presse so gerne tut – Verbin­dungen zu Nazismus und Faschismus herzu­stellen – können sie in seinem Fall nicht belegen. Tatsäch­lich entstammt er einer jüdisch­stäm­migen Familie aus Alge­rien, die während des Alge­ri­en­krieges nach Frank­reich emigrierte. Er beschreibt sich selbst als Fran­zose mit berbe­ri­scher Abstam­mung, und sein Fami­li­en­name bedeutet „Oliven­baum“ auf Berberisch.

Die MSM versucht dann, ihn für andere Misse­taten verant­wort­lich zu machen. Die linke „Quali­täts­zei­tung“ Le Monde zum Beispiel sugge­rierte, dass er in mehrere Fälle von sexu­eller Beläs­ti­gung verwi­ckelt sein könnte. Die Geschäfts­füh­rung von Le Figaro betonte kürz­lich, dass sie nicht über „proble­ma­ti­sche Elemente oder Situa­tionen“ infor­miert sei und dass „keine Beschwerde einge­reicht, keine Unter­su­chung einge­leitet“ worden sei und alles auf Äuße­rungen in der feind­li­chen Presse beruhe. Aber Zemmour wird sich wohl auf anderen Dreck freuen müssen, schließ­lich gehört er nicht zum guten Lager.

Natür­lich finden wir es bedau­er­lich, dass zwei Kandi­daten aus der glei­chen poli­ti­schen Familie keine gemein­same Basis finden können. Es muss das trau­rige Schicksal der Rechts­na­tio­nalen sein, geteilt in den Krieg zu ziehen. Unsere Feinde – und davon gibt es viele – werden sich wieder einmal freuen.

Quelle: React­Nieuws


3 Kommentare

  1. Hallo, an alle zahn­losen Tiger.
    Mal ange­nommen da ist kein Geld oder Ähnli­ches im Spiel;
    Wer die eigene Front­linie schwächt, oder sogar verlieren läßt, der gehört zum Feind.
    Es tut mir Leid, wem das zu einfach erscheint, dem ist nicht klar:
    Dies ist die letzte Wahl vor dem Weltdiktat.
    Dieses kann ausschließ­lich durch natio­nale Kräfte aufge­halten werden. 

    Bonjour, à tous les tigres édentés.
    Disons qu’il n’y a pas d’ar­gent ou autre chose de ce genre en jeu ;
    Si vous affai­blissez votre ligne de front, ou même si vous la faites perdre, vous faites partie de l’ennemi.
    Je suis désolé, si cela semble trop simple, vous ne comprenez pas :
    C’est la dernière élec­tion avant la dicta­ture du monde.
    Cela ne peut être arrêté que par les forces nationales.

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    • Eric Z.
      Intel­lek­tuell, kultu­rell, ist er MLP weit über­legen. Er ist der Einzige, der sagt, dass Islam = Islamismus.
      MLP ist eine Verlustmaschine.
      Eine Ziege würde gegen sie gewinnen.

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