Erklä­rung des Slowe­ni­schen Verbandes der patrio­ti­schen Journalisten

Bildquelle: Demokracija

Anläss­lich des Welt­tages der Pres­se­frei­heit stellen wir vom Slowe­ni­schen Verband der Patrio­ti­schen Jour­na­listen fest, dass Slowe­nien noch immer vor einem unvoll­endeten Über­gang im Bereich der Medi­en­frei­heit steht, was sich auch im starken Einfluss der alten Macht­zen­tren auf die Medien wider­spie­gelt, einschließ­lich derer, die norma­ler­weise eine unpar­tei­ische öffent­liche Dienst­leis­tungs­funk­tion ausüben sollten (STA und RTV Slovenia), aber leider Geisel der poli­ti­schen Inter­essen der Paten aus dem Hinter­grund und ihrer Beauf­tragten in führenden Posi­tionen sind.

Der Verband ist sich der Sensi­bi­lität der Medi­en­frei­heit bewusst, die vielen schäd­li­chen Einflüssen ausge­setzt ist, von denen der poli­ti­sche Einfluss nur einer ist. Im slowe­ni­schen Fall ist leider genau dieser Einfluss der entschei­dende Faktor. Wir akzep­tieren keines­wegs, dass sich die Situa­tion der Medien im Jahr seit dem Amts­an­tritt der jetzigen Regie­rung dras­tisch verschlech­tert hat, wie die jour­na­lis­ti­schen Unter­stützer der jetzigen Oppo­si­ti­ons­par­teien, die ange­sichts der vielen Miss­stände unter der vorhe­rigen Regie­rung geschwiegen oder sogar offen die umstrit­tenen Hand­lungen des dama­ligen Minis­ter­prä­si­denten Marjan Šarc unter­stützt haben, beweisen möchten. Gerade die vorherr­schende Abnei­gung der Medien gegen die Regie­rung zeigt, dass die Vorwürfe, mit denen dieselben Medien ihre auslän­di­schen Jour­na­lis­ten­kol­legen infor­mieren, nicht der Wahr­heit entspre­chen und in erster Linie das Produkt von poli­ti­schem Akti­vismus sind, der wenig mit der Aufgabe der Medien in einer demo­kra­ti­schen Gesell­schaft zu tun hat. Deshalb sind wir der Meinung, dass die Medi­en­frei­heit in unserem Land gerade von denen miss­braucht wird, die mit dem Finger auf die andere Seite zeigen.

Slowe­ni­scher Verband der patrio­ti­schen Journalisten

Ljub­l­jana, 3. Mai 2021

Dieser Beitrag erschien zuerst bei DEMOKRACIJA, unserem Partner bei der EUROPÄISCHEN MEDIENKOOPERATION.


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