Es ist EU-Kindergartenzeit!

Janez Janša · Foto: Facebook

Diesmal ist Slowe­nien dran, denn die EU-Kommis­sion verur­teilt die Kritik des slowe­ni­schen Minis­ter­prä­si­denten an einem linken Reporter.

Warum?  Ein freies Medium braucht abwei­chende Meinungen, offene Debatten und harte Kritik von beiden Seiten… oder es ist nicht wirk­lich frei.

Minis­ter­prä­si­dent Janša muss einen Nerv im Haupt­quar­tier des „Minis­te­riums für Wahr­heit“ getroffen haben.

Sowohl die EU-Medien (diese Reporter sind partei­isch und jeder weiß es) als auch die Zensoren in Brüssel versu­chen schamlos, andere einzu­schüch­tern, damit sie ihre Darstel­lung nicht in Frage stellen.

Aber es ist in Ordnung, Jour­na­listen heraus­zu­for­dern, die zuneh­mend ihre eigene ideo­lo­gi­sche Meinung auf Themen setzen bzw. die Geschichten einseitig darstellen.

Sie wollen über die Wahr­heit bzw. darüber, was debat­tiert werden kann, nach ihren persön­li­chen Vorstel­lungen entscheiden. Jede abwei­chende Meinung, die dem Brüssler Grup­pen­denken wider­spricht, soll zum Schweigen gebracht werden.

Sind nun die Jour­na­listen in den Medien von Kritik und Kontrolle ausge­nommen?  Auch die Medien müssen in die Pflicht genommen werden; denn faule, irre­füh­rende und partei­ische Bericht­erstat­tung diskre­di­tiert den gesamten Berufsstand.

Minis­ter­prä­si­dent Janša hat diese Poli­tico-Jour­na­listin über­haupt nicht bedroht; wie viele in und außer­halb der Regie­rung hat er ihre Profes­sio­na­lität und Inte­grität in Frage gestellt, wozu er aufgrund ihrer mangel­haften Bericht­erstat­tung jedes Recht hat. Wenn Jour­na­listen angreifen, sollten sie auch eine Antwort erwarten.

„Nun, @liliebayer wurde ange­wiesen, nicht die Wahr­heit zu sagen, also zitierte sie haupt­säch­lich ‘unbe­kannte’ Quellen von der extremen Linken und vernach­läs­sigte absicht­lich Quellen mit Namen und Inte­grität,“ so Janša auf Twitter.

Dies ist seine Meinung und wir sehen hier keine Drohungen, nicht einmal annähernd.

Der Vize­prä­si­dent der EU-Kommis­sion, Frans Timmer­mans, reagierte jedoch mit einem eigenen Tweet: „Jour­na­listen zu beschimpfen, zu bedrohen oder anzu­greifen ist ein direkter Angriff auf freie Medien. Deshalb verdienen Jour­na­listen wie @liliebayer unsere Unter­stüt­zung.“

Nicht ganz. Ein freies Medium braucht abwei­chende Meinungen, offene Debatten und harte Ausein­an­der­set­zungen von beiden Seiten…sonst ist es nicht wirk­lich frei.

Kein Reporter sollte bedroht werden, aber er sollte auch nicht über jeden Zweifel erhaben sein.  Die Menschen brau­chen keine EU-Kommis­sion, die entscheidet, was freie Meinungs­äu­ße­rung ist; in der Tat, wie man in der Vergan­gen­heit gesehen hat, ist dies ein sehr rutschiger Hang.

Trotz des von Frans Timmer­mans aufge­bauschten Dramas gab es keine Drohungen gegen Bayer; es ist absurd, etwas anderes zu glauben. Statt­dessen stellte Janša ihre Arbeit in Frage, genauso wie sie seine in Frage stellte.

Die poli­ti­sche Ideo­logie von Poli­tico und seiner Repor­terin Lili Bayer ist kein Geheimnis.  Warum leugnen sie das?  Es ist offen­sicht­lich. Sie sind Teil des EU-Estab­lish­ments (wie die schnelle Vertei­di­gung der EU-Kommis­sion dies beweist), so wie die Daily Sabah Teil von Erdo­gans Netz­werk in der Türkei ist.

Der V4-Report ist sich bewusst, dass diese Medi­en­netz­werke ihre eigenen kleinen Kreise haben und oft Artikel unter­ein­ander weiter­ver­breiten, manchmal sogar Verbün­dete als sog. „Experten“ präsentieren.

Die aufge­weckte EU-Kommis­sion schätzt keine freie und offene Debatte; statt­dessen wollen sie, dass sich alle ihrer Meinung unterwerfen.

Janša und andere haben jedes Recht, sich zu vertei­digen und das Narrativ der Medien in Frage zu stellen.

Dies ist eine freie Gesell­schaft … oder gilt die Rede­frei­heit nur für die poli­tisch korrekte Klasse in Brüssel?

Janez Janša ist auf Twitter sehr aktiv und fühlt sich wohl mit den Social-Media-Codes. Hier ein Screen­shot von seinem Twitter-Account am 28. Februar 2021.

 

Dieser Beitrag erschien zuerst bei der VISEGRÁD POST, unserem Partner in der EUROPÄISCHEN MEDIENKOOPERATION.


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