EU-„Beitrittskandidat“ Ukraine – Ausbeu­tung und Niedrigstlöhne

Ukraine als Beitrittskandidat mit menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen Bild: MDR

Aufgrund nied­rigster Löhne und Renten leben viele Menschen, vor allem Frauen in der Ukraine in Armut. Große Teile der Bevöl­ke­rung verdingen sich als Arbeits­mi­granten in der Alten­pflege, als LKW-Fahrer oder vermieten ihre Körper als Leihmütter.

In der Ukraine herr­schen schlech­tere Arbeits­be­din­gungen als in Bangladesch.

Recher­chen ergaben nied­ri­geres Lohn­ni­veau als Bangladesch

Der Publi­zist Dr. Werner Rügemer recher­chiert seit Jahren zu unter­schied­li­chen Arbeits­welten und –bedin­gungen insbe­son­dere in Europa. Im Juli veröf­fent­lichte er auf den Nach­denk­seiten unter der Über­schrift „Unsere euro­päi­schen Werte: 1,21 Euro Mindest­lohn in der Ukraine“ eine ausführ­liche Analyse der aktu­ellen Arbeits­ver­hält­nisse in diesem, von der EU „heiß ersehnten“ Beitrittskandidaten.

Er beschreibt darin das Land als Dreh­scheibe der euro­pa­weiten Nied­rigst­löh­nerei und als Welt­spitze bei diversen Geschäften mit dem weib­li­chen Körper.

Nach Angaben Rüge­mers wäre in der Ukraine das erste Mal im Jahr 2015 ein Mindest­lohn einge­führt worden, in Höhe von 0,34 Euro pro Arbeits­stunde. Selenski hätte den Mindest­lohn 2021 auf 1,21 Euro pro Stunde ange­hoben. West­liche Gewerk­schaftler und Menschen­rechtler würden diese ausbeu­te­ri­schen Verhält­nisse geflis­sent­lich igno­rieren und sich auf die Zustände in Asien oder Bangla­desch fokus­sieren, obwohl die Löhne in der Ukraine wesent­lich nied­riger sind.

Kein Urlaub gewährt und unbe­zahlte Über­stunden erzwungen

Über­dies würde dieser Mini­mal­lohn noch nicht einmal durch­ge­hend bezahlt werden, stellte der Publi­zist klar. Bei einem Drittel der weib­li­chen Beschäf­tigten in der Textil­in­dus­trie käme dieser Lohn nur durch erzwun­gene unbe­zahlte Über­stunden zustande. Wenn die gefor­derte Stück­zahl an Hemden nicht fertig­ge­stellt worden sei, müsse unbe­zahlt weiter­ge­näht werden. Und bei mangelnder Auftrags­lage würde unbe­zahlter Urlaub ange­ordnet. Der gesetz­lich zuste­hende Jahres­ur­laub würde oftmals weder gewährt noch bezahlt.

Vieles würde in nicht regis­trierten Kleinst­un­ter­nehmen in Dörfern produ­ziert, die eine „ganz normale Schat­ten­wirt­schaft“ bildeten. Die 220.000 Textil­be­schäf­tigten, zumeist ältere Frauen, könnten nur mit länd­li­cher Subsis­tenz­wirt­schaft über­leben. Ihre eigene Klei­dung bezögen sie aus Klei­der­samm­lungen bzw. Second-Hand-Importen zumeist aus Deutsch­land, Polen, Belgien, der Schweiz und den USA.

„Die teuren, in der Ukraine vorpro­du­zierten Importe von Boss und Esprit aus dem reichen EU-Westen sind für die wohl­ha­bende Elite und die NGO-Blase in Kiew bestimmt“, beschreibt Rügemer die Abnehmer der Kleidungsstücke.

Hierbei nennt er auch die Profi­teure, „hier sitzt sie, die Korrup­tion, C&A, Hugo Boss, Adidas, Marks&Spencer, New Balance, Esprit, Zara, Mexx sind die profi­tie­renden Endab­nehmer. Sie leben von der menschen­rechts­wid­rigen Ausbeu­tung. Hier in den reichen EU-Staaten sitzen die wich­tigsten Akteure der Korrup­tion. Klamm­heim­lich begrüßen sie freudig die nicht vorhan­dene bzw. kompli­zen­hafte Arbeits­auf­sicht des ukrai­ni­schen Staates, und die EU hatte in der Vergan­gen­heit das syste­mi­sche Arbeits­un­recht im glei­chen Maße, mit rituell-heuch­le­ri­scher und folgen­loser Anmah­nung der Korrup­tion in der Ukraine, gedeckt“.

Miss­stände branchenübergreifend

In anderen Bran­chen liefe es ähnlich. Tausende von Unter­nehmen würden Zulie­ferer-Aufträge in der Ukraine vergeben. „Porsche, VW, BMW, Scha­effler, Bosch und Leoni etwa für Autokabel.

Pharma-Konzerne wie Bayer, BASF, Henkel, Ratio­pharm und Wella lassen dort ihre Produkte abfüllen und verpa­cken. Arcelor Mittal, Siemens, Demag, Vail­lant, Viess­mann unter­halten Montage- und Verkaufsfilialen.“

Bei diesen Bran­chen gäbe es zwar Stun­den­löhne von 2–3 Euro, aber immer noch weniger als in den angren­zenden EU-Staaten Ungarn, Polen und Rumänien.

Infolge dieser volks­wirt­schaft­li­chen Verar­mung wären seit den 2000er Jahren circa fünf Millionen Ukrainer zur Arbeits­mi­gra­tion „gezwungen“. Davon lebten unge­fähr zwei Millionen dauer­haft im Ausland, während drei Millionen in die Nach­bar­staaten pendeln würden. Sie würden sich beispiels­weise als Haus­halts­hilfen und Alten­be­treuer in Polen verdingen. Polni­sche Vermitt­lungs­agen­turen würden Ukrai­ne­rinnen mit einer „angeb­lich polni­schen Staats­bür­ger­schaft“ auch als häus­liche Alten­pfle­ge­rinnen nach Deutsch­land und in die Schweiz vermitteln.

Mutmaß­liche ukrai­ni­sche Studenten mit gefälschten Imma­tri­ku­la­ti­ons­aus­weisen würden in der EU-Land­wirt­schaft arbeiten, allein in Nieder­sachsen jähr­lich 7.000.

Frauen als Hauptleidtragende

Frauen wären in der Ukraine beson­ders von Armut betroffen. Hierzu merkt  Rügemer an,  „mit 32 Prozent „Gender-Pay-Gap“ stehen ukrai­ni­sche Frauen an der aller­letzten Stelle in Europa. Im Durch­schnitt bekommen sie ein Drittel weniger Lohn und Gehalt als ihre männ­li­chen Kollegen, im Bereich Finanzen und Versi­che­rung sind es bei glei­cher Arbeit sogar 40 Prozent.“

Zwar sei die Prosti­tu­tion in der Ukraine verboten, dies würde sie aber umso gewinn­träch­tiger für korrupte Poli­zisten, Taxi­fahrer und Bordell­be­treiber machen. Schon zuvor, nach der „Libe­ra­li­sie­rung“ der Sexu­al­dienst­leis­tungen durch die Bundes­re­gie­rung Schröder, wären viele arme Ukrai­ne­rinnen nach Deutsch­land gelockt worden. Unter Merkel wäre Deutsch­land schließ­lich zum euro­päi­schen Zentrum für gewerb­liche Prosti­tu­tion bzw. zum „Bordell Europas“ geworden erklärte Rügemer.

Die Körper der Ukrai­ne­rinnen böten unter den Bedin­gungen der Frauen­armut zudem ein uner­schöpf­li­ches Reser­voir für indus­triell orga­ni­sierte Leih­mut­ter­schaft. Die Ukraine wäre dies­be­züg­lich mitt­ler­weile zu einem globalen Hotspot avan­ciert. Dabei lägen die Preise für ein gesund abge­lie­fertes Baby in der Ukraine zwischen 39.900 und 64.900 Euro.

Der Preis sei abhängig davon, ob ein bestimmtes Geschlecht gewünscht sei und wie viele Versuche sich der Baby­käufer für diesen Geschlech­ter­wunsch leisten wolle. Die Leih­mutter würde davon während der Schwan­ger­schaft monat­lich zwischen 300–400 Euro erhalten, plus einer Erfolgs­prämie von 15.000 Euro nach erfolg­rei­cher „Ablie­fe­rung“. Bei Fehl­ge­burten, behin­derten Kindern oder sons­tiger Verwei­ge­rung der Abnahme bekäme die Leih­mutter keinerlei Prämie.

Arbeits­recht­li­ches „Niemands­land“ seit 2019

Rügemer stellt insge­samt fest, dass in der Ukraine durch die Einfüh­rung des neuen Arbeits­ge­setzes im Dezember 2019 grund­sätz­lich alle Arbeits­be­din­gungen in ein extremes Arbeits­un­recht verwan­delt worden seien.

Seit dieser Zeit gäbe es den Null-Stunden-Arbeits­ver­trag (Arbeit auf Abruf), Entlas­sungen müssten nicht mehr begründet werden und Arbeits­ver­träge dürften indi­vi­duell ausge­han­delt werden.

Gegen Auflagen in Bezug auf Sozial- und Renten­kür­zungen sowie Priva­ti­sie­rungen im Bereich der öffent­li­chen Daseins­für­sorge habe der IWF der Ukraine, laut Trans­pa­rency Inter­na­tional der korrup­teste Staat Europas, Kredite vergeben. Der Währungs­fonds hätte sich auch als Kriegs­treiber geoutet, indem er verlaut­bart hätte, „der Verlust des Donbass würde sich negativ auf die west­li­chen Kredite auswirken.“

Vor dem Maidan-Putsch hätte die Durch­schnitts­rente noch 140 Euro pro Monat betragen. Inzwi­schen gäbe es im Durch­schnitt noch 55 Euro pro Rentner.

Am Ende zitiert Werner Rügemer die Präsi­dentin der Euro­päi­schen Kommis­sion, Ursula von der Leyen, welche die Ukraine für ihre Vertei­di­gung der euro­päi­schen Werte über­schwäng­lich gelobt hatte, „die Ukraine vertei­digt beein­dru­ckend unsere euro­päi­schen Werte!“

Genau deshalb müsse die Ukraine EU-Mitglied werden. Die Präsi­dentin fügte hinzu, „die Ukraine verdient diesen Status, denn sie ist bereit, für den euro­päi­schen Traum zu sterben.“



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8 Kommentare

  1. Bunt­land hat doch bereits das nied­rige Lohn­ni­veau im Ukra­land groß­ka­li­brik bekämpft.

    Seit Juli, direkt Harz4 bzw. direkt in Rente für alle Flut­schis for ever …

  2. Wenn man liest, wie stark gelogen wird bei diesem „Krieg“, wie heftig muss erst in UND nach den beiden Welt­kriegen gelogen worden sein? Ich tippe, mehr als 95% aller Geschichten über WK I und II sind erstunken, erlogen, und völlig an den Haaren herbeigezogen!

  3. So schnell wird dazu noch nicht kommen, weil die amis planen schon mit China und in Kosovo den nächsten Chaos und die EU kann das Land nicht retten.
    Ukraine wird zerstü­ckelt und das war voraus­zu­sehen, nur die Polen schweigen noch, aber sie werden auch zugreifen, logisch.
    Die amis haben schon fast 17 Mio. ha besten Acker gekauft und was dann?
    Kommen die nato dort darauf oder wollen Geld verdienen?

  4. Ich hoffe mich nicht zu täuschen.
    Aber seit geraumer Zeit, beob­achte ich, daß deutsche
    Arbeits­kräfte in Form von Hartz 4 in den Nied­rig­lohn­sektor eingegliedert
    werden sollten. Wer nicht spurt, wird sank­tio­niert. Des weiteren werden
    auch im Medi­zi­ni­schen Bereich durch die Impf­pflicht große Löcher gerissen
    und das Personal förm­lich an den Rand des Nerven­zu­sam­men­bruchs getrieben.
    Da ist es doch wunderbar, wenn plötz­lich ganz viele Menschen kommen, denen
    es in ihrem Heimat­land noch viel schlechter ging, die jetzt zu etwas
    besseren Löhnen als in dem Land von dem sie kamen einstellen kann. Wie gesagt
    ich kann mich auch irren.

  5. Die Ukrainer werden schon noch dahin­ter­kommen, was die harte Realität hinter all den goldenen Verspre­chungen der west­li­chen Scheiß­haus­eliten ist: nämlich, dass man sie noch ein wenig ausbeuten und dann wie alle Weißen mit christ­li­cher Kultur abschaffen wird. Die „west­liche Werte­ge­mein­schaft“ will das Land haben, nicht seine Bewohner – die werden zum frühest­mög­li­chen Zeit­punkt durch mela­nöse Edel­men­schen und Suren­söhne ersetzt.

  6. Ein korrupter Sauhaufenstaat!
    Wer mit denen auch nur ein Geschäft macht, ist ein noch größerer Verbrecher!
    Putin hilf uns und mach da mal richtig ernst. Ich meine auch Berlin und Brüssel gehören weg!

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