EXKLUSIV: Orban-Inter­view mit „Buda­pester Zeitung“: „Refju­gees welcome! But from the west!“

Foto: Ministerpräsidentenamt/ Zoltán Fischer

Der unga­ri­sche Minis­ter­prä­si­dent Viktor Orbán hat aus Anlass seiner kürz­li­chen Berlin-Visite der „Buda­pester Zeitung“, einem unserer Koope­ra­ti­ons­partner, ein außer­ge­wöhn­li­ches, mehr als einstün­diges Exklusiv-Inter­view gegeben.

Im ersten Teil des Inter­views geht es um die deutsch-unga­ri­schen Bezie­hungen:

Orbáns Verhältnis zu den deut­schen Parteien. Was Orbán gegen die Ungarn-Diffa­mie­rung im Westen tun kann. Die Tole­ranz und Frei­heits­liebe der Ungarn. Den Wider­stands­willen Ungarns gegen west­liche Totalitarismen.

Und Orbán lässt aufhor­chen bezüg­lich einer Immi­gra­tions-Welle nach Ungarn: „Refju­gees welcome ! But from the west !“

Hier das Inter­view 1. Teil mit dem Chef­re­dak­teur der „Buda­pester Zeitung“ Jan Mainka.

Viktor Orbán im Gespräch mit BZ-Heraus­geber Jan Mainka (Foto: Ministerpräsidentenamt/ Zoltán Fischer)

DEUTSCH-UNGARISCHE BEZIEHUNGEN

„Deutsch­land rückt nach links – Große Unter­schiede zu Ungarn“

Was waren die wich­tigsten Eindrücke Ihrer Berlin-Reise?

Ich reise alle zwei Jahre zu einem Arbeits­be­such nach Deutsch­land. Zuvor war ich dort 2018 und 2020. Ich bekomme die Verän­de­rungen also konti­nu­ier­lich mit. Die deut­sche Welt rückt immer mehr nach links. Ich hatte diesmal über­ra­schende Erleb­nisse. Ich habe mich in Berlin mit einem Spieler der unga­ri­schen Fußball-Natio­nal­mann­schaft getroffen. Daraus wurde ein Poli­tikum. Im Vorfeld meines Podi­ums­ge­sprächs tauchte die Frage auf, ob der Minis­ter­prä­si­dent eines EU-Landes an einem Gespräch mit der Presse teil­nehmen darf. Deut­sche Medien wurden dafür kriti­siert, dass sie mich einge­laden hatten. Mich haben aber auch die vielen bewaff­neten Sicher­heits­kräfte vor Synagogen über­rascht. Auch aufgrund meiner Gespräche wurde mir einmal mehr klar, dass Deutsch­land eine Multi-Kulti-Gesell­schaft geworden ist. Das ist jetzt nicht mehr die Frage eines poli­ti­schen Programms, sondern ein Fakt. Dieser Zustand weicht sehr stark von dieser Welt ab, in der wir Ungarn leben und in der wir weiterhin leben wollen. Es bedarf großer Kraft­an­stren­gungen, um die Unter­schiede zwischen den beiden Ländern auf immer mehr Gebieten zu über­brü­cken. Die poli­ti­schen Verant­wort­li­chen müssen viel dafür tun, dass die tradi­tio­nell gute deutsch-unga­ri­sche Zusam­men­ar­beit trotzdem weitergeht.

„Deutsch­land will EU-Einstim­mig­keits­prinzip aushebeln.“

Worüber haben Sie mit Bundes­kanzler Scholz gesprochen?

Deutsch­land setzt sich sehr stark dafür ein, damit in der Außen­po­litik das Prinzip der Einstim­mig­keit ausge­he­belt wird und es statt­dessen Mehr­heits­ent­schei­dungen gibt. Damit stimmen wir nicht überein, denn egal, was wir machen, wir können keine Sperr­mi­no­rität zusam­men­be­kommen. Wenn dieser Vorschlag durch­kommt, dann würde die neue Praxis darauf hinaus­laufen, dass die Deut­schen und Fran­zosen alle ihre außen­po­li­ti­schen Vorstel­lungen auch gegen den Wider­stand klei­nerer Länder durch­setzen könnten. Das würde letzt­lich zur Aufgabe eines wesent­li­chen Teils unserer Souve­rä­nität führen. Ich halte es nicht für beson­ders glück­lich, dass sich ausge­rechnet die Deut­schen so sehr für diesen Gedanken erwärmen. Sie sind bei der EU-Entschei­dungs­fin­dung ohnehin schon mit einem großen Gewicht vertreten. Und dieses Gewicht wollen sie nun noch weiter vergrö­ßern. Ich habe Bundes­kanzler Scholz klar gemacht, dass Ungarn diesen Vorstoß nicht unter­stützen kann.

„SPD ist ungarn-feind­lichste Partei Europas“

Sehen Sie auch Hoff­nung für eine deutsch-unga­ri­sche Annäherung?

Es gibt natür­lich gute Grund­lagen. Eine davon ist, dass es den in Ungarn lebenden Deut­schen gut geht. Ange­fangen vom Kinder­garten bis hin zur Univer­sität können sie bei uns auf Deutsch lernen. In Ungarn gibt es gegen­über den Deut­schen keinerlei Ressen­ti­ments. Ein Land, in dem es gegen­über den Deut­schen eher posi­tive als nega­tive Gefühle gibt, ist in Mittel­eu­ropa selten. Die Deut­schen genießen in Ungarn noch immer ein hohes Ansehen. Dazu haben nicht zuletzt die in Ungarn lebenden Ungarn­deut­schen viel beigetragen. Sie sind geschätzte Bürger von Ungarn. Die Diplo­matie zwischen den Völkern ist also in Ordnung.

Auch die Zusam­men­ar­beit auf wirt­schaft­li­chem Gebiet funk­tio­niert hervor­ra­gend. Das Kalkül der in Ungarn tätigen deut­schen Firmen geht voll auf. Wir haben es mit einer Win-win-Situa­tion zu tun. Sie verdienen bei uns gut, und über sie kommt Know-how nach Ungarn. Außerdem tragen sie mit ihren Steuern zur Finan­zie­rung des unga­ri­schen Gemein­we­sens bei.

Ledig­lich auf dem Gebiet der Politik müssen wir viel tun. Vor meiner Reise habe ich das Regie­rungs­pro­gramm der Bundes­re­gie­rung studiert. Zwischen diesem und unserem liegen Welten! Die beiden Regie­rungen müssen neben den offen­sicht­li­chen Unter­schieden die Punkte finden, wo wir zusam­men­ar­beiten können. Das ist eine große Arbeit.

Wir Ungarn sollten uns nicht belei­digt geben, wenn wir im EU-Parla­ment von Poli­ti­kern der deut­schen Regie­rungs­par­teien ange­griffen werden. Die den Kanzler stel­lende SPD ist heute die ungarn­feind­lichste Partei Europas. Unter solchen Umständen bedarf es natür­lich großer Kraft­an­stren­gungen, um die deutsch-unga­ri­schen Bezie­hungen zu pflegen.

Warum wurden Sie nicht mit mili­tä­ri­schen Ehren empfangen?

Das ist bei Arbeits­treffen nicht üblich. Nur bei offi­zi­ellen Staats­be­su­chen. Das ist in Ordnung so. Wir hatten ein sehr inten­sives, fast zwei Stunden langes Gespräch.

Warum gab es nach dem Gespräch keine Pressekonferenz?

Darüber entscheidet immer der Gast­geber. Ich hätte nichts dagegen einzu­wenden gehabt. Deswegen habe ich ja auch danach auf eigene Faust mit Vertre­tern der deut­schen Medien gespro­chen. Ich habe an einem Podi­ums­ge­spräch teil­ge­nommen und ein Inter­view gegeben. Außerdem wurde ein Podcast mit mir aufge­nommen. Ich wollte keine Zweifel aufkommen lassen…

„Ungarn ist ein trans­pa­rentes Land!“

Wir machen zwar vieles anders als Deutsch­land, aber wir sind offen. Man kann uns fragen. Wir geben gerne bereit­willig auf alles eine Antwort. Gerne erklären wir, wie wir in Ungarn leben. Auch Sie können dies­be­züg­lich viel helfen, schließ­lich sind Sie ein Deut­scher, der schon lange in Ungarn lebt und unsere Sprache spricht. Sie können sicher authen­tisch berichten, wie es bei uns in Ungarn wirk­lich ist. Die meisten Deut­schen haben leider keine Vorstel­lung davon. Sie spre­chen weder unsere Sprache, noch kennen sie unser Land. Daher glauben sie alles, was die Zeitungen über uns berichten. Es kostet viel Arbeit, für ein reales Ungarn-Bild im Ausland zu sorgen.

„Bezie­hungen zur AfD würden zwischen­staat­liche Bezie­hungen beeinträchtigen.“

Obgleich es zwischen dem Fidesz und der AfD eine viel größere inhalt­liche Schnitt­menge gibt, als im Vergleich mit der CDU, ist Ihre Partei gegen­über der AfD sehr zurück­hal­tend. Spielt hier mögli­cher­weise eine gewisse Loya­lität zu Ihrem einst­mals großen Bünd­nis­partner CDU/CSU eine Rolle?

Unsere Politik gegen­über der AfD hat nichts mit der CDU zu tun. Ungarn hat ein starkes Inter­esse daran, mit der jeweils amtie­renden Bundes­re­gie­rung, ob nun mit CDU- oder SPD-Betei­li­gung, gute Bezie­hungen zu unter­halten. Die Partei­be­zie­hungen dürfen auf keinen Fall die Bezie­hungen zwischen unseren Regie­rungen unter­mi­nieren. Es ist eine Eigen­heit der deut­schen Demo­kratie, dass es, wenn wir bezüg­lich der AfD aktiv würden, die zwischen­staat­li­chen Bezie­hungen beein­träch­tigen würde. Das ist in der Bundes­re­pu­blik so, daran können wir nichts ändern. Deswegen müssen wir eine Prio­ri­tä­ten­folge aufstellen. Für uns sind die zwischen­staat­li­chen Bezie­hungen wich­tiger als jegliche Bezie­hungen zwischen Parteien. Wir sind also gezwungen, auf dem Altar möglichst guter zwischen­staat­li­cher Bezie­hungen die Bezie­hungen zur AfD zu opfern.

„CDU ist eine linke Partei“

Hegen Sie noch Hoff­nung, dass aus der links­ge­wen­deten CDU noch einmal eine vernünf­tige konser­va­tive Kraft, quasi eine Kohl-CDU wird?

Nein, dies­be­züg­lich haben wir keinerlei Hoff­nung. Die CDU geht ihren eigenen Weg, der nicht unserer ist. Aus unga­ri­scher Perspek­tive ist die CDU heute eine linke Partei.

„EVP ist doktrinär-links.“

Was halten Sie von der EVP?

Das ist eine linke Partei­en­fa­milie. Das Problem ist, dass sie nicht nur links, sondern sogar doktrinär links ist. Sie kann sich die Zusam­men­ar­beit mit anderen nur so vorstellen, dass alle ihre Türen nach links geöffnet und die nach rechts geschlossen sind. Das ist eine sehr kurz­sich­tige Politik. Eine Partei der Mitte, was die EVP ja noch immer sein will, sollte ihre Türen in beide Rich­tungen geöffnet halten. Genau das macht die EVP aber nicht. Ich habe dagegen gekämpft und diese Schlacht inner­halb der EVP verloren. Ich habe nicht verhin­dern können, dass sich jene Kreise durch­setzen konnten, die der Meinung waren, die Türen sollten ausschließ­lich gegen­über der linken Seite geöffnet sein. Als Fidesz kämpften wir inner­halb der EVP auf verlo­renem Posten. Letzt­lich waren wir gezwungen, uns zurück­zu­ziehen. Wir haben bezüg­lich der EVP, aber auch der CDU keinerlei Hoff­nung mehr.

Und wie sieht es mit der CSU aus?

Genauso! Früher unter­hielten wir zur CSU ausge­zeich­nete Bezie­hungen. Schließ­lich stand diese Partei Ungarn am nächsten. Dabei spielten auch die beson­deren unga­risch-baye­ri­schen Bezie­hungen eine Rolle. Aber heute ist die Lage auch in Bayern nicht mehr so eindeutig. Sie ist für uns nur schwer zu verstehen.

Harte Urteile bezüg­lich dieser drei Parteien!

Wir müssen real an die Sache heran­gehen. Wir können nur mit dem kochen, was wir haben.

In Deutsch­land gehört physi­sche poli­ti­sche Gewalt inzwi­schen leider zum Alltag. Vieles, worüber von deut­scher Seite fälsch­li­cher­weise behauptet wird, es geschähe in Ungarn, passiert in Deutsch­land tatsäch­lich. Es gibt immer mehr Angriffe auf Anders­den­kende und ihr Eigentum. Ebenso auf jüdi­sche Mitbürger und Ange­hö­rige sexu­eller Minder­heiten. Bei vom Main­stream abwei­chenden Medien wird Druck auf deren Haus­banken und Anzei­gen­kunden ausgeübt. Wie ich Ihnen im Vorge­spräch schil­derte, hat sogar der in Ungarn ange­sie­delte Verlag der Buda­pester Zeitung kürz­lich eine „Kost­probe“ davon erhalten. Sind Ihnen diese demo­kra­tie­feind­li­chen Tendenzen bekannt?

Ja durchaus, ich bin darüber im Bilde.

„Im Vergleich zu Deutsch­land ist Ungarn eine Insel des Frie­dens und der Freiheit.“

Warum nutzen Sie dieses Wissen dann nicht, um bei der nächsten Diffa­mie­rung von Ungarn durch einen bundes­deut­schen Poli­tiker einmal zurück zu schlagen?

Ich respek­tiere Deutsch­land. Deswegen halte ich mich hier mit Kritik zurück. Ich möchte zu diesem Punkt nur so viel sagen: Im Vergleich zu Deutsch­land ist Ungarn inzwi­schen eine Insel des Frie­dens und der Frei­heit. In Deutsch­land herrscht mitt­ler­weile eine libe­rale Hege­monie. In der Öffent­lich­keit hat nur ein einziges Narrativ Raum. Wer davon abweicht, der exis­tiert für diese Öffent­lich­keit nicht mehr. In Ungarn haben wir hingegen im öffent­li­chen Dialog eine plura­lis­ti­sche Struktur. Es gibt Libe­rale und Konser­va­tive. Mittels der Medien sind sie im öffent­li­chen Diskurs nahezu pari­tä­tisch vertreten. Die unga­ri­sche Gesell­schaft ist wesent­lich plura­lis­ti­scher, freier und fried­li­cher als die deut­sche. Was die physi­sche Gewalt gegen­über Anders­den­kenden betrifft: Wir haben in Ungarn schlechte Erin­ne­rungen an die Zeit des Kommu­nismus. Wir haben gelernt, dass die Politik fried­lich bleiben und der Einsatz von Gewalt bei der poli­ti­schen Ausein­an­der­set­zung unbe­dingt vermieden werden muss.

„Doppel-Stan­dards in Deutsch­land und der EU“

Aber wäre es nicht sinn­voll, einmal aus der ewigen Defen­sive heraus­zu­kommen und sich zur Abwechs­lung auch einmal um die Demo­kratie und Pres­se­frei­heit in Deutsch­land „Sorgen zu machen“ und diese „genauer zu beob­achten“ – zwei immer wieder­keh­rende Flos­keln der deut­schen Ungarn-Kritiker.

In Deutsch­land, ja gene­rell in West­eu­ropa wird mit doppelten Stan­dards gear­beitet, was wir Ungarn frei­lich nicht tole­rieren. Natür­lich sind wir nicht der Meinung, dass wir keine Fehler hätten. Wir sollten aber mit der glei­chen Elle gemessen werden, wie jedes andere Land. Deut­sche Poli­tiker sehen das leider anders… Ich bemühe mich, diese Diskus­sionen zu umgehen, denn ich erachte es nicht als ziel­füh­rend, die poli­ti­schen Span­nungen mit Deutsch­land noch weiter zu erhöhen. Koope­ra­tion ist viel wichtiger.

„Deut­sche Einmi­schung in innere Ange­le­gen­heiten in Ungarn mögen wir nicht.“

Anders als die deut­sche Politik halten Sie also nichts davon, sich in die inneren Ange­le­gen­heiten eines anderen Landes einzumischen?

Wir sind der festen Über­zeu­gung, dass die deut­schen Probleme von den Deut­schen gelöst werden sollten. Wir würden uns freuen, wenn auch die Deut­schen zu der Einsicht kämen, dass die Lösung der unga­ri­schen Probleme in erster Linie den hier lebenden Ungarn obliegt. Die deut­sche Einmi­schung in die inneren Ange­le­gen­heiten von Ungarn, sei es nun direkt oder über EU-Insti­tu­tionen, hat inzwi­schen gewal­tige Ausmaße ange­nommen. Das stößt in Ungarn auf starke nega­tive Reso­nanz. Wir Ungarn sind ein frei­heits­lie­bendes Volk. Wir mögen es gar nicht, wenn man uns von außen vorschreibt, wie wir zu leben haben.

„Wider­stand gegen externe Einmi­schung durch Osmanen, Habs­burger, Nazis, Sowjet­union, Linke“

Der Kampf gegen externe Einmi­schung in unsere inneren Ange­le­gen­heiten zieht sich wie ein roter Faden durch die unga­ri­sche Geschichte. Als wir zum osma­ni­schen Reich gehörten, wollten uns die Osmanen erklären, wie wir zu leben hätten. Dann kamen die Habs­burger und erklärten uns, wie ein guter Katholik ihrer Meinung nach zu sein hätte. Die Nazis wollten uns wiederum vorschreiben, mit wem wir zusam­men­zu­leben haben und mit wem nicht – mit den Juden zum Beispiel nicht. Dann kamen die Sowjets und wollten einen Homo Sovie­ticus aus uns schnitzen. Immer wieder kamen äußere Mächte und wollten uns vorschreiben, wie wir zu leben haben. Wenn so etwas passiert, dann formiert sich in den Ungarn instinktiv Widerstand.

Heute will uns wiederum die deut­sche Linke über das EU-Parla­ment vorschreiben, wie wir leben und denken sollten, über die Migra­tion, den Gende­rismus, die Nation, die Familie und so weiter. Dabei geht sie das gar nichts an! Das ist unsere Sache!

In Ungarn würde es übri­gens nicht vorkommen, dass wir über irgend­einen euro­päi­schen Staats­chef im staat­li­chen Fern­sehen diffa­mie­rende Zeichen­trick­filme produ­zieren. So etwas läuft in Ungarn nicht. Das wäre zu viel für uns. Da würden die Ungarn nicht mitma­chen. Wir begeben uns nicht auf dieses Niveau.

„West­eu­ro­päer, die frei leben wollen, sind in Ungarn willkommen.“

Immer mehr Deut­sche sehen in Ungarn ihre Zukunft. Sie verlassen ihre deut­sche Heimat nicht zuletzt wegen der zuneh­menden Repres­sionen gegen­über Anders­den­kenden, der erodie­renden inneren Sicher­heit, aus Sorge um ihre Kinder und insge­samt wegen des immer uner­freu­li­cheren geis­tigen Klimas. Tagtäg­lich erhalte ich bei der Buda­pester Zeitung inzwi­schen entspre­chende Signale und auch direkte Anfragen. Weiß die Regie­rung von dieser Wande­rungs­be­we­gung? Machen Sie sich Sorgen, weil dadurch das Preis­ni­veau bei Immo­bi­lien in einigen unga­ri­schen Landes­teilen steigen oder sich die ethni­sche Zusam­men­set­zung von Dörfern zu Ungunsten der ange­stammten magya­ri­schen Bevöl­ke­rung verschieben könnte? Plant die unga­ri­sche Regie­rung Gegen­maß­nahmen? Quoten oder sons­tige büro­kra­ti­sche Hindernisse?

Ganz im Gegen­teil! Wir wissen von dieser Entwick­lung und ermu­tigen Deut­sche und andere West­eu­ro­päer, zu uns zu kommen. In den kommenden 10 bis 20 Jahren werden immer mehr West­eu­ro­päer zu uns kommen, die lieber bei uns wohnen, weil Ungarn ein sicheres, christ­li­ches und tradi­ti­ons­be­wusstes Land ist. Das halten wir nicht für schlecht, sondern für ausge­spro­chen gut und begrüßenswert.

Die West­eu­ro­päer, die frei und in einem anderen Milieu leben wollen, als bei ihnen zuhause, sollen ruhig weiter zu uns ziehen. Wir empfangen sie hier mit offenen Armen. Ungarn ist ein Land, in dem viel mehr Menschen leben könnten, als momentan hier leben. Wir freuen uns, wenn Ausländer, denen unsere Denk­weise sympa­thisch ist, zu uns kommen.

In der euro­päi­schen Geschichte stellte es für die Empfän­ger­länder immer einen großen Gewinn dar, wenn Einwan­derer aus dem Westen kamen. Seien es nun in Deutsch­land die fran­zö­si­schen Huge­notten oder in Ungarn jahr­hun­der­te­lang die Deut­schen. Wir sind selbst­be­wusst. In Ungarn wird es keine Paral­lel­ge­sell­schaften geben. Früher oder später finden wir die Basis für ein gemein­sames Leben. Die Neuan­kömm­linge werden auch schritt­weise unsere Sprache lernen. Ihre Kinder sowieso. Unga­risch ist zwar nicht so ganz leicht, es ist aber eine ganz fantas­ti­sche Sprache. Wer sie einmal erlernt hat, verwendet sie auch gerne. Also kurzum: Bürger, die uns und unseren Tradi­tionen mit Respekt begegnen, sehen wir in Ungarn auch weiterhin gerne.

Also dies­be­züg­lich: Refu­gees Welcome?

Ja genau! … but from the West! Western Refu­gees Welcome!


Hier das GESAMT-INTERVIEW in der BUDAPESTER ZEITUNG

 

Die deutsch­spra­chige „Buda­pester Zeitung“ erscheint als Tages­zei­tung sowie als Wochen­ma­gazin, auch als e‑paper. Als unab­hän­gige Quali­täts­zei­tung ist sie uner­läss­lich für objek­tive (Hintergrund-)Informationen für deutsch­spra­chige Leser in Deutsch­land und Exil-Deut­sche in Ungarn.

Für letz­tere inter­es­sant: Auswan­de­run­ge­be­richte von Deutschen.

Empfeh­lens­wert: Elmar Forster: „Ungarn – Mon amour: Resi­li­enter Gegen-entwurf zur öster­rei­chi­schen Poli­tical Correct­ness – Eine Menta­li­täts­kritik“ (auf UM)

Blick vom Wein­berg des Autors

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Unser Ungarn-Korre­spon­dent Elmar Forster, seit 1992 Auslands­ös­ter­rei­cher in Ungarn, hat ein Buch geschrieben, welches Ungarn gegen die west­liche Verleum­dungs­kamp­gane vertei­digt. Der amazon-Best­seller  ist für UM-Leser zum Preis von 17,80.- (inklu­sive Post­zu­stel­lung und persön­li­cher Widmung) beim Autor bestellbar unter <ungarn_​buch@​yahoo.​com>


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9 Kommentare

  1. Bekannt­lich kommt der Groß­teil der Fremden über die Grenze zu Ungarn ins Burgen­land. Aktu­elle Zahlen bestä­tigen das.

    „Anfang Mai hat das Innen­mi­nis­te­rium Schwer­punkt­kon­trollen gegen Schlep­perei und Asyl­miss­brauch gestartet, jetzt gibt es eine Zwischen­bi­lanz. Seither hat die Polizei mehr als 68.800 Migranten aufge­griffen, den Groß­teil davon – 46.000 – im Burgenland.“

    Wann wird es sich zu den Paytrioten herum­spre­chen, dass einer der ihren – Viktor Orban – schritt­ma­cher der Veraus­län­de­rung unseres Landes ist?

    burgenland.orf.at/stories/3177383/?fbclid=IwAR0gJR4QcXnYadBI_jAzvI2ecCps95iLa7F5M4ZFOAU77kNZ_5SAFAyieV8

  2. Roland Hertz:
    Zeigen Sie mir bitte nur 5 Deut­sche, die für ihre Rechte, Frei­heit und Selbsbe­stim­mung gegen das US-EU-Globa­lis­ten­re­gime von Deutsch­land­has­sern kämpfen würden?
    In den 43 Jahren die ich als Zuge­wan­derter in Deutsch­land bishr verbrachte habe ich keinen einzigen getroffen, dem ich das zutrauen würde.
    Keinen einzigen…
    Sie lassen sich und ihre Kinder mit einer expe­ri­men­tellen Todes­spritze sogar mehr­heit­lich frei­willig krank machen, ja sogar töten…

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    • Ja, es gibt solche Leute, aber trotzdem ist das von Ihnen zu pauschal formu­liert. Denn es gibt viele Impf­gegner und mit dieser Ampel sind immer weniger Menschen glücklich.

      • Die Ampel ist aller­dings nach wie vor noch nicht aus. Zahlen eben doch noch zu viele brav ihre Schund­funk­schutz­gelder und verhalten sich – egal ob aus Angst (beruf­liche und soziale Ausgren­zung, Straf­an­dro­hungen) oder nur Bequem­lich­keit (elek­tro­nisch Bezahlen, andere digi­tale Spiel­zeuge, weiter bei den Mittä­tern und Mitläu­fern in Wirt­schaft, Politik und Medien zu bleiben statt aufrechte Alter­na­tiven zu unter­stützen) – konform zu deren Agenda.

    • War letzte Woche quer durch Neusch­land unter­wegs und hab noch nie erlebt daß man bei eher unver­fäng­li­chen Plau­de­reien derart schnell unge­schminkt seine Meinung zur aktu­ellen poli­ti­schen wie gesell­schaft­li­chen Lage gegen­über mehr oder weniger Unbe­kannten offen­bart. Abseits der links­grün­ver­sifften Zentren hat eine breite Mehr­heit quer durch alle Bevöl­ke­rungs­gruppen vom aktu­ellen Irrsinn die Nase gestri­chen voll.

      Aber leider haben über 70 Jahren Schuld­kult­in­dok­tri­na­tion und ameri­ka­ni­schen Demo­kra­tie­freun­de­nar­rativ ganze Arbeit geleistet weshalb sich die meisten dann doch scheuen „unso­li­da­risch“ mit „popo­lis­ti­schen“ „Reichs­bür­gern“, „Rußland­ver­ste­hern“ und „Wissen­schafts­leug­nern“ gemein­same Sache zu machen – und wie man am Verhalten von Links­partei, AfD oder Die Basis sieht ist selbst unter deren Mitglie­dern der Einfluß dieser Gehirn­wä­sche stark, denn sonst würde man konse­quent Klar­text reden anstatt sich immer wieder doch durch system­kon­forme Distan­zie­re­ritis immer wieder erneut selbst zu kastrieren.

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  3. Auswan­dern nach Ungarn, Russ­land oder Para­guay mag der letzte Ausweg in die Frei­heit und Selbst­be­stim­mung sein. Wäre es nicht besser, wie im sog. Vormärz zwischen 1815 und 1949, als die Tyrannei des sog. „Deut­schen Bundes“ hier wütete, revo­lu­tionär tätig zu sein. Wie wäre es mit einem neuen Hamba­cher Fest? Wie mit einer neuen Turner­be­we­gung im Geiste von Fried­rich Jahn? Oder mit genos­sen­schaft­li­cher Selbst­hilfe, wie sie Fried­rich Raiff­eisen in der zweiten Hälfte de s 19. Jahr­hun­derts inspi­riert hat, mit segens­rei­chem Wirken durch alle Krisen hindurch bis zur Gegenwart?

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    • Wenn Sie ca. drei Viertel der Bevöl­ke­rung gegen sich haben, den ganzen Spaß auch noch mit etwa drei Vier­teln Ihres Einkom­mens finan­zieren sollen und sich über Jahre nichts ändert, vergeht Ihnen irgend­wann die Lust auf Revo­lu­tion. Etwas Besseres als den Tod findest du überall!

      Grüße aus Uruguay!

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