Fernando Paz: Wie die Elite die Welt regiert

Fernando Paz · Bildquelle: Respublika.lt

Von Ričardas Čekutis

Der spani­sche Jour­na­list Javier Navascués spricht mit Fernando Paz, Professor für Geschichte und Philo­so­phie und bekannter Schrift­steller. Dieses Inter­view bietet eine einge­hende Analyse der Haupt­themen von Paz‘ neuem Buch „Wake up! Despierta! Cėmo las élites están contro­lando el mundo“ („Aufwa­chen! Wie die Eliten die Welt kontrollieren“).

- Im Oktober 2019 fand in New York ein hoch­ran­giges Treffen mit der Bezeich­nung „201“ statt, an dem die wich­tigsten globa­lis­ti­schen Orga­ni­sa­tionen teil­nahmen. Drei Monate später erklärte die WHO offi­ziell eine Pandemie, und alles geschah genau so, wie in der Simu­la­tion während des Ereig­nisses vorher­ge­sagt. Würde diese Tatsache ausrei­chen, um zu beweisen, dass alles nach einem vorher verein­barten Plan ablief (den sie die Frech­heit besaßen, im Voraus anzukündigen)?

- Das Ereignis von 201 simu­lierte in der Tat den Ausbruch einer welt­weiten Pandemie, deren Erreger ein neues, hoch­an­ste­ckendes, von SARS abge­lei­tetes Coro­na­virus wäre, das von der Fleder­maus auf den Menschen über­springen würde. Die Ähnlich­keiten mit den Ereig­nissen, die nur einen Monat später begannen, sind wirk­lich verblüf­fend. Dies ist natür­lich kein schlüs­siger Beweis.

Gab es einen im Voraus fest­ge­legten Plan, dessen Ausfüh­rung mit dem über­ein­stimmte, was im Oktober 2019 bespro­chen wurde? New York? Die chine­si­schen Dissi­denten, die natür­lich die Kommu­nis­ti­sche Partei hassen, möchten beweisen, dass die KPCh die Pandemie verur­sacht hat. Selnsz sie glauben jedoch nicht, dass das Coro­na­virus absicht­lich entkommen ist.

Ich persön­lich neige zu der Annahme, dass der Verlauf der Ereig­nisse trotz der erwähnten Ähnlich­keiten zufällig war. Das ist viel­leicht schwer zu glauben. Wäre es nicht im Winter 2019–2020 im Labor in Wuhan passiert, wäre es im Sommer 2022 in einem phar­ma­zeu­ti­schen Forschungs­zen­trum in Indien passiert. Denn nach Angaben ehema­liger WHO-Beamter üben Phar­ma­un­ter­nehmen seit Jahren Druck aus, um eine Pandemie auszu­rufen. Die Eigen­tümer von Phar­ma­un­ter­nehmen unter­stützen die Haupt­be­für­worter der Globa­li­sie­rung, aber sie sind auf Wider­stand gestoßen, weil die Globa­li­sie­rung keine homo­gene Welt ist. Ande­rer­seits haben sie die Situa­tion genutzt, um eine Reihe von Maßnahmen umzu­setzen, die bereits in Kraft waren, aber aufgrund der Pandemie schneller hätten umge­setzt werden können. Es spielt keine Rolle, ob dieses Szenario, so wie es sich abge­spielt hat, geplant war oder nicht. Früher oder später wäre etwas ganz Ähnli­ches passiert.

- Von diesem Moment an waren wir maskiert und geimpft. Die Angriffe auf die Frei­heit sind so groß wie eh und je. Warum gibt es fast keinen Widerstand?

- In anderen Ländern war der Wider­stand größer als in Spanien, aber sie haben weitaus weniger Zwang erfahren als wir in Spanien. Wir sind ein Land ohne eine leben­dige Zivil­ge­sell­schaft, mit einer schwa­chen poli­ti­schen Kultur, mit einem ernst­haften Verfall der Moral. Unter diesen Bedin­gungen ist es ein Leichtes, sozialen Terror zu verbreiten, wie es sowohl in den öffent­li­chen als auch in den privaten Medien geschehen ist. Eine völlig homo­gene, einheit­liche Botschaft, die von der Verfol­gung der anderen domi­niert wird. Im Falle Spaniens haben die Medien syste­ma­tisch verschwiegen, was in anderen Ländern geschah, damit wir nicht verglei­chen konnten. Ein Gesund­heits­be­amter forderte sogar öffent­lich die Zensur von Fotos von der Tribüne bei der Fußball-Euro­pa­meis­ter­schaft in diesem Sommer, weil in den Stadien von St. Peters­burg bis London, Rom oder Kopen­hagen offen­sicht­lich niemand Masken trug. Sie versu­chen nicht einmal mehr, ihre Verach­tung für uns zu verbergen. Die Bevöl­ke­rung braucht nur zu wissen, was die Eliten entscheiden.

- Selbst Donald Trump wurde von den sozialen Medien blockiert. Leben wir bereits in einer Science-Fiction, in der die Welt­re­gie­rung bestimmt, was richtig und was falsch ist?

- Zunächst einmal ist zu beob­achten, dass private Inter­essen den öffent­li­chen Raum in Beschlag nehmen. Es ist paradox, dass die Linke gegen die Priva­ti­sie­rung protes­tiert, die vergleichs­weise lächer­lich ist, und gleich­zeitig mit den mäch­tigsten Privat­un­ter­nehmen der Welt zusam­men­ar­beitet, die große öffent­liche Orga­ni­sa­tionen und Einrich­tungen über­nehmen oder sogar Staaten ersetzen.

Aus recht­li­cher und mora­li­scher Sicht ist es den sozialen Netz­werken nicht möglich, zu bestimmen, was auf ihren Portalen veröf­fent­licht wird und was nicht. Sie können keine Regeln aufstellen, die gegen das Gesetz verstoßen. Selbst die EU hat sie daran erin­nert. Denn sie sind im Gunde gar keine Medien, sie sind Kommunikationskanäle.

Ihr natür­li­ches Gegen­stück sind die so genannten Fakten­che­cker, eine der größten Pein­lich­keiten unserer Zeit. Die „Fakten­prüfer“ wurden vom Poynter Insti­tute gegründet, einer der bekann­testen Abtei­lungen der Open Society Foun­da­tion von George Soros. Dank ihrer Verbin­dungen zu Big Tech können sie z. B. die Google-Suche so lenken, dass jeder, der sich für eine Infor­ma­tion inter­es­siert, lange vor der ursprüng­li­chen Behaup­tung, die zu ihr geführt hat, eine Wider­le­gung finden kann. Die über­wie­gende Mehr­heit erhält also nur Zugang zu den Infor­ma­tionen der „Fakten­che­cker“. Bill Gates arbeitet nun daran, ein Veri­fi­zie­rungs­netz­werk zu schaffen, das Bilder aufnimmt und erkennt, was auf dem ganzen Planeten wahr und was falsch ist.

- Während China wächst und die Phar­ma­un­ter­nehmen profi­tieren, steuern wir auf einen großen wirt­schaft­li­chen Zusam­men­bruch zu. Werden wir die Ernst­haf­tig­keit des Über­gangs erst erkennen, wenn es soweit ist?

- Sie können beru­higt sein. Wir werden uns zurück­ziehen und die meisten Menschen werden zufrieden sein. Wir werden nicht zu dem Leben zurück­kehren, das wir vorher gekannt haben. Der asia­ti­sche Riese hat sein export­ge­trie­benes Wachstum wieder aufge­nommen und profi­tiert wie in seiner Blüte­zeit, und die Phar­ma­un­ter­nehmen haben fabel­hafte Gewinne erzielt, die es ihnen ermög­li­chen, unser Leben durch die sich bereits deut­lich abzeich­nende Diktatur der biolo­gi­schen Gesund­heit zu beherr­schen. China ist zu dem Modell geworden, zu dem uns die globa­lis­ti­sche Elite führen will. Auf der anderen Seite ist der Westen den großen Phar­ma­kon­zernen zum Opfer gefallen, die diesen sozialen Terror brau­chen, um im Geschäft zu bleiben, da Krank­heiten chro­nisch werden und Medi­ka­mente über­flüssig werden.

Pfizer hat seine Gewinne bis 2020 verdop­pelt, bevor es mit der Produk­tion von Impf­stoffen begann. Es ist leicht zu verstehen, warum es sich aus allen Akti­vi­täten zur Präven­tion und Behand­lung von COVID-19 zurück­ge­zogen hat. Es gibt nur noch Impf­stoffe. Schließ­lich gelten Medi­ka­mente nur für Kranke und Impf­stoffe für alle. Man muss nicht sehr schlau sein, um zu erkennen, wo das Geschäft liegt.

Der soziale Terror – der Eckpfeiler des Systems, in das wir einge­taucht sind – erklärt, warum die Bevöl­ke­rung, wenn auch wider­willig, ein Medi­ka­ment einnimmt, das von den korrup­testen Unter­nehmen der Welt herge­stellt wird, die wieder­holt wegen Betrugs, Bestechung und kommer­zi­ellem und beruf­li­chem Fehl­ver­halten verur­teilt worden sind. Es handelt sich um einen Hersteller, der auch jede Verant­wor­tung für die mögli­chen Folgen seines Produkts ablehnt, eines Impf­stoffs, der in acht Monaten und nicht in acht Jahren herge­stellt wurde und dessen mittel- und lang­fris­tige Auswir­kungen nicht bekannt sind, weil nicht genug Zeit vergangen ist.

- Wie kam es dazu, dass die Öffent­lich­keit beschloss, das Risiko einzu­gehen? Den Menschen wurde gesagt, dass Impf­stoffe die einzige Möglich­keit sind, diese Pandemie zu stoppen, und der globale Notfall verlangt, dass sie das Risiko eingehen. Aber ist das wahr? Offi­zi­ellen Zahlen zufolge (und es gibt gute Gründe, diese anzu­zwei­feln) sind im Jahr 2020 etwa 50 000 Menschen an COVID-19 gestorben. Das heißt, einer von 900 Spaniern. Recht­fer­tigt ein solcher Anteil das Risiko einer Massen­imp­fung unter den derzei­tigen Bedin­gungen, unter denen der Impf­stoff entwi­ckelt wurde?

- Offen­sicht­lich nicht. Der Impf­stoff sollte jedoch nicht unter gesund­heit­li­chen, sondern unter ideo­lo­gi­schen Gesichts­punkten inter­pre­tiert werden. Hier kommen China und die Phar­ma­un­ter­nehmen zusammen. Denn China ist, wie ich bereits gesagt habe, das Vorbild der Globa­listen, deren Ziel es ist, die Bevöl­ke­rung genauso zu kontrol­lieren wie die Regie­rung in Peking. Die Regie­rung in Peking braucht sich nicht zu entschul­digen, aber der Westen kann das auch nicht, zumin­dest noch nicht. Die Folge der Impfung – der Impf­pass – ist ein Doku­ment, das die Einreise nach China ermög­licht. Natür­lich um unserer selbst willen und um der Gesund­heit willen, dem Haupt­gott einer hedo­nis­ti­schen Gesell­schaft. Es wird sogar von einem Expe­ri­ment gespro­chen, bei dem das Internet welt­weit zusam­men­bricht, was sehr schwer­wie­gende Folgen haben würde, man denke nur an das Geld in den Banken usw.

Die Abschaf­fung des Bargelds ist ein Ziel, das noch einige Zeit aufge­schoben werden wird, wenn nicht etwas Außer­ge­wöhn­li­ches geschieht. Die Sozia­lis­ti­sche Arbei­ter­partei Spaniens (PSOE) hat dies bereits im vergan­genen Jahr in der Abge­ord­ne­ten­kammer vorge­schlagen. Er wurde abge­lehnt. Selbst Europa warf ihr Über­eifer vor. Es war zu früh. Auch die Expe­ri­mente, die Bill Gates einige Jahre zuvor in Indien durch­ge­führt hat, waren ein Fehl­schlag. Aber genau das ist das Ziel: das Ende des Geldes. Die PSOE hätte sich damit begnügen sollen, Bargeld­trans­ak­tionen auf 1 000 Euro zu begrenzen, natür­lich nur uns zuliebe, um Betrug zu verhin­dern. Außerdem sollte man nicht vermuten, dass das Ziel darin besteht, unsere Giro­konten zu verun­treuen. Ein massiver System­aus­fall, ein recht­zei­tiger russi­scher oder irani­scher Hacker­an­griff, ein massiver Strom­aus­fall – alles viel­leicht aufgrund eines Sonnensturms…

Dieses Gerücht gibt es schon seit langem, und die Zahl der Artikel in den Medien nimmt zu. Ich weiß nicht, ob es dazu kommen wird oder nicht, aber das Davoser Forum hat uns verspro­chen, dass wir 2030 nichts mehr haben werden.

- Wer ist wirk­lich für diese „Elite“ verantwortlich?

- Die Elite ist ein System, nicht ein Name. Sie ist im Wesent­li­chen eine Projek­tion der angel­säch­si­schen Ordnung auf die gesamte Mensch­heit: ihre Welt­an­schauung, ihr ideo­lo­gi­sches und poli­ti­sches System, ihre soziale Ordnung.

Verzeihen Sie die Abschwei­fung, aber in der Geschichte der Mensch­heit gibt es drei oder vier Haupt­typen von Menschen mit entspre­chenden Welt- und Moral­vor­stel­lungen: den Priester, den Krieger, den Künstler und den Kauf­mann. Der Globa­li­ta­rismus ist der Triumph des merkan­ti­lis­ti­schen Menschen­bildes, der Triumph des Kauf­manns mit seiner verzerrten Vorstel­lung, dass alles einen Preis hat, mit seiner dummen Verwechs­lung von Wert und Preis und seiner Gier. Während die Elite früher reli­giös oder mili­tä­risch war und angeb­lich aris­to­kra­ti­schen Status hatte, ist die Elite heute eine rück­sichts­lose Bande von Geschäfts­leuten, die unter­schiedslos um einen größeren Markt konkur­rieren. Der Planet ist ihnen entwachsen und seine Bewohner sind ihrer merkan­tilen Pracht nicht würdig. Wir verdanken ihnen das Internet! Und Amazon! Und Google! Und Twitter und Face­book… Wir können nicht mehr ohne sie leben. Wir sind Geiseln für sie. Wenn Sie Namen wollen, können Sie Gates, Soros, Zucker­berg, Musk, Ted Terner, Kissinger und Tausende mehr nennen. Und natür­lich die Orga­ni­sa­tionen, die sie leiten und von denen aus sie die Welt regieren.

- Sind wir auf dem Weg zu einer Sklavengesellschaft?

- Wir sind bereits dort. Die meisten Spanier leben in Angst vor einem Virus, der ihnen nie mehr Probleme bereiten wird als eine Erkäl­tung oder Grippe. Die Skla­verei ist in ihren Seelen veran­kert. Sie haben mona­te­lang in quälender Angst gelebt, und jetzt leben sie in einer schwa­chen Angst, die irgendwo zwischen Panik und einfa­cher Furcht liegt. Sie empfinden sogar eine gewisse Dankbarkeit.

Die Eliten haben die „Gesell­schaft der zwei Geschwin­dig­keiten“ geschaffen, in der wir seit langem leben. Das wich­tigste Element ist jetzt die Tech­no­logie. Der Glaube, dass wir die Skla­verei auf diese Weise vermeiden können, hat sich als töricht erwiesen. Im Gegen­teil, die Tech­no­logie wird der Tota­li­ta­rismus der Zukunft sein. Was die Bevöl­ke­rung will, ist Sicher­heit. Und dafür sorgen das Gesund­heits­system, das soziale Kontroll­system, die Kameras… Sie würden alles aufgeben, nur um sich geschützt zu fühlen. Jahr­zehnte des Rausches und der Dekon­struk­tion unserer Iden­tität haben zur Massen­pro­duk­tion von Schwach­sin­nigen geführt.

Quelle: Respublika.lt


3 Kommentare

  1. Das kata­stro­phale Bildungs­system mit rot-grüner Indok­tri­na­tion in Deutsch­land und die vermeint­liche Exklu­si­vität der Infor­ma­tionen, die das deut­sche Staats­fern­sehen und die poli­tisch gelenkten Medien verbreiten, haben den Deut­schen den Blick auf das Wesent­liche und Wahr­haf­tige verstellt. Corona war nur das i‑Tüpfelchen auf der maroden Gesell­schaft. Ich gebe diesem Land – auch unter einer neuen Regie­rung – keine Chancen mehr auf Rück­kehr in eine Norma­lität der Vor-Merkel-Zeit. Dieses Volk muss erst ganz tief unten ange­kommen sein (durch Verar­mung, Hungersnot, Infla­tion und Migra­tion), bevor es bereit für einen Neuan­fang ist und seine korrupten Staats­diener zum Teufel jagt.

  2. „Jahr­zehnte des Rausches und der Dekon­struk­tion unserer Iden­tität haben zur Massen­pro­duk­tion von Schwach­sin­nigen geführt.“
    frei übersetzt:
    Die Mensch­heit wird stünd­lich blöder!
    – sag ich schon seit zwanzig Jahren – und es geht immer schneller!!!

    11

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