Frank­reich: Betrü­ge­ri­sche Sozial­leistungen für nicht ansäs­sige Personen

Charles Prats · Youtube Screenshot

Eine Beamtin, die im fran­zö­si­schen Finanz­wesen tätig ist, bezeugt das Ausmaß des Sozi­al­be­trugs durch Gebiets­fremder und durch die Omertà, die diesen Handel umgibt, der einer orga­ni­sierten Gaunerei zu Lasten der fran­zö­si­schen Steu­er­zahler gleicht­kommt, vor der die Behörden der fran­zö­si­schen Repu­blik, die doch für deren Schutz zuständig sind, die Augen verschließen.
 

Hier ein Audio-Twitter-Gespräch mit Richter Charles Prats und Sena­torin Nathalie Goulet:

Charles Prats ist ehema­liger Richter in der Natio­nalen Dele­ga­tion für Betrugs­be­kämp­fung (DNLF) im Haus­halts­mi­nis­te­rium und natio­naler Sekretär der Union des démo­crates et indé­pen­dants (UDI) für die Bekämp­fung von Steuer- und Sozi­al­be­trug. Er schrieb das Buch „Cartel des Fraudes“ (erschienen bei Ring, 2020) und wird am 7. Oktober „Cartel des Fraudes 2“ (eben­falls bei Ring) veröffentlichen.

Zum Ausmaß des Betrugs sagt er: „Das Ausmaß des Betrugs bei Sozi­al­leis­tungen ist das große poli­ti­sche Tabu der letzten zehn Jahre. Nur die Fami­li­en­kasse CNAF (Caisse natio­nale des allo­ca­tions fami­liales, Anm. d. Red.), eine öffent­liche Einrich­tung, die alle Fami­li­en­leis­tungen finan­ziert, hat versucht, die Kosten des Betrugs bei den von ihr ausge­zahlten Leis­tungen, einschließ­lich der „Aktive-Soli­da­rität-Einkommen“ (Revenu de soli­da­rité active, RSA), zu schätzen. Je nach gewählter Berech­nungs­me­thode (zwei oder fünf Jahre) und der Länge der Verjäh­rungs­frist für betrü­ge­ri­sche Forde­rungen wird davon ausge­gangen, dass jedes Jahr drei bis vier oder sogar fünf Milli­arden Euro an Betrug auf dem Spiel stehen, was das „finan­zi­elle Risiko in fünf Jahren“ betrifft, wobei der Groß­teil davon RSA-Betrug ist. Die anderen Zweige des Sozi­al­ver­si­che­rungs­sys­tems (Krank­heit, Alter, Arbeits­lo­sig­keit) haben sich nie auf einen Prozess der Bewer­tung von Zahlen einlassen wollen… Warum? Denn sie berühren das Thema Einwan­de­rung. Ich habe in „Cartel des Fraudes“ gezeigt, dass wir 12,4 Millionen im Ausland gebo­rene Empfänger von Sozi­al­leis­tungen haben, während es laut INSEE (L’In­stitut national de la statis­tique et des études écono­mi­ques) nur 8,4 Millionen in Frank­reich leben. Eine Tatsache, die von einer Unter­su­chungs­kom­mis­sion der Natio­nal­ver­samm­lung und vom Rech­nungshof bestä­tigt wurde. Das Thema ist brisant, insbe­son­dere einige Monate vor den Präsi­dent­schafts­wahlen. Und was noch schlimmer ist: In „Cartel des Fraudes 2“ zeige ich, dass Frank­reich 75,3 Millionen Sozi­al­ver­si­che­rungs­bei­träge für 67,1 Millionen Einwohner ausschüttet, was durch einen Bericht des Rech­nungs­hofs bestä­tigt wird.

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2 Kommentare

  1. In D ist das doch gang und Gäbe. Personen, die dies doku­men­tieren und ihren Vorge­setzten melden, werden entlassen. So wie dieser Fall in oder bei Hannover, der etwa 4 Jahre zurück­liegt. Deut­lich über drei­hun­dert Fälle von Sozi­al­be­trug durch Asylanten waren keiner Maßnahme wert.
    An anderen Orten tauchen immer mal wieder krimi­nelle ille­gale auf, die bis zu 24 Iden­ti­täten hatten und scheinbar täglich ein anderes Amt besuchten, um ihre Stütze abzu­holen. Voll­be­schäf­ti­gung für Lang­nese-Med, oder war das Moha ?

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