Frank­reich will keine Woke-Kultur

Emmanuel Macron · Bildquelle: FDS

Die fran­zö­si­sche Regie­rung hält die aus den Verei­nigten Staaten „impor­tierte“ links­ex­treme Iden­ti­täts­po­litik für gefähr­lich für das Land und hat unter der Schirm­herr­schaft des Bildungs­mi­nis­te­riums einen Think-Tank einge­richtet, der sich mit der Bekämp­fung der „Woke“-Bewegung beschäftigt.


Von Loretta Tóth

The „Great Awake­ning“ nennen die Main­stream-Medien den Prozess, durch den die Masse der aufge­klärten Weißen aufwacht und erkennt, dass Ausgren­zung und Unter­drü­ckung, die in der Kolo­ni­al­zeit als selbst­ver­ständ­lich galten, noch immer in den tiefen Schichten der ameri­ka­ni­schen Gesell­schaft zu finden sind und dass radi­kale, fort­schritt­liche Maßnahmen erfor­der­lich sind, um sie zu besei­tigen. Obwohl der Begriff „Woke“ im euro­päi­schen poli­ti­schen Diskurs neu ist, geht er in den Verei­nigten Staaten fast ein Jahr­hun­dert zurück: Ursprüng­lich bedeu­tete er ein Erwa­chen des Bewusst­seins gegen die Diskri­mi­nie­rung der Schwarzen in Amerika.

Das Aufkommen der „Woke“-Ideologie in Europa wird jedoch nicht von allen begrüßt.

Der fran­zö­si­sche Präsi­dent Emma­nuel Macron hat sich beispiels­weise wieder­holt gegen die Iden­ti­täts­po­litik ausge­spro­chen, die er als exis­ten­zi­elle Bedro­hung für Frank­reich ansieht. Sie fördere Sepa­ra­tismus und Isla­mismus, ersticke die natio­nale Einheit und greife das geis­tige und kultu­relle Erbe Frank­reichs an.

Vor diesem Hinter­grund ist es nicht verwun­der­lich, dass Macrons Bildungs­mi­nister Jean-Michel Blan­quer vor kurzem eine neue Denk­fa­brik ins Leben gerufen hat, die der „Woke Culture“ entge­gen­wirken soll. Bei der Eröff­nungs­feier des Labo­ra­toire de la Répu­blique, das von der Bildungs­mi­nis­terin persön­lich geleitet wird, sagte Pierre Valentin, einer der Experten des Think Tanks: „Frank­reich kämpft jetzt gegen ein neues Virus, das aus den Verei­nigten Staaten kommt. Unser Land ist zur Ziel­scheibe der „Woke“-Bewegung geworden. Gäbe es einen Impf­stoff gegen das Wok-Virus, wäre er fran­zö­sisch, und die Führer der Bewe­gung wissen das“, betonte Pierre Valentin. In einem Inter­view mit der linken fran­zö­si­schen Tages­zei­tung Le Monde sagte Blan­quer über das Institut, dass die Fran­zö­si­sche Repu­blik völlig gegen den Woké­ismus sei. In den Verei­nigten Staaten habe diese Ideo­logie eine Reak­tion hervor­ge­rufen, die zum Aufstieg von Donald Trump geführt habe, so der Poli­tiker, der hinzu­fügte, dass Frank­reich sich von dieser Ideo­logie lösen müsse.

In jedem Fall ist der Zeit­punkt der Einwei­hung des Think-Tanks bezeich­nend, denn sie fand sechs Monate vor den fran­zö­si­schen Präsi­dent­schafts­wahlen statt, und alles deutet darauf hin, dass der wich­tigste Heraus­for­derer des derzei­tigen Staats­chefs der rechte Essayist Éric Zemmour sein wird, der als „fran­zö­si­scher Trump“ bezeichnet wird.

Obwohl Zemmour seine Kandi­datur noch nicht offi­ziell ange­kün­digt hat, würde der in Alge­rien gebo­rene einwan­de­rungs­feind­liche Schrift­steller nach den jüngsten Meinungs­um­fragen den zweiten Platz belegen, wenn die Präsi­dent­schafts­wahlen jetzt statt­finden würden, und Marine le Pen, die Vorsit­zende des Rassem­ble­ment National, hinter sich lassen.

In jedem Fall hat der Think-Tank eine heftige Debatte in der fran­zö­si­schen Öffent­lich­keit ausge­löst, wobei einige behaup­teten, dass „die Bildungs­mi­nis­terin eine private Orga­ni­sa­tion benutzt, um die öffent­liche Debatte über bestimmte Themen zu blockieren. Nach Ansicht von Rim-Sarah Alouane von der Univer­sität Toulouse Capi­tole nutzt Blan­quer beispiels­weise den Think-Tank, um die staat­liche Sicht­weise bei der Inter­pre­ta­tion der Themen auf der Agenda der Woke-Bewe­gung durchzusetzen.

Quelle: Magyar Nemzet

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4 Kommentare

  1. Werte Redak­tion: Bitte über­setzen Sie engli­sche Ausdrücke ins Deut­sche, zum Beispiel hier oben statt „Think-Tank“ -> „Denk­fa­brik“ !

  2. In Deutsch­land ist die „Woke-Kultur“ unter dem Begriff „Denun­zi­an­tentum“ seit Jahr­hun­derten die inof­fi­zi­elle Leit­kultur, die deut­sche Bevöl­ke­rung bekämpft (bespit­zelt und denun­ziert) selbst Ehepartner, Verwandte, Freunde und Bekannte, Arbeits- und Vereins­kol­legen sowie Nach­barn, weil sie mit dem eigenen Leben unzu­frieden und fast ausnahmslos krank­haft egozen­trisch veran­lagt ist.

  3. Wahr­schein­lich ist der Eine nur pseu­do­rechts, um Stim­mung und Wähler­stimmen von den echten Rechten zu erlangen.
    Siehe das Abkup­fern deer FPÖ Themen durch die ÖVP unter Kurz.
    Es werden in F genauso die Wähler herein­fallen und getäuscht, wie in Ö

  4. „Obwohl Zemmour seine Kandi­datur noch nicht offi­ziell ange­kün­digt hat, würde der in Alge­rien gebo­rene einwan­de­rungs­feind­liche Schrift­steller nach den jüngsten Meinungs­um­fragen den zweiten Platz belegen, wenn die Präsi­dent­schafts­wahlen jetzt statt­finden würden, und Marine le Pen, die Vorsit­zende des Rassem­ble­ment National, hinter sich lassen.“

    Äh – was wäre das Problem? ‑Warum könnten die beiden dann nicht koalieren?

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