GB: In zwei Tagen wurden mehr als tausend Migranten im Ärmel­kanal abgefangen

Youtube Screenshot

Nach Angaben des briti­schen Innen­mi­nis­te­riums vom 10. Oktober rettete oder fing das Verei­nigte König­reich am 8. und 9. Oktober insge­samt 1.115 Migranten ab, die in kleinen Booten den Ärmel­kanal überquerten.

Am Vortag hatten die briti­schen Behörden in 17 Einsätzen 491 Personen und am 8. Oktober in 23 Einsätzen 624 Personen geborgen. Nach Angaben des briti­schen Innen­mi­nis­te­riums hinderten die fran­zö­si­schen Behörden am 9. Oktober 114 Menschen daran, die briti­sche Küste zu errei­chen, am 8. Oktober waren es 300.

In einer Erklä­rung betonte Commander Dan O’Ma­honey, der für die „ille­gale Bedro­hung“ im Ärmel­kanal zuständig ist, die Entschlos­sen­heit der briti­schen Regie­rung, die „inak­zep­table Zunahme“ dieser gefähr­li­chen Über­fahrten zu bekämpfen.

„In Zusam­men­ar­beit mit der Polizei und unseren inter­na­tio­nalen Part­nern wurden mehr als 300 Personen verhaftet und 65 Personen verur­teilt“, und durch unsere gezielten Bemü­hungen konnten seit Anfang des Jahres mehr als 13.500 Einrei­se­ver­suche verhin­dert werden“, fügte er hinzu.

Nach einer Zählung der briti­schen Nach­rich­ten­agentur PA haben es in diesem Jahr bisher mehr als 17.000 Migranten geschafft, Groß­bri­tan­nien in kleinen Booten zu errei­chen, mehr als doppelt so viele wie im gesamten Jahr 2020. Das Thema ist ein regel­mä­ßiger Anlass für Span­nungen zwischen London und Paris.

Verschär­fung des Straf­rechts in Vorbereitung

Die briti­sche Regie­rung ist dabei, einen umstrit­tenen Geset­zes­ent­wurf zur Reform des Asyl­sys­tems zu verab­schieden und plant, die Strafen zu verschärfen, indem sie die Höchst­strafe für Schleuser von derzeit 14 Jahren auf lebens­lange Haft erhöht.

Am 9. Oktober forderte der fran­zö­si­sche Innen­mi­nister Gérald Darmanin in Loon-Plage (Nord) die Aushand­lung eines Migra­ti­ons­ver­trags zwischen der EU und dem Verei­nigten König­reich. Frank­reich wird dieses Projekt fördern, wenn es im Januar die sechs­mo­na­tige Präsi­dent­schaft der Euro­päi­schen Union innehat, versi­cherte der Innenminister.

Außerdem forderte er die briti­sche Regie­rung auf, ihre Zusage einzu­halten, Frank­reich in den Jahren 2021–2022 62,7 Millionen Euro zur Finan­zie­rung der Verstär­kung der fran­zö­si­schen Poli­zei­kräfte an der Küste zu zahlen.

„Wir fordern die Briten auf, ihr Finan­zie­rungs­ver­spre­chen einzu­halten, während wir die Grenze für sie halten“, sagte er. „Wir müssen einen Vertrag aushan­deln, da Michel Barnier dies nicht getan hat, als er den Brexit aushan­delte, der uns in Migra­ti­ons­fragen bindet“, hatte Gérald Darmanin eben­falls gesagt.

Quelle: francais.rt.com


2 Kommentare

  1. Hört sich hart an aber, wenn man sie hätte ertrinken lassen, hätte sich das schnell rund gespro­chen und viele wären nicht mehr gekommen. So geht die Inva­sion weiter.

    • Wieso ertrinken lassen? Rich­tige Wege/Straßen müssen her. Europa gilt schließ­lich als zivi­li­sierte Hoch­kultur, Gummi­boote passen nicht mehr ganz in die Zeit.

      Ich mache mich ja schon lange für die Unter­was­ser­route stark. Die müssen halt ein wenig trai­nieren, was das Luft­an­halten betrifft.

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here