General Dela­warde analy­siert die Covid-Situa­tion, vom Impf­pass bis zum Volkszorn

General Dominique Delawarde · Bildquelle: MPI

General Domi­nique Dela­warde beant­wor­tete die Fragen des Maga­zins Stra­te­gika zum Impf­pass und zu mögli­chen Entwick­lungen der aktu­ellen Situation.

Stra­te­gika: Professor Neil Ferguson erklärte kürz­lich, dass die Coro­na­virus-Epidemie bis Oktober einge­dämmt werden könnte. Andere Quellen deuten darauf hin, dass im Oktober neue Proto­kolle für die Behand­lung von Kuhpo­cken einge­führt werden könnten. Neil Ferguson – im Verei­nigten König­reich als „Professor Lock­down“ bekannt – ist der Mann hinter dem berühmten Modell des Impe­rial College London. Er war es, der Boris Johnson warnte, dass das Coro­na­virus ohne sofor­tige Eindäm­mung 500.000 Todes­fälle verur­sa­chen und den natio­nalen Gesund­heits­dienst über­for­dern würde. Seine Prognosen würden die meisten west­li­chen Regie­rungen dazu veran­lassen, die gleiche Politik zu verfolgen. Er sprach sich auch von Anfang an für eine 18-mona­tige Eindäm­mung in sechs Stufen aus. Er selbst hatte bereits im März 2020 dagegen verstoßen. Die jüngsten Äuße­rungen von Neil Ferguson veran­lassten Boris Johnson, die Bevöl­ke­rung vor „vorei­ligen“ Schluss­fol­ge­rungen zu warnen.

Warum macht Ferguson diese Aussagen zum jetzigen Zeit­punkt ? Ist es der Versuch, den welt­weit aufkom­menden Volks­zorn zu unter­drü­cken? Bewegen wir uns auf eine Ände­rung des Covid-Narra­tivs zu?

DD: Seit dem Beginn dieser Epidemie können die offi­zi­ellen Erklä­rungen der Regie­rungen und ihrer wissen­schaft­li­chen Berater nicht als zuver­lässig bezeichnet werden. Alles und auch das Gegen­teil ist gesagt worden. Neil Ferguson und seine wilden Vorher­sagen sind durch die Fakten eindeutig wider­legt worden, insbe­son­dere durch die Prognosen für Schweden. Die Drama­ti­sie­rung der Geschichte dieser Epidemie scheint ange­sichts der sehr geringen Verluste (weniger als 0,6 Todes­fälle pro tausend Einwohner welt­weit; die große Mehr­heit der Verstor­benen hatte die Lebens­er­war­tung ihres Herkunfts­landes bereits über­schritten) stark übertrieben.

Diese Drama­ti­sie­rung, die unter aktiver Mitwir­kung der west­li­chen Main­stream-Medien zustande kam, war meines Erach­tens beab­sich­tigt. Das Surfen auf den Ängsten der Menschen war schon immer eine Form des Regie­rens in allen Ländern der Welt. Sie ermög­licht die Einfüh­rung von Maßnahmen, die norma­ler­weise nicht zulässig wären. Der gesund­heit­liche Notstand und die sich daraus erge­benden Maßnahmen ermög­li­chen zwei­fels­ohne eine bessere „Kontrolle“ der Bürger.

Es scheint jedoch, dass diese Bevöl­ke­rungs­gruppen weniger geneigt sind, offi­zi­elle Erklä­rungen für bare Münze zu nehmen. Zahl­reiche hoch­ran­gige Wissen­schaftler haben sich in den sozialen Netz­werken geäu­ßert, um den Darstel­lungen der Regie­rung zu wider­spre­chen. Sie wurden gehört und schafften es, eine große Zahl von gebil­deten Menschen zu über­zeugen. Die stän­digen und heftigen Angriffe von Poli­ti­kern und Medien auf sie haben es nicht geschafft, sie zu desta­bi­li­sieren oder zum Schweigen zu bringen.

Diese Epidemie verliert nun an Schwung, ohne dass die Rolle der Impf­stoffe bewiesen wäre. Das ist eine Tatsache. Die Anste­ckungs­fä­hig­keit der Viren und ihrer Vari­anten nimmt zu, ihre Leta­lität nimmt jedoch deut­lich ab. Wie jede andere Epidemie vor ihr wird auch Covid-19 ein Ende haben, sobald es als eine Krank­heit wie jede andere betrachtet wird, die je nach Jahr, Jahres­zeit und Land mehr oder weniger viru­lent ist, und sobald die Medien aufhören, eine große Sache daraus zu machen.

Die Angel­sachsen und die Israelis, Verfechter der Impfung, scheinen die Grenzen der Liber­tizid- und Impf­stra­te­gien gegen Covid erkannt zu haben. Sie haben erkannt, dass diese Stra­te­gien kontra­pro­duktiv waren, und haben die meisten der ergrif­fenen Maßnahmen aufge­geben. Diese Haltung wird von anderen Ländern nach­ge­ahmt werden, wobei Frank­reich mit seiner Entschlos­sen­heit, den Impf­pass durch­zu­setzen, eine Ausnahme bildet.

Stra­te­gika: Warum beschleu­nigt die Regie­rung in Frank­reich den Prozess und versucht, das Impf­pass durch­zu­setzen, auf die Gefahr hin, einen noch massi­veren Volks­auf­stand auszu­lösen als den der Gelb­westen? Liegt es daran, dass sie weiß, dass sich das Covid-Fenster der Möglich­keiten bald schließen wird?

DD: Neun Monate vor den Präsi­dent­schafts­wahlen und nach den für sie kata­stro­phalen Kommunal- und Regio­nal­wahlen spielt die Exeku­tive die ganze Sache aus.

Ziel ist es, die Fran­zosen in zwei Lager zu spalten und sich für den Präsi­denten als Verfechter des Lagers der „Covid-Ordnung“, d.h. des Impf­stoffs und des Impf­passes, darzu­stellen: der Retter der gefähr­deten Nation; derje­nige, der es versteht, die „Verschwö­rungs­theo­re­tiker aller Art“ in die Schranken zu weisen, indem er trotz aller Widrig­keiten die Entschlos­sen­heit und Strenge eines echten „Staats­chefs“ zeigt.

Er geht ein geringes Risiko ein, weil er wenig zu verlieren hat, denn diese Posi­tio­nie­rung kann nur das kata­stro­phale Ergebnis seiner Anhänger verbes­sern (3,5 % der regis­trierten Wähler bei den letzten Regio­nal­wahlen, ein Ergebnis, das er mit seinen Verbün­deten von der Modem­partei erzielt hat…)

Das Szenario, das der fran­zö­si­sche Präsi­dent spielt, entspricht mehr oder weniger dem israe­li­schen Szenario vom letzten Früh­jahr. Für Netan­jahu, dessen Anhän­ger­schaft bei den letzten Parla­ments­wahlen im März deut­lich zurück­ging (-15 %) und der sein Amt als Minis­ter­prä­si­dent verlor, hat das nicht gut funktioniert.

Aber da die Fran­zosen so sind, wie sie sind, kann dieses Szenario in Frank­reich sehr gut funk­tio­nieren und wird von den Medien einhellig unter­stützt: Es geht darum, die Fran­zosen gegen­ein­ander aufzu­hetzen, um die Pläne des Präsi­denten zu begüns­tigen und ein demü­ti­gendes Ausscheiden in der ersten Runde im April 2022 zu vermeiden.

Durch Erpres­sung von Arbeits­plätzen, Reisen, Urlaub, normalem Leben und bald auch von Schul­bil­dung möchte der Präsi­dent durch Zwang errei­chen, dass sein Land zu den Spit­zen­rei­tern bei Impfungen und dem euro­päi­schen Impf­pass gehört. Sein persön­li­ches, natio­nales und inter­na­tio­nales Image steht auf dem Spiel, mehr als die Gesund­heit der Franzosen.

Stra­te­gika: Wozu könnten der Volks­zorn und die Demons­tra­tionen Ihrer Meinung nach führen?

DD: Tief im Inneren hasst Frank­reich Unord­nung. Wut kann zu Gewalt führen. Sollte dies der Fall sein, könnte die Gewalt durchaus zur Wieder­wahl des schei­denden Präsi­denten führen. Viel­leicht ist es das, worauf er wartet. Wenn ja, wird er die Provo­ka­tion in den kommenden Wochen so weit wie möglich treiben, um Proteste, Demons­tra­tionen und Gewalt zu provo­zieren. Ziel ist es, die Gegner des Impf­stoffs und des Impf­passes als Stören­friede zu diskreditieren.

Für mich wäre die rich­tige Stra­tegie der Demons­tranten nicht Gewalt, sondern der Boykott aller Wirt­schafts­ak­teure, die die Provo­ka­tionen der Regie­rung umsetzen. Wenn die Besu­cher­zahlen von Kultur­stätten, Kinos, Sport­hallen, Restau­rants, Festi­vals usw. um 50 % oder mehr zurück­gehen, werden sich die Wirt­schafts­ak­teure, ob geimpft oder nicht, gegen den Impf­pass wenden, der ihr Leben ruiniert. Die Regie­rung wird verpflichtet sein, dies zu berück­sich­tigen, wie es in Israel, in vielen ameri­ka­ni­schen Staaten und im Verei­nigten König­reich geschehen ist.

Nur die „fried­liche“ Verei­ni­gung von Geimpften und Impf­skep­ti­kern wird die Ideo­logen des Impf­passes über­winden. Dies ist eine Tatsache, die nicht vergessen werden darf.

Stra­te­gika: Ist es denkbar, dass Covid wirk­lich endet? Wenn ja, wird das Covid-Szenario durch etwas anderes ersetzt werden?

DD: Covid wird bald (in weniger als einem Jahr) eine Krank­heit wie jede andere sein, mit der wir leben müssen, so wie die Mensch­heit schon immer mit vielen anderen gelebt hat. Es werden endlich früh­zei­tige Behand­lungen einge­setzt, die die Viru­lenz des Virus erheb­lich redu­zieren. Die Welt wird weitere mehr oder weniger tödliche „Fieber­an­fälle“ erleben, die je nach den Inter­essen der jewei­ligen Regie­rungen als Wellen bezeichnet werden können oder nicht.

Ein Substi­tu­ti­ons­sze­nario in der Größen­ord­nung, wie wir es derzeit erleben, ließe sich nur schwer in kurzer Zeit umsetzen. Die Bevöl­ke­rungen würden das nicht mehr ertragen können.

Der unauf­halt­same Lauf der Zeit arbeitet nun gegen die Agenda der Globa­listen. Die globalen wirt­schaft­li­chen Gleich­ge­wichte verän­dern sich rapide, die multi­po­lare Welt nimmt Gestalt an… Die Globa­listen könnten ein Spiel verlieren, das sie etwas zu spät begonnen haben und das auf großen Wider­stand stößt.

Stra­te­gika: Wie Bill Gates erklärte auch der Epide­mio­loge Bruce Aylward, Berater des WHO-Direk­tors und Leiter des inter­na­tio­nalen Covax-Programms, dass „etwa 60% der Welt­be­völ­ke­rung geimpft werden müssen, um die Covid-19-Epidemie zu stoppen“. Werden die Behörden aufgeben, wenn diese Impf­quote in den meisten Ländern erreicht ist? Was werden sie mit den Unge­impften machen? Wird man versu­chen, diesen Block von „Diehards“ im Laufe der Zeit zu verklei­nern, um eine voll­stän­dige Durch­imp­fung zu errei­chen, oder wird man akzep­tieren, dass ein Teil der Bevöl­ke­rung (30, 20%?) weiterhin normal lebt, ohne geimpft zu werden?

DD: In den meisten west­li­chen Ländern dürfte die Durch­imp­fungs­rate von 60–70 % ausrei­chen, um die Forde­rungen der Gesund­heits­be­hörden und der Politik, die von den phar­ma­zeu­ti­schen Labo­ra­to­rien unter­stützt werden, zu erfüllen, zumal weitere 10–12 % der Menschen geimpft werden, nachdem sie an der Krank­heit erkrankt sind und sich von ihr erholt haben.

Die Gesund­heits­be­hörden werden schnell fest­stellen, dass der Impf­stoff das Auftreten neuer Vari­anten nicht verhin­dert oder sogar begüns­tigt und dass er die Anste­ckung, den Kran­ken­haus­auf­ent­halt und den Tod der am meisten gefähr­deten Personen nicht verhindert.

In Frank­reich ist alles möglich mit den Zauber­lehr­lingen, die uns regieren und die ohne mit der Wimper zu zucken ihre Impf­stoff­ex­pe­ri­mente an der Bevöl­ke­rung mit Produkten fort­setzen, die noch im Versuchs­sta­dium sind.

Kein Land der Welt kann 20 bis 30 % seiner Bürger, die auch Verbrau­cher sind, aus offen­sicht­li­chen wirt­schaft­li­chen Gründen ausschließen. Diese Beob­ach­tung könnte einige wenige Regie­rungen dazu veran­lassen, die Impfung zur Pflicht zu machen. Die fran­zö­si­sche Regie­rung, so wie wir sie kennen, wäre dann zwei­fellos eine der ersten, die diesen obli­ga­to­ri­schen Charakter des Impf­stoffs fördert…

Stra­te­gika: Wie werden die nicht geimpften Menschen dann leben müssen? Werden sie wirk­lich Bürger zweiter Klasse oder noch schlimmer sein? Ist eine globale biopo­li­ti­sche Steue­rung nach chine­si­schem Vorbild für die gesamte Mensch­heit denkbar oder ist die Realität noch zu konservativ?

DD: Heute sind 75 % der Welt­be­völ­ke­rung immer noch nicht geimpft. Das ist eine große Mehr­heit. Es ist unwahr­schein­lich, dass Impf­stoffe, die Ende 2019 gegen den Wuhan-Virusstamm entwi­ckelt wurden, ange­sichts der neuen Vari­anten in den Jahren 2021, 2022 und darüber hinaus noch lange verwendet werden können, da ihre ange­nom­mene Wirk­sam­keit nicht mehr gegeben ist oder sein wird.

Es liegt auf der Hand, dass die Mehr­heit der Welt­be­völ­ke­rung niemals mit den uns heute bekannten Impf­stoffen geimpft werden wird (viel­leicht aber mit anderen…)

Außerdem werden die Dutzenden von Impf­stoffen, die es gibt, nicht von allen Ländern aner­kannt. So werden beispiels­weise chine­si­sche oder russi­sche Impf­stoffe in einigen west­li­chen Ländern nicht aner­kannt und umgekehrt.

Wenn wir die Bürger der Welt nach ihrem Impf­status klas­si­fi­zieren würden, welchen Impf­stoff sollten wir dann verwenden? All dies macht heute noch keinen Sinn und wird es wahr­schein­lich auch in den nächsten Jahr­zehnten nicht tun. Die „globa­lis­ti­sche“ Einheit­lich­keit ist noch nicht von morgen. Die Mensch­heit ist immer noch gespalten, und überall auf der Welt orga­ni­siert sich der Wider­stand gegen diese „globa­lis­ti­sche“ Agenda.

Eine globale biopo­li­ti­sche Kontrolle ist daher für die gesamte Mensch­heit in den nächsten zwanzig Jahren noch nicht möglich, was nicht bedeutet, dass sie nicht auch länger­fristig möglich wäre…

Quelle: MPI


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